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Kulturnachrichten

Freitag, 7. Februar 2020

Emmerich bringt "Zauberflöte" ins Kino

Hollywood-Produzent Roland Emmerich verfilmt Wolfgang Amadeus Mozarts Oper "Die Zauberflöte". Wie der FilmFernsehFonds Bayern in München mitteilte, soll sie unter dem Titel "The Magic Flute" als Familienfilm ins Kino kommen. Dafür gebe es aus Bayern staatliche Filmfördermittel in Höhe von 1,6 Millionen Euro. In der Adaption der Vorlage reist der 17-jährige Tim Walker in die Alpen, um sein Stipendium am legendären Mozart-Internat anzutreten. Er entdeckt ein jahrhundertealtes Portal, das ihn in die Welt von Mozarts berühmtester Oper katapultiert. Als Darsteller seien Opern-Weltstars wie Rolando Villazon oder Morris Robinson mit von der Partie. Gedreht werde voraussichtlich ab Oktober 2020 überwiegend in Bayern, aber auch in Marokko und London.

Verfahren wegen Diebstahls eines Banksy-Werks

Fünf Monate nach dem Diebstahl eines Werks des britischen Graffiti-Künstlers Banksy in Paris ist den Ermittlern ein Verdächtiger ins Netz gegangen: Die französische Justiz eröffnete ein Verfahren gegen den Mann, wie es hieß. Ursprünglich waren drei Verdächtige festgenommen worden, zwei von ihnen sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Das Bild war Anfang September vor dem Pariser Kunstmuseum Centre Pompidou gestohlen worden. Die Diebe nutzten offenbar eine Säge, um das Sprühbild an der Rückseite eines Parkschildes herauszuschneiden. Das Motiv ist eine mit einer Schablone aufgesprühte Ratte. Sie trägt ein Tuch um die Schnauze und hat ein Cutter-Messer zwischen den Pfoten - das Werkzeug, mit dem Banksy seine Schablonen schneidet.

Autor Roger Kahn gestorben

Der US-Schriftsteller und Journalist Roger Kahn ist tot. Der Autor starb bereits gestern in einem Pflegeheim im Staat New York, wie sein Sohn heute mitteilte. Kahn schrieb 20 Bücher und Hunderte Artikel als Sportreporter, doch Millionen von Amerikanern kennen ihn vor allem durch "Boys of Summer" von 1972, in dem er die Beziehung zu seinem Vater durch ihre gemeinsame Liebe für die Baseballmannschaft Brooklyn Dodgers beschreibt. Sänger Don Henley verwendete den Titel später für ein Lied über einen Mann, der seiner Vergangenheit nachhängt.

Deutsche Bank verkleinert Kunstsammlung

Die Deutsche Bank hat ihre Kunstsammlung verkleinert und dabei auch ein bedeutendes Werk von Gerhard Richter verkauft. "Die Deutsche Bank hält an ihrer Kunstsammlung fest und fördert und sammelt auch künftig zeitgenössische Kunst, wenn auch in geringerem Umfang als bisher", sagte ein Sprecher in Frankfurt am Main. Neben "Faust" von Gerhard Richter wurden auch Gemälden von Emil Nolde, Alexej von Jawlensky und Piet Mondrian verkauft. Der Bestand umfasst zur Zeit noch 55 000 statt wie vorher 59 000 Arbeiten.

US-Bildhauerin Beverly Pepper gestorben

Wie erst jetzt bekannt wurde, starb die US-Bildhauerin Beverly Pepper am Mittwoch mit 97 Jahren in ihrer Wahlheimat Italien. Das bestätigte ihr Sohn auf Facebook. Pepper studierte in New York und Paris Malerei, 1951 zog sie ins italienische Todi. In den 1960er-Jahren wandte sie sich der Bildhauerei zu, hier bevorzugte die Künstlerin monumentale Stahlskulpturen, die sie im öffentlichen Raum plazierte. Später wurde Pepper eine der Pionierin der "Landart". Nach dem Erdbeben im mittelitalienischen L'Aquila 2009 baute sie im Ort ein offenes Amphitheater.

Direktor will Uffizien vor politischem Einfluss schützen

Der Direktor der Uffizien, Eike Schmidt, will die Gemäldegalerie in Florenz vor politischen Einflüssen schützen. Es gebe nach wie vor politische oder manchmal auch unpolitische Kräfte, die dieses Museum für ihre Zwecke benutzen wollten, sagte der deutsche Kunsthistoriker der "Stuttgarter Zeitung". Es sei seine Aufgabe, diesen Kräften entgegenzuwirken. Schmidt war unter der sozialdemokratischen Regierung 2015 ins Amt gekommen. Allerdings hatte er unter der darauf folgenden populistischen Regierung von Fünf-Sterne-Bewegung und rechter Lega angekündigt, ans Kunsthistorische Museum in Wien gehen zu wollen. Als die Sozialdemokraten letzten Herbst wieder mit an die Regierung kamen, entschied er sich doch, in Florenz zu bleiben.

Yasmil Raymond erste Frau an Spitze der Städelschule

Mit Yasmil Raymond wird erstmals eine Frau an die Spitze der Städelschule in Frankfurt am Main berufen. Wie das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst mitteilte, wurde heute der Vertrag unterzeichnet. Die zuletzt in New York tätige Kuratorin und Autorin tritt am 1. April die Nachfolge von Philippe Pirotte als Rektorin der Kunsthochschule an. Der Belgier Pirotte hatte die weltweit renommierte Einrichtung seit 2014 geleitet. Raymond arbeitete bereits im Museum of Contemporary Art in Chicago, am Walker Art Center in Minneapolis und am Museum of Modern Art in New York.

Neues Nobelmuseum in Stockholm geplant

Die Nobelstiftung will ihr geplantes neues Nobelzentrum im Herzen von Stockholm errichten. Das gaben die Stiftung und die Stadt Stockholm bekannt. Der Bau soll demnach neben Slussen, einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt der schwedischen Hauptstadt, direkt am Wasser entstehen. Laut Stiftung sollen die Besucher im Nobelzentrum an sieben Tagen die Woche Ausstellungen, Programme, Vorlesungen und Debatten erleben können. Der Baubeginn ist für die Jahre 2025 und 2026 vorgesehen. Innerhalb von etwa zwei Jahren soll das Zentrum dann fertig sein.

Art Basel in Honkkong wegen Coronavirus abgesagt

Die Kunstmesse Art Basel in Hongkong wird wegen des Coronavirus in diesem Jahr abgesagt. Die Gedanken seien bei allen, die auf der Welt betroffen seien, teilten die Organisatoren mit Blick auf die Erkrankten mit. Sie hielten weiter an Hongkong als Ausrichtungsort der Messe fest. Die Art Basel gilt als eine der wichtigsten Kunstmessen in Asien. Im vergangenen Jahr zog sie mehr als 80.000 Besucher an. In diesem Jahr hätte sie vom 19. bis 21. März stattfinden sollen.

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Fazit

Helin Bölek Türkische Sängerin stirbt nach Hungerstreik
Trauernde Menschen am offenen Sarg der türkischen Sängerin Helin Bölek der Grup Yorum. (dpa-Bildfunk / DHA / Ibrahim Mase)

Um gegen das Auftrittsverbot ihrer Folk-Band Grup Yorum zu protestieren, trat die türkische Sängerin Helin Bölek in den Hungerstreik - nach 288 Tagen ohne Nahrung ist sie gestorben. Ein Bandkollege hungert weiterhin, damit die Repressionen aufhören.Mehr

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