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Kulturnachrichten

Samstag, 3. Oktober 2020

Schauspieler Fiala gestorben

Der tschechische Schauspieler und Sänger Karel Fiala ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Das berichtete die Nachrichtenagentur CTK am Samstag unter Berufung auf seine Familie. Mit seiner Rolle als "Limonaden-Joe" in der gleichnamigen Westernparodie aus dem Jahr 1964 wurde er in seinem Heimatland zu einer Kultfigur. Der Musikfilm kam auch in den damaligen beiden Teilen Deutschlands in die Kinos. In dem Oscar-gekrönten Mozart-Film "Amadeus" von Milos Forman spielte Fiala die Rolle des Don Giovannis. Seine Leidenschaft für den klassischen Gesang entdeckte er als junger Mann erst, nachdem er eine Lehre zum Schornsteinfeger absolviert hatte. Fiala spielte in zahlreichen Musicals mit und wurde 2013 mit dem tschechischen Thalia-Schauspielpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Denkmal für Michail Gorbatschow in Dessau enthüllt

Zum 30. Jahrestag der Deutschen Einheit ist in Dessau in Sachsen-Anhalt ein Denkmal für den früheren sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow eingeweiht worden. Die von dem Bildhauer Bernd Göbel geschaffene Statue wurde vor dem Rathaus enthüllt. Sie erinnere an den Politiker, der mit seinem Wirken für Perestroika und Glasnost erst die Voraussetzungen geschaffen habe, die dann die friedliche Revolution 1989 und die Deutsche Einheit ermöglichten, teilte die Stadt im Vorfeld mit. Nach Angaben der Stadt handelt es sich um das erste Denkmal dieser Art für Gorbatschow in Deutschland. Vor dem Axel-Springer-Hochhaus in Berlin stehen drei bronzene Porträts von Gorbatschow, Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl und dem ehemaligen US-Präsident George Bush, die als wesentliche Akteure der deutschen Einheit gelten.

Dutzende Sarkophage südlich von Kairo gefunden

Archäologen haben in Ägypten mindestens 59 verschlossene, mehr als 2600 Jahre alte Sarkophage entdeckt. In den meisten seien Mumien gefunden worden, teilte der ägyptische Minister für Tourismus und Antiquitäten mit. Dies sei der Beginn einer großen Entdeckung. Eine unbekannte Zahl weiterer Sarkophage müsse noch geborgen werden, erklärte er auf einer Pressekonferenz an der berühmten Djoser-Stufenpyramide in Sakkara, dem Fundort der Sarkophage. In Sakkara gibt es mindestens elf Pyramiden und Hunderte altertümliche Gräber einstiger wichtiger Persönlichkeiten aus der sogenannten Ersten Dynastie der Pharaonen bis zur Koptischen Periode. Im September wurde der erste Teil des Funds bekannt gegeben, nachdem Archäologen 13 Sarkophage in elf Metern Tiefe entdeckt hatten.

Weimar-Preis für Literaturwissenschaftlerin Sigrid Damm

Die Autorin und Literaturwissenschaftlerin Sigrid Damm ist mit dem diesjährigen Weimar-Preis ausgezeichnet worden. Wie niemand sonst habe die 79-Jährige so Welt- und Existenzdurchdringendes für die Wiederbelebung der Weimarer Klassik geleistet, sagte die Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar, Ulrike Lorenz, bei der Preisverleihung im Deutschen Nationaltheater. Damm wurde 1940 in Gotha geboren und lebt als freie Schriftstellerin in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Zu ihren Büchern gehören unter anderem Biografien wie "Cornelia Goethe", "Christiane und Goethe" und "Das Leben des Friedrich Schiller". Der Weimar-Preis wird seit 1990 an Menschen verliehen, die sich um das geistig-kulturelle Ansehen Weimars überregional verdient gemacht haben. Er ist mit 5000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben.

Til Schweiger beim "Zurich Film Festival" geehrt

Das "Zurich Film Festival" hat Schauspieler und Regisseur Til Schweiger für sein Filmschaffen geehrt. Festivaldirektor Christian Jungen, der Schweiger den Preis "das Goldene Auge" überreichte, nannte den 56-Jährigen ein Ausnahmetalent und einen Vollblut-Cineasten, der kontinuierlich, leidenschaftlich und hart arbeite. Er habe das schwierigste überhaupt geschafft, nämlich ein großes Publikum in seinen Bann zu ziehen, so Jungen. Zu den früheren Preisträgern des Golden Eye Awards gehören Jake Gyllenhaal, Andrew Garfield, Kristen Stewart oder Kiefer Sutherland.

Clint Eastwood arbeitet an neuem Film

Der US-Schauspieler und Regisseur Clint Eastwood arbeitet laut Medienberichten an einem neuen Filmprojekt. Wie das Fachmagazin "Deadline" berichtete, erkundet der 90-Jährige derzeit geeignete Drehorte für den Film "Cry Macho", bei dem er sowohl Regie führen als auch eine Rolle übernehmen will. "Cry Macho" basiert auf dem gleichnamigen Buch aus den 1970er Jahren von N. Richard Nash, der auch Co-Autor des Drehbuchs ist. In der Geschichte geht es um einen ehemaligen Rodeo-Star und Pferdezüchter, der sich darauf einlässt, den Sohn seines Ex-Bosses in Mexiko zu entführen und über die US-Grenze zu bringen. Mit Nash hat Eastwood bereits bei der Produktion der Filme "Gran Torino" (2008) und "The Mule" (2018) zusammengearbeitet.

Kinostart für James-Bond-Film erst im April 2021

Der neue James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben" wird in diesem Jahr nicht mehr in die Kinos kommen. Wie die Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli am Freitagabend bekanntgaben, soll er nun erst am 2. April 2021 starten. Die Macher begründeten den Schritt damit, dass der Film so "von einem weltweiten Kinopublikum" gesehen werden könne. Ein Zusammenhang mit dem Coronavirus wurde zwar nicht ausdrücklich genannt, nach dem Ausbruch des Coronavirus hatten die Produzenten den Start aber bereits vom April auf den November 2020 verlegt. Erst vor wenigen Wochen war eine zweite PR-Offensive für den Film mit neuen Plakaten, einem neuen Trailer und einer Podcast-Reihe gestartet. "Keine Zeit zu sterben" ist der letzte Film mit Daniel Craig in der Rolle des Agenten 007. Neben Craig werden auch Rami Malek als Bösewicht sowie Christoph Waltz zu sehen sein.

"Guggenheim Museum" ist ab heute wieder geöffnet

Das New Yorker "Guggenheim Museum" öffnet heute wieder seine Türen für Besucher. Sieben Monate war das Haus am Central Park wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Zum Neustart zeigt das Guggenheim unter anderem eine Schau mit abstrakt-expressionistischen Werken sowie eine Ausstellung über ein Wandbild des US-Künstlers Jackson Pollock. Tickets müssen vorab online gebucht werden. Wegen der Pandemie dürfen nur 600 Menschen täglich ins Museum kommen, in normalen Zeiten sind es 9.000. Seit Ende August dürfen Museen in New York unter strengen Auflagen wieder öffnen - das "MoMA" und das "Metropolitan Museum" haben es bereits getan.

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