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Mittwoch, 21.08.2019
 
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Kulturnachrichten

Sonntag, 7. Juli 2019

Schleswig-Holsteinischer Musiksommer eröffnet

Das Schleswig-Holsteinische Musikfestival ist heute eröffnet worden. Mit Spielorten in Schleswig-Holstein, Hamburg, Niedersachsen und in Dänemark sei es zu einem der größten Flächen-Festivals der Welt geworden, sagte Ministerpräsident Daniel Günther beim Eröffnungskonzert in Lübeck. Das Festival findet zum 33. Mal statt und dauert bis zum 1. September. Im Mittelpunkt stehen Johann Sebastian Bach und die niederländische Geigenvirtuosin Janine Jansen. Insgesamt soll es 223 Konzerte geben, rund 207.000 Eintrittskarten stehen zur Verfügung.

3.000 Menschen bei Louis-Braille-Festival

Mehr als 3.000 Menschen sind am Wochenende in Leipzig beim Louis-Braille-Festival zusammengekommen. Die von Freitag bis Sonntag dauernde Veranstaltung sei das größte Zusammentreffen blinder und sehbehinderter Menschen in Europa gewesen, teilte der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband in Berlin mit. Benannt ist das Festival nach Louis Braille, der die tastbare Punktschrift erfand und so blinden Menschen den Zugang zu Bildung ermöglichte. Es fand seit 2009 zum vierten Mal statt. Es gilt als Forum für Sehbehinderte und zeigt, welche Bandbreite von Aktivitäten für sehbehinderte und blinde Menschen möglich ist.

Unesco nimmt weitere Stätten ins Weltkulturerbe auf

Die Herkunftsregion des italienischen Schaumweins Prosecco in Italien gehört nun zum Weltnaturerbe der Unesco. Das Welterbe-Komitee nahm auf seiner Sitzung Baku die Hügel des Prosecco zwischen Conegliano und Valdobbiadene in die Liste des besonders wertvollen und erhaltenswerten Erbes der Welt auf. Auch acht Gebäude des US-Architekten Frank Lloyd Wright stehen nun auf der Liste. Unter den Gebäuden sind unter anderem die Villa Fallingwater in Mill Run und das Guggenheim-Museum in New York. Bereits gestern wurden zwei Regionen in Deutschland in die Liste aufgenommen: die historische Bergbauregion im Erzgebirge und das Wassermanagement-System in Augsburg. Das Gebiet im Erzgebirge erstreckt sich von Sachsen nach Böhmen in Tschechien. In der Grenzregion wurde ab dem 15. Jahrhundert Silber abgebaut, später Uran. Das Augsburger Wassersystem stammt noch aus römischer Zeit. Die Staatsministerin für internationale Kulturpolitik, Müntefering, sagte, der Erfolg des Augsburger Antrags würdige den nachhaltigen Umgang mit der wertvollsten Ressource seit über 700 Jahren.

Filmproduzent Artur Brauner mit 100 Jahren gestorben

Der Filmproduzent Artur Brauner ist im Alter von 100 Jahren gestorben. Das bestätigte ein Mitglied der Familie gegenüber der Bild-Zeitung. Brauner produzierte über 300 Filme. Darunter „Der brave Soldat Schweijk", „Die weiße Rose" und „Hitlerjunge Salomon". Er überlebte den Holocaust, verlor aber 49 Verwandte in den Konzentrationslagern der Nazis. Nach Kriegsende engagierte Artur Brauner sich für den Aufbau Deutschlands und baute sich eine neue Existenz auf. In vielen seiner Filme ging es auch um die deutsche NS-Vergangenheit.

1,2 Millionen Besucher beim CSD in Köln

Die Kölner Christopher-Street-Day-Parade hat heute nach Veranstalter-Angaben 1,2 Millionen Besucher angezogen. Der Zug selbst sei mit 148 Gruppen so groß gewesen wie noch nie, sagte Colognepride-Sprecher Oliver Lau. Nach Angaben der Polizei verlief der Umzug ohne besondere Vorkommnisse. Der diesjährige Umzug erinnert an die "Stonewall"-Proteste 1969 in New York. Dort wehrten sich Homosexuelle gegen Polizeischikanen, später entstand daraus der CSD. Die Veranstalter betonten den politischen Charakter des Umzugs. Auch in Deutschland seien Homo-, und Transphobie auf dem Vormarsch, deshalb sei der CSD-Umzug keineswegs so etwas wie Karneval im Sommer, sondern eine politische Demonstration.

Chorfestival für rund 2.800 Sänger beendet

Mit einem Abschlussgottesdienst ist in Paderborn das achte Chorfestival Pueri Cantores beendet worden. 94 Chöre aus ganz Deutschland waren mit rund 2.800 Sängern beim viertägigen Festival zu Gast. Die Vizepräsidentin der Pueri Cantores, Judith Kunz, erklärte, die Sänger seien "eine wichtige Quelle für die Gegenwart und Zukunft unserer Kirche und für unsere Gesellschaft". Die Pueri Cantores ist die Vereinigung katholischer Knaben- , Mädchen-, Kinder- und Jugendchöre.

Rembrandts "Nachtwache" wird öffentlich restauriert

Vor den Augen der Öffentlichkeit will das Amsterdamer Rijksmuseum Rembrandts berühmtestes Meisterwerk "Die Nachtwache" restaurieren lassen. Ab Montag wird das rund 17 Quadratmeter große Bild aus dem Rahmen genommen und in eine Glaskammer gestellt. Dann soll es mit Hilfe von Computeranalysen untersucht und restauriert werden. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass das Gemälde während der Restaurierung für die Besucher des Museums ausgestellt bleiben kann. Der Restaurierungsprozess soll auch live auf der Homepage des Museums zu verfolgen sein. "Die Nachtwache" ist eines der bedeutendsten Kunstwerke der Welt und befindet sich in der eigens dafür eingerichteten "Ehrengalerie" im Rijksmuseum.

Bischof stärkt Seenotrettern den Rücken

Der Münsteraner katholische Bischof Felix Genn hat in der Debatte um Flüchtlinge auf dem Mittelmeer den Seenotrettern den Rücken gestärkt. "Menschen, die Leben retten, können keine Verbrecher sein", sagte Genn in Münster. Gesetze, die dies nahelegten, seien falsch, ganz gleich, wie laut geschrien werde. "Der Rechtsstaat tritt für Menschlichkeit ein, nicht dagegen", sagte Genn. Den Bistumsinformationen zufolge ging Genn zudem auf die Krise ein, in der die Kirche sich befindet. Das Vertrauen in jene, die sich um die Gemeindemitglieder kümmern sollten, sei zerstört worden, weil "einige von ihnen junge Menschen zutiefst verletzt und verwundet haben". Um das verlorene Vertrauen zurückzuerlangen, brauche es auch einen gewissen Vertrauensvorschuss, ohne den "weder Einzelbeziehungen noch Gemeinschaften wachsen", so Genn weiter.

Illustratorin Christiane Pieper mit Bilderbuchpreis geehrt

Die Illustratorin Christiane Pieper hat den diesjährigen Troisdorfer Bilderbuchpreis erhalten. Die Wuppertaler Künstlerin wurde im Bilderbuchmuseum Burg Wissem der Stadt Troisdorf für ihr bei Tara Publishing erschienenes Bilderbuch "Hick!" geehrt. Den zweiten Preis erhielt die Illustratorin Susanne Straßer für das im Peter Hammer Verlag erschienene Papp-Bilderbuch "Der Wal nimmt ein Bad". Der dritte Preis ging an Ulrike Möltgen und ihr im Insel Verlag erschienenes Buch "Das Geschenk der Weisen". Der mit insgesamt 7.500 Euro dotierte Troisdorfer Bilderbuchpreis ist der einzige Spezialpreis für künstlerische Bilderbuchgestaltung im deutschsprachigen Raum.

Brasilianischer Musiker Joao Gilberto gestorben

Er galt als einer der Erfinder der Bossa Nova. Der brasilianische Gitarrist, Komponist und Sänger Joao Gilberto ist tot. Das berichten brasilianische Medien unter Berufung auf die Familie des Musikers. Joao Gilberto wurde 88 Jahre alt. 1963 nahm er in New York City gemeinsam mit Antonio Carlos Jobim, seiner Frau, der Sängerin Astrud Gilberto, und dem Saxophonisten Stan Getz das Album "Getz/Gilberto" auf. Das Album, nicht zuletzt das darauf enthaltene Stück "The Girl from Ipanema", machte die Musiker und die Bossa Nova weltbekannt. Als charakteristisch für Gilbertos Stil gelten der leise Gesang und der Rhythmus seines Gitarrenspiels.

Filmfest München ehrt lateinamerikanische Filme

Beim 37. Internationalen Filmfest München wurden gestern Abend die Preise verliehen. Als bester internationaler Film wurde der Film "Bacurau" von Kleber Mendonça Filho und Juliano Dornelles ausgezeichnet. Melina Leóns "Canción sin nombre" erhielt den CineVision Award für den besten Nachwuchsfilm. Der One Future-Preis der Interfilm-Akademie ging an den chilenischen Film "Perro Bomba" von Juan Cáceres. Filmfest-Programmer Florian Borchmeyer sagte, die Preisverleihung sei "ein eindrucksvolles Signal für den Aufstieg des lateinamerikanischen Kinos". Dieses spiele sich "in seiner künstlerischen Komplexität und politischen Scharfsicht immer mehr an die Spitze des Weltkinos". Bereits am Freitag wurde der Regisseur Jan Ole Gerster für die BR-Koproduktion "Lara" mit dem Förderpreis Neues Deutsches Kino ausgezeichnet.

Britischer Maler Leon Kossoff gestorben

Der britische Maler Leon Kossoff ist tot. Er starb im Alter von 92 Jahren. Das teilte seine Vertretung, die Galerie LA Louver in Los Angeles mit. Kossoff wurde 1926 als Sohn jüdischer Emigranten aus Russland in London geboren. Er wuchs im rauen East End auf, diente im Zweiten Weltkrieg in der Armee und studierte nach dem Krieg Kunst. Er gilt als Vertreter der School of London, zu der auch Nachkriegskünstler wie Francis Bacon, Lucian Freud und Frank Auerbach zählen. Bekannt wurde Kossoff durch Bilder seiner Heimatstadt. Seine Gemälde von Londoner Straßenszenen, Kirchen, U-Bahn-Stationen und Eisenbahnbrücken sind von dunklen, dick aufgetragenen Ölfarben geprägt. Kossoffs Werke wurden weltweit gezeigt, unter anderem in der National Gallery in London und im Museum of Modern Art in New York.

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