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Donnerstag, 24.09.2020
 
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Kulturnachrichten

Donnerstag, 24. September 2020

Juliette Gréco ist tot

Die französiche Sängerin und Schauspielerin Juliette Gréco ist tot. Sie starb im Alter von 93 Jahren, wie die Agentur afp unter Berufung auf ihre Familie bekanntgab. In den 50er und 60er Jahren wurde sie mit Chansons wie "L'accordéon", "La Javanaise" und "Déshabillez-moi" weltberühmt. Schriftsteller wie Sarte oder Camus schrieben für sie Texte. Als "Muse" der Existenzialisten wurde Gréco bekannt, mit ihrer markanten dunklen Stimme und ihrer schwarzen Kleidung prägte sie ab Ende der 40er Jahre eine ganze Generation.

Disney verschiebt Start weiterer Blockbuster

Wegen der Corona-Pandemie muss Disney den Kinostart mehrerer potenzieller Blockbuster weiter nach hinten schieben. Das Filmstudio gab neue Erscheinungstermine für zehn seiner Filme bekannt. "Black Widow", der nächste Film aus dem Marvel-Universum mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle soll demnach am 7. Mai 2021 erscheinen und nicht am 6. November wie zuletzt geplant. Die Adaption des Musicals "West Side Story" von Starregisseur Steven Spielberg wurde um ein ganzes Jahr auf Dezember 2021 verschoben. Auch "Deep Water" mit Ben Affleck und Ana de Armas soll statt im November erst im August 2021 erscheinen. Für Disney, das unter anderem mit den Marvel- und Star-Wars-Filmen in den vergangenen Jahren gewaltige Kassenerfolge gefeiert hatte, ist das Corona-Jahr ebenso ein Desaster wie für andere Filmstudios und die Kinoketten. 30 Prozent der Kinos in den USA sind nach wie vor geschlossen.

Französische Medien unterstützen "Charlie Hebdo"

Nachdem das Satiremagazin "Charlie Hebdo" erneut bedroht wird, haben hundert französische Medien zur Verteidigung der Meinungsfreiheit aufgerufen. "Die Feinde der Freiheit müssen verstehen, dass wir alle zusammen ihre entschlossenen Gegner sind, ungeachtet unserer Meinungs- oder Glaubensunterschiede", hieß es in einem offen Brief. Zu den Unterzeichnern des Briefes gehören Redaktionen wie die von France Télévisions, "Le Parisien", "La Voix du Nord", und "Le Journal du Dimanche". Das Satiremagazin "Charlie Hebdo" hatte Anfang September zu Beginn des Prozesses rund um die Terrorserie vom Januar 2015 mit 17 Toten erneut Mohammed-Karikaturen veröffentlicht und ist daraufhin wieder bedroht worden.

Hochschulen geben Milliarden Fördermittel nicht aus

Milliarden Fördermittel für die Hochschulen in Deutschland bleiben einem Bericht des Bundesrechnungshofes zufolge liegen. Ende 2018 hätten die "Ausgabenreste" kaum verändert zum Vorjahr bei 3,7 Milliarden Euro gelegen, heißt es in einem Bericht. Die Prüfer bemängeln auch die fehlende Transparenz bei der Frage, wofür die für den Studienplatzaufbau gedachten Gelder am Ende ausgegeben werden. Das Bundesforschungsministerium müsse fordern, dass die Finanzmittel der Hochschulen transparenter werden, heißt es weiter. Rund 2,5 Milliarden Euro aus dem Pakt muss der Bundestag bis 2023 in den jährlichen Haushaltsberatungen noch freigeben.

Schauspieler Michael Gwisdek mit 78 Jahren gestorben

Der Schauspieler und Regisseur Michael Gwisdek ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 78 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit, wie seine Familie mitteilte. Zu seinen bekanntesten Filmen gehören "Good Bye, Lenin!", "Boxhagener Platz", "Nachtgestalten" und "Oh Boy". Auch im Fernsehen war er oft zu sehen, im "Tatort", bei "Bella Block" oder in den "Donna Leon"-Verfilmungen. In seinen Rollen zeigte er sich als Komödiant, Melancholiker und Exzentriker, wie die Defa-Stiftung zu ihm schrieb. Der 1942 geborene Gastwirtssohn aus Berlin-Weißensee lernte das Schauspielhandwerk an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch". Gwisdek spielte in den 60er und 70er Jahren an verschiedenen Theatern in der DDR.

Wiener Opernball wegen Corona-Pandemie abgesagt

Der Wiener Opernball fällt 2021 aufgrund der Corona-Pandemie aus. Die österreichische Regierung sagte das bedeutende Gesellschaftsevent im Ministerrat in Wien ab. Der Ball, der am 11. Februar stattfinden sollte, gilt als gesellschaftlicher Höhepunkt in Österreich. Für das Event wird die Staatsoper in einen riesigen Tanzsaal umgebaut. Die Tickets für das stets ausverkaufte Ereignis kosten zwischen 315 Euro und 23 600 Euro für eine Loge. Die Staatsoper, ein Unternehmen im Staatsbesitz, macht nach Abzug aller Kosten einen Gewinn von mehr als einer Million Euro. Laut Staatsopern-Direktor Bogdan Roscic ist bereits zugesagt, dass der Staat als Eigentümer den Einnahmenverlust abdecken werde. Roscic kündigte an, die Tage für ein Alternativprogramm zu nutzen.

Frankfurter "Omniturm" im Finale für Hochhauspreis

Ein Neubau im Frankfurter Bankenviertel steht im Finale des Internationalen Hochhauspreises. Der "Omniturm" des dänischen Architekten Bjarke Ingels ist damit nach Ansicht der Jury einer der fünf besten Wolkenkratzer der Welt. Das Gebäude mit dem charakteristischen Hüftschwung wurde aus 31 nominierten Hochhäusern aus 14 Ländern ausgewählt. Der Sieger wird am 29. Oktober in der Frankfurter Paulskirche ausgezeichnet. Der Internationale Hochhauspreis wird von der Stadt Frankfurt, dem Architekturmuseum und der DekaBank verliehen. Er ist mit 50 000 Euro dotiert und zeichnet Gebäude aus, die mindestens 100 Meter hoch sind und in den vergangenen zwei Jahren fertiggestellt wurden. Außerdem nominiert sind das "Eden" in Singapur, "Norra Tornen" in Stockholm, "The Stratford" in London und "Leeza SOHO" in Peking.

Kulturetat um 120 Millionen Euro erhöht

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) stehen im kommenden Jahr rund 120 Millionen Euro mehr zur Verfügung als noch 2020. Ihr Etat steigt laut einem Beschluss des Bundeskabinetts um rund 6,6 Prozent auf 1,94 Milliarden Euro, wie die Kulturstaatsministerin in Berlin mitteilte. Seit Grütters' Amtsantritt 2013 sei der Etat damit um rund 60 Prozent gestiegen. Konkret sollen mit insgesamt 6,2 Millionen Euro die Dauerausstellungen des Deutschen Historischen Museums in Berlin und des Hauses der Geschichte in Bonn modernisiert und vollständig überarbeitet werden. Zudem werden die Mittel für "authentische Orte der Demokratiegeschichte" auf drei Millionen Euro versechsfacht. Auch der Auslandssender Deutsche Welle, das Filmförderprogramm German Motion Picture Fund, die Kulturförderung in den deutschen Braunkohleregionen und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz sollen mehr Geld bekommen.

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