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Kulturnachrichten

Donnerstag, 18. September 2014

Sparkurs bei Gruner + Jahr

Der Henri-Nannen-Preis für die besten journalistischen Arbeiten fällt im nächsten Jahr aus.

Grund sind nach Angaben von Gruner + Jahr die angekündigten Sparmaßnahmen. Insbesondere die feierliche Gala erscheint dem Verlag, nach eigenen Angaben, nicht mehr angemessen. Das Verlagshaus will 400 Arbeitsplätze in Deutschland streichen und in den kommenden drei Jahren 75 Millionen Euro einsparen. Hintergrund sind rückläufige Erlöse im Print-Geschäft.Die Entscheidung betrifft nach Angaben des Verlagshauses nur die Preisverleihung 2015 und ist keine Grundsatzentscheidung. Mehr als 1,5 Millionen Euro hat sich Gruner + Jahr die Gala in der Vergangenheit kosten lassen und dafür auf Sponsoren verzichtet. Das Verlagshaus will die Zeit nutzen, um die künftige Gestaltung des Henri-Nannen-Preises zu überdenken. So sollen die Preiskategorien überarbeitet und eine angemessene Beteiligung digitaler Medien erreicht werden. Die Kontroverse um die NS-Vergangenheit des Verlegers Henri Nannen habe bei der Entscheidung dagegen überhaupt keine Rolle gespielt, hieß es.

Langenscheidt siegt im Markenstreit um die Farbe Gelb

In letzter Instanz hat der Marktführer gewonnen.

Nur Langenscheidt-Wörterbücher dürfen gelb sein. Gelb ist seit fast sechs Jahrzehnten das Markenzeichen für Langenscheidt-Wörterbücher - die Farbe darf deshalb nicht von der Konkurrenz verwendet werden. Im Markenrechtsstreit um die Farbe Gelb hat der Bundesgerichtshof nun dem Münchner Wörterbuchverlag recht gegeben. Der Sprachlern-Softwarehersteller Rosetta Stone darf die Farbe nicht mehr verwenden. Die obersten deutschen Zivilrichter begründeten dies heute damit, dass der Verbraucher die beiden Marken verwechseln könnte. Langenscheidt hatte sich 2010 die Farbmarke Gelb für seine zweisprachigen gedruckten Wörterbücher eintragen lassen. Weil Rosetta Stone beim Internetauftritt, in der Werbung und auf Verpackungen ebenfalls Gelb verwendete, hatte der Münchner Verlag eine Verletzung seiner Markenrechte geltend gemacht und den Konkurrenten beim Oberlandesgericht Köln erfolgreich auf Unterlassen und Schadenersatz verklagt. Die dagegen eingelegte Revision von Rosetta Stone wies der BGH nun zurück.

Kunstmuseum Münster eröffnet Erweiterungsbau

Museum öffnet heute nach zwei Jahren Schließzeit

Über fünf Jahre wurden knapp 50 Millionen Euro in den Neubau des Architekten Volker Staab gesteckt. Nun ist die Ausstellungsfläche des Museums um 1800 auf 7500 Quadratmeter gewachsen. Über 300 000 Exponate umfasst die Sammlung. Sie hat den Anspruch, die westfälische Landesgeschichte abzudecken. Mit Werken von Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, Emil Nolde und Franz Marc zeigt sie aber auch die Moderne.
Der Architekt Staab hat auch in Nürnberg und Schweinfurt Museumsneubauten geschaffen und baut seit 2010 den Wohnpalast von Richard Wagner in Bayreuth aus.

Wolfgang Held ist tot

Der Autor des Bestsellers "Einer trage des anderen Last...", starb gestern im Alter von 84 Jahren.

Das teilte der Eckhaus-Verlag in Weimar mit. Der Thüringer Schriftsteller hatte sich mit zahlreichen Romanen, Jugendbüchern und Drehbüchern einen Namen gemacht. Für den Spielfilm "Einer trage des anderen Last " hatte der gebürtige Weimarer das Szenarium geschrieben. Der von der DEFA produzierte Streifen war 1988 uraufgeführt worden und galt in der DDR als Publikums-Hit. 1995 veröffentlichte Wolfgang Held ein Buch mit dem gleichen Titel.

Ältestes jüdisches Gebetbuch der Welt

Das Bible Lands Museum präsentierte das Buch heute in Jerusalem der Öffentlichkeit.

Der 1200 Jahre alte sogenannte Siddur umfasst nach Angaben des Museums rund 50 Seiten und stammt aus dem Nahen Osten. Ein Radiokarbontest ergab, dass das Buch in der ersten Hälfte des neunten Jahrhunderts nach Christus enstand, teilte das Museum mit. Das Exponat sei "ein echter Schatz des jüdischen Volkes", sagte Amanda Weiss, Geschäftsführerin des Museums. Der Band besteht aus drei Teilen: einem Morgengebet, liturgischen Gedichten und der sogenannten Hagada, die zum Pessach-Fest gelesen wird. Der Siddur wird im Rahmen einer Ausstellung über das «Buch der Bücher» zu sehen sein. Sie zeigt neben dem Gebetbuch unter anderem auch originale Seiten der Gutenberg-Bibel. Die Exponate sind eine Leihgabe aus den USA. In Jerusalem ist die Ausstellung noch bis zum 18. Oktober 2014 zu besichtigen.

Dokumentationszentrum Obersalzberg bekommt Erweiterungsbau

Die Dokumentationsstelle an Hitlers einstigem Domizil auf dem Obersalzberg wird erweitert.

Mit dem Erweiterungsbau solle die bisherige Ausstellungsfläche von rund 400 auf über 1.000 Quadratmeter wachsen, teilte der bayerische Finanzstaatssekretär Johannes Hintersberger in Berchtesgaden mit. Eine Erweiterung wurde notwendig, weil jedes Jahr rund 160.000 Menschen den Obersalzberg besuchen, ursprünglich war das 1999 gegründete Dokumentationszentrum für maximal 40.000 Besucher konzipiert. Am Obersalzberg bei Berchtesgaden befand sich Adolf Hitlers Feriendomizil. Nach 1933 wurde das Haus zum zweiten Regierungssitz neben Berlin ausgebaut, am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde es von den Alliierten zerstört. Hintersberger sagte, dass es bei der Erweiterung des Doku-Zentrums vor allem um die Entmystifizierung des einstigen zweiten Regierungssitzes Hitlers gehe. Der Freistaat gebe 17 Millionen Euro für das Projekt: über 14 Millionen für den Erweiterungsbau, der Rest fließe in die Dauerausstellung.

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