Seit 11:45 Uhr Rubrik: Folk

Mittwoch, 20.11.2019
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 26. September 2019

Architekt Ingenhoven mit Semperpreis ausgezeichnet

Der Architekt Christoph Ingenhoven ist in Dresden mit dem Semperpreis der Sächsischen Akademie der Künste ausgezeichnet worden. Der Gottfried Semper Architekturpreis gilt als einer der wichtigsten Architekturawards. Ingenhoven erhielt ihn für seine besonderen Verdienste im Bereich des Klima- und Ressourcen-schonenden Bauens. Der Düsseldorfer berücksichtige ökologische Aspekte und habe eine eigenständige Architektursprache von höchstem ästhetischem Anspruch, so die Akademie in ihrer Begründung. Das sei an Ingenhovens weltweit errichteten Bauten ablesbar. Von Ingenhoven stammen unter anderem der runde RWE-Turm in Essen, die Europäische Investitionsbank in Luxemburg und das Lufthansa Aviation Center am Frankfurter Flughafen.

"Die Jahre" ist "Hörbuch des Jahres 2019"

Das Hörspiel "Die Jahre" nach dem gleichnamigen Roman von Annie Ernaux ist das "Hörbuch des Jahres 2019". Das hat die Jury der Hörbuchbestenliste des Hessischen Rundfunks in Frankfurt am Main bekannt gegeben. Zum "Kinder- und Jugendhörbuch des Jahres" wurde "Die schreckliche Geschichte der abscheulichen Familie Willoughby" von Lois Lowry gekürt. Das "Hörbuch des Jahres" wird am 19. Oktober im Sendesaal des Hessischen Rundfunks ausgezeichnet. Das Preisgeld beträgt 3.333 Euro. Das "Kinder- und Jugendhörbuch des Jahres" ist als "Hörbuch-Preis der Landeshauptstadt Wiesbaden" mit 10.000 Euro dotiert und wird 26. Januar im Hessischen Staatstheater Wiesbaden im Rahmen einer Kinder-Hörgala verliehen.

Bund fördert Jugendarbeit in NS-Gedenkstätten

Mit dem neuen Programm "Jugend erinnert" will der Bund 28 Bildungsprojekte in NS-Gedenkstätten und Dokumentationszentren fördern. Dafür gibt es sechs Millionen Euro, kündigte Kulturstaatsministerin Grütters an. Es gehe darum, dass die Gedenkstätten für ihre pädagogische Arbeit neue Ansätze und Methoden entwickeln, so die CDU-Politikerin. Das Programm "Jugend erinnert" soll sich nicht nur mit dem Nationalsozialismus sondern auch mit dem SED-Unrecht beschäftigen.

Österreichischer Pianist Paul Badura-Skoda gestorben

Der österreichische Pianist Paul Badura-Skoda ist am Mittwoch in Wien im Alter von 91 Jahren gestorben. Das teilte der Inhaber der Plattenfirma Gramola, Richard Winter, mit. Badura-Skoda galt als Veteran der noblen Klavierkunst und spielte 70 Jahre auf den Konzertbühnen der Welt. Seine Begabung wurde früh entdeckt und gefördert. Die Dirigenten Wilhelm Furtwängler und Herbert von Karajan engagierten Badura-Skoda bereits 1949 für Konzerte, was ihn über Nacht berühmt machte. Auch als Dirigent trat er in seiner Karriere auf. Unter seinen mehr als 200 Einspielungen sind die kompletten Klaviersonaten von Mozart, Beethoven und Schubert.

Jüdisches Kindermuseum ab Mai 2020 in Berlin

In Berlin will das Jüdische Museum sein Kindermuseum "ANOHA" im Mai 2020 eröffnen. Es entsteht derzeit in einer ehemaligen Blumengroßmarkthalle beim Hauptgebäude des Museums in Kreuzberg. Auf 2.700 Quadratmetern soll ein neuer Ort zum Erforschen und Spielen für Kinder von drei bis zehn Jahren entstehen, kündigte das Museum an. Die Kosten von rund neun Millionen Euro werden größtenteils vom Bund und durch Spenden finanziert. Das Projekt wird nach Entwürfen eines Architekturbüros in Seattle gestaltet. Eine sieben Meter hohe, ringförmige Holzkonstruktion erinnert an die Arche Noah, die von den jungen Besuchern betreten, erklettert und erkundet werden kann.

Goethe-Institut stoppt Stipendien für Marokko

Das Goethe-Institut hat ein Stipendienprogramm für marokkanische Schüler eingestellt, nachdem sich mehrere Teilnehmer in Deutschland abgesetzt hatten. Bis zur Klärung der Situation sei die Vergabe von Stipendien ausgesetzt, sagte eine Sprecherin des Goethe-Instituts. Drei marokkanische Schüler hätten die Sprachkurse verlassen, um nicht in ihr Heimatland zurückzukehren. Dem Auswärtigen Amt sind wenige Einzelfälle bekannt, in denen Stipendiaten nicht die geplante Rückreise angetreten hätten. Zuvor war bereits die Stipendien-Vergabe für Schulen in Afghanistan eingestellt worden.

Leipzig erklärt sich zur "Musikstadt"

Leipzig hat sich zur Musikstadt erklärt. Das Bachfest, die Mendelssohn-Festtage sowie die neu geschaffenen Opernfesttage sollen nach Angaben der Stadtverwaltung künftig unter der Dach-Marke "Musikstadt Leipzig" gebündelt werden. Die dazu gehörige Kampagne solle zunächst in den USA, in Japan und im Vereinigten Königreich gestartet werden, hieß es. Ab 2020 soll auch in Frankreich, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden verstärkt gemeinsam für die verschiedenen Leipziger Musikfestivals geworben werden.

Stasi-Unterlagen-Chef für Abwicklung seiner Behörde

Vor der heutigen Entscheidung des Bundestages zur Abwicklung der Stasi-Unterlagenbehörde hat Behördenchef Jahn sie Kritik daran zurückgewiesen. Das Stasi-Unterlagen-Archiv müsse für die Zukunft fitgemacht werden, indem Kompetenzen, Technik und Ressourcen beim Bundesarchiv gebündelt würden, sagte Jahn im Deutschlandfunk. Der Bundestag will am Nachmittag darüber abstimmen. Jahn betonte, es werde nichts abgeschafft. Kritik an dem Vorhaben äußerten ehemalige DDR-Bürgerrechtler, wie der sächsische Unterlagen- Beauftragte Rathenow und der Grünen-Politiker Schulz sowie der ehemalige Gedenkstätten-Direktor der Berliner Stasi-Zentrale, Knabe.

Fernsehkritikerin Simon-Zülch gestorben

Die Fernsehkritikerin und Publizistin Sybille Simon-Zülch ist tot. Nach Angaben ihres Mannes, Thomas Krämer-Badoni, starb sie bereits am vergangenen Samstag im Alter von 74 Jahren in Bremen. Simon-Zülch schrieb seit 1978 Hörfunk- und Fernsehkritiken für verschiedene Zeitungen, in der "Stuttgarter Zeitung" hatte sie eine wöchentliche Fernsehkolumne. 1986 gehörte sie zu den Gründern der Bremer "tageszeitung", für die sie einige Jahre als Kulturredakteurin arbeitete. Außerdem gehörte sie den Jurys mehrerer Fernsehpreise an. Sie sei aus Liebe zum Fernsehen dessen Kritikerin geworden, sagte Simon-Zülch über sich selbst.

Senzow setzt sich für Häftlinge in Russland ein

Nach seiner Freilassung will sich der ukrainische Filmemacher Oleg Senzow weiter für andere ukrainische Gefangene in Russland einsetzen. Er wolle für seine Landsleute kämpfen, sagte der 43-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Dort besuchte er am Mittwochabend das Human Rights Film Festival. Senzow war vor fünf Jahren nach der russischen Annexion der Krim festgenommen worden und kam bei einem Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine frei. Das Human Rights Film Festival fand zum zweiten Mal in Berlin statt. Vergeben wurden mehrere Preise, unter anderem für Kurzfilme.

"Update" von DLF Nova erhält Deutschen Radiopreis

Die Hörfunkprogramme der ARD, des Deutschlandradio und der privaten Radiosender haben zum zehnten Mal den Deutschen Radiopreises vergeben. Die Sendung "Update" von unserem Schwesterprogramm "Deutschlandfunk Nova" ist als bestes Nachrichten- und Informationsformat ausgezeichnet worden. Moderator Thilo Jahn sagte dazu bei uns im Programm, es sei eine der schwierigsten Herausforderungen, jeden Tag aufs Neue die Zielgruppe genau zu erwischen. Wenn die Leute nicht mehr verstehen, was man sage, sei es an der Zeit, den Kompass wieder neu zu justieren.

USA geben Ägypten gestohlenen Sarkophag zurück

US-Behörden haben einen während der ägyptischen Revolution gestohlenen vergoldeten Sarkophag an Ägypten zurückgegeben. Das New Yorker Metropolitan Museum of Art (Met) hatte das antike Artefakt vor zwei Jahren für rund vier Millionen Dollar von einem französischen Kunsthändler gekauft, nachdem es erstmals 2011 in Ägypten aufgetaucht war. Eine gemeinsame Untersuchung von Strafverfolgungsbehörden in den USA, Ägypten, Frankreich und Deutschland hatte ergeben, dass der zwischen 150 und 50 v. Chr. hergestellte Sarg gestohlen wurde. Im Februar hatten ihn die US-Behörden beschlagnahmt.

Preis für Doku über kritische russische Zeitung

Ein Dokumentarfilm über die regierungskritische russische Zeitung "Nowaja Gaseta" ist beim Human Rights Film Festival in Berlin ausgezeichnet worden. Der Film "Novaya" des usbekischen Regisseurs Askold Kurow erhielt den mit 3000 Euro dotierten Willy-Brandt-Dokumentarfilmpreis. Zur Verleihung erschien auch der ukrainische Regisseur Oleg Senzow, der bis vor kurzem mehr als fünf Jahre in russischer Haft gesessen hatte. Vor zweieinhalb Wochen kam er bei einem großen Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine frei. In Berlin bedankte sich Senzow bei seinen Unterstützern - auch bei Kurow, der über ihn den Film "The Trial" gemacht hatte. International hatten sich Filmemacher in den vergangenen Jahren für Senzows Freilassung eingesetzt, auch bei der Berlinale gab es Solidaritätsaktionen. Das Human Rights Film Festival, das zum zweiten Mal in Berlin stattfand, wurde von den Organisationen Aktion gegen den Hunger, Save the Children und dem Norwegian Refugee Council veranstaltet. Vergeben wurden mehrere Preise, unter anderem für Kurzfilme.

Berlin verbietet Auftritt von Anti-Israel-Rappern

Die Berliner Innensenatsverwaltung hat den Auftritt zweier als israelfeindlich kritisierten Rapper bei einer Kundgebung am Brandenburger Tor verboten. Die Senatsverwaltung stelle Shadi Al-Bourini und Shadi Al-Najjar vor dem geplanten Auftritt am frühen Abend ein politisches Betätigungsverbot zu, sagte ein Sprecher der Behörde. Die beiden Männer hätten in ihren Liedtexten in der Vergangenheit das Existenzrecht Israels infrage gestellt. Der Sprecher der Innenverwaltung kritisierte "antisemitische Aufrufe" der beiden Sänger. Damit sei ein "eine rote Linie überschritten", sagte er.

Waller-Bridge schließt mit Amazon Millionen-Vertrag ab

Kurz nach ihrem umwerfenden Erfolg bei der Emmy-Verleihung hat die britische Schauspielerin und Drehbuchautorin Phoebe Waller-Bridge mit dem Amazon-Konzern einen millionenschweren Vertrag abgeschlossen. Die 34-Jährige sagte, sie sei "wahnsinnig aufgeregt" über die für drei Jahre geltende Vereinbarung. Nach Informationen von Branchenmedien bringt die Vereinbarung Waller-Bridge ein Jahreshonorar von rund 20 Millionen Dollar (18 Millionen Euro) ein.

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