Seit 02:00 Uhr Nachrichten

Samstag, 07.12.2019
 
Seit 02:00 Uhr Nachrichten

Kulturnachrichten

Dienstag, 30. September 2014

Bayerische Staatsoper ist Oper des Jahres

Die Bayerische Staatsoper in München unter Leitung von Intendant Nikolaus Bachler ist Opernhaus des Jahres

Musikkritiker aus Europa und den USA wählten die Bühne zum ersten Mal auf Platz eins ihrer jährlichen Bestenliste. Maßgeblichen Anteil an dem Erfolg habe der neue Generalmusikdirektor Kirill Petrenko, so die von der Fachzeitschrift «Opernwelt» befragten Kritiker.Von den 50 Kritikern stimmten 8 für die Bayerische Staatsoper. Die Münchner räumten nicht nur den Titel Oper des Jahres ab, sondern siegten auch in vier weiteren Kategorien.

Unesco: Terrormiliz IS zerstört Kulturdenkmäler im Irak

Dschihadisten finanzieren sich durch Verkauf von Kulturgütern

Die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur hat vor einer "kulturellen Säuberung" im Nordirak gewarnt. Nach Berichten von Fachleuten und Diplomaten zerstören Anhänger des "Islamischen Staates" historische Stätten und verkaufen Kulturgüter. Der Unesco-Botschafter Philippe Lalliot sieht "das irakische Kulturerbe in sehr großer Gefahr" wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Gesprengt worden sind nach den Angaben irakischer Museumsdirektoren das Grab des Propheten Jonas, Statuen und Monumente in Mossul sowie assyrische Paläste. "Es gibt internationale Mafia-Organisationen, die sich für alles interessieren, was nach Kulturerbe aussieht", sagte der Direktor des Museums von Bagdad, Qais Hussen Rashied. "Sie informieren dann die Terrormiliz über das, was verkauft werden kann". Durch Schmuggel besserten die Dschihadisten ihre Kriegskasse auf. Die Unesco hat ihre Mitgliedsländer sowie internationale Museen und den Kunstmarkt über das Vorgehen der Dschihadisten informiert und vor Kunstobjekten gewarnt, die aus Plünderungen im Irak stammen könnten.

Französischer Papst-Karikaturist freigesprochen

Der wegen einer Papst-Karikatur angeklagte französische Zeichner Plantu ist vom Vorwurf der Aufstachelung zu Hass freigesprochen worden

Ein Strafgericht in Paris urteilte laut französischen Medienberichten, die Darstellung ziele nicht darauf, die Katholiken oder Kleriker generell zu brandmarken. Der Karikaturist habe lediglich auf die seiner Meinung nach unangemessene Reaktion der Kirche auf Missbrauchsvorwürfe hingewiesen.Plantu, mit bürgerlichem Namen Jean Plantureux, hatte im März 2010 auf seiner Internetseite eine Zeichnung mit dem Titel 'Pädophilie: Der Papst nimmt Stellung' veröffentlicht. Sie zeigte den damals amtierenden Benedikt XVI., wie er sich von hinten über ein Kind beugt. Die Tageszeitung 'Le Monde' druckte die Karikatur später ab.Gegen den Zeichner geklagt hatte eine 'Allianz gegen Rassismus und für eine französische und christliche Identität'. Sie sah in der Karikatur eine Anstiftung zu Hass und religiöser Diskriminierung.

Börsenverein: "Amazon will Monopol errichten"

Im Clinch mit Amazon ist für die deutsche Buchbranche derzeit keine Lösung in Sicht

Eine Einigung über E-Book-Rabatte zwischen Verlagen und dem Online-Händler sei nicht einfach, «solange Amazon weiter sein Ziel aggressiv verfolgt, ein Monopol zu errichten». Dies sagte der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, Alexander Skipis. Amazon zerstöre nicht nur die Strukturen im Buchhandel. «Ich glaube, der Druck auf Amazon wird wachsen, da auch andere Branchen merken, in wessen Hand sie geraten sind», so Skipis.

WWF: Zahl der Wirbeltiere um die Häfte reduziert

Der Mensch gefährdet seine eigene Zukunft

In nur vier Jahrzehnten hat der Mensch die Zahl der Wirbeltiere auf der Erde um die Hälfte reduziert: Durch Jagen, Fischen oder den Verlust von Lebensraum sei die Zahl von Land-, Meeres- und Süßwassertieren um 52 Prozent zurückgegangen, heißt es in einem Bericht der Umweltorganisation WWF. Dies sei ein "viel größerer Rückgang" als gedacht. "Wir gebrauchen die Geschenke der Natur als ob wir mehr als nur eine Erde zu unserer Verfügung hätten", kritisierte WWF-Generaldirektor Marco Lambertini im Vorwort des "Living Planet Report 2014". So holze der Mensch Bäume schneller ab als sie nachwachsen und überfische die Ozeane. Der Mensch gefährde seine eigene Zukunft. Die Deutschen verbrauchen laut WWF für ihren Lebensstil pro Jahr weit mehr als doppelt so viele natürliche Ressourcen wie ihr eigenes Land dauerhaft zur Verfügung stellen kann. Eine Folge sei, dass Deutschland große Teile seines sogenannten ökologischen Fußabdrucks auf andere Länder ausgelagert habe und deren Ressourcen für eigene Zwecke massiv in Anspruch nehme. Insgesamt übernutzt die Menschheit die ökologische Tragfähigkeit der Erde den Berechnungen zufolge um das Eineinhalbfache. Es wären also rechnerisch 1,5 Erden für eine nachhaltige Bedarfsdeckung nötig.

Achenbachs Ehefrau will Kunstwerke zurück

Die Ehefrau des in U-Haft sitzenden Kunstberaters Helge Achenbachs geht mit einer Gegenklage in die Offensive

Nur 30 Minuten nach dem ersten Termin im millionenschweren Schadensersatzprozess der Albrecht-Familie gegen Achenbach beginnt am 11. November ein weiterer Zivilprozess. Darin tritt Achenbachs Ehefrau als Klägerin auf und fordert von der Familie des gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht vier Kunstwerke im Gesamtwert von 530 000 Euro ein. Das teilte das Landgericht Düsseldorf mit. Die Kunstwerke wurden zusammen mit dem Vermögen Achenbachs kurz nach dessen Inhaftierung Mitte Juni auf Antrag der Albrecht-Erben gesperrt. Achenbachs Frau erklärt, dass sie die alleinige Eigentümerin der Kunstwerke sei. Dabei handelt es sich nach Gerichtsangaben um zwei Bilder von Günther Uecker und dem Düsseldorfer Künstler Thomas Schönauer sowie zwei Tonköpfe. Die Erben von Berthold Albrecht fordern 19,4 Millionen Euro Schadenersatz von Achenbach. Dieser soll beim Ankauf von Kunstwerken und Oldtimern Rechnungssummen nach oben frisiert haben.

Chipperfield lässt Bäume wachsen

Der britische Stararchitekt David Chipperfield läutet die geplante Sanierung der Neuen Nationalgalerie in Berlin mit einer ungewöhnlichen Installation ein

Unter dem Titel «Sticks and Stones» verwandelt der 60-Jährige die Glashalle des legendären Mies-van-der-Rohe-Baus mit 144 entrindeten Baumstämmen in eine Säulenhalle. "Eigentlich haben wir nichts anderes getan, als 144 Baumstämme in den schönsten Raum Berlins zu stellen und zu warten, was passiert", sagte Chipperfield bei der Vorstellung des Projekts.Der vielfach preisgekrönte Architekt soll von Anfang 2015 an den 50 Jahre alten Museumsbau denkmalgerecht sanieren. Das Projekt wird mindestens drei Jahre dauern. Solange bleibt das Haus, Berlins wichtigste Ausstellungsstätte für moderne Kunst, geschlossen. Die als «Prolog» gedachte Ausstellung ist von Donnerstag an bis zum 31.Dezember zu sehen.

Neven DuMont für Reform des Medien-Kartellrechts

Der Verleger Alfred Neven DuMont hat einen neuen Anlauf zur Reform des Medien-Kartellrechts in Deutschland gefordert

Seit dem letzten, gescheiterten Versuch vor zehn Jahren, Fusionen von Zeitungen zu erleichtern, seien den Blättern neue Konkurrenten entstanden. Die größten Rivalen der Verlage seien nicht mehr andere Verlagshäuser, sondern ARD und ZDF sowie Internet-Riesen wie Google, Facebook und Twitter, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Mediengruppe M.DuMont Schauberg auf dem Zeitungskongress des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger in Berlin. Das Kartellrecht sei die reine Lehre, aber die reine Lehre von gestern. Das heutige Recht schütze nicht mehr das Überleben der journalistischen Vielfalt, sondern trage dazu bei, dass es immer weniger redaktionelle Einheiten gebe.Der BDZV feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag. Neven DuMont war Verbandspräsident von 1980 bis 1984.

Mexikanischer Künstler Luis Nishizawa gestorben

Er war einer der wichtigsten Landschaftsmaler Mexikos

Luis Nishizawa ist am Montag im Alter von 96 Jahren gestorben. Das teilte der Nationalrat für Kultur und Kunst in Mexiko-Stadt mit. Das Werk des Malers, Sohn eines Japaners und einer Mexikanerin, habe "die Landschaften und die Identität von Mexiko eingefangen und war eine Brücke der Freundschaft mit Japan", schrieb der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto auf Twitter. Nishizawa galt als einer der wichtigsten Landschafts- und Wandmaler Mexikos. Noch Ende vergangenen Jahres war Nishizawa mit der Medaille der Schönen Künste ausgezeichnet worden. Seine Werke schmücken
zahlreiche öffentliche Gebäude in Mexiko.

Friedrichs Rundtempel in Potsdam saniert

Wiederherstellung kostete 450.000 Euro

Das teilte die Stiftung Preußische Schlösser und
Gärten Berlin-Brandenburg mit. Das Bauwerk auf dem Potsdamer Ruinenberg, das vor der Sanierung kurz vor dem Einsturz stand, ist Teil der Ruinenanlage, die Friedrich der Große (1712-1786) als Hommage an die römische Antike errichten ließ. Friedrich wollte damit das Wasserbassin zur Versorgung der Fontänen von Sanssouci verstecken.

'Faszination Weltraum' in der Bonner Bundeskunsthalle

Von Mondstaub und Meteoriten bis zu Meisterwerken aus Film und Malerei reicht das Spektrum einer neuen Ausstellung in der Bonner Bundeskunsthalle

Die Schau mit dem Titel «Outer Space» widmet sich ab Freitag der «Faszination Weltraum» in seinen unterschiedlichsten Facetten. Bis zum 22. Februar sind in dem Haus an der Museumsmeile der Bundesstadt neben Bildernvon Peter Paul Rubens auch Ausrüstungsgegenstände von Astronauten zu sehen.Dass der Weltraum schon immer 'Sehnsuchtsort, Projektionsfläche und Gegenstand der forschenden Neugierde' war, sollen auch skurrile Exponate belegen. So zeigt die Ausstellung detailgenaue Entwürfe von Raumschiffen und Pläne zur Besiedlung von Sternen aus der Hand eines DDR-Psychiatriepatienten ebenso wie Zeugnisse von UFO-Beobachtern.
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

'Spreewaldkrimi' räumt bei Preis der Fernsehakademie ab

Die 'Spreewaldkrimi'-Episode «Mörderische Hitze» im ZDF hat gleich sechs Preise der Deutschen Akademie für Fernsehen gewonnen

In Köln wurden Kai Wessel für die Regie, Roeland Wiesnekker für die Hauptrolle, Ralf Wienrich für die Musik, Tina Freitag für den Schnitt, Thomas Kirchner für das Drehbuch und Holly Fink für die Bildgestaltung ausgezeichnet. Das teilte die Akademie mit. Die Auszeichnung wird in 19 Kategorien vergeben, darunter auch Fernsehunterhaltung. Hier gewann Anke Engelke mit «Anke hat Zeit» (WDR). Christoph Domanski überzeugte mit den Stunts in «Alarm für Cobra 11» (RTL).

Deutscher Fernsehpreis für Bartels, Scholl und Welke

Drei Männer, eine Auszeichnung: Tom Bartels, Mehmet Scholl und Oliver Welke

Sie erhalten an diesem Donnerstag den Deutschen Fernsehpreis für ihr Auftreten bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014. "Mit der Verleihung eines Sonderpreises in der Kategorie Sport wollen wir die exzellente Sportberichterstattung würdigen, die sich in Professionalität und Leidenschaft den Fußballweltmeistern 2014 ebenbürtig zeigte", sagte der Juryvorsitzende Torsten Körner. Bartels (ARD) wird geehrt als bester Kommentator, Scholl (ARD) als bester Experte und Welke (ZDF) als bester Moderator. Die Verleihungszeremonie wird am 3. Oktober um 22.00 Uhr im Ersten zu sehen sein.

Kulturnachrichten hören

September 2014
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 1 2 3 4 5

Fazit

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur