Seit 22:03 Uhr Musikfeuilleton

Freitag, 13.12.2019
 
Seit 22:03 Uhr Musikfeuilleton

Kulturnachrichten

Sonntag, 10. November 2019

Oliver Laxe gewinnt Filmfestival von Thessaloniki

Der spanische Regisseur Oliver Laxe hat mit "Fire will Come" den "Goldenen Alexander" des 60. Internationalen Filmfestivals der griechischen Hafenstadt Thessaloniki gewonnen. Der Film ist eine spanisch-französisch-luxemburgische Koproduktion. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert. Den zweiten Preis erhielt die brasilianische Regisseurin Maya Da-Rin für "The Fever". Dieser Film ist eine brasilianisch-französisch-deutsche Koproduktion. Das Filmfestival in Thessaloniki gilt als das wichtigste für Nachwuchskünstler im Südosten Europas.

Kyoto-Preis an Ariane Mnouchkine übergeben

Die französische Theaterregisseurin Ariane Mnouchkine hat den Kyoto-Preis für ihr Lebenswerk entgegengenommen. Traditionell wurde er von Mitgliedern der Japanischen Kaiserfamilie übergeben. Mnouchkine gründete 1964 in Paris das Theatre du Soleil. Weltruhm erlangte sie ab den 70er-Jahren mit ihren Inszenierungen des Revolutionsdramas "1789" sowie ihren Shakespeare-Zyklen. Die weiteren Preisträger sind der Chemiker Ching W. Tang für seine Leistungen im Bereich der OLED-Technologie und der Astronom James Gunn für sein Lebenswerk im Bereich der Kosmologie.

Schweizer Buchpreis für Sibylle Berg

Für ihren düsteren Zukunftsroman "GRM. Brainfuck" ist Sibylle Berg mit dem diesjährigen Schweizer Buchpreis ausgezeichnet worden. Das Werk sei eine "eispickelharte Gesellschaftskritik", sagte Jury-Mitglied Christine Richard in ihrer Laudatio in Basel. Die Autorin begleitet in ihrem Buch vier Jugendliche durch ein gesellschaftlich gespaltenes Großbritannien, in dem künstliche Intelligenz die Kontrolle übernommen hat. "Sibylle Berg ist das Kunststück gelungen, einen Roman zu schreiben, der formal Avantgarde ist und inhaltlich die Lesenden im Innersten packt", schrieb die Jury in ihrer Begründung. Der Preis wird vom Verein "Literatur Basel" und den Schweizer Buchhändlern vergeben und gilt als die wichtigste Auszeichnung für deutschsprachige Literatur aus der Schweiz.

"Sesamstraße" feiert 50-jähriges Jubiläum in den USA

Die Sesamstraße feiert ihren 50. Geburtstag. Am 10. November 1969 ging die Kinderserie in den USA zum ersten Mal auf Sendung. Zum Jubiläum nach rund 4500 Folgen erstrahlt heute das Empire State Building in den Sesamstraßen-Farben Grün und Gold. Bei der Jubiläumsshow treten die Musiker Elvis Costello und Dave Grohl sowie der Frosch Kermit auf. Im Laufe der Jahre wurde die Kinderserie in den USA mit 189 Emmys und 11 Grammys ausgezeichnet - mehr als jede andere Kinderserie. Seit 1973 läuft die Sendung auch im deutschen Fernsehen.

Ein "Marlboro Man" stirbt mit 90 Jahren

Einer der ersten "Marlboro Men", der auch im realen Leben ein Cowboy war, ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Robert Norris war in den frühen 60er-Jahren in TV-Werbespots Teil der Zigaretten-Werbekampagne, hat aber laut eigenen Angaben selbst nie geraucht. Der Rancher aus Colorado hatte sein Engagement schließlich beendet, um für seine Kinder ein besseres Vorbild zu sein, wie es in einem Nachruf auf der Webseite des Familien-Unternehmens heißt. Norris verstarb demnach bereits am 3. November. Mehrere Darsteller des "Marlboro-Man" starben an den Folgen des Rauchens. Seit 1971 sind Zigaretten-Werbespots im US-Fernsehen verboten, 1999 stellte die Firma Philip Morris die Kampagne mit den "Marlboro Men" ein.

Salman Rushdie erhält "Welt"-Literaturpreis

Der indisch-britische Schriftsteller Salman Rushdie wird heute Abend mit dem Literaturpreis der Tageszeitung „Die Welt" ausgezeichnet. Rushdie erhalte die Auszeichnung für sein Gesamtwerk als Schriftsteller von Weltrang und Intellektueller, der es verstehe, global zu denken, heißt es in einer Mitteilung des Medienhauses Axel Springer. Er sei "ein unerschrockener Kämpfer für die Freiheit des Wortes" und sein Werk helfe den Ungewissheiten der Gegenwart mit Haltung und Humor zu begegnen. Der Preis ist mit 12 000 Euro dotiert.

Woody Allen und Amazon legen Rechtsstreit bei

Der Regisseur Woody Allen hat seinen Rechtsstreit mit dem Internetkonzern Amazon beigelegt. Beide Seiten stimmten zu, den Fall ohne Urteil abzuweisen. Einzelheiten wurden nicht bekanntgegeben. Allen sollte für Amazon vier Filme drehen. Der Konzern hat den Vertrag aber im Juni 2018 gekündigt, ohne die bereits abgedrehte Komödie "A Rainy Day in New York" zu veröffentlichen. Amazon begründete seinen Schritt mit angeblich unsensiblen Aussagen Allens zur #MeeToo-Bewegung gegen sexuelle Übergriffe und thematisierte in diesem Zusammenhang auch einen Streit zwischen Allen und seiner Stieftochter Dylan Farrow, die dem heute 83-Jährigen vorwirft, sie als Kind sexuell missbraucht zu haben. Allen hat Farrows Vorwürfe immer bestritten und verklagte Amazon auf 68 Millionen Dollar Schadenersatz. "A Rainy Day in New York" wurde inzwischen im Ausland veröffentlicht, nicht aber in den USA. Im Dezember soll die romantische Komödie in die deutschen Kinos kommen

Thüringer Band gewinnt Nachwuchs-Musikwettbewerb

Die Band "Me on Monday" aus Thüringen hat das Bundesfinale des Musikwettbewerbs "Local Heroes" gewonnen und wurde mit dem Preis "Beste Newcomerband 2019" ausgezeichnet. Sie setzte sich in Salzwedel in Sachsen-Anhalt gegen 14 Konkurrenten durch, allesamt Landessieger in ihren Bundesländern. Der Publikumspreis ging an die Band Federhall aus Sachsen-Anhalt. Den Wettbewerb gibt es seit 1990. Nach Veranstalterangaben ist es der deutschlandweit größte nichtkommerzielle Nachwuchswettbewerb für Musikbands.

Deutscher Hörspielpreis für WDR-Produktion

Das Hörspiel "Chinchilla Arschloch, waswas" von Helgard Haug und Thilo Guschas hat den Deutschen Hörspielpreis der ARD gewonnen. Die Jury, die in diesem Jahr ausschließlich mit Frauen besetzt war, lobte das Werk bei der Preisverleihung am Samstag in Karlsruhe als "klug und vertrauensvoll konstruiert". Die WDR-Produktion erzählt von der Reise eines am Tourette-Syndrom erkrankten Vaters und seiner Tochter in einem Camping-Bus durch Deutschland. Der Hörspielpreis ist mit 5000 Euro dotiert. Zu der Auszeichnung gehört auch die Ausstrahlung in den Kulturradios der beteiligten Sender von ARD, Deutschlandradio, ORF (Österreich) und SRF (Schweiz). Die Ehrung gilt als höchstdotierter Hörspielpreis im deutschsprachigen Raum. Zwölf Produktionen hatten sich beworben. Für ihre schauspielerische Leistung im Hörspiel "Die Jahre" (HR 2018) erhielt Nicole Heesters den Deutschen Hörspielpreis. Gewinner des Publikumspreises ist das Hörspiel "Die dritte Arbeitskraft, mein Geld" des Schweizer Autors Michael Stauffe. Der Deutsche Kinderhörspielpreis ging an die Autorin Angela Gerrits für ihr Hörspiel "Eineinhalb Wunder und ein Spatz". Die ARD Hörspieltage enden am Sonntag.

Faust 2019: Marlúcia do Amaral ist beste Tänzerin

Der Regisseur, Schauspieler und Theaterleiter Roberto Ciulli hat am Samstagabend in Kassel den Deutschen Theaterpreis "Der Faust 2019" für sein Lebenswerk entgegengenommen. "Es ist eine ungeheure Anerkennung, mehr kann ich nicht erwarten", sagte Ciulli. Weitere Preisträger sind: Marlúcia do Amaral, Deutsche Oper am Rhein (beste Darstellerin Tanz); Anne Teresa de Keersmaeker, Volksbühne Berlin (Choreografie); Helge Schmidt, Lichthof Theater Hamburg (Regie Schauspiel); Maja Beckmann, Münchner Kammerspiele (Darstellerin Schauspiel); Elisabeth Stöppler, Theater Chemnitz (Regie Musiktheater); Johannes Martin Kränzle, Oper Frankfurt (Sängerdarsteller Musiktheater); Birgit Freitag, Junges Theater Bremen (Regie Kinder und Jugendtheater); Étienne Pluss, Staatsoper Unter den Linden Berlin (Bühne); das Tanz-Netzwerk "Explore Dance" aus Hamburg, Potsdam und München. Der Deutsche Theaterpreis wird seit 2006 vom Deutschen Bühnenverein in Köln, der Kulturstiftung der Länder und der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste in Bensheim vergeben.

Filmfestival Cottbus: Hauptpreis geht nach Bulgarien

Der Hauptpreis des Filmfestivals Cottbus geht in diesem Jahr an den bulgarischen Film "Sestra" (Schwester). Regisseurin Svetla Tsotsorkova zeichne ein bildsprachlich eindrucksvolles, konfliktreiches Familienporträt, hieß es zur Begründung. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert. Mit dem Preis für die beste Darstellerin wurde erstmalig ein ganzes Frauenensemble geehrt. Fünf Schauspielerinnen erhielten die Auszeichnung für ihre Leistung im Streifen "Shpia e Ages" (Agas Haus) von Regisseurin Lendita Zeqiraj. Sie spielen fünf Frauen, die nach dem Kosovokrieg in der Einöde leben, abgeschnitten von männlichem Einfluss. Tragik und Traumata werden langsam sichtbar. Bester Schauspieler des Festivals wurde Alban Ukaj für seine Darstellung im bosnischen Film "Pun Mjesec" (Vollmond). Er spielt einen Polizisten, der sich entscheidet, aus einem korrupten Kreis auszusteigen. Den Publikumspreis gewann die Regisseurin Liubov Borisova für ihre Tragikkomödie "Min urduber kyun Khahan da Kiirbet" (Jakutisch: Die Sonne über mir geht nie unter).

Neue Vergewaltigungsvorwürfe gegen Roman Polanski

In französischen Medien sind neue Vergewaltigungsvorwürfe gegen Roman Polanski publik geworden. Die französische Schauspielerin und Fotografin Valentine Monnier beschuldigt den polnisch-französischen Regisseur demnach, sie 1975 als 18-Jährige vergewaltigt zu haben. In Briefen hat sich die 63-Jährige auch an die Polizei von Los Angeles und die französische Präsidentengattin Brigitte Macron gewandt. Sie sei der Einladung einer Bekannten in das Chalet von Polanski in Gstaad gefolgt, sagte Monnier der französischen Tageszeitung "Le Parisien". Dort sei es nach Schlägen zur Vergewaltigung gekommen. Polanskis Anwalt Hervé Témime bestritt den Vergewaltigungsvorwurf. Es ist nicht das erste Mal, dass Polanski dem Vorwurf sexuellen Missbrauchs ausgesetzt wird. Bis heute kann der Filmschaffende nicht in die USA einreisen, weil dort eine auf das Jahr 1977 zurückgehende Ermittlung gegen ihn läuft.

Kulturnachrichten hören

November 2019
MO DI MI DO FR SA SO
28 29 30 31 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 1

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur