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Kulturnachrichten

Mittwoch, 24. September 2014

Alternativer Nobelpreis für Edward Snowden

Der Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr an den US-Geheimdienstenthüller Edward Snowden.

Der frühere NSA-Mitarbeiter bekomme die undotierte Ehren-Auszeichnung, «weil er mit Mut und Kompetenz das beispiellose Ausmaß staatlicher Überwachung enthüllt hat, die grundlegende demokratische Prozesse und verfassungsmäßige Rechte verletzt». Das teilte die Right-Livelihood-Award-Stiftung mit.
Mit Snowden wird «Guardian»-Chefredakteur Alan Rusbridger geehrt. Die britische Zeitung hatte die Überwachungspraktiken enthüllt.

Feridun Zaimoglu wird Mainzer Stadtschreiber

Der deutsch-türkische Schriftsteller Feridun Zaimoglu wird Mainzer Stadtschreiber des Jahres 2015.

Der Autor sei ein «großer Erzähler von Liebesdramen», begründete die Preisjury ihre Wahl. Er kenne sich «in den Ghettos der Großstädte ebenso gut aus wie in der Märchenwelt der deutschen Romantik». Wie die Stadtschreiber vergangener Jahre kann Zaimoglu gemeinsam mit dem ZDF einen Dokumentarfilm zu einem Thema seiner Wahl produzieren und für ein Jahr lang die Stadtschreiber-Wohnung beziehen. Die vom ZDF, 3sat und der Stadt Mainz gestiftete Literaturauszeichnung ist mit 12.500 Euro dotiert. Der 1964 im türkischen Bolu geborene Zaimoglu lebt seit seiner Kindheit in Deutschland. Bereits sein Debütroman «Kanak Sprak - 24 Misstöne vom Rande der Gesellschaft» sorgte 1995 in Deutschland für erhebliches Aufsehen. Zuletzt erschien von ihm in diesem Jahr der Roman «Isabel». Zaimoglu war 2006 Mitglied der ersten Deutschen Islamkonferenz

Leipziger Gewandhaus Millionenloch im Etat

Das Leipziger Gewandhaus hat ein Millionenloch im Etat für das laufende Jahr.

Der Grund seien Planungsfehler bei der Aufstellung des Wirtschaftsplanes. Außerdem die Mehrkosten durch den jüngsten Tarifabschluss und unvorhergesehene Ereignisse wie der Ausfall zweier Konzerte des US-Sängers Bryan Ferry.Das traditionsreiche Konzerthaus mit seinem berühmten Gewandhausorchester hofft nun darauf, dass die Stadt Leipzig für die fehlenden rund 1,6 Millionen Euro einspringt.Die Entscheidung darüber fällt der Rat der Stadt vermutlich im November.Das Gewandhausorchester Leipzig ist eines der größten Berufsorchester der Welt. Gegründet wurde es 1743.

Seltenes Botticelli-Bild wird versteigert

Das seltene Madonnen-Rundbild des berühmten Renaissance-Künstlers kommt in Köln unter den Hammer.

Das Rundbild «Madonna mit dem Kind, Johannes dem Täufer und einem Engel» sei nach der Einlieferung von einem Restitutionsexperten als Nazi-Raubkunst identifiziert worden, teilte das Kölner Auktionshaus Van Ham mit. Die ahnungslosen Einlieferer seien von der Notwendigkeit der Rückgabe überzeugt worden und hätten sich mit den Erben der jüdischen Eigentümerfamilie geeinigt. Das Madonnenbild mit einem Schätzpreis von 260 000 bis 300 000 Euro wird nun als eines der Toplose am 14. November versteigert. Das Rundbild war ehemals Teil der jüdischen Sammlung Nardus und wurde 1942 von den Nazis beschlagnahmt. 1943 wurde es von einem rheinischen Privatsammler in Köln erworben. Nach dem Tod der Erbin des Gemäldes, die vermutlich nichts von der Provenienz des Bildes ahnte, wurde das Werk bei Van Ham eingeliefert. Van Ham hatte in den vergangenen Jahren mehrfach Restitutionen von Nazi-Raubkunst erreicht.

New Yorker Kunstkollektiv kuratiert Berlin Biennale

Das Kollektiv DIS soll die 9. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst kreativ verantworten.

Wie die Veranstalter mitteilten, gehören Lauren Boyle, Solomon Chase, Marco Roso und David Toro zum kuratorischen Team. Die New Yorker Künstlergruppe ist für innovative Ausstellungsformate, Online-Projekte und das ungewöhnliche Modemagazin «DIS» bekannt. Die nächste Berlin Biennale findet im Frühsommer 2016 statt. Veranstalter der alle zwei Jahre stattfindenden Kunstschau ist das Berlin KW Institute for Contemporary Art. Die Kulturstiftung des Bundes fördert die neunte und zehnte Ausgabe mit jeweils 2,5 Millionen Euro.

Konrad-Wolf-Preis für Jürgen Holtz

Der Schauspieler wird in diesem Jahr mit dem Preis der Berliner Akademie der Künste geehrt.

"Jürgen Holtz ist ein Kollege, der mit der Fähigkeit versehen ist, seine ganz persönliche Auffassung von der Figur auch radikal persönlich beizubehalten", erklärte Jurorin Jutta Wachowiak. Der gebürtige Berliner war an mehreren großen deutschen Theatern engagiert, darunter am Berliner Ensemble, den Münchner Kammerspielen und am Schauspiel Frankfurt. Daneben arbeitete er regelmäßig auch für Film und Fernsehen. Ab 1993 nahm er als Fernsehfigur Motzki satirisch die deutsch-deutsche Vereinigung in den Blick. Der Preis wird am 17. November in Berlin verliehen. Er erinnert an den Filmregisseur und langjährigen Präsidenten der DDR-Akademie der Künste, Konrad Wolf (1925-1982). Der 82-Jährige erhält die mit 5000 Euro dotierte Auszeichnung für sein darstellerisches Lebenswerk.

Festival «euro-scene» startet mit großen Namen

Die belgische Compagnie des ballets eröffnet das diesjährige Tanz- und Theaterfestival «euro-scene» in Leipzig.

Das Engagement des bedeutenden Choreographen Alain Platel und seiner Ballettcompagnie sei ein Glück für das Festival, sagte «euro-scene»-Direktorin Ann-Elisabeth Wolff. Unter dem Motto «Transit» werden bei der 24. Auflage des Festivals zwölf Gastspiele aus acht Ländern gezeigt. Die 23 Vorstellungen können Besucher vom 4. bis 9. November in Leipzig erleben.

Deutsche Künstler nominiert für Lichtkunstpreis

Drei Kandidaten aus Deutschland und den USA sind für den «International Light Art Award 2015» nominiert.

Das Kölner Künstlerduo Martin Hesselmeier & Andreas Muxel, der Kölner Bildhauer Dirk Vollenbroich und der in den USA lebende chilenischen Gegenwartskünstler Iván Navarro sind unter 29 Kandidaten ausgewählt worden. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.Zusätzlich werden sie unterstützt, um von Januar bis Juni in Unna an einer Ausstellung im Zentrum für Internationale Lichtkunst teilzunehmen. Das teilte das Zentrum und die RWE Stiftung mit. Der Gewinner soll im Januar verkündet werden.

Unbekannte Details an Leonardos "Anbetung"

Der Renaissancekünstler Leonardo da Vinci hat sein unvollendetes Bild «Die Anbetung der Könige» nicht allein gemalt.

Nach der Entfernung der Schmutzschicht auf dem Gemälde aus dem 15. Jahrhundert seien Farben und Details zum Vorschein gekommen, die zeigten, das Leonardo von anderen Malern unterstützt wurde, teilten die Uffizien in Florenz mit, zu deren Bestand das Werk gehört. Außerdem hätten die Restauratoren neue Einsichten in die Arbeitsweise Leonardos gewonnen. Die erste Phase der Restaurierung des Gemäldes begann 2011 und soll im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Leonardo, der von 1452 bis 1519 lebte, begann das Gemälde 1481. Es blieb unvollendet weil er ein Jahr später nach Mailand ging.

Rubens-Ausstellung in Brüssel

"Rubens und sein Vermächtnis" ist mit über 150 Werken weltweit die erste, große Retrospektive, die sich dem Einfluss von Peter Paul Rubens auf die Malerei widmet.

Seit acht Jahren hat sich der Rubensspezialist und Kurator Nico van Hout auf die Ausstellung vorbereitet. Die Schau zeigt den Einfluss des barocken Malerfürsten Peter Paul Rubens (1577-1640) auf die Malerei. Das künstlerische Vermächtnis des einflussreichsten Flämischen Alten Meisters war für Künstler über vier Jahrhunderte Quelle der Inspiration. Von Rembrandt über Cézanne, bis zum Oeuvre von Picasso finden wir die Bildsprache von Rubens wieder. Die Ausstellung beleuchtet das kulturelle Vermächtnis Rubens unter sechs Aspekten: Gewalt, Macht, Lust, Mitgefühl, Eleganz und Poesie. 150 Leihgaben aus weltweiten Museen in Amsterdam, London, Madrid oder New York werden ab morgen in der Ausstellung gezeigt.

Star-Geiger Bell will wieder im Bahnhof spielen

Der amerikanische Geiger Joshua Bell will erneut in einem Bahnhof auftreten, um Aufmerksamkeit auf Musik-Erziehung zu lenken.

"Es sollte möglich sein, eine Stecknadel fallen zu hören, um den Zauber von Bach zu erleben", sagte der Grammy-Preisträger der "Washington Post". Bereits 2007 hat Bell in einem U-Bahn-Eingang gespielt - ohne sich zu erkennen zu geben. Damals beachtete so gut wie keiner den Straßenmusiker-Auftritt. Ein Artikel darüber gewann später den Pulitzer-Preis. Diesmal kündigt Bell die Aktion an: Zusammen mit neun Musik-Studenten will er am 30. September in der Haupthalle der Union Station in Washington spielen.

Bob Dylan wird "Person des Jahres"

Der amerikanische Rock- und Folkmusiker wird von den Grammy-Verleihern für seine künstlerischen Verdienste geehrt.

Der 71-Jährige soll die Auszeichnung als "Person des Jahres" im Vorfeld der Grammy-Gala im Februar 2015 erhalten, teilte die Stiftung MusiCares mit. In früheren Jahren waren unter anderem Ex-Beatle Paul McCartney und Rocker Bruce Springsteen von der Stiftung der Grammy verleihenden Recording Academy zur "Person Of The Year" gekürt worden. Bei dem Gala-Konzert zu Ehren Dylans sollen unter anderem Künstler wie Beck, Norah Jones, John Mellencamp, Willie Nelson und Bonnie Raitt mitwirken. Der Erlös der Benefizveranstaltung fließt bedürftigen Musikern zu. Der zehnfache Grammy-Gewinner Dylan gilt als einer der einflussreichsten Musiker des 20. Jahrhunderts. Dylan hat in seiner über 50-jährigen Karriere mehr als 500 Lieder geschrieben, darunter "Masters Of War", "Blowing in the Wind" und "Like a Rolling Stone".

Pedro Almodóvar wird 65

Der spanische Filmregisseur hat heute Geburtstag.

Almodóvar gilt als der international bekannteste spanische Regisseur des zeitgenössischen Kinos. Seine Tragikomödie "Alles über meine Mutter" wurde im Jahr 2000 mit einem Oscar und einem Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet. Er wurde am 24. September 1949 in Calzada de Calatrava geboren. Wenige Regisseure haben das moderne spanische Kino so geprägt wie der Mann mit einem skurril-bewegten Blick für Bilder. Almodóvar stammt aus der Region, aus der Don Quijote verzweifelt gegen Windmühlen kämpft: La Mancha.

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