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Dienstag, 26.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 17. September 2021

Karl-Heinz Ott erhält Joseph-Breitbach-Preis

Der Schriftsteller Karl-Heinz Ott hat am Freitag den Joseph-Breitbach-Preis, eine der höchstdotierten deutschen Literaturauszeichnungen, erhalten. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte bei der Verleihung in Koblenz, Ott sei ein fabelhafter Autor, der seine Leser und Leserinnen inspiriere und ihnen neue Welten eröffne. Sie wies auf Otts besondere Beziehung zu Rheinland-Pfalz hin, da er 2006 die Mainzer Poetik-Dozentur und 2011/2012 die der Uni Koblenz-Landau innegehabt hatte. Der 64-Jährige zähle zu "den intellektuell und sprachlich versiertesten Autoren seiner Generation", teilte die Jury mit. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz sowie von der Stiftung Joseph Breitbach verliehen.

Hollywood-Star Jane Powell ist tot

Die US-Schauspielerin Jane Powell tot. Das berichtet die "New York Times" und beruft sich dabei auf eine Freundin von Powell. Der frühere Filmstar sei bereits am Donnerstag im Alter von 92 Jahren im Bundesstaat Connecticut gestorben. Powell zählte zur sogenannten goldenen Ära Hollywoods. Schon als junges Mädchen war sie als Sängerin und Tänzerin aufgetreten. Ihr Filmdebüt feierte sie 1944 in "Song of the Open Road" gefeiert. Danach spielte die 1929 in Portland geborene Schauspielerin mehrere Jahrzehnte lang in verschiedenen Filmen und Fernsehserien mit.

Jazz-Kontrabassist George Mraz gestorben

Der Jazz-Kontrabassist George Mraz ist tot. Er starb im Alter von 77 Jahren, wie der öffentlich-rechtliche tschechische Rundfunk berichtete. Mraz spielte im Laufe seiner langen Karriere an der Seite zahlreicher Jazz-Größen von Stan Getz über Chet Baker und Dizzy Gillespie bis Ella Fitzgerald. Zwei Jahre lang war er Mitglied im berühmten Trio des kanadischen Klaviervirtuosen Oscar Peterson. Nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in die Tschechoslowakei im August 1968 ging Mraz in die USA und studierte an der Berklee School of Jazz in Boston. Mit seinem charakteristischen, etwas rauen Klang wurde er rasch zu einem gesuchten Begleiter in der US-Jazz-Szene. Im Jahr 2009 zeichnete ihn der damalige tschechische Präsident Vaclav Klaus für seine Verdienste um die Kultur mit der Goldenen Plakette des Staatsoberhaupts aus.

Ex-"ze.tt"-Chefredakteurin Reimann geht zum SWR

Die ehemalige Chefredakteurin des Online-Magazins "ze.tt" der Wochenzeitung "Die Zeit", Marieke Reimann, wechselt zum Südwestrundfunk (SWR). Sie trete die Stelle als Zweite Chefredakteurin zum 1. November an, teilte der öffentlich-rechtliche Sender in Stuttgart mit. Reimann folgt beim SWR auf Gabi Biesinger, die im August als Hörfunkkorrespondentin nach London wechselte.

Berliner Philharmoniker werben für UNO-Flüchtlingshilfe

Die Berliner Philharmoniker sind künftig musikalische Botschafter für die UNO-Flüchtlingshilfe. Chefdirigent Kirill Petrenko sagte, es sei für ihn und das Orchester sehr wichtig, nicht nur schöne Konzerte zu spielen, sondern sich auch gesellschaftlich zu engagieren. Die Philharmoniker wollten die Flüchtlingshilfe bekannter machen und dafür werben, sich für Menschen auf der Flucht stark zu machen. Nach Angaben des deutschen Partners der UN-Organisation UNHCR waren Ende vergangenen Jahres 82,4 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht.

Britischer Computer-Erfinder Clive Sinclair gestorben

Der britische Erfinder und Unternehmer Clive Sinclair ist tot. Er wurde 81 Jahre alt. Der Computer-Pionier wurde in den frühen 1980er-Jahren bekannt, als er eine Reihe erschwinglicher Heimcomputer auf den Markt brachte. Mit 22 Jahren gründete der Brite sein erstes Unternehmen Sinclair Radionics, das unter anderem das kleinste Transistorradio der Welt auf den Markt brachte. 1973 erfand Sinclair den weltweit ersten Taschenrechner, dann begann er seine Arbeit auf die Welt der Heimcomputer zu fokussieren.

Zukunftsmuseum in Nürnberg eröffnet

Nach mehr als drei Jahren Bauzeit ist das Zukunftsmuseum in Nürnberg eröffnet worden. In der Ausstellung geht es um Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz, Big Data oder das Leben im All, die unter ethischen Gesichtspunkten diskutiert werden. Ursprünglich hätte die Zweigstelle des Deutschen Museums in München schon Ende 2020 eröffnet werden sollen, wegen der Corona-Pandemie wurde es aber später. Auf drei Etagen veranschaulichen nun 250 Exponate, Prototypen und Modelle, wie das Leben in Zukunft aussehen könnte. Fast 28 Millionen Euro hat das neue Museum in der Nürnberger Altstadt gekostet.

Deutscher Fernsehpreis für Lanz und Donskoy

In Köln ist am Abend der Deutsche Fernsehpreis verliehen worden. Dabei wurde Petra Schmidt-Schaller als beste Schauspielerin ausgezeichnet, bester Schauspieler wurde Sascha Alexander Gersak. Sie wurden für ihre Rollen im ARD-Mehrteiler "Die Toten von Marnow" geehrt - Gersak außerdem für seine Leistung in "Polizeiruf 110: Der Verurteilte". Weitere Preise holten unter anderen die Moderatoren Andrea Kiewel und Joko Winterscheidt sowie Talkshow-Gastgeber Markus Lanz. In der Kategorie "Beste Comedy / Late Night" setzte sich die WDR-Sendung "Freitagnacht Jews" mit Daniel Donskoy durch.

Pfund und Unze kehren nach Großbritannien zurück

Die Regierung Großbritanniens hat angekündigt, das imperiale System für Gewichte und Maße wiedereinzuführen. Das berichtet die Zeitung "The Times". Damit dürfen Geschäfte künftig ihre Waren nur noch in Pfund und Unze auszeichnen - unter EU-Regeln war das nur erlaubt, wenn zugleich das Gewicht in Kilogramm angegeben war. Brexit-Befürwortern war das Verbot ein Dorn im Auge, sie feiern jetzt die Rückkehr zu englischen Traditionen.

Quallen auf UN-Gebäude während Vollversammlung

Während der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in der kommenden Woche sollen Quallen auf dem Hauptgebäude der Vereinten Nationen in New York schwimmen. Ein dänisches Künstlerkollektiv wolle nachts Bewegtbilder von sogenannten Staatsquallen auf die Nordseite des 39-stöckigen Gebäudes in Manhattan projizieren, teilten die UN mit. Damit solle darauf aufmerksam gemacht werden, wie wichtig es für die Staats- und Regierungschefs sei "in Harmonie für das Wohlergehen aller Arten auf diesem Planeten zu arbeiten".

Elmgreen & Dragset mit Robert-Jacobsen-Preis geehrt

Das dänisch-norwegische Künstlerduo Elmgreen & Dragset wird im Oktober mit dem Robert-Jacobsen-Preis der Stiftung Würth ausgezeichnet. "Sie untersuchen die Möglichkeiten von Kunst im öffentlichen und institutionellen Raum und gehen dabei auf soziale und soziologische Fragen ein", teilte die Würth-Gruppe in Künzelsau mit. 2008 schuf das Duo im Berliner Tiergarten das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert. Preisverleihung ist am 4. Oktober in Künzelsau.

Dreharbeiten für neue "Babylon Berlin"-Staffel fertig

Die Dreharbeiten für die vierte Staffel des Krimis "Babylon Berlin" sind abgeschlossen. Diesmal lieferte Volker Kutschers Roman "Goldstein" die Vorlage, die Geschichte spielt in den Wintermonaten 1930/1931, wie es in der Mitteilung der Produktionsfirma heißt. Die neuen Folgen sollen 2022 zuerst bei Sky zu sehen sein. Ein halbes Jahr später ist die Ausstrahlung im Ersten geplant. Regie führten erneut Henk Handloegten, Achim von Borries und Tom Tykwer. Der Berlin-Krimi mit Volker Bruch und Liv Lisa Fries in den Hauptrollen ist eine der erfolgreichsten deutschen Serien der vergangenen Jahre.

Mehrheit an Studio Babelsberg AG soll verkauft werden

Die Filmproduktionsstätte Studio Babelsberg in Potsdam soll mehrheitlich verkauft werden. Mit der Firma TPG Real Estate Partners sei eine entsprechende Vereinbarung getroffen worden, teilte die Studio Babelsberg AG mit. In der kommenden Woche solle es ein öffentliches Angebot für alle Aktionäre der Gesellschaft geben. Das Studio Babelsberg wurde 1912 gegründet, es ist nach eigenen Angaben das älteste Großatelier-Filmstudio der Welt und die Wiege des deutschen Films.

Peter Schamonis Max-Ernst-Sammlung wird versteigert

Die Sammlung des deutschen Filmemachers Peter Schamoni von Max-Ernst-Werken wird versteigert. Mehr als 80 Arbeiten des Surrealisten aus allen Schaffensperioden bietet das Auktionshaus Phillips im Oktober in London an. Schamoni war fasziniert von Ernst. Er machte bis zum Tod des Malers im Jahr 1976 allein fünf Filme über den Surrealisten. Schamoni hat dem Künstler auch mit der Kamera beim Arbeiten über die Schulter geschaut. Schamoni war zudem Mitglied im Kuratorium der Stiftung Max Ernst in Brühl und war dem Museum eng verbunden. Schamoni starb im Juni 2011. Warum die Sammlung nun versteigert wird, gab das Auktionshaus nicht bekannt.

Facebook sperrt Querdenker-Konten

Facebook hat knapp 150 Konten und Gruppen auf seinen Plattformen gelöscht, die der Konzern der Querdenker-Szene zuordnet. Begründet wurde die Aktion mit Falschinformationen, Hassrede und Anstiftung zur Gewalt. Die Anhänger der Querdenker-Bewegung gehen seit Monaten gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen auf die Straße. Dabei kam es auch zu Angriffen auf Polizisten und Medienvertreter. Die Netzaktivistin Katharina Nocun sagte im Deutschlandfunk Kultur, viele "Querdenker" seien längst zu Telegram abgewandert: "Bei Telegram herrscht ein ganz anderer Ton. Das heißt, es werden viel häufiger relativ offene Aufrufe auch zu illegalen Aktionen, Störaktionen, Hassaufrufe, verbreitet. Und klar ist auch: Die Bewegung hat sich einfach in den letzten Monaten sehr stark radikalisiert. Das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum Facebook jetzt diesen Schritt gegangen ist."

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