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Dienstag, 27.07.2021
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 19. Juni 2021

Preise beim Bundesfestival Film verliehen

Beim 34. Bundesfestival Film sind am Samstag in Wuppertal die Preisträger bekannt gegeben worden. Insgesamt wurden 29 Preise an junge und ältere Hobbyfilmemacher vergeben, wie das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum mitteilte. Die Filme aus der Endrunde des in diesem Jahr nur online veranstalteten Wettbewerbs sind bis zum 26. Juni im Internet zu sehen. Die Auszeichnungen in den verschiedenen Kategorien und Altersgruppen sind mit insgesamt 21.000 Euro dotiert. Die Teilnehmer der Wettbewerbe Jugendfilmpreis und Generationenfilmpreis waren zwischen vier und 95 Jahre alt. Der Publikumspreis ging an die Produktion "Ein Ozean". Darin schildert ein erwachsener Mann erlittenen Missbrauch. "Eine absolut bemerkenswerte dokumentarische Leistung", kommentierte die Jury das 20-minütige Werk einer Gruppe von 22 bis 25 Jahre alten Filmemachern aus Berlin und Potsdam.

Sotheby's verschiebt Literatur-Auktion

Das Auktionshaus Sotheby's hat eine Auktion von britischer Originalliteratur verschoben, damit Institutionen wie die British Library Zeit haben, 15 Millionen Pfund aufzubringen. Das soll verhindern, dass die Werke an einen Privatsammler gehen, wie die BBC meldet. Zur Versteigerung stehen unter anderem rare handgeschriebene Gedichte von Emily Brontë, Werke des schottischen Dichters Robert Burns und Erstausgaben von Jane Austen. Die Sammlung war kürzlich nach mehr als 100 Jahren aufgetaucht. Die Institutionen, darunter auch die Brontë Society und das Jane Austen's House, zeigten sich dankbar für den Aufschub der Versteigerung und versuchen nun mit öffentlichen Geldern und Spendenaufrufen die nötige Summe zusammenzubekommen.

Führungskräfte von Hongkonger Zeitung vor Gericht

Der Chefredakteur der Hongkonger Zeitung "Apple Daily" und der Geschäftsführer der Muttergesellschaft Next Digital sind erstmals vor Gericht erschienen. Ihnen wird vorgeworfen, in Absprache mit dem Ausland die nationale Sicherheit gefährdet zu haben. Gegen drei weitere mit ihnen am Donnerstag verhaftete Führungskräfte der Zeitung gab es noch keine Anklage. Sie wurden gegen Kaution freigelassen. Die Polizei begründet ihr Vorgehen mit mehr als 30 Artikeln, in denen zu internationalen Sanktionen gegen Hongkong und China aufgerufen worden sei. Viele betrachten dies als Angriff auf die Pressefreiheit - erstmals unter dem Deckmantel des umstrittenen Sicherheitsgesetzes. "Apple Daily" gilt als lautstarker Verteidiger von Bürgerrechten in Hongkong, das bei der Übergabe von Großbritannien an China größere Freiheiten zugestanden bekommen hat als die übrigen Teile der Volksrepublik. Zeitungsgründer Jimmy Lay sitzt derzeit eine 20-monatige Gefängnisstrafe ab. Er wurde wegen seiner Rolle bei ungenehmigten Versammlungen verurteilt.

Lloyd Webber lehnt Musicalstart als Pilotprojekt ab

Der britische Komponist Andrew Lloyd Webber hat das Angebot von Premierminister Boris Johnson abgelehnt, sein neues Musical "Cinderella" als Teil eines Pilotversuchs vor einem vollbesetzen Theater zu spielen. Das berichtet die BBC. Lloyd Webber begründete seine Entscheidung damit, dass die Theaterbranche unterbewertet und zweitrangig behandelt worden sei und das Angebot nicht auch für andere Theaterveranstaltungen gelte. Johnson hatte vorher erklärt, dass er in Verhandlungen mit dem Komponisten stünde. Nachdem der 73jährige die Teilnahme am Pilotprojekt abgelehnt hat, erklärte Lloyd Webber, dass sein Musical nächste Woche mit 50 Prozent Auslastung starten werde - im aktuell erlaubten gesetzlichen Rahmen.

Schausteller fordern Volksfeste schon vor September

Angesichts der niedrigen Corona-Inzidenzwerte fordert der Deutsche Schaustellerbund (DSB) eine Erlaubnis für Volksfeste noch im Sommer - besonders für Nordrhein-Westfalen. Es sei frustrierend zu sehen, wie es in anderen Branchen Lockerungen gebe und die Schausteller außen vor blieben, sagte DSB-Präsident Albert Ritter der Deutschen Presse-Agentur. Es lägen bereits Hygienekonzepte vor, die bei den temporären Freizeitparks im vergangenen Sommer erfolgreich erprobt worden seien. Die geplanten Feste für den Herbst hätten die Kommunen teilweise schon abgesagt. Dies betreffe Großveranstaltungen wie den Bonner Pützchens Markt, aber auch eine Reihe kleinerer Stadt- und Schützenfeste. In NRW sind nach der aktuellen Corona-Schutzverordnung erst ab dem 1. September Volksfeste und Kirmesveranstaltungen mit Negativtest und Hygienekonzept möglich.

#MeToo-Vorwürfe gegen Deutschrapper Samra

Nach Vergewaltigungsvorwürfen gegen den Rapper Samra hat der Musiker die Anschuldigungen öffentlich zurückgewiesen. Zuvor hatte die Influencerin Nika Irani schwere Vorwürfe gegen den Berliner Rapper erhoben. Ohne konkret den Namen Samra zu nennen, teilte Universal Music Germany auf Instagram mit, dass gegen einen Künstler seien auf Social Media schwere Anschuldigungen erhoben worden. Aufgrund der Schwere der Anschuldigungen werde die Plattenfirma die Zusammenarbeit mit Samra bis zur Klärung der Vorwürfe ruhen lassen. Der Fall dürfte in der gesamten Deutschrap-Szene ein Debatte um sexuelle Übergriffe anstoßen. Auf Instagram will etwa die Seite "deutschrapmetoo" Fälle sammeln und Betroffene vernetzen.

Opernfestspiele von Verona starten

Die Opernfestspiele in der italienischen Stadt Verona starten am Abend mit einer Premiere in die Festivalsaison. Dirigent Riccardo Muti wird in dem gut erhaltenen römischen Amphitheater eine konzertante Variation der Oper "Aida" von Giuseppe Verdi vorstellen. Angesichts sinkender Corona-Zahlen haben die Behörden 6.000 Zuschauer pro Vorstellung in dem offenen Rundbau zugelassen. Die künstlerische Leiterin Cecilia Gasdia hofft auf großen, auch internationalen Zuspruch für ihr ambitioniertes Programm, das bis zum 4. September läuft.

Französischer Maler Gérard Fromanger gestorben

Der französische Maler Gérard Fromanger ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Das teilte die Académie des Beaux-Arts in Paris mit. Der ehemalige Kulturminister Jack Lang würdigte ihn als Künstler, der sich für die Verteidigung aller Freiheiten eingesetzt hat. Der 1939 in Pontchartrain bei Paris geborene Fromanger prägte in den 1960er-Jahren die Narrative Figuration, die in Reaktion auf die US-amerikanische Pop-Art entstand und, im Gegensatz zur abstrakten Kunst, figürliche Geschichten erzählen wollte. Er hatte Ausstellungen in China, Amerika, Afrika und Europa. Das Centre Pompidou in Paris widmete Fromanger 2016 eine große Retrospektive.

Die USA erinnern mit Feiertag an das Ende der Sklaverei

In den USA wird heute erstmals mit dem neuen Nationalfeiertag "Juneteenth" an das Ende der Sklaverei vor mehr als 150 Jahren erinnert. Präsident Biden hatte am Donnerstag ein Gesetz unterzeichnet, mit dem der 19. Juni zu einem landesweiten Feiertag gemacht wird. An diesem Tag im Jahr 1865 hatte ein Nordstaaten-General, zwei Monate nach der Kapitulation der Südstaaten im amerikanischen Bürgerkrieg, in Galveston im Bundesstaat Texas die Freilassung aller Sklaven verkündet. "Juneteenth" war bislang bereits in einigen Bundesstaaten ein Feiertag. Der Name setzt sich aus den englischen Wörtern für "Juni" und die Zahl "19" zusammen.

Mann findet 350 Jahre alte Ölgemälde in Müllcontainer

Ein Mann hat zwei wertvolle rund 350 Jahre alte Ölgemälde in einem Müllcontainer an einem Rastplatz in Mittelfranken gefunden und in Köln bei der Polizei abgegeben. Die Behörden in Nordrhein-Westfalen versuchen nun, das Kunsträtsel zu lösen. Wie die Kölner Polizei mitteilte, hatte der Mann die Werke am Dienstag am Autobahnrastplatz "Ohrenbach Ost" an der A7 gefunden. Nach erster Bewertung eines Sachverständigen dürfte es sich bei beiden Gemälden um Originalwerke handeln, so die Ermittler. Ein Bild ("Portrait eines Knaben") stammt demnach vom Rembrandt-Schüler Samuel van Hoogstraten (1627-1678). Das andere mit dem Namen "Selbstportrait als Lachender" malte 1665 der italienische Künstler Pietro Bellotti (1627-1700). Die Kölner Polizei hat Fotos der Werke veröffentlicht und bitte nun um Mithilfe, um herauszufinden, wie sie in den Müllcontainer der Raststätte gelangt sind.

Thüringer Literaturpreis für Steffen Mensching

Steffen Mensching erhält den Thüringer Literaturpreis 2021. Er werde damit für sein vielfältiges künstlerisches Werk ausgezeichnet, teilte die Staatskanzlei in Erfurt mit. Der 1958 in Berlin geborene Autor debütierte 1979 mit einem Gedichtband in der renommierten Reihe Poesiealbum des Verlags Neues Leben. Seither habe er ein umfangreiches Werk geschaffen, das neben der Lyrik mehrere Romane, Erzählungen, Kinderbücher, Reportagen, Lieder und satirische Texte umfasst, hieß es. Auch als Herausgeber ist Mensching aktiv, der seit der Spielzeit 2008/09 das Theater in Rudolstadt leitet. Den bisherigen Höhepunkt seines literarischen Schaffens stellt aus Sicht der Jury Menschings Roman "Schermanns Augen" dar, der nach zwölfjähriger intensiver Recherche entstanden sei. Der Thüringer Literaturpreis wird seit 2005 alle zwei Jahre vergeben und ist mit 12.000 Euro dotiert. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem Sigrid Damm, Lutz Seiler und Sibylle Berg.

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