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Kulturnachrichten

Samstag, 24. Juli 2021

Zehntausende feiern in Berlin den CSD

In Berlin hat am Samstag der 43. Christopher Street Day stattgefunden. Nach der rein digitalen Ausgabe im letzten Jahr waren diesmal nach Angaben der Polizei rund 65.000 Menschen live dabei. Wegen der Corona-Pandemie galten Abstandsregeln und eine generelle Maskenpflicht. Der Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller hatte zur Solidarität mit verfolgten Schwulen, Lesben und Transgender aufgerufen. Zwar sei das heutige Berlin "weltoffen und liberal", jedoch sei auch in der "Regenbogenhauptstadt Europas" homophobes Denken und Handeln ein Problem, sagte der SPD-Politiker. Dem müsse man sich gemeinsam entgegenstellen.

Sänger sagt Auftritt in Bayreuth ab

Opernsänger Günther Groissböck hat fünf Tage vor seinem Auftritt bei den Bayreuther Festspielen seine Teilnahme abgesagt. Er sollte den Wotan in der "Walküre" singen. Groissböck habe in Bayreuth beste Qualität abliefern wollen, könne das aber wegen der langen Corona-Pause nicht garantieren, sagte Festivalleiterin Katharina Wagner. Ein Ersatz sei noch nicht gefunden. Seine anderen Engagements in Bayreuth, wo er in diesem Jahr noch im "Tannhäuser" und in "Die Meistersinger von Nürnberg" auftreten soll, werde er aber erfüllen. Die Festspiele beginnen am Sonntag mit einer Neuinszenierung der Oper "Der fliegende Holländer".

Drei deutsche Kurorte als Welterbe ausgezeichnet

Die drei deutschen Kurorte Baden-Baden, Bad Ems und Bad Kissingen werden von der UNESCO als Welterbe ausgezeichnet. Das hat die UN-Kulturorganisation auf ihrer Sitzung im chinesischen Fuzhou beschlossen. Zusammen mit acht weiteren europäischen Städten werden sie damit in die Liste der "Großen Bäder Europas" aufgenommen. Zu den elf Kurstädten, die den Welterbetitel erhielten, zählen auch Spa (Belgien), Vichy (Frankreich), Bath (Vereinigtes Königreich) sowie Karlsbad, Franzensbad und Marienbad aus der Tschechischen Republik. Außerdem beschloss die UNESCO, das steinzeitliche Monument Stonehenge in England im kommenden Jahr in die Liste der gefährdeten Stätten aufzunehmen. Hintergrund ist der geplante Bau eines Autobahntunnels, der laut Experten das mehr als 5.000 Jahre alte Monument gefährden könnte. Derzeit läuft ein Rechtsstreit über den geplanten Bau. Vor wenigen Tagen hatte die UNESCO der Hafenstadt Liverpool die Auszeichnung als Weltkulturerbe entzogen.

Älteste Kirchenorgel der Welt wird restauriert

Die vermutlich älteste Kirchenorgel der Welt wird derzeit aufwändig erforscht und rekonstruiert. Sie war im 12. Jahrhundert in der Geburtskirche von Bethlehem im Einsatz. In einem fünfjährigen Forschungsprojekt will die Franziskaner-Kustodie das Instrument restaurieren, teilte der Orden in Jerusalem mit. Dort soll die Orgel demnächst im Franziskaner-Museum ausgestellt werden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war sie in Bethlehem entdeckt worden. Die Orgelpfeifen befänden sich in einem hervorragenden Zustand, sagte der mit dem Projekt beauftragte spanische Musikhistoriker David Catalunya. Das Forschungsprojekt solle tieferen Aufschluss über den Einsatz und die Entwicklung der Orgel in der Liturgie sowie über die Musikgeschichte des Mittelalters geben.

US-Baseball-Team "Cleveland Indians" benennt sich um

Als Reaktion auf anhaltende Rassismusvorwürfe hat das US-Baseball-Team "Cleveland Indians" seine Umbenennung bekanntgegeben. In einem von Hollywood-Star Tom Hanks eingesprochenen Video kündigte der Verein am Freitag an, seinen seit 1915 bestehenden Namen aufzugeben und nach dem Ende der aktuellen Saison als "Cleveland Guardians" anzutreten. "Cleveland war schon immer der beste Teil unseres Namens", sagt der bekennende Baseball-Fan Hanks in dem Video. "Dies ist die Stadt, die wir lieben. Und das Spiel, an das wir glauben. Gemeinsam sind wir alle die Cleveland Guardians." Die Indigenen-Vertretung NCAI begrüßte die Entscheidung des Klubs. Sie hatte den bisherigen Namen als rassistisch bezeichnet.

UNESCO besorgt über Zustand der Hagia Sophia

Ein Jahr nach der umstrittenen Umwandlung der berühmten Hagia Sophia in Istanbul in eine Moschee hat sich das UNESCO-Welterbekomitee zutiefst besorgt über deren Zustand gezeigt. Das Gremium forderte die türkische Regierung auf, bis Anfang kommenden Jahres einen Bericht über den Erhaltungsstatus der einstigen byzantinischen Kathedrale vorzulegen. Man bedauere den "Mangel an Dialog und Information" seitens der Türkei über ihre Absicht, den musealen Status der Hagia Sophia zu verändern, hieß es weiter. Es bestehe die "ernste Befürchtung", dass diese Statusänderung Folgen für den "außergewöhnlichen universellen Wert" der Welterbestätte haben könnte. An die Türkei appellierte das Komitee, vor weiteren Veränderungen die internationale Kooperation und den Dialog zu suchen. Das Gotteshaus war im 6. Jahrhundert zunächst als Basilika errichtet worden und über Jahrhunderte die Reichskirche der Byzantiner gewesen. Nach der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen wurde sie in eine Moschee umgewandelt. Nach der türkischen Republikgründung 1935 wurde aus ihr ein Museum.

Türkische Journalisten befürchten Medien-Regulierung

Journalistenorganisationen in der Türkei haben sich besorgt über eine mögliche Regulierung von Medien gezeigt, die mit Mitteln aus dem Ausland finanziert werden. 24 Gruppen erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme, Geldmittel aus dem Ausland seien eine wichtige Einkommensquelle für unabhängige Medien in der Türkei. Die größten türkischen Medienorganisationen werden mehrheitlich von regierungsnahen Unternehmen betrieben. Türkische Journalisten erklärten, die Regierungspartei wolle noch in diesem Jahr prüfen, ob das Land ein Gesetz gegen die Verbreitung von Falschnachrichten benötige. Sie zitierten Staatspräsident Erdogan mit den Worten, die Türkei müsse gegen den "Lügen-Terror" kämpfen.

Schriftsteller verurteilen Angriffe auf Autoren in Belarus

Das PEN-Zentrum Deutschland und der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) verurteilen die Angriffe des diktatorischen Lukaschenko-Regimes auf den Verband der belarussischen Schriftsteller sowie auf die Schriftstellerorganisation PEN Belarus. Jetzt schreite das belarussische Justizministerium sogar zur Auflösung des PEN, erklärten die beiden deutschen Schriftstellervereinigungen am Freitag in Darmstadt und Berlin. "Das deutsche PEN-Zentrum ist entsetzt, dass das Justizministerium eine Klage zur Liquidierung von PEN Belarus eingereicht hat", sagte PEN-Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter Ralf Nestmeyer. Die Behörden von Belarus gingen systematisch gegen die Zivilgesellschaft, Medien, Schriftsteller und Journalisten vor, sagte die Bundesvorsitzende des VS, Lena Falkenhagen. Deutschland und die EU müssten auf diese Schritte gegen demokratische, rechtsstaatliche Prinzipien Taten folgen lassen.

Hochschule testet Corona-Spürhunde bei Konzerten

Für ein Projekt zum Einsatz von Corona-Spürhunden bei Konzerten stellt das niedersächsische Kulturministerium 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Dabei wollen die Tierärztliche Hochschule Hannover und der Konzertveranstalter "Hannover Concerts" prüfen, ob und wie Großveranstaltungen durch den Einsatz der Spürhunde sicherer werden können, wie das Ministerium für Wissenschaft und Kultur am Freitag in Hannover mitteilte. Die Studie könnte ein Lichtblick für Künstlerinnen und Künstler und Veranstalter werden, sagte Kulturminister Björn Thümler. Schon eine Pilotstudie der Tierärztlichen Hochschule hatte gezeigt, dass die Corona-Hunde mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn in der Lage sind, Speichelproben von infizierten und gesunden Menschen mit rund 94-prozentiger Sicherheit zu unterscheiden. Hunde träfen ihre Entscheidung innerhalb von Sekunden und seien damit viel schneller als Antigen-Schnelltests, sagte Thümler.

Great Barrier Reef vorerst nicht bedrohtes Welterbe

Trotz der Bedrohung durch Klimawandel und schlechte
Wasserqualität ist das Great Barrier Reef vor der Küste Australiens zumindest vorerst einer Einstufung als "gefährdetes" Welterbe entgangen. Das zuständige Komitee der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (Unesco) beschloss am Donnerstag auf seiner 44. Sitzung in Fuzhou in China einen Aufschub der Entscheidung über das weltgrößte Riff. Das Komitee folgte damit dem Wunsch Australiens, das einen Imageschaden verhindern wollte und die Mehrheit der 21 Mitgliedsländer auf seine Seite bringen konnte. Australien soll jetzt einen neuen Bericht über den Zustand und die Erhaltung des Great Barrier Reef vorlegen, bevor das Komitee wieder über einen Eintrag in der Roten Liste beraten wird.

Größte Glocke im Kölner Dom soll seltener schlagen

Die größte Glocke im Kölner Dom, der "Dicke Pitter", wird wegen eines Risses künftig seltener und kürzer zu hören sein. Eine solche Schutzmaßnahme sei erforderlich, berichtete der "Kölner Stadtanzeiger" am Freitag und berief sich auf Domprobst Guido Assmann. Die Glocke soll statt wie bisher an elf Feiertagen künftig nur noch zu acht Anlässen im Jahr läuten. Entfallen soll unter anderem das Geläut an Silvester und Neujahr. Die Petersglocke wiegt 24 Tonnen. Sie wurde 1923 gegossen und hat einen Durchmesser von 3,22 Meter. Bis 2016 war sie die größte freischwingende Glocke der Welt.

Bund zeichnet Kinos für herausragendes Programm aus

Für ihre Filmauswahl auch jenseits des Mainstreams werden bundesweit 245 Kinos mit dem Kinoprogrammpreis ausgezeichnet. Mit bis zu 50.000 Euro betragenden Prämien fördert der Bund die Spielstätten "für ein kulturell herausragendes Jahresfilmprogramm". Aufgrund des pandemiebedingt eingeschränkten Filmangebots und der Krisenbedingungen sei die sonst übliche Entscheidung einer Jury durch ein automatisiertes Verfahren ersetzt und die Mittel um drei auf insgesamt fünf Millionen Euro erhöht worden. "Die Kinoprogrammpreise sollen auch dazu beitragen, die Kinovielfalt und die kulturell anspruchsvolle Programmarbeit der Arthouse-Kinos nach der Pandemie zu sichern", sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

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