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Kulturnachrichten

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Facebook kann zur weltweiten Löschung von Hassposts verpflichtet werden

Facebook kann dazu verpflichtet werden, weltweit und umfassend nach Hasspostings zu suchen und sie zu löschen. Der Europäische Gerichtshof entschied am Donnerstag, dass das Onlinenetzwerk bei beleidigenden und rechtswidrigen Kommentaren nicht nur dazu gezwungen werden kann, weltweit nach sämtlichen "wortgleichen" Äußerungen zu suchen, sondern auch nach "sinngleichen". Das Urteil könnte die Position von Opfern beleidigender Kommentare stärken. Hintergrund ist die Klage der früheren österreichischen Grünen-Chefin Glawischnig gegen Kommentare auf einer Facebook-Seite.

Deutscher Comedypreis für John Cleese

Monty-Python-Star John Cleese hat den Deutschen Comedypreis in der Kategorie "Lebenswerk International" erhalten. Mit der britischen Comedytruppe Monty Python habe er Generationen von Comedians geprägt, begründete Ralf Günther von Köln Comedy die Entscheidung. Cleese sei "ein wunderbarer Botschafter des berühmten britischen Humors". Der 79-jährige Schauspieler hat den Preis bei der Verleihungsgala in Köln selbst in Empfang genommen. Der Laudator war Thomas Gottschalk.

Italien fordert Klarheit von Uffizien-Direktor

Die italienische Regierung hat von dem deutschen Direktor der Uffizien in Florenz, Eike Schmidt, Klarheit über seine Absage an das Kunsthistorische Museum in Wien gefordert. Schmidt hatte dem angesehenen Museum in Österreich überraschend abgesagt, obwohl der Wechsel von Florenz nach Wien seit zwei Jahren feststand. Schmidt habe ihn informiert, weitere vier Jahre die Gemäldegalerie in Florenz führen zu wollen, erklärte Kulturminister Dario Franceschini in Rom. Bevor er Schmidt zusagen könne, habe er betont, dass es "zu keinen Problemen mit Österreich und der österreichischen Regierung kommen darf". Schmidts Sinneswandel hatte in Österreich Irritationen ausgelöst, dort sollte er eigentlich Anfang November den Posten als neuer Generaldirektor antreten.

Plácido Domingo gibt Leitung der Oper von LA auf

Der durch Belästigungsvorwürfe unter Druck geratene Opernstar Plácido Domingo hat nun auch sein Amt als Generaldirektor der Oper von Los Angeles niedergelegt. Der 78-Jährige erklärte heute, er kämpfe weiter um seinen guten Ruf. Währenddessen halte er es für das Beste, wenn er als Generaldirektor der Los Angeles Opera zurücktrete und seine geplanten Auftritte absage. Vor gut einer Woche hatte Domingo bereits all seine Auftritte an der berühmten New Yorker Metropolitan Oper abgesagt. Nach Aussagen von acht Sängerinnen und einer Tänzerin soll der Gesangsstar seine Position ausgenutzt haben, um zahlreiche Frauen zu sexuellen Handlungen zu nötigen. Domingo weist die Anschuldigungen zurück.

Grütters ehrt Buchhandlungen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat 118 unabhängige und inhabergeführte Buchhandlungen mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet. Grütters würdigte die Buchhändler als Verteidiger der Demokratie. Die Bereitschaft, sich mit anderen Sicht- und Lebensweisen auseinandersetzen, nehme ab, sagte die CDU-Politikerin. Deshalb sei die Vielfalt in den Buchhandlungen ein Plädoyer für Gedankenfreiheit und Verständigung: "Denn Bücher laden dazu ein, Dinge anders zu sehen." Der Deutsche Buchhandlungspreis wurde zum fünften Mal verliehen, insgesamt wurden Preisgelder in Höhe von 850.000 Euro ausgezahlt.

Freilassung von R. Kelly erneut abgelehnt

Die New Yorker Staatsanwaltschaft hat eine Bitte des US-Sängers R. Kelly auf Haftentlassung auf Kaution erneut abgelehnt. Es bestehe weiter ein Fluchtrisiko, teilten die Staatsanwälte mit. Kelly, der seit Juli in einem Gefängnis in Chicago einsitzt, hatte Anfang der Woche über seine Anwälte um Haftentlassung auf Kaution gebeten. Seine Anwälte argumentierten, es bestehe kein Fluchtrisiko und der Sänger stelle keine Gefahr dar. Die Staatsanwaltschaft in New York wirft Kelly unter anderem sexuellen Missbrauch und Erpressung vor. Kelly beteuert seine Unschuld.

Banksy eröffnet Geschäft in London

Der britische Street-Art-Künstler Banksy hat in London erstmals ein eigenes Geschäft eröffnet. Allerdings können Interessierte die darin präsentierten Kunstwerke nicht ansehen oder vor Ort kaufen, da die Türen des Geschäfts geschlossen bleiben, wie Banksy mitteilte. Die Objekte können demnach ausschließlich übers Internet erstanden werden. Der Erlös solle an eine Flüchtlingsorganisation gehen, deren Rettungsschiff von den italienischen Behörden festgesetzt worden sei. Hintergrund der Neueröffnung ist laut Banksy der Versuch eines Herstellers von Glückwunschkarten, unter dem Namen des Künstlers seine Produkte zu verkaufen. Rechtsexperten zufolge nutzt Banksy seine 'Marke' bislang nicht, um seine Werke zu verkaufen - deshalb könne sie auf andere übertragen werden. Das ist der Grund, warum dem britischen Künstler geraten wurde, selbst ein Geschäft zu eröffnen.

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