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Freitag, 23.10.2020
 
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Kulturnachrichten

Sonntag, 13. September 2020

Berlin Art Week geht zu Ende - Veranstalter ziehen positive Bilanz

Die Berlin Art Week mit Ausstellungen in Galerien, Museen und dem Technoclub Berghain ist am Sonntag nach fünf Tagen zu Ende gegangen. Die Veranstalter bewerteten die Kunstwoche, die wegen der Corona-Pandemie ihr Konzept an vielen Stellen ändern musste, als gelungen. Die große Nachfrage und die restlos ausgebuchten Time-Slots hätten bestätigt, dass die Lust auf analoge Veranstaltungen, immer unter Einhaltung der gebotenen Abstands- und Hygieneregeln, groß sei, so die Veranstalter. Beteiligt waren unter anderem 20 Kunstinstitutionen und Museen, die Messe Positions Berlin Art Fair, 13 Privatsammlungen sowie zahlreiche Galerien.

"Gang nach Buchenwald" erinnert an die Befreiung des KZ 1945

Mit einem Gedenkweg ist in Weimar an die Opfer des KZ Buchenwald und die Befreiung des Lagers durch die US-Armee 1945 erinnert worden. Ein "Nie wieder" könne nur gelingen, wenn wir nicht wegschauten, wenn heute wieder Menschen wegen ihres Glaubens oder ihrer Hautfarbe angegriffen werden, sagte Thüringens Ministerpräsident Ramelow am Sonntag zum Auftakt bei dem "Gang nach Buchenwald" anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung. Der ursprüngliche Termin im Frühjahr war wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Der Gedenkweg vom Weimarer Bahnhof zum ehemaligen KZ auf dem Ettersberg war ein gemeinsames Projekt der aktuell laufenden Achava-Festspiele, des Kunstfests Weimar, der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und dem Deutschlandfunk Kultur.

Fränkische Passionsspiele gewinnen Deutschen Amateurtheaterpreis

Die Fränkischen Passionsspiele Sömmersdorf haben den Deutschen Amateurtheaterpreis "amarena 2020" in der Kategorie "Theater ist Leben" gewonnen. Bei der alle zwei Jahre vergebenen Auszeichnung des Bundes Deutscher Amateurtheater (BDAT) setzten sich sie sich bei einer Online-Abstimmung gegen zwei Mitbewerber durch. Die Passionsspiele werden alle fünf Jahre aufgeführt. Dabei wirken rund 450 Personen Dorfbewohner mit. Das Kuratorium schätzte den verbindenden Wert der Passionsspiele für die Dorfgemeinschaft sowie das unge­heure Maß an ehrenamtlicher Arbeit in diesem Theaterdorf. Das letzte Mal wurden die Geschichte vom Leiden und Sterben Jesu in dem unterfränkischen Dorf 2018 auf die Bühne gebracht. Die Fränkischen Passionsspiele wurden im April in das bayerische Landesverzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Autoren setzen sich für inhaftierten Blogger Badawi ein

Zahlreiche Autoren haben sich in einem Appell an Bundespräsident Steinmeier und Außenminister Maas für den inhaftierten saudi-arabischen Blogger Raif Badawi eingesetzt. Dieser sei seit nunmehr acht Jahren in Haft, wurde zu öffentlich vollzogenen Peitschenhieben verurteilt und befinde sich inzwischen in einem äußerst besorgniserregenden Zustand, hieß es in einem am Sonntag veröffentlichten Schreiben des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland. Unterzeichnet wurde das Schreiben unter anderem von Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller, Guy Stern, Dogan Akhanli und Barbara Honigmann. Sie appellierten an die Politiker, auf die Verantwortlichen in Riad mit einzuwirken, damit Badawi aus dem Gefängnis entlassen wird und zu seiner Familie nach Kanada ausreisen kann.

Ausstellung "100 Jahre Ruhrgebiet" im Ruhr Museum eröffnet

Die Ausstellung "100 Jahre Ruhrgebiet. Die andere Metropole" wurde Sonntag für das Publikum geöffnet. Mit der Ausstellung beleuchtet das Ruhr Museum in Essen die Geschichte des von Kohle und Stahl geprägten Reviers. Mit mehr als fünf Millionen Einwohnern, mitten im Herzen von Europa, tief geprägt vom Strukturwandel, sei die Metropolregion Ruhr eine der facettenreichsten Regionen Europas, erklärte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Laschet bei der Eröffnung der Schau Samstag abend. Historisch und gesellschaftspolitisch sieht die Ausstellung das Ruhrgebiet als einen durch kommunale Grenzen getrennten Ballungsraum mit einer einheitlichen Geschichte. Die Sonderausstellung vereint rund tausend Exponate von über 200 Leihgebern. Als Highlight wird auch der Originalvertrag für die Europäische Montanunion aus dem Nationalarchiv Luxemburg gezeigt.

"My Octopus Teacher" gewinnt Naturfilmpreis

Beim Internationalen Naturfilmfestival "Green Screen" in Eckernförde ist die südafrikanische Produktion "My Octopus Teacher" von Pippa Ehrlich und James Reed ausgezeichnet geworden. Das Team hatte über Monate das Leben eines Tintenfischs vor der afrikanischen Südküste verfolgt und dokumentiert. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Der ebenfalls mit 10.000 Euro dotierte Heinz-Sielmann-Filmpreis ging an die Dokumentation "The Elephant Queen", gedreht von den britischen Filmemachern Victoria Stone und Marc Deeble in Kenia. Fast 270 Dokumentarfilme aus 61 Ländern waren eingereicht worden. 98 davon werden innerhalb von sechs Wochen bei Präsenz-Veranstaltungen in Eckernförde und der Umgebung gezeigt.

"Tag des offenen Denkmals" überwiegend digital

Überall in Deutschland findet heute wieder der "Tag des offenen Denkmals" statt. Wegen der Corona-Pandemie präsentieren sich Kirchen, Burgen und andere historische Gebäude, Friedhöfe, Gärten und Museen in diesem Jahr aber überwiegend digital. An einigen Orten gibt es auch Veranstaltungen mit speziellen Hygienevorschriften. Nach Angaben der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sind auf der Online-Plattform "Tag-des-offenen-Denkmals.de" mehr als 1.200 Beiträge abrufbar, darunter Filme, digitale Rundgänge, Fotoreihen und Podcasts. Aus Sicht der Veranstalter bietet das den Vorteil, dass man nicht auf die eigene Region festlegen muss, sondern sich in allen Regionen Deutschlands umschauen kann. Zudem seien die Internet-Auftritte zahlreicher Denkmäler mit Blick auf den Tag stark verbessert worden.

Goldener Löwe für US-Drama "Nomadland"

Der Goldene Löwe des Filmfestivals Venedig geht an das US-Drama "Nomadland" der in China geborenen Regisseurin Chloé Zhao. Die von der australischen Schauspielerin Cate Blanchett geleitete Jury vergab außerdem einen Silbernen Löwen für die beste Regie an Kiyoshi Kurosawahe für das Historiendrama "Wife of a Spy. Der Große Preis der Jury ging an den mexikanischen Regisseur Michel Franco für den Thriller "Nuevo orden" .

Dresdner Sinfoniker steigen aufs Dach

Die Dresdner Sinfoniker haben mit einem Konzert auf mehreren Dächern des Plattenbaugebietes Dresden-Prohlis ein Statement zur Corona-Krise abgegeben. Als Höhepunkt stand die Uraufführung eines Werks des Münchner Komponisten Markus Lehmann-Horn für 16 Alphörner auf dem Programm. In 50 Metern Höhe sollten zudem neun Trompeten, vier Tuben sowie Trommeln und Schlagwerk erklingen. Das 30-minütige Werk sei für die Topographie der Hochhaussiedlung geschrieben worden, sagte der Intendant der Sinfoniker, Markus Rindt. Durch die weite räumliche Dimension und die großen Abstände sowohl zwischen den Musikern als auch zum Publikum waren die Bedingungen für eine Aufführung trotz Corona-Pandemie erfüllt.

Britischer Designer Terence Conran ist tot

Der britische Designer Terence Conran ist tot. Conran ist im Alter von 88 Jahren am Samstag friedlich in seinem Zuhause eingeschlafen, teilten seine Angehörigen mit. Der in der Nähe von London geborene Gründer der Möbelkette Habitat gilt als Pionier, der die Welt des Designs mit seinen Ideen revolutioniert hat. Bereits in den 60er Jahren bot er funktionale wie ästhetische Möbel für Jedermann an, zerlegt und in Kartons verpackt. Zu seinen bekanntesten Produkten zählt ein offenes Holzregal, das in seiner Form einem aufgetürmten Bücherstapel ähnelt. Als Höhepunkt seiner Karriere gilt die Gründung des bedeutenden Design Museums in London.

Reggae-Star Toots Hibbert gestorben

Toots Hibbert, einer der Begründer und beliebtesten Stars des Reggaes, ist gestorben. Der Frontman der Band Toots & the Maytals wurde 77 Jahre alt. Sein Ende der 1960er Jahre entstandener Song "Do the Reggay" hat der Musikrichtung nach verbreiteter Meinung ihren Namen gegeben. Hibbert starb am Freitag in einem Krankenhaus der jamaikanischen Hauptstadt Kingston, teilte seine Familie mit. Er befand sich zuletzt in einem künstlichen Koma. Hibbert musste aufgrund von Atemproblemen in die Klinik eingeliefert werden. Ob er an einer Covid-19-Infektion starb, ist nicht bekannt.

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