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Kulturnachrichten

Samstag, 13. Juli 2019

Wirbel um Partei-Wagen beim Münchner CSD

Beim Christopher-Street-Day in München gab es Proteste gegen die Teilnahme der Gruppe "Lesben und Schwule in der Union", also in CDU und CSU. Der Wagen wurde auf der Parade-Route durch die Stadt zweimal blockiert. Auch ein Wagen der Bundeswehr konnte kurzzeitig nicht weiterfahren. In München haben heute 150.000 Menschen gefeiert. Die CSD-Paraden erinnern in diesem Jahr an den 50. Jahrestag der Stonewall-Proteste in den USA. Am 28. Juni 1969 hatte die Polizei das Stonewall Inn gestürmt, eine Schwulenbar in der Christopher Street im New Yorker Greenwich Village. Es folgten tagelange schwere Zusammenstöße zwischen Aktivisten und Sicherheitskräften.

Ärger wegen sexistischen Werbeplakats einer Brauerei

15 nordrhein-westfälische Politikerinnen von CDU, SPD, FDP und Grünen haben dem Chef der Düsseldorfer Traditionsbrauerei "Füchschen" einen Brief geschrieben, in dem sie ein Plakat als sexistisch kritisieren. Das Bild zeigt eine blonde Füchsin mit einem Steak auf der Gabel, die auf einem Grillrost schaukelt - dazu der Slogan: "Medium rare oder richtig durch nehmen?" In ihrem Brief schreiben die Abgeordneten: "Die genutzten Anspielungen kann man schwerlich noch als verspielt und harmlos bezeichnen. Die Inszenierung der Füchsin als reines Sexobjekt ist offenkundig." Brauerei-Inhaber Peter König wies den Sexismus-Vorwurf zurück. Bei der verantwortlichen Agentur hätten auch junge Frauen die Werbung mitgestaltet. Gäste und Kunden hätten auch kein Problem damit. Daher werde er die Werbung nicht ändern.

Viel Andrang bei neu eröffneter James-Simon-Galerie

Großer Andrang am ersten Besuchertag der neuen James-Simon-Galerie auf der Berliner Museumsinsel: Bis zum Nachmittag seien 13 000 Menschen gekommen, teilte eine Sprecherin der Staatlichen Museen zu Berlin mit. "Das ist mehr als wir erwartet haben." Die nach dem Kunstsammler James Simon benannte Galerie von Star-Architekt David Chipperfield in Berlin-Mitte kostet keinen Eintritt und dient künftig als Empfang und Servicestation für das Ensemble aus Pergamonmuseum, Alter Nationalgalerie, Bode Museum, Altem Museum und Neuem Museum.

Ukraine: Oliver-Stone-Film führt zu Granatbeschuss

Vor der Ausstrahlung eines in der Ukraine als russische Propaganda wahrgenommenen Films ist das Gebäude des Fernsehsenders 112 in Kiew mit einem Granatwerfer beschossen worden. Die Fassade des Hauses sei dabei beschädigt worden, teilten die Ermittler mit. Wer dahinter steckt, war zunächst unklar. Nach Angaben des Senders wurde niemand verletzt. Der Sender wollte einen Film des US-amerikanischen Regisseurs Oliver Stone über die Ereignisse in der Ex-Sowjetrepublik nach den proeuropäischen Protesten auf dem Maidan - dem Unabhängigkeitsplatz - in Kiew vor fünf Jahren zeigen. Dafür wurde auch der russische Präsident Wladimir Putin interviewt. In der Ukraine wird der Film von vielen als russlandfreundlich eingestuft.

Facebook soll Milliardenstrafe zahlen

Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC verdonnert Facebook wegen Datenschutzpannen offenbar zu einer Strafe von fünf Milliarden Dollar. Das berichten mehrere Medien unter Verweis auf eine mit der Sache vertraute Person. Facebook und die FTC verweigerten jeglichen Kommentar. Das Bußgeld wäre das höchste, das die FTC je gegen ein Technologieunternehmen verhängt hat. Im Kern geht es um die Frage, ob Facebook gegen eine Vereinbarung mit der FTC aus dem Jahr 2011 verstoßen hat, laut der die Privatsphäre von Nutzern zu schützen sei.

Selbstzensur in Hongkong nimmt zu

In der ehemaligen britischen Kronkolonie Hongkong schwindet laut Angaben des dortigen Journalistenverbandes zusehends die Pressefreiheit. Diese Einschätzung teilten in Umfragen nicht nur Medienschaffende, sondern auch -nutzer, sagte der Verbandsvorsitzende Chris Yeung im Interview der "Welt". Als einen Grund für eine schrumpfende Pressefreiheit führte Yeung eine "Tendenz zur Selbstzensur" an, weil Journalisten heikle Themen wie die Unabhängigkeit Hongkongs bewusst umgingen. Auch berichteten Kollegen, dass sie vom Management der Medienunternehmen Druck bekämen, "bestimmte Geschichten nicht zu berichten oder ihre Berichterstattung zu verwässern", so der Verbandschef.

Milizenführer in Burundi wird Radiochef

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat die Ernennung des hochrangigen politischen Funktionärs Eric Nshimirimana zum Leiter des einzigen öffentlich-rechtlichen Radiosenders Burundis scharf verurteilt. Die Ernennung Nshimirimanas zum RTNB-Direktor schade "allen Opfern der von Imbonerakure verübten Misshandlungen sowie der Pressefreiheit in Burundi", sagte Lewis Mudge, HRW-Direktor für das zentrale Afrika. Die UNO stuft die Imbonerakure genannte Jugendorganisation der Regierungspartei CNDD-FDD als Miliz ein und macht sie für Exekutionen, Entführungen und Folter verantwortlich. Seit 2015 ist Nshimirimana ihr Anführer.

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