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Kulturnachrichten

Sonntag, 8. November 2020

US-Comedian Norm Crosby gestorben

Der US-Komiker Norm Crosby ist tot. Er sei bereits am Samstag im Alter von 93 Jahren in einem Krankenhaus in Los Angeles an Herzversagen gestorben, berichtete der "Hollywood Reporter" unter Berufung auf seine Witwe Joan. Der 1927 in Boston geborene Komiker hatte in den 50er-Jahren als Stand-up-Comedian begonnen und war dann ab den 60er-Jahren auch in zahlreichen Fernsehsendungen zu sehen. In den USA wurde er als der "Meister des Malapropismus" gefeiert: Er benutze Worte, die zwar ähnlich klangen, aber im Zusammenhang keinen Sinn ergaben. Für seine Erfolge wurde Crosby unter anderem mit einem Stern auf Hollywoods "Walk of Fame" ausgezeichnet. Seit 1966 war der Komiker mit Joan verheiratet. Das Paar hat zwei Kinder.

Viele Kirchen Neapels von Sinklöchern bedroht

Viele der historischen Kathedralen, Kirchen und Kapellen von Neapel sind vom Einsturz in Sinklöcher bedroht. Das berichten Forscher der Universität von Neapel "Federico II" im Journal of Cultural Heritage. Neun der Gotteshäuser stünden über unterirdischen Gewölben, die aufgrund von ständigen Erdveränderungen sehr anfällig für plötzliche Einstürze seien. Der Boden müsse dem Bericht zufolge fortlaufend überwacht und auf Stabilität überprüft werden. Weitere 57 Gotteshäuser lägen über möglichen zukünftigen Einsturzorten. Das historische Zentrum Neapels, das seit 1995 Teil des Unesco Welterbes ist, hat mehr als 500 Kathedralen, Kirchen und Kapellen in verschiedensten Architekturstilen. Die Gebäude sind auf einem umfangreichen Netzwerk aus Katakomben, Krypten, Friedhöfen und Zisternen erbaut. Unter den neun stark gefährdeten Kirchen befindet sich nach Angaben der Forscher auch die vom Pantheon inspirierte Basilica di San Francesco di Paola aus dem 19. Jahrhundert, die eine der größten Touristenattraktionen Neapels ist.

Außenminister Maas würdigt Erinnerungskultur

Außenminister Heiko Maas hat den Wert der Erinnerungskultur betont. "Erinnern bedeutet, aus dem Gestern die richtigen Schlüsse für heute und morgen zu ziehen", sagte Maas im Vorfeld der Eröffnung einer Online-Ausstellung über sieben Orte jüdischen Lebens des Solinger "Zentrums für verfolgte Künste". Maas, der die Schau am Montag gemeinsam mit der UN-Generalsekretärin für globale Kommunikation, Melissa Fleming, eröffnen wird, fügte hinzu: "Wir wissen, wohin Hass und Hetze führen können." Die Ausstellung bietet Einblick in die Geschichte der zum Teil ehemaligen jüdischen Gemeinden in Köln, Solingen, Berlin, Halle, Essen, Norderney und an der Sieg - von ihrer Entstehung und Zerstörung bis zum Wiederaufbau.

Johnny Depp tritt von "Grindelwald"-Rolle zurück

Hollywood-Star Johnny Depp tritt von seiner Rolle als Zauberer Gellert Grindelwald in der Filmreihe "Phantastische Tierwesen" zurück. Auf Instagram teilte der Schauspieler mit, dass das Studio Warner Bros. ihn nach der jüngsten Prozess-Niederlage darum gebeten habe. Er würde diese Aufforderungen respektieren und befolgen. Depp hatte Anfang dieser Woche eine gerichtliche Niederlage gegen die Boulevardzeitung "Sun" erlitten. Der 57-Jährige hatte wegen eines Artikels geklagt, der detailliert beschrieb, wie er seine Ex-Frau Amber Heard körperlich misshandelt haben soll. Das Gericht wies seine Klage ab. Depp betonte auf Instagram erneut, dass er Einspruch einlegen und seinen "Kampf um die Wahrheit" fortsetzen wolle. Sein Leben und seine Karriere sollten nicht von diesen Vorgängen bestimmt werden. Laut Mitteilung von Warner Bros. soll die Grindelwald-Rolle neu besetzt werden, berichtete der "Hollywood Reporter". Der dritte Teil ist in Produktion und soll 2022 in die Kinos kommen.

Kulturstaatsministerin will Hilfen für Kulturszene sichern

Kulturstaatsministerin Grütters hat an die Länder appelliert, die geplanten Hilfen für Soloselbstständige aus der Kulturszene umzusetzen. Es sei essenziell und werde im gesamten Kulturbereich erwartet, dass diese Regelung komme, heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Nach der Vereinbarung können Soloselbstständige wie Künstler oder Musiker für die coronabedingten Einschränkungen im November eine Förderung von bis zu 5.000 Euro direkt und ohne bürokratischen Aufwand beantragen. Damit gebe es jetzt "endlich eine eigene Förderung speziell für Soloselbstständige", betonte Grütters. Die Kulturstaatsministerin zeigte sich alarmiert zu hören, dass es bei der aktuellen Abstimmung Widerstände der Länder-Wirtschaftsministerien gegen diese Regelung geben solle. Nach Angaben der CDU-Politikerin geht es im Kultur- und Kreativbereich um die Existenz von gut 1,5 Millionen Menschen, die mehr als 100 Milliarden Euro an Wertschöpfung zum Bruttoinlandsprodukt beitragen.

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