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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 25.07.2011

Kunde und Komplize

Oder: Wem nützt meine Geldanlage?

Von Nadine Dietrich

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Euro-Cent-Münzen (AP)
Euro-Cent-Münzen (AP)

Vegetarier kaufen nicht beim Fleischer, aber viele Atomkraftgegner haben ein Konto bei der Deutschen Bank oder der Commerzbank. Warum? An der Fleischtheke kann der Kunde das Produkt erkennen, am Bankschalter oft nicht.

In welche Branchen wird das Geld investiert, welche Firmen erhalten Kredite, darüber schweigen die Banken. Der Kunde wird so zum Komplizen – meist unwissentlich und unfreiwillig.

Wer Geld und Gewissen vereinbaren will, kann zu Nachhaltigkeitsbanken wechseln. Sie verleihen das Geld ihrer Kunden ausschließlich an ökologisch und sozial ausgerichtete Unternehmen. Politiker der Grünen wollen, dass neben Privatpersonen auch Pensionskassen, Stiftungen und sogar der Staat Geld nachhaltig anlegen.

CDU und FDP ist diese Vorstellung suspekt. Druck auf Banken und Wirtschaft auszuüben, damit diese ökosozial wirtschaften, lehnen sie ab. Was staatliche Lenkung bewirken kann, zeigen die Niederlande: Dort haben nachhaltige Geldanlagen einen Marktanteil von 40 Prozent. In Deutschland liegt er lediglich bei einem Prozent.

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Buchtipp:
Caspar Dohmen: "Good Bank: Das Modell der GLS Bank", Orange Press

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Krötenwanderung jetzt - Bankwechsel
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