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Kulturnachrichten

Montag, 15. September 2014

Berlinale-Gewinner in Peking festgenommen

Filmregisseur Wang Quan'an wird Prostitution vorgeworfen

Er sei in einer Pekinger Wohnung mit einer Frau angetroffen worden, der er rund 100 Euro gezahlt habe, heißt es in einem Polizeibericht. Wang habe drei Nächte lang die Dienste von Prostituierten in Anspruch genommen.
China führt derzeit eine Kampagne gegen Prostitution und illegale Drogen und nimmt dabei immer wieder auch Prominente ins Visier. Im August wurden Jaycee Chan, dem Sohn von Filmstar Jackie Chan, Drogenvergehen vorgeworfen.
Wang gewann auf der Berlinale 2007 mit dem Film "Tuyas Hochzeit" den Goldenen Bären. Auch sein 2011 erschienener Film "White Deer Plain" wurde international bekannt.

Filmfest Toronto: Publikumspreis für "The Imitation Game"

Die Filmbiografie des norwegischen Regisseurs Morten Tyldum hat den People's Choice Award des Internationalen Kinofestials gewonnen.

"The Imitation Game" erzählt die Lebensgeschichte des britischen Mathematikers Alan Turing, der den Enigma-Code der Deutschen im Zweiten Weltkrieg knackte und die Basis für Computer schuf. Turing wurde nach dem Krieg in England wegen seiner Homosexualität verurteilt und beging Selbstmord.

Zum besten Dokumentarfilm wählte das Publikum "Beats of the Antonov" von Hajooj Kuka. Der Film erzählt Geschichten sudanesischer Flüchtlinge, die durch Musik tragische Erlebnisse verarbeiten. Beim 39. Toronto Film Festival standen in diesem Jahr fast 400 Lang-und Kurzfilme aus über 70 Ländern auf dem Programm. Deutschland war mit 31 Beiträgen vertreten, darunter Christian Petzolds Nachkriegsdrama "Phoenix" mit Nina Hoss.

Navid Kermani erhält Joseph-Breitbach-Preis

Islamwissenschaftler wird für Gesamtwerk ausgezeichnet

Vor allem aber war die Jury von Kermanis 2011 erschienener Romanchronik "Dein Name" beeindruckt. Das Buch habe "Ausnahmerang", heißt es in der Begründung. Der Joseph-Breitbach-Preis der gleichnamigen Stiftung und der Mainzer Akademie der Wissenschaft ist mit 50.000 Euro einer der höchstdotierten Literaturpreise. Der nach dem deutsch-französischen Schriftsteller Joseph Breitbach (1903-1980) benannte Preis wird am 19. September in Koblenz vergeben.

Oskar Pastior Preis für Marcel Beyer

Im Rahmen des Internationalen Literaturfestivals Berlin wurde der mit 40.000 Euro dotierte Oskar Pastior Preis an den Schriftsteller Marcel Beyer verliehen.

Das Werk des 48-Jährigen zeichne sich «durch eine intensive Beobachtung des sprachlichen Materials aus, die durch die harten Themen hindurch in offenes poetisches Gelände führt», so die Jury. Erst im Mai war Beyer auch der Kleist-Preis 2014 zugesprochen worden. Der Lyriker und Erzähler, der seit 1996 in Dresden lebt, ist mit Werken wie «Flughunde», «Erdkunde» und «Putins Briefkasten» bekannt geworden.

Karl-Preusker-Medaille für Berliner Medienexperten Thomas Feibel

Würdigung für Bildungsengagement des Journalisten und Autors

Feibel habe sich um die Leseförderung und die Vermittlung elektronischer Medien für Kinder und Jugendliche verdient gemacht, teilte der Dachverband der Bibliotheksverbände, Bibliothek und Information Deutschland (BID) mit. Der 52jährige Journalist und Autor ist Experte für das Thema Kinder und Computer.
Der undotierte Ehrenpreis erinnert an den Bibliotheken-Pionier Karl Benjamin Preusker (1786-1871) und wird am 31. Oktober in Berlin verliehen. Vorherige Preisträger waren unter anderen Altbundespräsident Horst Köhler und der Moderator Ranga Yogeshwar.

Anklage gegen mutmaßliche Kunstbetrüger

Kunstfälscherbande operierte international

Zwei Männer im Alter von 42 und 68 Jahren werden beschuldigt, 18 gefälschte Werke russischer Avantgardekunst angeboten und zum Teil verkauft zu haben. Ein 41-Jähriger soll dabei geholfen haben. Die Staatsanwaltschaft in Wiesbaden bestätigte heute einen «Spiegel»-Bericht. Die beiden früheren Galeristen sitzen in Haft.
Fahnder des Bundeskriminalamts hatten in sechs Bundesländern gefälschte Gemälde, Herkunfts- und Verkaufsunterlagen sowie Schmuck- und Wertgegenstände sichergestellt. Durchsuchungen gab es auch in der Schweiz und Israel.

Vier Millionen Besucher beim Tag des offenen Denkmals

Bundesweit öffneten rund 7 500 denkmalgeschützte Bürohäuser, Kirchen, Burgen, Villen und Schiffe zum Thema «Farbe».

Die Besucherzahl entsprach ungefähr der des Vorjahres. Der Denkmalschutztag wurde erstmals in Hamburg eröffnet, wo rund 30.000 Besucher gezählt wurden. In Mainz gab es erstmals seit Monaten wieder Führungen durch die St. Johanniskirche. Archäologen hatten das heute evangelische Gotteshaus als älteste Kathedrale identifiziert, die im Mittelalter nördlich der Alpen gebaut wurde. Sie fanden Mauerreste aus der Zeit der Merowinger im 6. und 7. Jahrhundert.

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