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Kulturnachrichten

Montag, 22. April 2019

Hollywood-Produzent Steve Golin gestorben

Hollywood-Produzent Steve Golin, der Filme wie "Wild at Heart", "Being John Malkovich", "Babel" und "The Revenant - Der Rückkehrer" auf die Leinwand brachte, ist tot. Nach Mitteilung seiner Sprecher starb der Produzent und Manager an den Folgen einer langjährigen Krebserkrankung, wie das US-Filmblatt "Hollywood Reporter" berichtete. Golin wurde 64 Jahre alt. Golin arbeitete u.a. mit Alfonso Cuaron, Steven Soderbergh, Spike Jonze und David Fincher zusammen. Als Produzent erhielt Golin 2016 den Oscar für "Spotlight" in der Sparte "Bester Film".

Kulturerbe-Fachleute fordern Notfallplan für Frankreich

Zahlreiche Experten haben in einem offenen Brief an Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine Art Notfallplan für das gesamte Kulturerbe Frankreichs gefordert. "Seit Jahrzehnten zieht sich der Staat politisch und finanziell aus dem Erbe zurück", kritisierten die Unterzeichner. Mit dem vorhandenen Geld könnten an den Gebäuden nur die schlimmsten Notfälle behoben werden, aber nicht einmal die Instandhaltung finanziert werden. Die Tragödie von Notre-Dame habe es ermöglicht, das Bewusstsein für den Zustand der Kulturdenkmale zu wecken. Die Unterzeichner forderten, dass der Staat eine aktivere Rolle bei der Verteilung von Geldern übernimmt und um Aufmerksamkeit bei den großen Gönnern wirbt. "In jedem Dorf in Frankreich gibt es eine "Notre Dame", die manchmal mit den Flammen der Gleichgültigkeit verbrennt", erklärten sie.

Sri Lanka blockiert Social-Media nach Anschlägen

Nach den verheerenden Anschlägen mit fast 300 Toten in Sri Lanka am Ostersonntag hat die Regierung viele Social-Media-Dienste gesperrt. Zu den blockierten Seiten gehören Facebook, WhatsApp und Instagram. Auch YouTube und Snapchat sind betroffen, während Twitter wie gewohnt funktioniert. Auf der offiziellen Regierungswebsite wird erklärt, die Sperrung solle die "Verbreitung von Falschnachrichten" unterbinden. Die Dienste sollen so lange blockiert bleiben, bis die Hintergründe der Anschläge aufgeklärt seien.

Bayern sichert Sanierung des Deutschen Museums

Bayerns Wissenschaftsminister Bernd Sibler hat sich anlässlich der Aufregungen um die Generalsanierung des Deutschen Museums in München zu Wort gemeldet. Nachdem durch Medienberichte bekanntgeworden war, dass das mit der Planung beauftragte Münchner Architekturbüro Schmidt-Schicketanz und Partner in der Insolvenz stecke, versicherte CSU-Politiker Sibler in München, der Freistaat begleite das Deutsche Museum eng bei seiner herausfordernden Aufgabe. Eventuelle Konsequenzen infolge der Insolvenz müssten gründlich geprüft und aufgearbeitet werden. Das werde auch sehr rasch geschehen.

Filmkomponist Martin Böttcher ist tot

Der Filmkomponist, Dirigent und Arrangeur Martin Böttcher ist im Alter von 91 Jahren gestorben. Wie der Bayerische Rundfunk aus dem Familienkreis erfahren hat, starb Böttecher am 19. April. Der gebürtige Berliner wurde vor allem durch die Melodien in den Winnetou-Filmen bekannt. Sein Old-Shatterhand-Thema stand 1962 17 Wochen lang an der Spitze der Charts. Insgesamt schrieb Böttcher die Musik zu über 50 Kinofilmen und 300 Fernsehproduktionen, unter anderem "Sonderdezernat K1", "Forsthaus Falkenau" und "Pfarrer Braun".

Kulturminister: Notre-Dame ist "so gut wie gerettet"

Nach Angaben von Frankreichs Kulturminister Franck Riester ist die Pariser Kathedrale "so gut wie gerettet". Fast alle Schwachstellen seien stabilisiert worden, sagte Riester bei einer Spendengala für den Wiederaufbau des Gotteshauses. Er sprach von einer "wunderbaren Nachricht". Lediglich das Gewölbe müsse an einigen Stellen noch vom Schutt befreit und abgesichert werden. Sobald das passiert sei, könne man endgültig sagen, dass Notre-Dame gerettet ist. Riester kündigte außerdem an, den Brandschutz in den vielen staatlichen Kathedralen Frankreichs zu überprüfen. Notre-Dame war durch den Brand in der Nacht zu Dienstag schwer beschädigt worden. Die Ursache ist bisher nicht geklärt.

Cyberexperte fordert mehr Ermittler fürs Internet

Der Brandenburger Kriminologe und Cyberexperte Thomas G. Rüdiger fordert mehr Polizeipräsenz im Internet. 10 bis 15 Prozent des Personals müssten dort unterwegs sein, sagte Rüdiger der "Berliner Morgenpost". Grund seien die vielen Straftaten, die inzwischen im digitalen Raum begangen würden. Die Polizei müsse den digitalen Raum als Interaktionsraum durchdringen, sagte der Kriminologe des Instituts für Polizeiwissenschaft der Fachhochschule des Landes Brandenburg in Oranienburg. Das sei vergleichbar mit dem Straßenverkehr, wo auch Funkstreifenwagen unterwegs seien. Das heiße aber nicht, dass alle Beamten permanent im Netz sein müssten. In den Niederlanden, der Schweiz oder auch Österreich habe fast jeder Beamte ein dienstliches Smartphone. In Deutschland beschränke sich das auf Pilotprojekte einzelner Bundesländer oder Dienststellen.

Fahrradkorso für den Frieden

Mit einem Fahrradkorso von Essen nach Bochum haben Friedensaktivisten am Ostersonntag den Ostermarsch Ruhr fortgesetzt. Nach Angaben von Felix Oekentorp, Landessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsgegnerInnen NRW, beteiligten sich bei strahlendem Sonnenschein rund 150 Teilnehmer an der Fahrradetappe. Die Ostermarsch-Bewegung setzt sich für Frieden und Abrüstung und ein Verbot von Atomwaffen ein. Bereits am Karfreitag hatten etwa 250 bis 300 Atomkraftgegner und Friedensbewegte vor der Urananreicherungsanlage im westfälischen Gronau demonstriert. Am Ostersamstag kamen zur Hauptkundgebung in Düsseldorf nach Polizeiangaben 600 Menschen - die Aktivisten sprachen von etwa 1000 Personen. Am Montag sollen die Ostermärsche in Dortmund zu Ende gehen. Dort wollen die Friedensaktivisten mit einer Kundgebung im Stadtteil Dorstfeld ein Zeichen gegen Rechts setzen.

Künstlerin Monir Shahroudi Farmanfarmaian ist tot

Die iranische Künstlerin Monir Shahroudi Farmanfarmaian ist am Samstag im Alter von 96 Jahren gestorben. Im Iran aufgewachsen, ging sie zum Studium in die USA. Ihr Werk erinnert sowohl an Op Art als auch an persische Mosaike. Über ihr Arbeit sagte Farmanfarmaian: "Ich bin nicht intellektuell. Ich bin sehr optisch. Alles, was ich schaffe, kommt von den Beobachtungen meiner Augen." Ihre Kunst war in diversen großen Häusern - darunter im Museum of Modern Art und dem Guggenheim Museum in New York sowie im Haus der Kunst in München - zu sehen. 2017 wurde Farmanfarmaian in Teheran ein eigenes Museum gewidmet. Sie überließ dem Haus mehr als 50 ihrer Werke.

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Zum Tod von Sigmund JähnDer Kosmonaut der Herzen
Sigmund Jähn, früherer Kosmonaut und erster Deutscher im Weltall, steht im Kosmonautenzentrum in Chemnitz vor dem Modell des Raumschiffes Mir. Jähn besuchte die Einrichtung aus Anlass des 40. Jahrestages der Namensgebung Kosmonautenzentrum "Sigmund Jähn". (Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa)

"Ein unglaublicher Brückenbauer" sei Sigmund Jähn gewesen, sagt Raumfahrt-Experte Dirk Lorenzen über den deutschen Raumfahrt-Pionier, der nun im Alter von 82 Jahren gestorben ist. In der Bundesrepublik hätte Jähn mehr gewürdigt werden müssen.Mehr

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