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Kulturnachrichten

Freitag, 19. September 2014

Streit um Goebbels-Biografie

Verlag zur Offenlegung von Tantiemen verurteilt

Die Verlagsgruppe Random House muss Auskunft darüber geben, wie viel Geld sie mit dem Verkauf einer Goebbels-Biographie verdient hat. Das hat das Landgericht München heute entschieden.
Goebbels' Nachlassverwalterin hatte den Verlag auf rund 6 500 Euro verklagt, weil in dem 2010 erschienenen Buch Zitate aus dem Tagebuch des NS-Propaganda-Chefs vorkommen. Ob Random House die Nachlassverwalterin an den Verkaufserlösen beteiligen muss, hat das Gericht noch nicht entschieden. Der Verlag kündigte Berufung an. Die Klägerseite war bei der Urteilsverkündung nicht anwesend.

Dokumentationszentrum Obersalzberg bekommt Erweiterungsbau

Die Dokumentationsstelle an Hitlers einstigem Domizil auf dem Obersalzberg wird erweitert.

Mit dem Erweiterungsbau solle die bisherige Ausstellungsfläche von rund 400 auf über 1.000 Quadratmeter wachsen, teilte der bayerische Finanzstaatssekretär Johannes Hintersberger in Berchtesgaden mit. Eine Erweiterung wurde notwendig, weil jedes Jahr rund 160.000 Menschen den Obersalzberg besuchen, ursprünglich war das 1999 gegründete Dokumentationszentrum für maximal 40.000 Besucher konzipiert. Am Obersalzberg bei Berchtesgaden befand sich Adolf Hitlers Feriendomizil. Nach 1933 wurde das Haus zum zweiten Regierungssitz neben Berlin ausgebaut, am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde es von den Alliierten zerstört. Hintersberger sagte, dass es bei der Erweiterung des Doku-Zentrums vor allem um die Entmystifizierung des einstigen zweiten Regierungssitzes Hitlers gehe. Der Freistaat gebe 17 Millionen Euro für das Projekt: über 14 Millionen für den Erweiterungsbau, der Rest fließe in die Dauerausstellung.

Große Baselitz-Ausstellung in München

Werke aus 50 Jahren sollen analysiert werden

Unter dem Titel "Damals, dazwischen und heute" präsentiert das Münchner Haus der Kunst bis zum 1. Februar 2015 die umfassende Einzelausstellung zu Georg Baselitz. Im Mittelpunkt stehen wiederkehrende Motive und Themen seiner Arbeiten wie die Figur und der Adler, die Doppelfigur sowie das Porträt. Auch die neueren Werkgruppen der "Schwarzen Bilder" sowie der monumentalen Bronzeskulpturen sollen beleuchtet werden.
Baselitz wurde 1938 in Deutschbaselitz bei Dresden geboren und wuchs in der DDR auf. An der Kunstakademie Ostberlin wurde er wegen "gesellschaftlicher Unreife" suspendiert, worauf er sich an der Westberliner Akademie bewarb. Dort schloss er 1962 sein Studium ab. In dieser Zeit legte er sich auch seinen Künstlernamen zu.

Kunstmuseum Münster eröffnet Erweiterungsbau

Museum öffnet heute nach zwei Jahren Schließzeit

Über fünf Jahre wurden knapp 50 Millionen Euro in den Neubau des Architekten Volker Staab gesteckt. Nun ist die Ausstellungsfläche des Museums um 1800 auf 7500 Quadratmeter gewachsen. Über 300 000 Exponate umfasst die Sammlung. Sie hat den Anspruch, die westfälische Landesgeschichte abzudecken. Mit Werken von Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, Emil Nolde und Franz Marc zeigt sie aber auch die Moderne.
Der Architekt Staab hat auch in Nürnberg und Schweinfurt Museumsneubauten geschaffen und baut seit 2010 den Wohnpalast von Richard Wagner in Bayreuth aus.

Ältestes jüdisches Gebetbuch der Welt

Das Bible Lands Museum präsentierte das Buch heute in Jerusalem der Öffentlichkeit.

Der 1200 Jahre alte sogenannte Siddur umfasst nach Angaben des Museums rund 50 Seiten und stammt aus dem Nahen Osten. Ein Radiokarbontest ergab, dass das Buch in der ersten Hälfte des neunten Jahrhunderts nach Christus enstand, teilte das Museum mit. Das Exponat sei "ein echter Schatz des jüdischen Volkes", sagte Amanda Weiss, Geschäftsführerin des Museums. Der Band besteht aus drei Teilen: einem Morgengebet, liturgischen Gedichten und der sogenannten Hagada, die zum Pessach-Fest gelesen wird. Der Siddur wird im Rahmen einer Ausstellung über das «Buch der Bücher» zu sehen sein. Sie zeigt neben dem Gebetbuch unter anderem auch originale Seiten der Gutenberg-Bibel. Die Exponate sind eine Leihgabe aus den USA. In Jerusalem ist die Ausstellung noch bis zum 18. Oktober 2014 zu besichtigen.

Wolfgang Held ist tot

DDR-Autor starb am Mittwoch im Alter von 84 Jahren nach langer schwerer Krankheit in Weimar.

Über die DDR hinaus bekannt wurde Held 1988 mit dem DEFA-Film «Einer trage des anderen Last», für den er das Drehbuch schrieb. Held, in der Weimar geboren wurde, verarbeitete darin eigene Erlebnisse aus den 50er Jahren in einem Lungensanatorium, wo er als junger Volkspolizist das Zimmer mit einem gleichaltrigen evangelischen Pfarrer teilte.
1989 wurde er dafür als erster deutscher Drehbuchautor für den Europäischen Filmpreis nominiert.

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