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Kulturnachrichten

Samstag, 4. September 2021

Dresdner Opernball begeistert in St. Petersburg

Der Dresdner Opernball ist zum zweiten Mal Gast im russischen St. Petersburg. Eröffnet wurde der Ballabend am Samstag vor dem Großen Katharinenpalast. Zum Auftakt traten die Sopranistin Aida Garifullina, der italienische Star-Dirigent Fabio Mastrangelo und das Northern Sinfonia Orchestra St. Petersburg auf. Die Gäste feierten zudem das 60-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen St. Petersburg und Dresden. In St. Petersburg fand der Ball statt, obwohl die Stadt seit Monaten mit hohen Infektionsraten kämpft.

Ulrich Tukur mit "Goldenen Ochsen" ausgezeichnet

Der Schauspieler und Musiker Ulrich Tukur ist in Schwerin mit dem "Goldenen Ochsen" ausgezeichnet worden. Der Preis würdige Tukurs herausragende Beiträge zur Filmkultur, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). Die undotierte Auszeichnung sollte Tukur bereits im Mai 2020 verliehen werden, die Feier fiel allerdings Corona-bedingt aus. Den Ehrenpreis vergibt das Filmkunstfest MV für Beiträge zur nationalen Filmkultur. Die Auszeichnung haben unter anderem Mario Adorf, Götz George, Senta Berger, Bruno Ganz oder Hannelore Elsner erhalten.

Baldige Vorentscheidung für Hanauer Mahnmal

Noch in diesem Monat soll die Vorentscheidung für das Mahnmal fallen, mit dem die Stadt Hanau künftig an die neun Opfer des rassistischen Anschlags vor eineinhalb Jahren erinnert. Die Stadt stellte die fünf Entwürfe vor, die in der engen Auswahl dafür sind. Alle fünf Vorschläge seien von hoher Qualität, sagte der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky. Sie stammen aus den Bereichen Bildende Kunst, Architektur, Kommunikationsdesign und Steinbildhauerei. Gemeinsam ist den fünf Entwürfen, dass sie die Namen der Getöteten tragen. Die Modelle werden im Internet zu sehen sein und in einer Ausstellung im Kulturforum am Hanauer Freiheitsplatz. Ein 43-jähriger Deutscher hatte am 19. Februar 2020 neun Menschen in Hanau aus rassistischen Motiven erschossen, bevor er mutmaßlich seine Mutter und schließlich sich selbst tötete. Die Tat löste bundesweit Entsetzen aus.

Indigene Künstler auf der Biennale von São Paulo

Die Biennale für zeitgenössische Kunst in São Paulo ist eröffnet. Sie setzt in diesem Jahr auf Vielfalt und präsentiert auch indigene Künstler. Die Besucher können 1.100 Werke von 90 Künstlern aus aller Welt bewundern, darunter neun von indigenen Völkern. Ursprünglich war die 34. Ausgabe der in Lateinamerika größten Kunstbiennale für 2020 geplant, aber wegen der Pandemie verschoben worden. Für alle die einen Impfausweis gegen Covid-19 vorlegen ist der Eintritt kostenlos.

Regisseur Antonio Latella verordnet sich Auszeit

Der Italienische Regisseur Antonio Latella, bis 2020 Leiter der Biennale Venedig für Theater, möchte einige Jahre pausieren und vom Theaterbetrieb Abstand nehmen. Die Corona-Pandemie habe sich ihn selbst fragen lassen, warum er weiter Geschichten erzählen solle. Im Deutschlandfunk Kultur sagte er: "Ich frage mich, ob es unmoralisch ist, soviel Geld für Bühnenbild und Kostüme auszugeben, ich frage mich, ob man Geschichten erzählen kann, die die Armut der Menschen respektieren und nicht arrogant sind." Er habe sich gesagt, dass jetzt der Moment sei, an dem man aufhören sollte, das Theater im Bezug auf die Karriere zu betrachten, sondern es eher als Lust auf Kontakt und Gespräch mit dem Publikum zu sehen. Vor der selbstgewählten Auszeit haben heute zwei Stücke unter Latellas Regie in Cottbus Premiere.

Booker-Preisträgerin Mantel: "wieder Europäerin werden"

Die britische Booker-Preisträgerin Hilary Mantel hat ihr Land nach dem Brexit satt und will die irische Staatsbürgerschaft annehmen. Sie habe das Bedürfnis, wieder Europäerin zu werden, sagte die 69-Jährige der italienischen Zeitung "La Repubblica". Die Schriftstellerin verwies auf ihre Herkunft aus einer irischen Familie. Dies habe sie geprägt. "Als ich mit dem Schreiben angefangen habe, habe ich mich als Schriftstellerin aus der Provinz im guten Sinne gesehen, als europäische Schriftstellerin und nicht als englische.", sagte Hilary Mantel, die 2009 für ihren Roman "Wolf Hall" ("Wölfe" ) mit dem Booker Prize den wichtigsten englischen Literaturpreis erhielt.

Chadwick Boseman wird Namenspate seiner Universität

Ein Jahr nach seinem Tod ist der afroamerikanische Filmstar Chadwick Boseman, von der Howard Universität in Washington D.C. als Namenspate geehrt worden. Die Hochschule teilte mit, am Gebäude der Akademie der schönen Künste sei die Aufschrift "Chadwick A. Boseman College of Fine Arts" angebracht worden. Boseman hatte dort Filmregie studiert. Er sei eine "Ikone" gewesen und habe der nächsten Generation ein "unermessliches Vermächtnis" hinterlassen, erklärte die Universität. Der Star des Actionfilms "Black Panther" war Ende August 2020 im Alter von 43 Jahren an einer Krebserkrankung gestorben.

Deutscher Schauspielpreis für Hofstätter und Boateng

Für ihre Hauptrollen in zwei Spielfilmen sind Maria Hofstätter und Eugene Boateng mit dem Deutschen Schauspielpreis 2021 ausgezeichnet worden. Hofstätter wurde für ihre Rolle im österreichischen Film "Fuchs im Bau" ausgezeichnet. Darin spielt sie eine Lehrerin in einer Jugendhaftanstalt in Wien, deren unkonventionelle Methoden die Gefängnisleitung nerven. Boateng spielt in der deutsch-ghanaischen Produktion "Borga" einen jungen Ghanaer, der auf einer Elektroschrott-Müllhalde in Ghanas Hauptstadt Accra aufwächst und für ein besseres Leben in Deutschland zum Drogenkurier wird. Für Nebenrollen erhielten zudem Laura Tonke ("Polizeiruf 110: Der Verurteilte") und Tristan Seith ("Die Getriebenen") einen Preis. In komödiantischen Rollen überzeugten Katrin Wichmann ("Sörensen hat Angst") und Serkan Kaya ("KBV - Keine besonderen Vorkommnisse").

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Fazit

Fall Julian AssangeBedrohung der Meinungsfreiheit
Ein Plakat auf einem Fahrzeug in London mit der Forderung Julian Assange freizulassen. (imago images / Loredana Sangiuliano)

Die Berliner Akademie der Künste fordert die Freilassung des Wikileaks-Gründer Julian Assange. Sein Fall sei ein Versuch, Journalisten weltweit einzuschüchtern, glaubt Akademie-Präsidentin Juliane Meerapfel. Die Freiheit des Wortes sei bedroht.Mehr

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