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Kulturnachrichten

Samstag, 17. Juli 2021

Goldene Palme in Cannes geht an "Titane"

Die Goldene Palme in Cannes geht in diesem Jahr an den französischen Film "Titane". Die Jury kürte das Fantasy-Drama der Französin Julia Ducournau am Samstagabend zum besten Film des diesjährigen Wettbewerbs. Zum zweiten Mal in der Geschichte des Filmfestivals geht die Goldene Palme damit an eine Frau - 1993 hatte die Neuseeländerin Jane Campion für "Das Piano" die Auszeichnung erhalten. Der Preis für den besten männlichen Darsteller geht an den US-Schauspieler Caleb Landry Jones für seine Rolle als junger Mann mit Borderlinesyndrom in dem australischen Film "Nitram" über das schlimmste Massaker in der Geschichte Australiens. Als beste weibliche Darstellerin wurde die Norwegerin Renate Reinsve für ihre Rolle in "The Worst Person in the World" des norwegischen Regisseurs Joachim Trier ausgezeichnet. Mit der Goldenen Ehrenpalme war bereits zu Beginn des Festivals die zweifache Oscar-Gewinnerin Jodie Foster aus den USA geehrt worden.

Gläubige strömen zu Hadsch-Pilgerfahrt nach Mekka

Am ersten Tag der islamischen Pilgerfahrt Hadsch sind zahlreiche Gläubige nach Mekka geströmt. Zum zweiten Mal in Folge findet sie unter Corona-Bedingungen statt. Das Saudi-Arabien erlaubte nur 60.000 geimpften Staatsbürgern zwischen 18 und 65 Jahren, die nicht an chronischen Krankheiten leiden, die Teilnahme. Sie wurden per Lotterie ausgewählt. Im drei-Stunden-Rhythmus dürfen jeweils 6-tausend Gläubige die Kaaba umrunden, das würfelförmigen Heiligtum im Zentrum der Moschee. Morgen reisen die Pilger weiter nach Mina, wo sie den Berg Arafat besteigen und sich dort zum Gebet versammeln.

Festnahmen nach homophoben Angriffen in Georgien

Nach den Angriffen homophober Aktivisten auf Journalisten in Georgien sind 120 Menschen festgenommen worden. Regierungschef Garibaschwili kündigte an, die Umstände würden so schnell wie möglich untersucht und die Täter angemessen bestraft. Vor rund zwei Wochen war es im Streit um eine Demonstration für die Rechte von homo-, bi- und transsexuellen Menschen zu Ausschreitungen in der Hauptstadt Tiflis gekommen. Dabei wurden auch mehrere Medienvertreter attackiert. Ein Fernsehjournalist erlag seinen Verletzungen. Die Gewaltexzesse lösten auch im Ausland Entsetzen aus.

Österreichischer Musiktheaterpreis für Jonas Kaufmann

Der deutsche Startenor Jonas Kaufmann ist im Rahmen des Österreichischen Musiktheaterpreises für seinen internationalen Verdienst um das Musiktheater mit dem Medien-Sonderpreis ausgezeichnet worden. Mit seinen Auftritten in TV-Sendungen und Streaming-Aufführungen habe er "maßgeblich dazu beigetragen, dass das Musiktheater auch in Zeiten der Pandemie im Scheinwerferlicht erstrahlt", so die Jury. Der Preis wird im Rahmen der Gala am 2. August auf Schloss Lamberg in Oberösterreich verliehen. "Meine Begeisterung und Leidenschaft für Musik mit anderen teilen zu dürfen, betrachte ich als großes Geschenk. Dass ich hierfür nun mit dem Medien-Sonderpreis des Österreichischen Musiktheaterpreises ausgezeichnet werde, erfüllt mich mit Stolz", wurde Kaufmann zitiert. Der Medien-Sonderpreis wird zum sechsten Mal verliehen. Die bisherigen Preisträger sind Günther Groissböck (2020), Herbert Lippert (2019), René Pape (2017), der inzwischen verstorbene Dmitri Hvorostovsky (2016) und Piotr Beczala (2015).

Käßmann: Unwetter-Opfer brauchen Seelsorge

Die evangelische Theologin Margot Käßmann hat zur persönlichen Zuwendung und Anteilnahme gegenüber Betroffenen der Unwetterkatastrophe aufgerufen. Wichtiger als die Frage nach den Ursachen sei es jetzt, erst einmal "den Menschen die Ruhe geben, mit diesem Schock fertig zu werden", sagte Käßmann im WDR 5. Seelsorge bedeute, für die Seele zu sorgen. Das sei jetzt wichtig, weil viele Menschen andere Menschen zu betrauern hätten. "Ich denke auch an die Notfallhelfenden, die entsetzliche Szenen gesehen haben", sagte die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland. Nötig sei es jetzt, Zeit zu haben, zuzuhören und zuzulassen, dass die betroffenen Menschen ihre Geschichten erzählen und ihren Schock verarbeiten könnten, so Käßmann weiter. Wichtig sei das Signal: "Wir denken an euch und wir werden euch nicht allein lassen."

Golden-Globes-Veranstalter beschließen Regeländerung

Die Veranstalter der US-Filmpreise "Golden Globes" dürfen künftig keine Geschenke von Vertretern der Unterhaltungsbranche annehmen. Diese Änderung ihrer Statuten hat die Hollywood Foreign Press Association am Freitag beschlossen. Außerdem will die HFPA eine Hotline für Beschwerden einrichten, die dann von einer unabhängigen Gruppe untersucht werden sollen. In der Vereinigung sind rund 80 ausländische Journalisten zusammengeschlossen. Sie entscheiden über die Vergabe der "Golden Globes". Die Globes sind nach den Oscars die zweitwichtigsten Filmpreise der USA. Die Hollywood Foreign Press Association war in den vergangenen Monaten massiv in die Kritik geraten. Ihr wurden Diskriminierung von Minderheiten, Rassismus und teilweise auch Korruption vorgeworfen.

Facebook weist Kritik von US-Präsident Biden zurück

Der Internet-Konzern Facebook hat Vorwürfe der US-Regierung zurückgewiesen, indirekt für den Tod vieler Corona-Patienten verantwortlich zu sein. Eine Unternehmenssprecherin sagte, derartige Äußerungen von Präsident Biden seien haltlos: "Die Fakten zeigen, dass Facebook dabei hilft, Leben zu retten." Sie hob hervor, dass weltweit mehr als zwei Milliarden Menschen zuverlässige Informationen über die Pandemie und die Corona-Impfungen erhalten hätten. Biden hatte Facebook und anderen sozialen Medien vorgeworfen, nicht ausreichend gegen Falschinformationen zum Thema Corona-Impfungen vorzugehen und damit indirekt für Todesfälle verantwortlich zu sein.

US-Rapper Biz Markie ist tot

Der Künstler starb im Alter von 57 Jahren, wie seine Agentin laut US-Medien mitteilte. Zur Todesursache machte sie keine Angaben. Der größte Hit des aus New York stammenden Rappers, DJs und Produzenten war "Just A Friend" von 1989. Wie bei diesem Song waren seine Texte oft amüsant. Dadurch erwarb er sich den Beinamen "Clown-Prinz des Hip-Hop". New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio erklärte zum Tod des Musikers, Biz Markie habe den "New Yorker Sinn für Humor" in die ganze Welt verbreitet.

"Luther" eröffnet Nibelungen-Festspiele in Worms

Mit der Premiere des Stücks "Luther" haben am Freitagabend in Worms die Nibelungen-Festspiele begonnen. Am Originalschauplatz vor dem Dom wird der Fall des Reformators als spannende Staatsaffäre zwischen Machtintrige und Religionskampf erzählt. Vor 500 Jahren hatte sich der Mönch beim Reichstag zu Worms geweigert, seine Schriften und Thesen zu widerrufen. Die Nibelungen-Festspiele finden seit 2002 statt. In diesem Jahr erlebt das Publikum wegen des Jubiläums von Luthers Auftritt in Worms 1521 ausnahmsweise keine Neuinszenierung der berühmten Nibelungen-Sage.

Pulitzerpreis-gekrönter Fotograf in Afghanistan getötet

In Afghanistan ist ein Fotograf der Nachrichtenagentur Reuters getötet worden. Der Inder Danish Siddiqui sei bei Gefechten zwischen afghanischen Sicherheitskräften und Taliban-Kämpfern ums Leben gekommen, teilte Reuters mit. Er sei mit afghanischen Spezialeinheiten in der Provinz Kandahar in der Nähe zu Pakistan unterwegs gewesen, als diese am Freitagmorgen angegriffen worden seien. Ein Sprecher der Provinzverwaltung von Kandahar sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Fotograf sei sehr wahrscheinlich von einem Scharfschützen der Taliban erschossen worden. Danish Siddiqui war Teil eines Teams, das 2018 den Pulitzerpreis für seine Berichterstattung über die Flüchtlingskrise der Rohingya bekommen hatte.

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