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Kulturnachrichten

Montag, 2. September 2019

Der Filmhistoriker Gero Gandert ist gestorben.

Der Filmhistoriker Gero Gandert ist tot. Der Mitbegründer des Vereins „Freunde der Deutschen Kinemathek“ starb bereits am Donnerstag im Alter von 90 von Jahren, wie heute die Deutsche Kinemathek mitteilte. Der künstlerische Direktor, Rother, würdigte Gandert als begeisterten Cineasten und sehr beharrlichen Rechercheur. Zu Ganderts Schwerpunkten gehörten die Filme der Weimarer Republik sowie die Geschichte zum Filmexil.

Böhmermann kandidiert nicht für SPD-Vorsitz

TV-Satiriker Jan Böhmermann ist zwar nicht als Kandidat um den SPD-Vorsitz zugelassen worden, will nach eigenen Angaben aber Mitglied in der Partei bleiben beziehungsweise werden. Für die Kandidatur um den Vorsitz habe es "ganz knapp doch nicht gereicht", sagte der 38 Jahre alte Fernseh-Moderator in einem Video auf Youtube. "Die SPD und ich sind uns nicht einmal sicher, ob ich in den letzten drei Tagen wenigstens Parteimitglied geworden bin." Für ihn stehe aber fest: Er wolle SPD-Mitglied im Ortsverein Köthen, Sachsen-Anhalt, werden. Der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt hatte am Samstag bestätigt, dass Böhmermann in Köthen aufgenommen worden sei. Dies reiche jedoch formal nicht aus, weil der Moderator nicht in Köthen wohne.

Preisträger Opus Klassik stehen fest

Der Pianist Igor Levit, die Cellistin Sol Gabetta und die Opernsängerin Joyce DiDonato gehören zu den Gewinnern des Preises Opus Klassik 2019. Die nach dem Echo-Debakel von der Klassik-Branche ins Leben gerufene Auszeichnung wird am 13. Oktober in Berlin verliehen, wie die Veranstalter mitteilten. Eine Jury habe aus 462 Nominierungen die Preisträger ausgesucht. Lediglich in der Bestseller-Kategorie habe sich die Auszeichnung für Jonas Kaufmanns Einspielung "Eine italienische Nacht" an den Verkaufszahlen orientiert. Zu den weiteren Preisträgern zählen die Geigerin Midori Seiler, das Ensemble Lautten Compagney, und der Flötist Emmanuel Pahud. Insgesamt werden 45 Preisträger in 24 Kategorien ausgezeichnet.

Umstrittene Koons-Skulptur in Paris angekommen

Nach einem über zweijährigen Streit bekommt eine Riesenskulptur von Jeff Koons nun ihren Platz unweit der Champs-Élysées. Während der Installation der mehr als 10 Meter hohen und über 30 Tonnen schweren Skulptur, die eine Hand mit einem Tulpenstrauß darstellt, bleibt das Werk jedoch mit Kunststoffplanen verdeckt. Es soll Anfang Oktober offiziell eingeweiht werden. Der 64-jährige US-Amerikaner hatte den Entwurf der Stadt Paris Ende 2016 geschenkt im Gedenken an die Opfer der mehrfachen Attentate in Frankreich zwischen 2015 und 2016. Doch zahlreiche Kulturschaffende liefen gegen die Errichtung der monumentalen Plastik aus Stahl und Bronze Sturm, weil sie in dem Geschenk einen kommerziellen Coup des amerikanischen Stars sahen.

Grundstein von Neuschwanstein entdeckt

Das Geheimnis um den Grundstein von Neuschwanstein ist gelüftet: 150 Jahre nach der Grundsteinlegung spürte das bayerische Landeskriminalamt den historischen Grundstein auf, wie die Bayerische Schlösserverwaltung mitteilte. Die Spezialisten der Technischen Sondergruppe orteten mit elektromagnetischen Sondierungssystemen eine runde Messingkapsel, die als Kennzeichnung im Gemäuer hinter dem Grundstein eingebaut wurde. Der mit "1869" datierte Ziegel fand sich in der Südwand des Ritterbads. Ganz in der Tradition der damaligen Zeit enthält die Messingkapsel den Angaben zufolge einen Bauplan, Porträts des Bauherrn und Geldmünzen.

Disney dominiert US-Kinosommer

Noch nie hat ein Filmstudio einen Kinosommer in Nordamerika so dominiert wie Walt Disney. Rund die Hälfte aller Ticketverkäufe in den USA und Kanada entfielen in dieser Saison auf Disney-Filme, wie aus den aktuellen Zahlen der Firma Comscore hervorging. Insgesamt wurden aber um zwei Prozent weniger Tickets verkauft als im Sommer zuvor. Disneys größter Hit in diesem Sommer war "Der König der Löwen", mit 1,56 Milliarden Dollar derzeit auf Platz sieben der weltweit erfolgreichsten Filme aller Zeiten. Ebenfalls sehr erfolgreich waren "Avengers: Endgame", "Toy Story 4" und "Aladdin". Disney hat sich durch seine hochkarätigen Zukäufe Lucasfilm, Pixar, Marvel und zuletzt 20th Century Fox in den vergangen Jahren zum absoluten Marktführer entwickelt.

Produzent und Komponist Edo Zanki ist tot

Der Sänger, Musiker und Produzent Edo Zanki ist am Sonntag im Alter von 66 Jahren an den Folgen einer kurzen und schweren Krankheit gestorben. Das haben sein Bruder Vilko Zanki und sein Management im badischen Karlsdorf-Neuthard mitgeteilt. Bekannt war Zanki zuletzt vor allem als Produzent und Komponist. Er trat aber unter anderem auch mit den Söhnen Mannheims und Thomas D von den Fantastischen Vier auf, auch produzierte er ein Album mit Herbert Grönemeyer ("Total Egal"). Zanki, 1952 im kroatischen Zadar im damaligen Jugoslawien geboren, kam im Alter von fünf Jahren mit seinen Eltern nach Deutschland. Laut der Facebook-Seite des Musikers hatte er für die kommenden Monate noch Veranstaltungen geplant.

Immanuel Wallerstein ist tot

Der Soziologe und Sozialwissenschaftler starb im Alter von 88 Jahren. Der 1930 in New York gestorbene Wallerstein galt als Begründer der Weltsytemtheorie, die Aspekte von Geschichte, Wirtschaftswissenschaft, Politikwissenschaft und Soziologie zusammenfasst. Die zentrale Aussage seiner Weltsystemtheorie war, dass der Wandel einzelner Länder nicht ohne weltweiten Blick zu verstehen sei. Schon seit dem 16. Jahrhundert werde er bestimmt durch ein die ganze Welt umspannendes wirtschaftlich einheitliches, aber politisch nicht integriertes System. Zuletzt lehrte Wallerstein bis zu seiner Emeretierung 1999 an der Binghamton University in New York.

Sauerland-Museum eröffnet Neubau mit Macke-Ausstellung

Mit einer Ausstellung des Künstlers August Macke hat das Sauerland-Museum seinen neuen Erweiterungsbau eröffnet. Zu sehen seien rund 130 Arbeiten des in Meschede geborenen Künstlers - ein Querschnitt seines Werkes, der eingebettet sei in den kulturhistorischen Kontext von Mackes Schaffenszeit, betonte die stellvertretende Museumsleiterin Ulrike Schowe. Viele Besucher seien aber auch neugierig auf das neue Gebäude. Der treppenartig an den Fuß des historischen Altbaus am Hang gesetzte Komplex bietet eine Ausstellungsfläche von 530 Quadratmetern. Er ist durch eine Brücke mit dem Anfang des 17. Jahrhunderts erbauten, alten Adelshof verbunden. Im Herbst 2014 war das Sauerland-Museum für die nun beendete Generalüberholung geschlossen worden.

Buchautor Gaarder glaubt an eine Klima-Revolution

Der norwegischer Schriftsteller und Umweltaktivist, Jostein Gaarder, glaubt, dass im Kampf gegen die Erderwärmung eine Revolution bevorsteht. Dies sagte der 67jährige im Interview mit der "Welt am Sonntag". Greta Thunberg spiele dabei eine wichtige Rolle: "Sie scheint der Sache sehr verpflichtet zu sein. Ich glaube, wir brauche genau solch einen Charakter wie sie. Wir stehen am Anfang einer Revolution." Gaarder, der 1998 mit seinem Buch "Sofies Welt" seinen größten Erfolg feierte, hatte die Einnahmen aus seinem Werk in einen Umweltpreis gesteckt, der mit 100.000 Dollar dotiert war und 17 Jahre lang an Wissenschaftler und Aktivisten vergeben wurde. Dann war das Geld aufgebraucht.

"Systemsprenger"-Darstellerin geht nach Hollywood

Helena Zengel, Hauptdarstellerin in Nora Fingscheidts Drama "Systemsprenger" geht nach Hollywood. Das berichtet das Kunst-Magazin "monopol". Für den nächsten Film des britischen Regisseurs Paul Greengrass, dem Western "News Of The World", ist die Elfjährige in einer Hauptrolle neben Hollywoodstar Tom Hanks besetzt worden. Hanks spielt Captain Kidd, der sich kurz vor Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkriegs eines kleinen Mädchens (Zengel) annimmt, die von Kiowa entführt wurde und vier Jahre lang bei dem Stamm lebte. Die Dreharbeiten zu "News Of The World" sollen demnächst beginnen. Erst kürzlich war "Systemsprenger" als Kandidat für die Oscar-Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film ausgewählt worden.

CSU-Landesgruppe erntet Kritik für Social-Media-Show

Die CSU-Landesgruppe im Bundestag wirbt mit einer eigenen Social-Media-Show namens CSYOU für ihre Politik. Auf die erste Folge bei Facebook und Instagram reagierten Nutzer mit scharfer Kritik. Die CSU-Landesgruppe bewarb ihr neues Format auf Twitter: "Die Antwort auf @rezomusik heißt Armin". Armin Petschner, der für die digitalen Kanäle der Landesgruppe zuständig ist, gibt den Moderator. In der ersten kritisiert Petschner unter anderem die Klimabilanz des Segeltörns der Klimaaktivistin Greta Thunberg in die USA und die Flüge von Bundestagsabgeordneten der Grünen. Bisher sammelte der Youtube-Beitrag damit größtenteils negative Bewertungen. Mehrere Nutzer kritisierten, die CSU habe ihre Kommentare gelöscht.

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