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Kulturnachrichten

Mittwoch, 10. September 2014

Bauhaus-Museum in Dessau soll ohne Dauerausstellung auskommen

Neubau wird 25 Millionen Euro kosten

Das geplante Bauhaus-Museum in Dessau soll keine klassische, auf Jahre angelegte Dauerausstellung bekommen. Die umfangreiche Sammlung solle vielmehr flexibel und in einem dynamischen Prozess präsentiert werden, beschloss der Stiftungsrat der Stiftung Bauhaus Dessau am Mittwoch. Bislang wird mit Kosten in Höhe von 25 Millionen Euro für den Neubau gerechnet - Sachsen-Anhalt gibt 12,5 Millionen, der Bund soll die andere Hälfte beisteuern.
Bis zum Bauhaus-Jubiläum im Jahr 2019 soll der Bau bezogen sein. Dann jährt sich die Gründung der einstigen Kunstschule zum 100. Mal.
In dem neuen Museum soll die zweitgrößte Bauhaus-Sammlung angemessen präsentiert werden. Sie vereint laut Stiftung 25 000 Objekte und Dokumente zur Geschichte des Bauhauses von 1919 bis 1933, vor allem zum Bauhaus Dessau von 1925 bis 1932, sowie zur Rezeptionsgeschichte des Bauhauses, besonders in Ostdeutschland.

US-Jazzmusiker Gerald Wilson gestorben

Er arrangierte auch für Dizzy Gillespie und Count Basie

Der US-Jazzmusiker Gerald Wilson ist tot. Er starb im Alter von 96 Jahren in Los Angeles. Der 1918 im US-Bundesstaat Mississippi geborene Musiker hatte rund acht Jahrzehnte lang als Komponist, Trompeter und Leiter einer Big Band Erfolge gefeiert und mit Stars wie Duke Ellington, Ray Charles und Ella Fitzgerald zusammengearbeitet. Auch für Filme und TV-Serien schrieb er Musik. "Unsere Musikwelt hat einen ihrer leidenschaftlichsten, engagiertesten und dynamischsten Erfinder verloren", teilten die Veranstalter der Grammys in einer Würdigung mit. "Sein beeindruckendes Erbe wird uns weiter inspirieren."

Kulturstaatsministerin: Zentrum Kulturgutverluste beginnt dieses Jahr mit seiner Arbeit

Das erklärte Monika Grütters (CDU) in der Haushaltsdebatte des Bundestages.

Das geplante Zentrum zur deutschlandweiten Suche nach NS-Raubkunst soll in
Museen, Archiven und Bibliotheken die Suche nach Kunstwerken, die den rechtmäßigen Besitzern von oder im Auftrag der Nationalsozialisten verloren gingen, stärken. Sitz des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste wird Magdeburg.
Die Kulturstaatsministerin erklärte, 60 Prozent der deutschen Museen hätten ihre
Bestände noch nicht auf NS-Raubkunstverdacht hin untersucht. Nur in zehn Prozent der Fälle stünden die Mittel dafür bereit. Hier könne das mit Ländern und Kommunen vereinbarte Zentrum helfen.

Deutscher Buchpreis 2014: Shortlist veröffentlicht

Im Wettbewerb um den besten deutschsprachigen Roman des Jahres hat die Jury ihre sechs Titel für das Finale am 6. Oktober nominiert.

· Thomas Hettche: Pfaueninsel (Kiepenheuer & Witsch, September 2014)
· Angelika Klüssendorf: April (Kiepenheuer & Witsch, Februar 2014)
· Gertrud Leutenegger: Panischer Frühling (Suhrkamp, März 2014)
· Thomas Melle: 3000 Euro (Rowohlt.Berlin, August 2014)
· Lutz Seiler: Kruso (Suhrkamp, September 2014)
· Heinrich Steinfest: Der Allesforscher (Piper, März 2014)

Der vom Dachverband der deutschen Buchbranche organisierte Preis wird
in diesem Jahr zehn Jahre alt. Der Gewinner erhält 25 000
Euro, die restlichen fünf Finalisten 2500 Euro. In diesem Jahr hatte die Jury 167 eingereichte Titel aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gesichtet und am 13. August ihre Longlist mit 20 Büchern vorgelegt.

Leser können Mitglied beim "Guardian" werden

Mitglieder erhalten vergünstigte Tickets zu Veranstaltungen der Zeitung

Die britische Zeitung "Guardian" nimmt künftig Leser als Mitglieder auf. Seit Mittwoch können Interessierte die linksliberale Zeitung mit regelmäßigen Zahlungen unterstützen und genießen dafür bestimmte Vorteile. In einem offenen Brief auf der Homepage erklärte Chefredakteur und Herausgeber Alan Rusbridger, die Idee sei vor zwei Jahre bei einer Leser-Konferenz im Londoner Redaktionsgebäude entstanden: Viele Leser seien bereit, die Arbeit des "Guardian" mit Geld zu unterstützen oder ihn zu abonnieren, aber sehr viele fragten, ob sie Mitglied werden könnten. Das hat die Zeitung jetzt umgesetzt: Für 15 Pfund (19 Euro) im Monat werden Leser zu "Partnern", für 60 Pfund monatlich zu "Förderern". Als Gegenleistung bekommen sie zum Beispiel vergünstigte Tickets zu Veranstaltungen des "Guardian" und eine Mitgliedskarte.

Stonehenge: Neue Scanmethode zeigt dass Steinkreise von Tempeln umgeben waren

Bisher unbekannte Funde bis zu 6000 Jahre alt

Mit einer neuartigen Scanmethode haben britische Wissenschaftler nun festgestellt, dass der prähistorische Steinkreis Stonhenge in Südengland keineswegs allein in der Landschaft stand.
Unter der Erde wurden 17 bisher unbekannte Holz- oder Steinstrukturen und dutzende neue Grabhügel gefunden. Einige sollen bis zu 6000 Jahre alt sein. "Die Funde werden unsere Sichtweise auf Stonehenge völlig verändern", sagte Projektleiter Vincent Gaffney von der Universität von Birmingham am Dienstag. Stonehenge sei von Hunderten Grabmälern, Tempeln und Schreinen umgeben gewesen.

Internationales Literaturfestival Berlin: Heute geht's los

Beim Internationalen Literaturfestival Berlin werden in diesem Jahr mehr als 150 Autoren aus über 50 Ländern erwartet.

Die 14. Ausgabe eröffnet am Abend der indische Schriftsteller Pankaj Mishra, der bei der Leipziger Buchmesse mit dem Preis für europäische Verständigung ausgezeichnet wurde. Im Anschluss liest die amerikanische Autorin Jhumpa Lahiri aus ihrem neuen Roman "Das Tiefland".
An 30 Veranstaltungsorten sind bis zum Sonntag 300 Veranstaltungen geplant.

Theodor-Wolff-Preis wird heute in Aachen verliehen

Wichtigster Preis der deutschen Zeitungen ehrt sechs Journalisten

Heute werden in Aachen sechs Zeitungsjournalisten mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet. Der Preis würdigt journalistisch tätigen Autoren, die in der deutschen Öffentlichkeit das Bewusstsein für Qualität, Bedeutung und Verantwortlichkeit journalistischer Arbeit lebendig halten.
Die Jury zeichent das Lebenswerk von Rudolf Chimelli ("Süddeutsche Zeitung") aus, der seit Jahrzehnten unter anderem über die islamische Welt berichtet. Johannes Ehrmann wird für ein Porträt des Berliner Stadtteils Wedding ebenso wie Benjamin Piel ("Elbe-Jeetzel-Zeitung") geehrt, der das Thema sexuelle Dienstleistungen für behinderte Menschen aufarbeitet. Kai Strittmatter ("Süddeutsche Zeitung") und Kerstin Kohlenberg ("Die Zeit") werden in der Kategorie Reportage/Essay/Analyse ausgezeichnet. Peter Unfried ("taz") überzeugte in der Kategorie Meinung/Kommentar mit einer Glosse über Bildungsbürger.

National Book Award: für Ursula K. Le Guin

Die Science-Fiction-Autorin erhält die amerikanische Auszeichnung für ihr Lebenswerk, teilte die mit.

Der englische Schriftsteller Neil Gaiman, der Le Guin zu seinen Lieblingsautorinnen zählt, wird den Peis am 19. November in New York übergeben. Mit dem National Book Award, der wichtigsten US-Literaturauszeichnung nach dem Pulitzer-Preis, wurden seit 1950 in der Kategorie "Fiction" unter anderem Saul Bellow, Jonathan Franzen, William Faulkner, Joyce Carol Oates, Richard Powers und Philip Roth geehrt. Die 84jährige Ursula K. Le Guin veröffentlichte zuletzt "Die linke Hand der Dunkelheit"; auch ihr "Erdsee"-Zyklus ist auf Deutsch erschienen. 1973 hatte sie in der Kategorie Jugendbuch ihren ersten National Book Award erhalten.

Archäologischer Sensationsfund am Nordpol

Wrack der legendären Franklin-Expedition entdeckt

Ein Sensationsfund im arktischen Eis elektrisiert Kanada: Rund 170 Jahre nach der legendären Polar-Expedition von John Franklin ist das Wrack eines seiner beiden Schiffe entdeckt worden. Damit sei eines der "größten Rätsel" der kanadischen Geschichte gelöst, verkündete der kanadische Premier Stephen Harper.
Der britische Konteradmiral Franklin war mit den zwei Dampfschiffen am 19. Mai 1845 von England in See gestochen, um die damals sagenumwobene Nordwestpassage zu finden, die Atlantik und Pazifik verbindet. Letztmals von Europäern gesichtet wurden die beiden Schiffe im August 1846 von der Besatzung zweier Walfangschiffe in der Baffin Bay zwischen Grönland und dem Arktischen Archipel.
Nach dem Verschwinden der Schiffe begannen jahrelange Suchaktionen, die aber nicht zu den Schiffswracks führten. Seit 2008 gab es sechs großangelegte Suchkampagnen, für die Schiffe der kanadischen Küstenwache eingesetzt wurden.
Das Wrack wurde am vergangenen Sonntag in der Meerenge Victoria Strait vor der King-William-Insel entdeckt. Harper sprach von einem "wahrhaft historischen Moment" für Kanada. Er zeigte sich optimistisch, dass nun auch bald das zweite Schiffswrack gefunden wird.

Man Booker Preis 2014: Shortlist bekanntgegeben

Nominiert sind die britischen Autoren Howard Jacobson, Neel
Mukherjee und Ali Smith. Außerdem die US-Amerikaner Joshua Ferris und
Karen Joy Fowler sowie der Australier Richard Flanagan. Das teilte die Booker Preis Stiftung mit.

"Es ist eine starke, zum Nachdenken anregenden Liste, von der wir
glauben, dass sie die wunderbare Tiefe und Reichweite der zeitgenössischen englischen Belletristik zeigt", sagte der Jury-Vorsitzende AC Grayling.
Zum erste Mal seit 46 Jahren sind wieder amerikanische Autoren nominiert. Der Gewinner des Man Booker Preises wird am 14. Oktober bekanntgeben.

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