Seit 05:05 Uhr Studio 9
Donnerstag, 26.11.2020
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9

Kulturnachrichten

Sonntag, 4. Oktober 2020

Modeschöpfer Kenzo an Covid-19 gestorben

Der international erfolgreiche Modeschöpfer Kenzo Takada ist tot. Der 81-jährige sei heute in einem Krankenhaus bei Paris an Covid-19 gestorben, teilte ein Sprecher mit. Der japanische Designer hatte von Paris aus unter seinem Vornamen Kenzo weltweit Berühmtheit erlangt. Takada kam1965 nach Frankreich und schuf binnen weniger Jahre ein Modeimperium. Es folgten Modeschauen von New York bis Tokio und der Ausbau der Marke Kenzo zu einem weltweit erfolgreichen Modeimperium. Ab 1988 kreierte der Japaner auch Parfums.

Hacker stehlen sechsstellige Summe von Hochschulen

Mehrere Schweizer Hochschulen sind nach Medienberichten Opfer von Hackerangriffen geworden. Unbekannte drangen mittels Späh-Emails in die Netzwerke der Unis ein und zweigten Lohnzahlungen in insgesamt sechsstelliger Höhe ab, wie die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel-Stadt der Schweizer "Sonntagszeitung" mitteilte. Die Hacker sollen durch sogenannte Phishing-Emails, die Universitätsangehörige zum Eingeben ihrer Daten aufforderten, Zugang zu den Systemen der Hochschulen erlangt und dort Empfängerkonten für Lohnzahlungen geändert haben. Die Uni-Dachorganisation Swissuniversities bestätigte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Angriffe, nannte aber keine Details zu Schadenssumme und Zahl der betroffenen Hochschulen.

"Spitting Image"-Comeback nach fast 25 Jahren

Das erfolgreichste britische Satireformat „Spitting Image" hat nach fast einem Vierteljahrhundert ein Comeback gefeiert. In den 80ern hatte die Puppenshow bis zu 15 Millionen Zuschauer in Großbritannien. Für die Neuauflage wurden über einhundert neue Figuren entwickelt, von Greta Thunberg über Angela Merkel bis hin zu Donald Trump, Boris Johnson und Mark Zuckerberg. Die neuen „Spitting Image"-Folgen sind ausschließlich über den Streamingdienst Britbox zu sehen.

Papst stellt sich hinter Qualitätsjournalismus

Papst Franziskus hat sich für Qualitätsjournalismus ausgesprochen. Dessen Kennzeichen müsse sein, dass er die Menschenwürde im Blick behalte. In einem Brief an die italienische Zeitungs-Neugründung "Blue and Green" warb der Papst auch für eine "Medienökologie", verstanden als Einsatz der Medien für das Gemeinwohl. Journalisten sollten Bürger sowie wichtige Entscheider in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf den dringend benötigten ökologischen Wandel aufmerksam machen. Die fortschreitende Umweltzerstörung und die Folgen des Klimawandels fielen sonst vor allem auf die Ärmsten und Schwächsten zurück. Franziskus schrieb, Journalismus müsse sich für die Leidenden in aller Welt einsetzen. Es gehe darum, wirtschaftlichen Fortschritt anders zu begreifen, um "Modelle eines Miteinanders auf Basis von Uneigennützigkeit sowie einer wiedergewonnenen Verbindung zum natürlichen Lebensraum" zu entwickeln.

Cineworld soll Kinoschließungen planen

Der weltweit zweitgrößte Kinobetreiber Cineworld bereitet sich einem Bericht der „Sunday Times" zufolge auf die Schließung aller Kinos in Großbritannien und Irland vor. Die Zeitung beruft sich dabei auf ein Schreiben des Unternehmens, das am Wochenende an die Regierungen gehen sollte. In den beiden Ländern betreibt Cineworld knapp 130 Kinos und beschäftigt 5500 Mitarbeiter. Ohne potentielle Kassenschlager wie den neuen James Bond Film sei die Branche nicht überlebensfähig, hieß es in dem Schreiben. Der verschobene Start des neuen Bond-Streifens ist der jüngste Rückschlag für die Kino-Branche. Cineworld wollte sich zu dem Bericht nicht äußern.

Pilger besuchen Mekka zur kleinen Wallfahrt

Nach einer mehr als halbjährigen Unterbrechung wegen des Coronavirus haben muslimische Pilger wieder mit der kleinen Wallfahrt Umrah in Saudi-Arabien begonnen. Die Regierung hatte diese im März ausgesetzt und im Juli nur einer begrenzten Zahl an Pilgern erlaubt, die große Wallfahrt Hadsch zu vollziehen. Derzeit dürfen täglich rund 6000 in Saudi-Arabien lebende Pilger die heiligen Stätten von Mekka betreten. In zwei Wochen sollen bis zu 15000 Pilger täglich zugelassen werden. Ab 1. November sollen dann auch Muslime aus dem Ausland wieder zur Umrah nach Saudi-Arabien reisen dürfen. Nach jetzigen Plänen werden dann bis zu 20000 Pilger täglich zugelassen. Vor einer Woche hatte das für die Wallfahrt zuständige Ministerium auch eine neue App vorgestellt, mit der Pilger sich für den Besuch anmelden können.

Verleger der "Siegener Zeitung" gestorben

Der Verleger der "Siegener Zeitung", Wolfgang Rothmaler, ist tot. Er sei in der Nacht zum Samstag im Alter von 95 Jahren in Siegen gestorben, teilte die Vorländer Mediengruppe mit. Rothmaler habe die Medienlandschaft in Westfalen mehr als ein halbes Jahrhundert entscheidend mitgeprägt, so die Geschäftsführer Cornelie Rothmaler-Schön und Johannes Rothmaler. "Der Verlust unseres Vaters trifft uns schwer. Er wird in unserem Familienunternehmen fehlen." Chefredakteur Markus Vogt sagte, dass eine gute inhaltliche Balance in der Zeitung stets eines der wichtigsten Anliegen für Rothmaler gewesen sei. "Sein persönlicher zwischenmenschlicher Umgang machte ihn zu einem großen Vorbild für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."

Tierwohl-Doku "Gunda" gewinnt in Hamburg

Die Tierwohl-Dokumentation über das Schwein "Gunda" und andere Nutztiere hat den Publikumspreis beim Filmfest in Hamburg gewonnen. Der Schwarz-Weiß-Film von Victor Kossakovsky sei eine Liebeserklärung an Schweine, Kühe und Hühner, die täglich von Menschen gegessen werden, teilte der Veranstalter mit. Er werfe damit aktuelle Fragen nach der Einstellung zu Nutztieren und deren Haltung auf. Am 17. Februar 2021 soll der Film in die Kinos kommen. Das 28. Hamburger Filmfest war mit "Enfant Terrible" von Oskar Roehler gestartet. Insgesamt wurden mehr als 70 Filme und TV-Produktionen gezeigt. Allerdings war der Publikumspreis der einzige Preis, der in diesem Jahr verliehen wurde. Alle anderen Wettbewerbe und damit auch die Preisverleihungen waren Corona-bedingt abgesagt worden.

Der Schauspieler Karel Fiala ist gestorben

Der tschechische Schauspieler und Sänger Karel Fiala ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Das berichtete die Nachrichtenagentur CTK unter Berufung auf seine Familie. Mit seiner Rolle als "Limonaden-Joe" in der gleichnamigen Westernparodie aus dem Jahr 1964 wurde er in seinem Heimatland zu einer Kultfigur. Der Musikfilm kam auch in den damaligen beiden Teilen Deutschlands in die Kinos. In dem Oscar-gekrönten Mozart-Film "Amadeus" von Milos Forman spielte Fiala die Rolle des Don Giovannis. Seine Leidenschaft für den klassischen Gesang entdeckte er als junger Mann erst, nachdem er eine Lehre zum Schornsteinfeger absolviert hatte. Fiala spielte in zahlreichen Musicals mit und wurde 2013 mit dem tschechischen Thalia-Schauspielpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Denkmal für Michail Gorbatschow in Dessau enthüllt

Zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit ist in Dessau in Sachsen-Anhalt ein Denkmal für den früheren sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow eingeweiht worden. Die von dem Bildhauer Bernd Göbel geschaffene Statue wurde vor dem Rathaus enthüllt. Sie erinnere an den Politiker, der mit seinem Wirken für Perestroika und Glasnost erst die Voraussetzungen geschaffen habe, die dann die friedliche Revolution 1989 und die Deutsche Einheit ermöglichten, teilte die Stadt im Vorfeld mit. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um das erste Denkmal dieser Art für Gorbatschow in Deutschland. Vor dem Axel-Springer-Hochhaus in Berlin stehen drei bronzene Porträts von Gorbatschow, Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl und dem ehemaligen US-Präsident George Bush, die als wesentliche Akteure der deutschen Einheit gelten.

Dutzende Sarkophage südlich von Kairo gefunden

Archäologen haben in Ägypten mindestens 59 verschlossene, mehr als 2600 Jahre alte Sarkophage entdeckt. In den meisten seien Mumien gefunden worden, teilte der ägyptische Minister für Tourismus und Antiquitäten mit. Dies sei der Beginn einer großen Entdeckung. Eine unbekannte Zahl weiterer Sarkophage müsse noch geborgen werden, erklärte er auf einer Pressekonferenz an der berühmten Djoser-Stufenpyramide in Sakkara, dem Fundort der Sarkophage. In Sakkara gibt es mindestens elf Pyramiden und Hunderte altertümliche Gräber einstiger wichtiger Persönlichkeiten aus der sogenannten Ersten Dynastie der Pharaonen bis zur Koptischen Periode. Im September wurde der erste Teil des Funds bekannt gegeben, nachdem Archäologen 13 Sarkophage in elf Metern Tiefe entdeckt hatten.

Sigrid Damm erhält Weimar-Preis

Die Autorin und Literaturwissenschaftlerin Sigrid Damm ist mit dem diesjährigen Weimar-Preis ausgezeichnet worden. Wie niemand sonst habe die 79-Jährige Welt- und Existenzdurchdringendes für die Wiederbelebung der Weimarer Klassik geleistet, sagte die Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar, Ulrike Lorenz, bei der Preisverleihung im Deutschen Nationaltheater. Damm wurde 1940 in Gotha geboren und lebt als freie Schriftstellerin in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Zu ihren Büchern gehören unter anderem Biografien wie "Cornelia Goethe", "Christiane und Goethe" und "Das Leben des Friedrich Schiller". Der Weimar-Preis wird seit 1990 an Menschen verliehen, die sich um das geistig-kulturelle Ansehen Weimars überregional verdient gemacht haben. Er ist mit 5000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben.

"Guggenheim Museum" ist wieder geöffnet

Das New Yorker "Guggenheim Museum" hat wieder seine Türen für Besucher geöffnet. Sieben Monate war das Haus am Central Park wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Zum Neustart zeigt das Guggenheim unter anderem eine Schau mit abstrakt-expressionistischen Werken sowie eine Ausstellung über ein Wandbild des US-Künstlers Jackson Pollock. Tickets müssen vorab online gebucht werden. Wegen der Pandemie dürfen nur 600 Menschen täglich ins Museum kommen, in normalen Zeiten sind es 9.000. Seit Ende August dürfen Museen in New York unter strengen Auflagen wieder öffnen - das "MoMA" und das "Metropolitan Museum" haben es bereits getan.

Kulturnachrichten hören

Oktober 2020
MO DI MI DO FR SA SO
28 29 30 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31 1

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur