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Sonntag, 24.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Montag, 20. September 2021

"Hotel Ruanda"-Held wegen Terrorvorwürfen verurteilt

Der durch den Hollywood-Film "Hotel Ruanda" bekannt gewordene Regierungskritiker Paul Rusesabagina ist zu 25 Jahren Haft verurteilt worden. Nach dem Schuldspruch gab das Gericht in der Hauptstadt Kigali auch das Strafmaß gegen den 67-Jährigen bekannt. Rusesabagina war des Terrorismus für schuldig befunden worden. Laut Gericht soll er bewaffnete Aufständische finanziert, Kämpfer rekrutiert und zum Sturz der Regierung aufgerufen haben. Der Prozess gegen Rusesabagina wurde unter anderem von Menschenrechts-Organisationen als politisch motiviert eingeschätzt. Rusesabagina, ein Hutu, erlangte weltweite Bekanntheit, weil er während des Völkermords 1994 Hunderten Tutsi in seinem Hotel Unterschlupf gewährte. Die Geschehnisse dienten im Jahr 2004 als Vorlage für den Hollywood-Film „Hotel Ruanda“.

Boygroup BTS in der UN-Vollversammlung

Mit einem Auftritt in der UN-Vollversammlung in New York hat die südkoreanische Boygroup BTS die Bedeutung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen unterstrichen. Die sieben Mitglieder der weltweit berühmten Band zeigten sich gemeinsam mit UN-Generalsekretär António Guterres und dem südkoreanischen Regierungschef Moon Jae In im Parlament der Vereinten Nationen und präsentierten dort ein Video ihres Songs "Permission to Dance", das sie vorab im leeren Sitzungssaal aufgenommen hatten. Guterres sprach von einem "fantastischen Beitrag". Zuvor waren die BTS-Mitglieder von Moon zu "Sondergesandten des Präsidenten für zukünftige Generationen und Kultur" ernannt worden. Am Dienstag beginnt die diesjährige Generaldebatte der UN-Vollversammlung.

Lea Rosh mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Die Berliner Publizistin Lea Rosh ist für ihr langjähriges Engagement gegen Antisemitismus und für die Errichtung des Denkmals für die ermordeten Juden Europas mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Was Rosh in ihrem jahrzehntelangen gesellschaftlichen und politischen Engagement für ihre Heimatstadt Berlin und weit über Berlin hinaus geleistet hat, habe jeden Respekt und jede Wertschätzung verdient, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) bei einem Festakt im Roten Rathaus. Im Namen aller Berlinerinnen und Berliner bedanke er sich bei der 84-Jährigen für ihr Wirken, sagte Müller. Rosh habe mit unermüdlichem Einsatz viel dazu beigetragen, dass Berlin und ganz Deutschland zu einer neuen, angemessenen Kultur des Erinnerns gefunden hätten. Seit 1995 ist Lea Rosh Vorsitzende des "Förderkreises zur Errichtung eines Denkmals für die ermordeten Juden Europas". Sie bezeichnete das 2005 in Berlin eröffnete Denkmal als ihr Lebenswerk.

Museum erhält acht bisher unbekannte Picasso-Werke

Das Pariser Picasso-Museum erhält die bedeutendste Schenkung seit Jahrzehnten: Acht der Öffentlichkeit bislang nicht bekannte Werke habe Picassos Tochter Maya dem Museum vermacht, teilten deren Kinder in Paris mit. Die Werke erlaubten "einen neuen Blick auf die Arbeitsweise Picassos", sagte die französische Kulturministerin Roselyne Bachelot. Zu den Werken gehören "Kind mit einem Lutscher, das unter einem Stuhl sitzt" von 1938, das vermutlich Maya als Kind zeigt, ein Porträt von Picassos Vater von 1895 und "Kopf eines Mannes" aus dem kubistischen Spätwerk von 1971. Zudem erhielt das Museum noch ein Skizzenheft mit Studien zum "Frühstück im Grünen", inspiriert von einem Gemälde von Edouard Manet, sowie eine Skulptur, die "Venus von Gaz" von 1945. Mit der Schenkung der Werke begleicht Maya Ruiz-Picasso ihre Erbschaftssteuer. Die neu erhaltenen Werke sollen im kommenden April ausgestellt werden.

Fünf Nominierte für Kinderbuch-Grafikpreis "Serafina"

Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur hat die fünf Nominierten für den Serafina-Nachwuchspreis für deutschsprachige Illustratoren bekanntgegeben. Chancen auf die renommierte, mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung haben in diesem Jahr unter anderen die Schweizerin Laura D'Arcangelo ("Herr Bert und Alonso jagen einen Dieb") und die rumänische Künstlerin Arinda Craciun ("Hunde im Futter - Eine Grammatik in Bildern"), wie die Akademie Volkach mitteilte. Ebenfalls nominiert wurden die in Frankfurt geborene Künstlerin Carla Haslbauer ("Die Tode meiner Mutter"), die Mainzerin Ceylan Maurer ("Das große Büchergilde Gedichtbuch") sowie die Schweizerin Sabine Rufener ("Der Wal im Garten"). Verliehen werden soll der Preis am 20. Oktober auf der Buchmesse. Die Auszeichnung wird von der Akademie, dem Börsenblatt des Deutschen Buchhandels und der Frankfurter Buchmesse verliehen.

Solidaritätsbekundungen für Nemi El-Hassan

In einem offenen Brief an den Westdeutschen Rundfunk (WDR) haben zahlreiche Prominente gefordert, der Sender solle die Zusammenarbeit mit Nemi El-Hassan wieder aufnehmen. Die Medizinerin und Journalistin hätte ab November das Wissenschaftsmagazin "Quarks" moderieren sollen. Nachdem ihre Teilnahme an einer israelfeindlichen Demonstration und weiteren Anschuldigungen letzte Woche bekannt geworden war, setzte der WDR die Zusammenarbeit vorerst aus. In dem offenen Brief heißt es, El-Hassan habe sich deutlich von den Fehlern ihrer Vergangenheit distanziert, um Entschuldigung gebeten und glaubhaft ihren Wandel dargelegt. Die Diskussion sei "diffamierend und denunziatorisch" gewesen. Unterzeichnet haben vor allem Journalisten, Kulturschaffende, Wissenschaftler und Mitglieder von Organisationen, die sich mit Islam oder Rassismus beschäftigen, darunter der Pianist Igor Levit, die Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels, Carolin Emcke, und der Publizist Jakob Augstein.

Wallonischer Sänger Julos Beaucarne gestorben

Der Dichter und Sänger Julos Beaucarne ist am Samstagabend im Alter von 85 Jahren gestorben. Der Liedermacher galt seit über 50 Jahren als Botschafter der wallonischen Kultur. Beaucarne lebe seit vielen Jahren in der Provinz Wallonisch-Brabant. In seinen Liedern besang er die Schönheit seiner Heimat auf Französisch und in der wallonischen Regionalsprache. In den Sozialen Netzwerken ist die Anteilnahme am Tod von Beaucarne groß. Der wallonische Ministerpräsident Elio Di Rupo twitterte, Julos Beaucarne sei unbestreitbar der inspirierendste wallonische Sänger gewesen.

#EmmysSoWhite: Kritik an der Preisvergabe

Im Internet wird Kritik an der Vergabe der Emmys in Los Angeles laut. Unter dem Hashtag #EmmysSoWhite wird bemängelt, dass die Jury einmal mehr People of Color die künstlerische Anerkennung verweigert habe, die sie verdient hätten. Nominiert waren zwar 49 Kreative aus unterschiedlichen kulturellen Gruppen wie nie zuvor, die meisten gingen aber leer aus. Mit Ru Paul (ausgezeichnet für seine Sendung "Drag Race") und Michaela Coel (Drehbuch "I May Destroy You") betraten nur zwei schwarze Gewinner die Bühne. Die siebenfach nominierte Rassismus Studie "The Underground Railroad" konnte keine Trophäe erringen. Dr große Abräumer des Abends war die Netflix-Serie "The Crown" über Queen Elizabeth II.. Sie gewann in der Königsdisziplin als beste Dramaserie, außerdem wurden die Crown-Darsteller Olivia Coleman und Josh O'Connor mit Schauspielpreisen geehrt.

Umstrittene Museen im Humboldt Forum öffnen

Mit einem weiteren Öffnungsschritt im Berliner Humboldt Forum sind von diesem Donnerstag an erstmals auch wegen kolonialer Hintergründe umstrittene Objekte der beteiligten Museen zu sehen. Ethnologisches Museum und Museum für Asiatische Kunst öffnen in der zweiten und dritten Etage des Westflügels ihre ersten Räume.
Aus Sicht von Hartmut Dorgerloh, Intendant des Zentrums für Kunst, Kultur und Wissenschaft, sind die Museen von "entscheidender Bedeutung für das Gelingen des Gesamtprojekts". Mit ihren Objekten seien sie zentrale Ausgangs- und Bezugspunkte. Die Ausstellung ermögliche "die erforderlichen Debatten über Kolonialismus und über Rassismus, über Diskriminierung und Machtverhältnisse". Von den etwa 500 000 Objekten der zuvor im Stadtteil Dahlem präsenten Museen sollen rund 20 000 im Humboldt Forum gezeigt werden. Dazu gehören auch die als koloniales Raubgut geltenden Benin-Bronzen, die mit dem letzten Öffnungsschritt vermutlich von Mitte 2022 an zu sehen sein sollen.

Wiesbadener Intendant Laufenberg will aufhören

Der Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden Uwe Eric Laufenberg kündigt in einem Offenen Brief auf der Homepage des Theaters an, seinen bis 2023/24 laufenden Vertrag nicht verlängern zu wollen. In dem an die Hessische Ministerin für Wissenschaft und Kunst Angela Dorn (Grüne) gerichteten Schreiben zeigt sich Laufenberg verärgert, dass die per Vertragsverlängerungsklausel für diesen Monat vereinbarten Gespräche, "ob und zu welchen Konditionen mein Vertrag als Intendant über den Ablauf der Spielzeit 23/24 hinaus verlängert wird", noch nicht eröffnet wurden. Uwe Eric Laufenberg, war zuvor Intendant in Potsdam (2004–2009) und an der Oper Köln (2009–2012). 2014 kam er ans Staatstheater Wiesbaden.

Ricardo Carmona wird Leiter von Tanz im August

Das internationale Berliner Festival Tanz im August bekommt eine neue künstlerische Leitung: Der portugiesische Kulturmanager Ricardo Carmona wird 2023 auf die finnische Kuratorin Virve Sutinen folgen, wie das Theater Hebbel am Ufer mitteilte. Der Berliner Kulturstaatssekretär Torsten Wöhlert erklärte, Carmonas Blick aus dem Süden Europas sei geprägt durch andere biografische und künstlerische Erfahrungen, "die die Tanzszene in dieser Stadt und darüber hinaus bereichern". Das traditionell im August stattfindende Festival für zeitgenössischen Tanz wurde 1989 gegründet.

Albert-Mangelsdorff-Preis für Aki Takase

Die Berliner Pianistin Aki Takase wird mit dem Albert-Mangelsdorff-Preis 2021 für ihr Lebenswerk und ihre Verdienste für den Jazz in Deutschland ausgezeichnet. Zur Begründung nennt die Jury Takases kraftvolle und expressive Spielweise, die einzigartig und klar erkennbar sei – meist schon beim ersten Ton. Aki Takase wurde 1948 in Osaka in Japan geboren, studierte Musik in Tokio und ist seit den 80er-Jahren in der Berliner Szene verwurzelt. Der Albert-Mangelsdorff-Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Mit ihm würdigt die Deutschen Jazzunion eine herausragende Persönlichkeit der deutschen Jazzszene. Die Verlehung findet am 5. November im Rahmen des Jazzfest Berlin statt.

Die Ärzte sagen Tour wegen Corona-Wirrwarr ab

Die Berliner Punkrock-Band "Die Ärzte" hat die noch in diesem Jahr geplanten Konzerte der "In The Ä Tonight Tour" komplett abgesagt. Seit Monaten habe der Tourveranstalter erfolgslos versucht, einheitliche Regelungen für die Konzerte zu verhandeln, schreiben "Die Ärzte" auf ihrer Homepage. Je nach Bundesland seien Konzerte ohne Abstand unterschiedlich geregelt. Eine so große Tour sei mit "derart viel Unsicherheit der Genehmigungslage" nicht möglich, heißt es weiter. Bei der Konzertreise durch 15 Städte waren 26 Auftritte in Deutschland, der Schweiz und Österreich geplant. Für 2022 ist noch eine Open-Air-Tour geplant.

DDR-Spätwerk: Berliner Plattenbau unter Denkmalschutz

Dort wohnten DDR-Größen wie Günter Schabowski oder der Kulturpolitiker Kurt Hager: Die Plattenbauten an der Berliner Wilhelmstraße an der einstigen Grenze zwischen Ost und West sind unter Denkmalschutz gestellt worden. Die Häuser wurden von 1987 bis 1992 unter Chefarchitekt Helmut Stingl errichtet und gelten als Spätwerk des DDR-Städtebaus. Das Ensemble mit Erkern, Balkonen und Loggien war für 4000 Menschen ausgerichtet, es bot ungewöhnlich große Wohnungen.
Laut Landeskonservator Christoph Rauhut war das Viertel ein wichtiger Baustein im Wettbewerb der politischen Systeme, der das Wohnungsbauprogramm der DDR öffentlichkeitswirksam in Szene setzen sollte.

Emmy Award für "The Crown" als beste Dramaserie

Die britische Produktion "The Crown" hat den Emmy Award des Jahres gewonnen. Es ist nach vier Staffeln die erste Auszeichnung in der Königskategorie des wichtigsten Fernsehpreises der Welt. Die beim Streaminganbieter Netflix laufende Reihe handelt vom Leben der britischen Königin Elizabeth II. Olivia Colman wurde für diese Rolle als beste Drama-Schauspielerin ausgezeichnet. Josh O'Connor erhielt den Preis für seine Verkörperung von Prinz Charles als bester männlicher Hauptdarsteller in einer Dramaserie. Die Fußballserie "Ted Lasso" wurde als beste Comedy-Serie des Jahres ausgezeichnet. Sie handelt von einem US-Football-Trainer, der in England einen Fußballverein umkrempelt.

Internationales Filmfest Oldenburg beendet

Das Internationale Filmfest Oldenburg ist am Abend mit der Auszeichnung der Preisträger zu Ende gegangen. Als bester Film bei der 28. Auflage des Independent-Festivals wurde der Beitrag "Anchorage" von Scott Monahan und Dakota Loesch mit dem "German Independence Award" prämiert. Loesch erhielt außerdem den Preis als bester Darsteller, wie die Festivalleitung mitteilten. Bei den Frauen setzte sich Eaindra Kyaw Zin durch. Gezeigt wurden mehr als 30 Lang- und 14 Kurzfilme, darunter zahlreiche Welt- und Deutschlandpremieren. Das Internationale Filmfest Oldenburg gilt als eines der bedeutendsten europäischen Festivals im Bereich des Independent Films.

Historisches Zechengebäude bei Feuer zerstört

Im Muttental in Witten ist ein historisches Zechengebäude ausgebrannt. Der Brand in einem Gebäude der ehemaligen Zeche Herberholz sei gelöscht worden, teilte die Feuerwehr in der Nacht mit. 40 Kräfte waren im Einsatz. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Details zur Brandursache und Schadenshöhe sind noch nicht bekannt. Die Polizei ermittelt. Die ehemalige Zeche in Nordrhein-Westfalen war zuletzt bei den Unwettern im Juli stark vom Hochwasser beschädigt worden.

Filmemacherin Tatjana Turanskyj gestorben

Die Filmemacherin Tatjana Turanskyj ist tot. Sie starb am Samstag nach langer Krankheit im Alter von 55 Jahren, bestätigten Weggefährtinnen gegenüber Deutschlandfunk Kultur. Tatjana Turanskyj war eine wichtige feministische Filmemacherin und Kämpferin für Gleichstellung. So setzte sie sich als Mitbegründerin von "Pro Quote Regie" für eine Quote für die Vergabe von Regieaufträgen an Frauen im Fernseh- und Filmbereich ein. Zu ihren wichtigsten Filmen gehören "Eine flexible Frau" und "Top Girl".

Preis für "Anchorage" beim Filmfest Oldenburg

Das Internationale Filmfest Oldenburg ist am Sonntagabend mit einer Abschlussgala und der Auszeichnung der Preisträger zu Ende gegangen. Als bester Film wurde bei der 28. Auflage des Independent-Festivals der Beitrag "Anchorage" von Scott Monahan und Dakota Loesch prämiert. Der Streifen bekam den "German Independence Award". Loesch erhielt außerdem den Preis als bester Darsteller, wie die Organisatoren mitteilten. Bei den Frauen setzte sich Eaindra Kyaw Zin aus "What happened to the Wolf?" durch. Im Programm lief mit dem Film "The Maestro" von Paul Spurrier nach Angaben der Veranstalter unter anderem eine Weltpremiere. Dieser Beitrag wurde mit dem "Spirit of Cinema Award" ausgezeichnet.

Werbestopp für RTL-Produktion gefordert

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat den TV-Sender RTL aufgefordert, die Werbung für die TVnow-Serie "Der Todespfleger" sofort zu stoppen. Damit zu werben, dass man einen vielfachen Patientenmörder interviewt habe, überschreite alle ethischen Grenzen, sagte Vorstand Eugen Brysch der Katholischen Nachrichten-Agentur. Zuvor hatten auch die Polizei und der Opferhilfeverein Weißer Ring die am Montag startende Serie kritisiert, in der Patientenmörder Niels Högel selbst über seine Taten spricht. Es sei ein Schlag ins Gesicht der Opferangehörigen, ihn öffentlich sprechen zu lassen, sagte der Präsident der Polizeidirektion Oldenburg, Johann Kühme, der "Neuen Osnabrücker Zeitung". In einem der größten Serienmordprozesse der deutschen Justizgeschichte hatte das Landgericht Oldenburg im Juni 2019 den damals 42-jährigen Niels Högel des Mordes in 85 Fällen für schuldig gesprochen. Der ehemalige Krankenpfleger war zwischen 2000 und 2005 an Kliniken in Oldenburg und Delmenhorst tätig und hatte dort über Jahre Patienten vergiftet.

ZdK fordert mehr Frauen in Führungspositionen

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken fordert mehr Frauen in kirchlichen Führungspositionen. ZdK-Präsident Sternberg sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", es sei ein gutes Signal, dass es mit Beate Gilles nun eine Generalsekretärin bei der Deutschen Bischofskonferenz gebe. Dies sei ein Zeichen für die Veränderungsbereitschaft innerhalb der Katholischen Kirche. Zugleich betonte der Chef der Laienorganisation, dass es Besetzung von Führungsposten mit Frauen letztlich auch um die Teilhabe von über der Hälfte der Gläubigen gehe. Außerdem erforderten nicht alle Führungsaufgaben eine priesterliche Weihe. Gleichzeitig müsse die Debatte darüber weitergeführt werden, welche theologischen Argumente im Jahr 2021 noch trügen, Frauen weiterhin von der Weihe auszuschließen. Die katholischen Bischöfe in Deutschland kommen morgen zu ihrer Herbstvollversammlung in Fulda zusammen. Ein Schwerpunkt der viertägigen Beratungen ist der Reformprozess „Synodaler Weg“.

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