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Dienstag, 26.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Montag, 13. September 2021

Deutsches Romantik-Museum in Frankfurt eröffnet

Mit einem Festakt ist am Montagabend in Frankfurt das Deutsche Romantik-Museum eröffnet worden. Grundlage ist eine weltweit einzigartige Sammlung zu Literatur, Kunst und Alltagskultur aus der Epoche der deutschen Romantik, die das Freie Deutschen Hochstift zusammengetragen hat. Die Institution ist auch für das Goethehaus verantwortlich, neben dem das neue Romantik-Museum gebaut wurde. Zu den Exponaten zählen etwa Handschriften von Clemens und Bettine Brentano und Gemälde von Caspar David Friedrich.

Preußenstiftung: Ex-Vizepräsident Hofmann gestorben

Der frühere Vizepräsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Peter Hofmann, ist tot. Er sei bereits Ende August im Alter von 89 Jahren gestorben, teilte die Einrichtung in Berlin mit. Die Stiftung verwaltet unter anderem die Sammlungen der Museumsinsel. Neben allen Grundsatzangelegenheiten und "der oftmals schwierigen" Finanzierungssicherung durch Bund und Länder habe Hofmann eine Reihe von Neubauten wie das Kulturforum und den Bau der Staatsbibliothek betreut, hieß es in der Mitteilung. In seine Amtszeit sei auch die deutsche Wiedervereinigung gefallen und damit die Zusammenführung der Stiftungseinrichtungen in Ost und West.

Journalist muss TV-Auftritte in Frankreich reduzieren

Der provokante französische Journalist und Autor Eric Zemmour muss künftig seine Teilnahme an Fernsehsendungen reduzieren, weil er als möglicher Präsidentschaftskandidat gilt. Zemmour werde nicht mehr in seiner Abendsendung auftreten, teilte der Sender CNews mit. Die Rundfunkaufsicht hatte zuvor entschieden, dass die Medienpräsenz Zemmours ebenso wie die der bereits erklärten Präsidentschaftskandidaten künftig kontrolliert werden solle. Zemmour wurde bereits zwei Mal wegen rassistischer Äußerungen verurteilt. Die Rundfunkaufsicht hatte ihm im März eine Strafe von 200.000 Euro auferlegt, weil er unbegleitete minderjährige Migranten als Diebe und Vergewaltiger beschimpft hatte. Er hat seine Kandidatur bislang nicht offiziell erklärt. In Umfragen kommt er derzeit auf etwa acht Prozent.

Reinhard Lakomy bekommt Ehrengrab

Der Komponist Reinhard Lakomy bekommt acht Jahre nach seinem Krebstod ein Ehrengrab. Der Grabstein wird am Dienstag an seiner Grabstätte in Berlin-Pankow aufgestellt. Im Juli hatte der Berliner Senat beschlossen, Lakomy auf diese Weise zu würdigen. Die Anerkennung als Ehrengrabstätte ist frühestens fünf Jahre nach dem Tod möglich. Lakomy war im März 2013 im Alter von 67 Jahren gestorben. Der gebürtige Magdeburger war einer der bekanntesten und vielseitigsten Musiker der DDR. Für sein bekanntestes Werk, die Kinder-Schallplatte "Der Traumzauberbaum", lieferte er die Kompositionen, seine Frau Monika Ehrhardt-Lakomy schrieb die Texte.

Kunstsammlungen prüfen Titel auf Diskriminierungen

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben die Titel von bisher 143 Werken wegen rassistischer oder anderweitig diskriminierender Begriffe verändert. Das geht aus der Antwort des sächsischen Kulturministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Landtagsfraktion hervor, die in Dresden veröffentlicht wurde. Demnach wurden diskriminierende Worte aus Werkbezeichnungen entfernt. Der weltberühmte "Mohr mit der Smaragdstufe" im Grünen Gewölbe heißt demnach jetzt " mit der Smaragdstufe". Soll trotz diskriminierender Inhalte ein Titel erhalten bleiben, dann werde dieser in Anführungszeichen gesetzt und mit dem Hinweis "historischer Titel" versehen.

Bordeaux: Statue schwarzer Sklavin weiß beschmiert

Bei einer mutmaßlich rassistischen Attacke in Bordeaux ist die Statue einer schwarzen Sklavin mit weißer Farbe beschmiert worden. Die Stadtverwaltung kündigte eine Strafanzeige wegen eines "wahrscheinlich rassistischen" Motivs an. Das Denkmal am Ufer des Flusses Garonne, das die afrikanische Sklavin Modeste Testas zeigt, war am Morgen vom Kopf bis zur Taille mit weißer Farbe vorgefunden worden. Bis zum Mittag war die lebensgroße Statue wieder gereinigt, wie die Stadt bekanntgab. Bordeaux war eine der größten Drehscheiben Frankreichs für den Handel mit Sklaven aus Afrika, die dann über den Atlantik nach Amerika verschifft wurden.

Steinmeier: NS-Historie staatlicher Stellen oft im Dunkeln

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieht noch erheblichen Aufklärungsbedarf zur Verstrickung staatlicher Stellen in den Nationalsozialismus und den Umgang damit nach 1945. Zu den obersten Verfassungsorganen des Bundes zu Beispiel lägen noch keine Studien vor, so Steinmeier in Berlin. Steinmeier selbst hat zum Bundespräsidialamt ein Forschungsprojekt in Auftrag gegeben, mit dem der Historiker Norbert Frei von der Universität Jena beauftragt wurde. Der Bundespräsident betonte, trotz Jahrzehnten wissenschaftlicher Forschung und historischer Aufarbeitung seien längst nicht alle Geschichten der NS-Opfer erzählt.

Deutsche Welle: Neue Radioangebote für Afghanistan

Der deutsche Auslandssender Deutsche Welle (DW) hat zwei tägliche Radioprogramme in den Sprachen Dari und Paschtu für Zuhörer in Afghanistan neu ins Programm aufgenommen. In Afghanistan seien die Medienvielfalt und der freie Zugang zu unabhängigen Informationen akut bedroht, sagte DW-Intendant Peter Limbourg in Bonn. Die DW habe eine erfahrene und sachkundige Redaktion für die Region, die zusätzlich zu Online- und Social-Media-Angeboten mit zwei täglichen halbstündigen Kurzwellen-Radiosendungen zur besseren Information der Menschen vor Ort beitragen werde.

Erster Bestseller der Weltgeschichte neu im Druck

Es war der erste Bestseller der Druckgeschichte: das Neue Testament in der Übersetzung von Martin Luther vom September 1522. Die Deutsche Bibelgesellschaft legt das Buch 500 Jahre später als Faksimile noch einmal neu auf - in einer limitierten Auflage von 500 nummerierten Exemplaren, wie die kirchliche Stiftung am Montag in Stuttgart mitteilte. Der historische Titel "Das Newe Testament Deutzsch" wird beibehalten. Entstanden ist die Übersetzung im Winter 1521/1522 in einer Rekordzeit von elf Wochen auf der Wartburg bei Eisenach. Das Neue Testament nach Luther war in kürzester Zeit vergriffen und zählte 87 Nachdrucke, bevor 1534 die gesamte Bibel in der Luther-Übersetzung erschien.

IAA: Journalisten klagen wegen Polizeiaktion

Nach ihrer Festsetzung durch die Polizei bei der Internationalen Automobilausstellung (IAA) haben vier Journalisten eine Klage gegen den Freistaat Bayern beim Verwaltungsgericht München eingereicht. Die Pressevertreter seien auf dem Gelände der IAA von Polizeibeamten angehalten und kontrolliert worden, teilte die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in Berlin mit. Trotz ordnungsgemäßer Akkreditierung und Vorzeigens ihrer Presseausweise seien die Journalisten in Gewahrsam genommen, in die Gefangenensammelstelle gebracht und dort durchsucht worden. dju-Bundesgeschäftsführerin Monique Hofmann sprach von einer gravierenden und inakzeptablen Einschränkung der Pressefreiheit. Hofmann zufolge hab Polizei München habe zu ihrer Rechtfertigung erklärt, das Vorzeigen eines Presseausweises schließe eine ganzheitliche polizeiliche Kontrolle nicht aus.

Streit um US-Reality-Show "The Activist"

Mit der Ankündigung einer Reality-Show über das Engagement für wohltätige Zwecke hat der US-Sender CBS am Wochenende für Streit in den USA gesorgt. In der Sendung "The Activist", die ab Oktober ausgestrahlt werden soll, treten Aktivisten und Aktivistinnen um ein Preisgeld gegeneinander an, wie es auf der Webseite des Senders hieß. Zahlreiche bekannte Aktivisten warfen dem Sender vor, gesellschaftliches Engagement in ein Spiel zu verwandeln. An der Produktion sind mehrere Stars beteiligt, darunter der Sänger Usher und die Schauspielerin Priyanka Chopra. Die an der Produktion beteiligte Nichtregierungsorganisation Global Citizen verteidigte das Konzept: Aktivismus solle nicht trivialisiert werden, stattdessen sollten der "Einfallsreichtum und das Engagement" der Kandidaten gezeigt und ihre Anliegen einem noch größeren Publikum nahe gebracht werden.

Britney Spears gibt Verlobung bekannt

In einem überschwänglichen Posting auf Instagram hat Sängerin Britney Spears ihre Verlobung mit ihrem Freund Sam Asghari bekanntgegeben. In einem aufsehenerregenden Prozess um ihre seit 2008 bestehende Vormundschaft hatte Britney Spears im Juni ausgesagt, dass ihr eine Heirat und eine Schwangerschaft verwehrt würden. Sie bezeichnete die Vormundschaft als missbräuchlich. Während der meisten Zeit beaufsichtigte Britneys Vater James Spears die persönlichen Angelegenheiten und die Finanzen seiner Tochter. Erst vergangene Woche stellte er einen Antrag auf ein Ende der gerichtlichen Vormundschaft.

Haus der Geschichte sammelt Hochwasser-Objekte

Die Hochwasserkatastrophe vom Juli ist ein Thema für das Haus der Geschichte. Man sammle Gegenstände, die sinnbildlich für das Ereignis und seine Auswirkungen stünden, sagte der Sammlungsdirektor Dietmar Preißler. Die Katastrophe sei in ihrer Dimension ein zeitgeschichtliches Ereignis, so dass es wichtig sei, Erinnerungsstücke als "Teil des kulturellen Gedächtnisses" für die Zukunft zu sichern. Bislang habe das Museum zum Beispiel verschmutzte Weinflaschen aus dem Ahrtal erhalten, aber auch ein verschlammtes Gerät aus einer Zahnarztpraxis. Ein Geistlicher aus der Region habe liturgische Bücher und andere Dinge aus seiner überschwemmten Kirche zur Verfügung gestellt.

Zwei MTV- Video Music Awards für Justin Bieber

In New York wurden zum 38. Mal die MTV Video Music Awards verliehen. Der Musiksender feiert in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag. Pop-Star Madonna eröffnete als Überraschungsgast die Gala am Sonntag-Abend. Justin Bieber gewann in den Kategorien "Künstler des Jahres" und "Best Pop". Zur "besten neuen Künstlerin" wurde die 18-jährige Sängerin Olivia Rodrigo gewählt. Ihr Hit "Drivers License" wurde auch "bester Song". Lis Nas X erhielt den Preis für das "Video des Jahres" für "Montero - Call Me By Name". Billie Eilish, Travis Scott und Machine Gun Kelly wurden ebenfalls ausgezeichnet - mit "Moonman"-Trophäen, kleinen Astronauten auf dem Mond, die MTV-Fahnen in den Händen halten.

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