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Kulturnachrichten

Sonntag, 21. September 2014

Leonard Cohen feiert 80. Geburtstag

Kanadischer Altmeister begeht Jubiläum mit neuem Album

Der Songschreiber, Komponist, Lyriker und Meister der Melancholie wird heute 80 Jahre alt. Sich und seine Fans beschenkte er bereits am Freitag mit einem komplett neuen Album: "Popular Problems". Er habe "keinen Sinn und keine Lust auf Ruhestand", sagte Cohen jüngst dem britischen "Telegraph".
Nachdem ihn seine frühere Managerin um millionenschwere Rentenrücklagen betrogen hatte, steht Cohen seit rund sechs Jahren wieder auf den Bühnen der Welt. 2012 brachte er mit "Old Ideas" sogar das erfolgreichste Album seiner Karriere heraus.
Leonard Norman Cohen stammt aus einer jüdischen Familie in Montreal. Schon als Kind lernte er Gitarre spielen und hatte bald Auftritte in Cafés und Clubs. In den frühen 60er Jahren zog er sich zum Schreiben zeitweise auf die griechische Insel Hydra zurück. Viele seiner Veröffentlichungen wurden von Kritikern gewürdigt, 2011 sogar mit dem spanischen Prinz-von-Asturien-Preis für Literatur. Ende der 60er Jahre ging Cohen nach New York und nahm die Musik wieder auf - bald mit großem Erfolg.
Cohens melancholische Songs handeln von verlorener Liebe und Leid, von Todessehnsucht und Gottessuche, sprachlich erinnern sie an polierte Kleinode.

Iris Berben erhält Erich-Kästner-Preis

Schauspielerin wurde in Dresden geehrt

Iris Berben hat die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung auf Schloss Albrechtsberg entgegen genommen, wie der Presseclub Dresden mitteilte. Berben sei eine Künstlerin, die sich mit viel Leidenschaft gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus und jede Form der Ausgrenzung engagiere. Die Laudatio hielt der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU). Der Preis wird seit 1994 vom Presseclub Dresden verliehen. 2013 wurde der inzwischen gestorbene Kabarettist Dieter Hildebrandt geehrt.

Gospelkirchentag in Kassel zu Ende gegangen

45 000 Menschen besuchten Europas größtes Gospelfestival

Mit einem Festivalgottesdienst in der Innenstadt von Kassel ist heute der 7. Internationale Gospelkirchentag zu Ende gegangen. In seiner Predigt rief der kurhessische Bischof Martin Hein dazu auf, die Augen vor den vielen Nöten in der Welt nicht zu verschließen. "Weil wir Gospels singen, weil wir von der Kraft Gottes überzeugt sind, müssen wir die Augen öffnen", sagte der evangelische Theologe in Anspielung auf den Text des Gospels "Amazing Grace". Ein gleichnamiges Musical erlebte gestern in Kassel seine Welturaufführung. Der nächste Gospelkirchentag findet im September 2016 in Braunschweig statt.

Schauspieler Guntram Brattia gestorben

Münchner Schauspieler starb bei einem Unfall

Wie das Residenztheater München mitteilte, kam der gebürtige Österreicher am Freitag im Alter von 47 Jahren ums Leben. Intendent Martin Kusej würdigte ihn als "Volldampfschauspieler und starken Charakter". Guntram Brattia begann seine Karriere vor 25 Jahren am Residenztheater und brillierte als Romeo in der Shakespeare-Inszenierung von Leander Haußmann. In den 90er Jahren wechselte er an das Deutsche Theater in Berlin und spielte unter Thomas Langhoff. Nach weiteren Engagements in Frankfurt am Main und Düsseldorf kehrte Brattia vor drei Jahren an das Residenztheater zurück. Er war auch in Filmen wie "Paradiso" (1999) und im "Tatort" zu sehen.

Gebäude für Bollhagen-Museum übergeben

Fabrikgebäude soll ab 2015 Bollhagen-Nachlass beherbergen

Das Gebäude in der Stadt Velten im brandenburgischen Kreis Oberhavel wurde nach einjähriger Bauzeit an den Museumsbetreiber übergeben. Der Förderverein Ofen- und Keramikmuseum will das Gebäude 2015 unter anderem mit einer Ausstellung über Hedwig Bollhagen (1907-2001) eröffnen. Die Künstlerin arbeitete im nahegelegenen Marwitz. In dem Dorf hatte sie 1934 unter fragwürdigen Umständen die Werkstatt der jüdischen Künstlerin und Bauhaus-Schülerin Margarethe Heymann-Loebenstein (1899-1990) übernommen.
Bollhagens Nachlass wurde 2004 als sogenanntes bewegliches Denkmal in die Denkmalliste des Landes Brandenburg aufgenommen. Die Landeshauptstadt Potsdam hatte sich gegen ein Bollhagen-Museum entschieden.

Berliner Künstlerin bekommt Nachwuchspreis

Nina Beier erhält Kunstpreis der Böttcherstraße in Bremen

Die 1975 im dänischen Aarhus geborene Künstlerin rege das Nachdenken über Kunst im Museum und das Kapital an. urteilte die internationale Jury. Ihre Arbeit habe eine "hohe skulpturale Präsenz", urteilte eine fünfköpfige internationale Jury. Die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung wird seit 1985 alle zwei Jahre vergeben und zählt zu den bedeutendsten Nachwuchspreisen der Gegenwartskunst in Deutschland.
Für den Wettbewerb arrangierte Beier drei Bronzefiguren aus der Sammlung der Bremer Kunsthalle, die auf Stapeln handgeknüpfter Teppiche liegen. Dazwischen klemmen Geldscheine, die Freunde der Künstlerin zur Verfügung gestellt haben. Hundenäpfe mit künstlichen Tränen und künstlichem Schweiß ergänzen die Installation. Die Arbeit ist neben neun weiteren aus dem deutschsprachigen Raum noch bis zum 5. Oktober in der Bremer Kunsthalle zu sehen.

Max Dudler gewinnt Wettbewerb für Bundesrats-Anbau

Architektenbüro entwirft Büroflächen und Besucherzentrum

Das in Berlin, Frakfurt/Main und Zürich ansässige Büro setzte sich gegen 25 Mitbewerber durch, teilte das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung mit. Die Bauarbeiten an der Westseite des preußischen Herrenhauses sollen 2017 beginnen. Die Kostenobergrenze soll bei 70,4 Millionen Euro liegen. Im geplanten Besucherzentrum des Bundesrates soll es Konferenzräume und Säle für Rollenspiele geben, bei denen Schüler die Arbeit der Ländervertretung nachempfinden können.
Max Dudler hat in Berlin auch das Jakob-und-Wilhelm- Grimm- Zentrum gebaut.

Hamburger Reeperbahnfestival endet mit Besucherrekord

30 000 Menschen kamen zu Konzerten und Konferenzen

Nach Angaben der Veranstalter des Reeperbahnfestivals waren das 2 000 mehr als im vergangenen Jahr. "Wir sind extrem zufrieden", sagte Festivalchef Alexander Schulz.
Neben mehr als 400 Konzerten gab es in Hamburg Lesungen, Ausstellungen und Filmvorführungen. Die begleitende Branchenkonferenz umfasste rund 170 Programmpunkte aus den Bereichen Musik, Games oder Netzkultur. Konferenzleiter Detlef Schwarte hob die Auftaktveranstaltung mit Herbert Grönemeyer hervor: Dort habe man "Bemerkenswertes" gehört. Der Sänger und Chef eines Plattenlabels hatte sich kritisch über die digitale Entwicklung und verlorene Werte in der Unterhaltungsbranche geäußert.

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