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Donnerstag, 28.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 10. September 2021

Beethovenfest ist beendet

Das Beethovenfest Bonn ist am Freitagabend nach drei Wochen mit Gustav Mahlers "Auferstehungssymphonie" beendet worden. Es war die letzte Spielzeit unter Leitung von Intendantin Nike Wagner. Die Organisatoren ziehen eine positive Bilanz. Nach der coronabedingten Pause sei die Lust auf Kultur deutlich zu spüren gewesen, hieß es. Den Hygieneregeln sei gerne gefolgt, der notwendig gewordene Neustart des Kartenvorverkaufs sei bereitwillig angenommen worden. Ursprünglich hatte das Festival den Höhepunkt des Festjahres zum 250. Geburtstag Ludwig van Beethovens (1770-1827) bilden sollen.

Skulptur von Wallace und Gromit

Zu Ehren des britischen Oscar-Gewinners Nick Park (62) gibt es in seiner englischen Heimatstadt Preston eine neue Bronzeskulptur seiner berühmten Figuren Wallace und Gromit. Der Park weihte das Denkmal am Freitag zusammen mit Bürgermeister Javed Iqbal ein. Die Figuren sind dem Film "Die Techno-Hose" (1993) nachempfunden. Der Trickfilmer ("Shaun das Schaf") hat die Skulptur selbst entworfen.

Apple muss Beschränkungen im App-Store aufheben

Apple hat im Prozess mit dem Spiele-Entwickler Epic Games um seinen lukrativen App-Store einen Rückschlag erlitten. Eine US-Richterin urteilte am Freitag, Apple müsse einige der Beschränkungen aufheben, die den Einzug von Zahlungen von App-Entwicklern über die Apple-App-Store betreffen. Demnach darf Apple Entwickler nicht daran hindern, Links in ihre Apps einzubauen, die es Kunden erlaubt, Zahlungen außerhalb des Apple-eigenen In-App-Kaufsystems vorzunehmen. Apple berechnet Spiele-Entwicklern hier hohe Provisionen.

US-Schauspieler Art Metrano gestorben

Der "Police Academy"-Star Art Metrano ist tot. Er starb bereits Mitte der Woche im im Alter von 84 Jahren in seinem Haus in Florida. Metrano hatte seit den 60er Jahren als Schauspieler und Comedian gearbeitet und war vor allem durch seine Rollen im zweiten und dritten Teil der "Police Academy"-Filmreihe in den 1980er Jahren berühmt geworden.

Biesenbach wird Direktor der Neuen Nationalgalerie

Klaus Biesenbach wird Direktor der frisch sanierten Neuen Nationalgalerie in Berlin - und des noch entstehenden Museums des 20. Jahrhunderts nebenan. Das teilte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz mit. Biesenbach war zuvor unter anderem MoMA-Chefkurator in New York. Stiftungspräsident Parzinger nannte die Personalie einen "absoluten Glücksfall für die Nationalgalerie, für Berlin und für die Kunst". Derzeit ist Biesenbach künstlerischer Direktor des Museum of Contemporary Art in Los Angeles. Er tritt seinen Posten am 1. Januar 2022 an.

Thomas-Mann-Preis für Norbert Gstrein

Der österreichische Romancier Norbert Gstrein erhält den Thomas-Mann-Preis 2021. Gstrein sei einer der virtuosesten deutschsprachigen Erzähler der Gegenwart, begründete die Jury ihre Entscheidung, wie die Lübecker Museen mitteilten. Die Preisverleihung findet am 14. Dezember 2021 in München statt. Der Thomas-Mann-Preis der Hansestadt Lübeck und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste ist mit 25.000 Euro dotiert und wird seit 2010 im jährlichen Wechsel in Lübeck und München verliehen.

"Junge Welt" klagt gegen Bundesrepublik

Die Zeitung "Junge Welt" wehrt sich gegen ihre Nennung im Verfassungsschutzbericht. Der dazugehörige Verlag hat entsprechende Klage gegen die Bundesrepublik beim Verwaltungsgericht Berlin eingereicht. Im Verfassungsschutzbericht 2020 wird die Zeitung im Kapitel zu Linksextremismus aufgeführt. Darin heißt es unter anderem, das Blatt biete eine Plattform für Personen und Organisationen, die politisch motivierte Straftaten befürworteten. Der Verlag sieht darin einen erheblichen Angriff auf die Grundrechte, vor allem die Pressefreiheit, Berufsfreiheit und allgemeines Persönlichkeitsrecht.

Kompositionspreis für Igor Santos

Der Brasilianer Igor Santos erhält den Busoni-Kompositionspreis der Akademie der Künste. Santos Musik zeichne sich unter anderem durch "einen lebendigen Klangfarbenreichtum" aus, teilte die Akademie in Berlin mit. Dazu gehöre auch, dass er Alltagsgeräusche und Elektronik verwende. Die Musik des Brasilianers wird international aufgeführt. Die Akademie der Künste vergibt des Busoni-Kompositionspreis an junge, noch weniger bekannte Künstlerinnen und Künstler. Er ist mit 6.000 Euro dotiert.

Archiv erhält Bauteile aus Neuer Nationalgalerie

Zehn exemplarische Bauelemente aus der Berliner Neuen Nationalgalerie von Ludwig Mies van der Rohe gehen an das Bauforschungsarchiv der Stiftung Bauhaus Dessau. Die Originalteile wurden im Zuge der Grundinstandsetzung des Museums aus- und nicht wieder eingebaut. Laut Angaben der Stiftung Preußischer Kulturbesitz handelt es sich unter anderem um ein Verglasungselement der Stahl-Glas-Fassade, eine Natursteinplatte, eine Bodenbelagplatte, ein Element der Holzmoduldecke, jeweils ein Teil der Rabitzdecke, des Wandputzes, der Raufasertapete und des Brauneichenfurniers sowie um einen Schalter. Die Neue Nationalgalerie präsentiert Kunst des 20. Jahrhunderts. Sie wurde von 1965 bis 1968 errichtet und gilt als Höhepunkt des Lebenswerks des deutsch-amerikanischen Architekten Ludwig Mies van der Rohe.

Arlo Parks mit Mercury Prize ausgezeichnet

Die britische Sängerin Arlo Parks ist mit dem Mercury Prize 2021 ausgezeichnet worden. Die Musikerin erhielt ihn für das herausragendste britische Album des Jahres für ihr Debüt "Collapsed in Sunbeams". Die 21-Jährige ist eine der jüngsten Preisträgerinnen in der Geschichte der Auszeichnung. In ihren Songs schreibt Parks über Depressionen, queere Sexualität und Beziehungskonflikte. Der Mercury Prize ist mit umgerechnet gut 29.000 Euro dotiert.

Toronto International Film Festival eröffnet

In Kanada hat am Abend das 46. Toronto International Film Festival (TIFF) begonnen. Eröffnet wurde es mit einer Weltpremiere von Stephen Chboskys "Dear Evan Hansen". Die Filmadaption des erfolgreichen Broadway-Musicals erzählt die Geschichte eines Schülers mit einer Angststörung. Bis zum 18. September werden in Toronto in Kinos, Autokinos und online 132 Filme aus aller Welt präsentiert. Unter anderem sind zu sehen: die Weltpremieren "Belfast» von Regisseur Kenneth Branagh über seine Kindheit in Nordirland, "The Eyes of Tammy Faye" mit Jessica Chastain und Andrew Garfield über die Ehe der umstrittene TV-Evangelistin gleichen Namens sowie Antoine Fuquas Thriller "The Guilty" mit Jake Gyllenhaal und Ethan Hawke. Die deutsche Filmbranche ist mit 17 Beiträgen vertreten, darunter die Weltpremiere der Koproduktion "The Devil's Drivers" der Regisseure Mohammed Abugeth und Daniel Carsenty. Der Dokumentarfilm folgt palästinensischen Schmugglern, die Arbeitern beim Grenzübertritt helfen.

Preise für skurrile wissenschaftliche Studien

In der US-Stadt Cambridge sind die "Ignoble Nobelpreise" für skurrile wissenschaftliche Studien vergeben worden. Die bereits zum 31. Mal verliehenen Auszeichnungen sollen ungewöhnliche und besonders fantasievolle Leistungen ehren. Unter anderem erhielten Forscher aus Deutschland, Großbritannien, Neuseeland, Griechenland, Zypern und Österreich gemeinsam die Ehrung in der Kategorie Chemie für die Analyse der Luft in Kinos. Dabei wird getestet, ob die von Zuschauerinnen und Zuschauern produzierten Gerüche zuverlässig den Grad von Gewalt, Sex, antisozialem Verhalten, Drogengebrauch und Fluchen in dem Film auf der Leinwand widerspiegeln. Andere Wissenschaftler stellten fest, dass das Übergewicht von Politikern ein guter Indikator für die Korruption in einem Land sein könnte. Insgesamt werden die skurrilen Nobelpreise in zehn Kategorien verliehen.

Spider-Man-Comic für 3,6 Millionen Dollar versteigert

Ein Spider-Man-Comic-Heft ist in den USA für 3,6 Millionen Dollar versteigert worden. Das Heft mit dem Titel «Amazing Fantasy No. 15» erschien im August 1962. Damals hatte Superheld Spider-Man seinen ersten Comic-Auftritt. Es sei das teuerste jemals bei einer Auktion versteigerte Comic-Heft, teilte das Auktionshaus Heritage Auctions im texanischen Dallas mit. 1962 kostete das Heft 12 Cent. Bei der nun versteigerten Ausgabe handele es sich um das am besten erhaltene bekannte Exemplar, hieß es. Wer es kaufte, wurde zunächst nicht mitgeteilt. Damit schlug Spider-Man den erst vor kurzem von Superman aufgestellten Rekord: Eine Ausgabe von «Action Comics No. 1», in der dieser Superheld zum ersten Mal in einem Comicheft auftaucht, war vor kurzem ebenfalls bei Heritage Auctions für 3,25 Millionen Dollar versteigert worden.

Medienpreis für Astronauten Maurer und Pesquet

Die Astronauten Matthias Maurer und Thomas Pesquet haben gemeinsam mit Europas Weltraumbehörde Esa den Deutsch-Französischen Medienpreis (DFJP) erhalten. Maurer und Esa-Chef Josef Aschbacher nahmen die Auszeichnung in Berlin entgegen. Pesquet ist derzeit auf der internationalen Raumstation ISS. Maurer soll im Oktober dorthin fliegen. Die Veranstalter wollen mit dem Preis die Bedeutung der Wissenschaft in der Gesellschaft hervorheben. Durch Interviews und Beiträge in den Medien trügen Maurer und Pesquet dazu bei, vielen Menschen wissenschaftliche Zusammenhänge näher zu bringen, hieß es in einer Mitteilung. Der DFJP wird jährlich vergeben. Mit ihm werden Verdienste für die grenzüberschreitende Verständigung ausgezeichnet. Daneben werden herausragende journalistische Arbeiten in fünf Kategorien gewürdigt. Die Preise sind jeweils mit 6000 Euro dotiert. Der DFJP wurde 1983 vom Saarländischen Rundfunk ins Leben gerufen. Partner sind unter anderem das ZDF, Arte, Deutschlandradio, die «Saarbrücker Zeitung» sowie France Télévisions und Radio France.

Frankreich nimmt Abschied von Filmstar Belmondo

Frankreich hat mit höchsten Ehren Abschied von Schauspielikone Jean-Paul Belmondo genommen. Präsident Macron würdigte ihn bei einem Staatsgedenken im Ehrenhof neben dem Pariser Invalidendom als Ausnahmekünstler und Teil der Familie. «Wir haben Belmondo geliebt, weil er uns ähnlich war», sagte Macron. «Belmondo ist ein bisschen wie wir, nur besser.» Zahlreiche Regierungsmitglieder und Prominente nahmen an der Gedenkfeier teil. Aber auch etwa 1000 Menschen aus der Bevölkerung. Belmondo war am Montag im Alter von 88 Jahren gestorben.

Mikis Theodorakis auf Kreta beigesetzt

Unter der Anteilnahme tausender Menschen ist der griechische Komponist Mikis Theodorakis zu Grabe getragen worden. Der weltberühmte Musiker und ehemalige Widerstandskämpfer wurde bei Chania auf Kreta beigesetzt. Die Menschen standen mit Blumen und Ölzweigen in den Straßen und sangen die Lieder des Komponisten. Ministerpräsident Mitsotakis würdigte ihn als „großen Botschafter des Griechentums“. Er habe "den Werten der Freiheit, Gerechtigkeit und Einheit seiner Landsleute gedient". Mikis Theodorakis war vor einer Woche im Alter von 96 Jahren gestorben.

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Fazit

Fall Julian AssangeBedrohung der Meinungsfreiheit
Ein Plakat auf einem Fahrzeug in London mit der Forderung Julian Assange freizulassen. (imago images / Loredana Sangiuliano)

Die Berliner Akademie der Künste fordert die Freilassung des Wikileaks-Gründer Julian Assange. Sein Fall sei ein Versuch, Journalisten weltweit einzuschüchtern, glaubt Akademie-Präsidentin Juliane Meerapfel. Die Freiheit des Wortes sei bedroht.Mehr

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