Seit 01:05 Uhr Tonart

Dienstag, 10.12.2019
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Kulturnachrichten

Samstag, 8. September 2018

Preise beim Filmfest Venedig vergeben

Netflix-Produktion "Roma" von Alfonso Cuarón als bester Film ausgezeichnet

Die Preise beim diesjährigen Filmfest Venedig sind vergeben worden. Als bester Film wurde die Netflix-Produktion "Roma" von Alfonso Cuarón ausgezeichnet. Der Große Preis der Jury ging an "The Favourite" von Giorgos Lanthimos. Für ihre Darstellung der britischen Königin Anne in "The Favourite" wurde Olivia Colman als beste Darstellerin geehrt. Bester Darsteller wurde Willem Dafoe für seine Darstellung des Malers van Gogh in "At Eternity's Gate". Die Regisseurin Jennifer Kent gewann den Spezialpreis der Jury für "The Nightingale". Der silberne Löwe für die beste Regie ging an Jacques Audiard für "The Sisters Brothers". Joel and Ethan Coen gewannen den Preis für das beste Drehbuch für "The Ballad of Buster Scruggs".

Boykottaufruf gegen Eurovision Song Contest

Kultutschaffende kritisieren Israels Politik gegenüber Palästinensern

Dutzende Kulturschaffende haben sich in einem Boykottaufruf gegen die Ausrichtung des Eurovision Song Contest in Israel ausgesprochen. Zu den Unterzeichnern gehören laut der Zeitung "The Guardian" der Pink-Floyd-Mitbegründer Roger Waters und der Filmemacher Ken Loach, Aki Kaurismäki und Mike Leigh, die Schauspielerin Julie Christie und der Musiker Brian Eno. In dem offenen Brief wird die Europäische Rundfunkunion (EBU) dazu aufgerufen, den Event an ein anderes Land zu vergeben. Grund seien Menschenrechtsverletzungen gegen Palästinenser durch die israelische Regierung, heißt es in dem Schreiben.

Neues Gutachten stellt Einheitsdenkmal in Frage

Schäden an Sockel des früheren Kaiser-Wilhelm-Denkmals befürchtet

Ein neues Gutachten stellt die Errichtung des seit 20 Jahren umstrittenen Einheitsdenkmals vor dem Berliner Stadtschloss erneut in Frage. Das Landesdenkmalamt erhebe darin gegen den Bau "aus fachlicher Sicht der Denkmalpflege erhebliche grundsätzliche Bedenken", berichtete der "Berliner Kurier". Die Bedenken richten sich vor allem gegen die Idee, sieben Betonpfeiler in den sandigen Spreeufergrund zu treiben, um der begehbaren riesigen Wippe Standfestigkeit zu verleihen. Zudem werden Schäden an dem denkmalgeschützten Sockel des früheren Kaiser-Wilhelm-Denkmals, auf dem die Wippe stehen soll, und dem darunter liegenden Gewölbe befürchtet. Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte erst am vergangenen Wochenende erklärt, sie möchte, dass noch in diesem Herbst mit dem Bau des Einheitsdenkmals vor dem Berliner Stadtschloss begonnen wird.

Kunstexperiment mit Mauerbau kritisiert

Offener Brief von Ex-DDR-Bürgerrechtler Konrad Weiß

Der frühere DDR-Bürgerrechtler und ehemalige Bundestagsabgeordnete Konrad Weiß hat den geplanten Aufbau einer Mauer in Berlin im Rahmen eines experimentellen Kunstprojektes scharf kritisiert. Von Kulturstaatsministerin Monika Grütters und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller forderte Weiß ein Verbot des umstrittenen Projektes mit dem Titel DAU. "Der Gedanke, dass ein Stück Berlin neuerlich von einer Mauer geschändet wird, und sei es auch nur für einige Tage, ist für mich unerträglich", schrieb Weiß in einem offenen Brief. Im Rahmen des DAU-Kunstprojektes soll ab Mitte Oktober in Berlin für rund vier Wochen wieder eine Mauer errichtet werden. Die baugleiche Rekonstruktion der früheren Berliner Mauer würde Teile der Innenstadt umschließen. Bei dem Kunst- und Sozialexperiment sollen Besucher unter anderem die Erfahrung von Freiheitsverlust und totalitären Systemen machen können.

Denkmäler öffnen deutschlandweit ihre Türen

Tag des offenen Denkmals feiert Jubiläum

Der "Tag des offenen Denkmals" feiert Jubiläum: Zum 25. Mal können Besucher am Sonntag historische Gebäude besichtigen, die sonst häufig nicht oder nur selten zugänglich sind - vom Schloss bis zum Bauernhaus. In diesem Jahr öffnen bundesweit rund 7800 Denkmäler ihre Türen. Passend dazu gibt es vielerorts Führungen oder Vorträge. Der Eintritt ist meistens frei. Im vergangenen Jahr kamen insgesamt rund 3,5 Millionen Besucher.

Trauer um Rapper Mac Miller

Musiker mit 26 Jahren gestorben

Der US-Rapper Mac Miller ist tot. Er sei mit 26 Jahren "tragisch gestorben", wie seine Familie mitteilte. Nach US-Medienberichten war Miller am Freitag tot aufgefunden worden. "Variety" zufolge werde eine Drogen-Überdosis als Todesursache vermutet. Rapper Macklemore würdigte seinen Kollegen als einen "wahren Künstler" und eine "wunderbare Seele". In einer langen Instagram-Botschaft rief er dazu auf, offen über Suchtprobleme zu sprechen und Hilfe zu suchen. "Wir hatten die gleiche Krankheit", so Macklemore. Auch die Plattenfirma Warner Bros. Records, bei der Miller unter Vertrag stand, zeigte sich "tief schockiert und traurig".

Kulturnachrichten hören

September 2019
MO DI MI DO FR SA SO
26 27 28 29 30 31 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 1 2 3 4 5 6

Fazit

Nach dem SPD-ParteitagFortgesetzte Selbstverzwergung
Ein Schkoladen-Nikolaus steht auf einem Tisch beim SPD-Parteitag (picture alliance/Michael Kappeler/dpa)

Der SPD-Parteitag sollte der Partei Aufwind geben. Aber ist die Sozialdemokratie gerettet? SPIEGEL-Journalist Nils Minkmar hat Zweifel. Die Genossen müssten internationaler denken, die Intellektuellen zurückgewinnen und die Selbstzweifel bekämpfen. Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur