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Kulturnachrichten

Sonntag, 2. August 2015

Britische Sängerin Cilla Black ist tot

72-Jährige starb in ihrer Wahlheimat Spanien

Die britische Sängerin Cilla Black ist tot. Das berichten britische Zeitungen unter Berufung auf die spanische Polizei. Demnach wurde die 72-Jährige am Sonntag in ihrer Villa in der Nähe von Marbella in Südspanien tot aufgefunden. Die Britin hatte in den 60er Jahren mehrere Nummer-Eins-Hits, darunter die Klassiker "Anyone Who Had a Heart" und "You're My World". Cilla Black, die eigentlich Priscilla White hieß, brachte insgesamt 14 Alben heraus. 1968 bekam sie ihre erste eigene TV-Sendung, in den folgenden Jahrzehnten moderierte sie mehr als 500 Fernsehshows.

Berlins Regierender Bürgermeister will Kultursenator bleiben

SPD-Politiker Müller "fühlt sich mit dem Ressort sehr wohl"

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller will auch über das Wahljahr 2016 hinaus das zusätzliche Amt des Kultursenators ausüben. Er fühle sich mit dem Ressort sehr wohl, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem sehe auch die Kultur-Szene, dass sie beim Regierenden Bürgermeister gut aufgehoben sei. Müller hatte das Doppelamt Ende vergangenen Jahres von seinem zurückgetretenen Vorgänger Klaus Wowereit übernommen. Anfangs gab es Bedenken, ob er eine ausreichende Nähe zur Berliner Kulturszene hat.

Jubel bei den Bayreuther Festspielen

Zuschauer feiern Dirigenten und Sänger-Ensemble

Der Opern-Vierteiler "Der Ring des Nibelungen" ist bei den Richard-Wagner-Festspielen erneut zum Triumph für Dirigent Kirill Petrenko geworden. Zum Abschluss der Tetralogie am Samstagabend mit der "Götterdämmerung" gab es in Bayreuth lauten Jubel für den künftigen Chef der Berliner Philharmoniker. Gefeiert wurden auch die Sänger - allen voran Catherine Foster in der Rolle der Brünnhilde und Stefan Vinke als Siegfried. Geteilte Reaktionen rief dagegen Regisseur Frank Castorf hervor, der zum dritten Mal für die "Ring"-Produktion in Bayreuth verantwortlich ist: Seine Regie wurde sowohl mit Buhrufen als auch mit Applaus gewürdigt. Mit der "Götterdämmerung" endete bei den Festspielen die Premierenwoche. Das weltbekannte Festival läuft noch bis zum 28. August.

Wacken-Open Air ist zu Ende

Veranstalter ziehen positive Bilanz

Zum Abschluss des 26. Wacken Open Airs haben die Veranstalter eine positive Bilanz des Heavy-Metal-Festivals gezogen. Der Rettungsdienst bezeichnete den Verlauf als friedlich mit kleineren Zwischenfällen. Das Deutsche Rote Kreuz zählte rund 1600 Patienten, die versorgt wurden, teilte ein Sprecher mit. In den vergangenen Tagen hatten mehr als 75.000 Menschen im schleswig-holsteinischen Wacken gefeiert.

Goldpokal aus Rheinland-Pfalz ins Ausland gebracht

Kulturstaatsministerium: Solche Fälle zeigen, wie wichtig das geplante Kulturgutschutzgesetz ist

Gegen den Willen der rheinland-pfälzischen Landesregierung hat ein Privateigentümer einen kostbaren Goldpokal aus dem 17. Jahrhundert ins Ausland gebracht. Nach der Anmeldung der Verkaufsabsicht von Seiten der Eigentümerfamilie habe eine Expertenkommission damit begonnen, das Kunstwerk zu begutachten, sagte ein Sprecher der Kulturstaatsministeriums. "Nach Auffassung unseres Hauses hätten wir zumindest versucht, das im Land zu behalten." Doch noch während der Prüfung durch die Experten habe der Anwalt des Eigentümers mitgeteilt, dass der Kunstgegenstand nach Großbritannien gebracht worden sei. Nach Informationen des Magazins hat der 1610 für Kaiser Rudolf II. angefertigte Goldpokal einen Schätzwert von zehn Millionen Euro.
"Solche Fälle zeigen eindrucksvoll, wie wichtig das geplante Kulturgutschutzgesetz ist", sagte ein Sprecher der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, Monika Grütters (CDU). Der Entwurf für das Gesetz sieht vor, dass Kulturgegenstände ab einem Wert von etwa 500 000 Euro und einem Alter von mehr als 70 Jahren nur mit einer Ausfuhrgenehmigung ins Ausland gebracht werden dürfen.

Potsdamer OB kritisiert Gesetz zum Schutz von Kulturgütern

Mäzen Hasso Plattner droht Potsdam mit Abzug seiner Privatsammlung

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) befürchtet mit Blick auf das umstrittene Gesetz zum Schutz von Kulturgütern fatale Folgen für die Stadt. Hintergrund ist, dass der Mäzen Hasso Plattner davon absehen könnte, seine Privatsammlung dauerhaft in Potsdam ausstellen zu lassen. Ein "kulturpolitischer Skandal allerersten Ranges" bahne sich in Potsdam an, schreibt Jakobs in einem Brief an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Laut "Potsdamer Neuesten Nachrichten" schreibt Plattner in einem Brief an Jakobs, sollte Grütters Gesetz Wirklichkeit werden, könne er eine Verlagerung seiner Bilder nach Deutschland "nicht mehr verantworten", weil die Sammlung auf einen Schlag die Hälfte ihres Wertes verlöre. Damit würde dem geplanten Kunstmuseum Barberini in Potsdam der Wegfall wertvoller Bestände drohen - der Sammlung aus Werken des Impressionismus und der Klassischen Moderne.

Museum der Moderne bis 2021 möglich - Zeitplan steht

Kulturstaatsministerin Monika Grütters möchte im Herbst Ideenwettbewerb starten

Seit Jahren lagern in Berlin wertvolle Kunstschätze im Depot, weil es zu wenig Ausstellungsfläche gibt. Ein neues Museum soll Abhilfe schaffen. Das in Berlin geplante Museum der Moderne kann nach Einschätzung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters bis zum Jahr 2021 fertig sein. "Wir streben diesen Termin an, Voraussetzung ist natürlich, dass alles glattgeht", sagte die CDU-Politikerin in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Bis Mitte nächsten Jahres startet dann der Realisierungswettbewerb. Wir sind jetzt auf einem guten Weg."
Das ambitionierte Projekt soll die Kunst des 20. Jahrhunderts und drei hochkarätige Sammlungen von privaten Mäzenen aufnehmen. Der auf 200 Millionen Euro veranschlagte Bau ist zwischen der Neuen Nationalgalerie und der Berliner Philharmonie geplant. Grütters verteidigte die Entscheidung, sich schon jetzt auf einen Standort festzulegen. Das war unter anderem bei der Architektenkammer auf Kritik gestoßen. Die Potsdamer Straße biete eine höhere städtebauliche Qualität und ein größeres Baufeld, sagte sie. Es habe deshalb von Anfang an eine deutliche Mehrheit für diesen Standort gegeben.

Steinzeit-Gräber in Stuttgart-21-Baustelle entdeckt

Funde haben keinen Einfluss auf die laufenden Bauarbeiten

Jahrtausende alte Skelette sind bei den Bauarbeiten für das Bahnprojekt Stuttgart 21 ans Tageslicht gekommen. Für die Stuttgarter Innenstadt könnten sie der erste steinzeitliche Fund sein, wie die "Stuttgarter Zeitung" unter Berufung auf Landesarchäologe Andreas Thiel berichtet. Die drei Gräber mit Skeletten könnten aus der Zeit zwischen 5500 und 2000 vor Christus stammen und damit aus der Endphase der Jungsteinzeit. Nun müssten Experten die Vermutung überprüfen. Es gebe keine Grabbeigaben oder weitere Funde, die auf das Alter der Gräber schließen ließen. Als Hinweis diene aber die Form der damals in Süddeutschland typischen Bestattung: "Die Toten waren auf der Seite liegend mit angewinkelten Armen und Beinen beigesetzt worden," berichtete eine Sprecherin des Regierungspräsidiums. Laut dem S-21-Kommunikationsbüro hatten die Funde und deren Bergung keinen Einfluss auf die Arbeiten am Durchgangsbahnhof, wie es in dem Bericht heißt.

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