Seit 00:05 Uhr Stunde 1 Labor

Sonntag, 15.12.2019
 
Seit 00:05 Uhr Stunde 1 Labor

Kulturnachrichten

Dienstag, 9. September 2014

Man Booker Preis 2014: Shortlist bekanntgegeben

Nominiert sind die britischen Autoren Howard Jacobson, Neel
Mukherjee und Ali Smith. Außerdem die US-Amerikaner Joshua Ferris und
Karen Joy Fowler sowie der Australier Richard Flanagan. Das teilte die Booker Preis Stiftung mit.

"Es ist eine starke, zum Nachdenken anregenden Liste, von der wir
glauben, dass sie die wunderbare Tiefe und Reichweite der zeitgenössischen englischen Belletristik zeigt", sagte der Jury-Vorsitzende AC Grayling.
Zum erste Mal seit 46 Jahren sind wieder amerikanische Autoren nominiert. Der Gewinner des Man Booker Preises wird am 14. Oktober bekanntgeben.

Filmpreis Köln: Für Lars von Trier

Dem dänischen Regisseur wird die mit 25 000 Euro dotierte Auszeichnung am 10. Oktober überreicht. Das teilten die Veranstalter des Film- und Fernsehfestivals Cologne Conference mit.

Der von der Film- und Medienstiftung NRW und der Stadt Köln gestiftete Preis ehrt Regisseure, Autoren, Produzenten oder Kameraleute, "die in herausragender Weise zur Weiterentwicklung der Film- und Mediensprache beigetragen haben". Frühere Preisträger waren Roman Polanski und David Lynch.
Der TV-Spielfilm-Preis geht in diesem Jahr an Bertrand Tavernier, der ebenfalls während des sechstägigen Festivals ab 5. Oktober in Köln zu Gast sein will.

Buchhändlerverband warnt vor Boykott des Hollande-Enthüllungsbuchs

Der französische Verband hat seine
Mitglieder gewarnt, den Bestsellers von Valérie Trierweiler über ihre gescheiterte Beziehung mit Frankreichs Präsident François Hollande nicht zu verkaufen.

Buchhändler seien keine Zensoren, teilte der Dachverband SLF mit. Immer mehr Buchhändler haben sich in den vergangenen Tagen geweigert, das Enthüllungsbuch «Merci pour ce moment» (Danke für diesen Moment»), in dem die frühere Première Dame mit Frankreichs Staatschef abrechnet, zu verkaufen. Das 320 Seiten lange Buch, das vor mehr als einer Woche mit 200 000 Exemplaren auf den Markt kam, hat reißenden Absatz gefunden und ist in vielen Buchhandlungen vorerst nicht mehr erhältlich.

Außen so schön wie innen

Das Metropolitan Museum hat neuen Vorplatz.

Nach fast zweijähriger Bauzeit erstrahlt der Vorplatz des New Yorker Museums frisch renoviert. "Das ist ein großer Tag für das Met und ein großer Tag für New York", sagte Museumsdirektor Thomas Campbell bei der feierlichen Eröffnung. Bei der Renovierung hat der aus vielen Filmen bekannte langgezogene Platz an der Fifth Avenue direkt neben dem Central Park zwei neue Springbrunnen, mehr als 100 neue Bäume, Tische und Stühle sowie Sonnenschirme bekommen. Die Kosten in Höhe von 65 Millionen Dollar (etwa 50 Millionen Euro) übernahm der Milliardär David H. Koch, nach dem der zuletzt vor 40 Jahre renovierte Platz nun auch benannt ist. Das Metropolitan Museum gilt als eines der bedeutendsten Ausstellungshallen der Welt.

Frankfurter Buchmesse: Aussteller rückläufig

Die Zahl der Aussteller auf der Frankfurter Buchmesse ist um 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Das teilte die Messeleitung mit.

Als Grund wird die internationale Konzentration der Verlagsbranche genannt. Erwartet werden auf der Bücherschau nur noch gut 7000 Aussteller aus 100 Ländern. Rückläufig ist besonders die Zahl der Anbieter aus Deutschland und der angelsächsischen Welt. Zuwächse gibt es dagegen aus China und Südkorea.
Die Frankfurter Buchmesse findet vom 8. bis 12. Oktober statt.

Immerwährende Faszination: Wikinger-Schau in Berlin

Der Blockbuster aus Kopenhagen und London ist jetzt im Martin-Gropius-Bau in Berlin zu sehen.

Die Ausstellung präsentiert nicht nur die schönsten Stücke aus dem Nationalmuseum Kopenhagen, sondern auch den Silberbecher aus Jelling und Vale of York Hort sowie den Goldschatz von Hiddensee. Im Mittelpunkt des neuen Publikumsmagneten aber steht das Wrack des größten Wikingerschiffs, das bislang gefunden wurde. 37 Meter lang, wurde es 1997 im Hafen von Roskilde entdeckt.
Die insgesamt 800 Exponate aus dem 9. bis 11. Jahrhundert, die die nordischen Krieger, Handwerker, Händler und Bauern hinterlassen haben, sind bis zum 4. Januar zu sehen. Ein Jahr lang wird das Schiff "Seehengst von Glendalough" in der Spree vor dem Reichstagsgebäude vor Anker liegen.

Wiedereröffnung des Jüdischen Museums in Brüssel

Dreieinhalb Monate nachdem vier Menschen durch einen wahrscheinlich rassistisch motivierten Anschlag ums Leben kamen, wird das Haus am Sonntag wieder öffnen.

"Das Attentat darf nicht unser kulturelles Leben beeinflussen", sagte der Präsident des Jüdischen Museums, Philippe Blondin. Die Wiedereröffnung des Museums sei bewusst auf den 14. September, den Europäischen Tag der jüdischen Kultur gelegt worden, der in diesem Jahr unter den Thema «Frauen im Judentum» steht.
Eine Gedenktafel am Eingang soll an das Geschehen am 24. Mai 2014 erinnern. Zudem wurden die Sicherheitsmaßnahmen erhöht; zwei Polizisten bewachen derzeit den Eingang.
Nach Abschluss der schon lange geplanten Renovierung im vorderen Teil des Gebäudes, soll es ab kommenden Frühjahr auch Metall-Detektoren geben, die die Besucher vor
dem Eintritt überprüfen. Der Rat der Stadt Brüssel hatte gestern Abend zugestimmt, das Museum dbei mit 30.000 Euro zu unterstützen, so Blondin.
Der tatverdächtige Franzose Nehdi Nemmouce soll am kommenden Freitag erstmals vor Gericht erscheinen. Der 29jährige sitzt seit Juli in Untersuchungshaft. Zwei Touristen aus Israel sowie zwei Mitarbeiter des Museums waren getötet worden.

Echo Klassik für Nachwuchskünstler

Die Deutsche Phono-Akademie ehrt vier Nachwuchsmusiker mit einem Echo Klassik.

Der Pianist Daniil Trifonov, der Hornist Felix Klieser, die Sopranistin Sabine Devieilhe und die Violinistin Tianwa Yang werden mit dem Preis in dieser Kategorie ausgezeichnet, wie die Akademie mitteilte. Bei der Preisverleihung am 26. Oktober in München werden außerdem Anna Netrebko, Jonas Kaufmann und Diana Damrau geehrt. Der "Bestseller des Jahres" geht in diesem Jahr an den Geiger David Garrett.

Chipperfield plant Installation in Neuer Nationalgalerie in Berlin

Der britische Stararchitekt wird vor der Sanierung des Hauses eine ungewöhnliche Installation darin bauen.

Für drei Monate will er die Haupthalle des legendären Mies-van-der-Rohe-Baus mit 144 Baumstämmen in einen «Stützenwald» verwandeln, teilte der Verein der Freunde der Nationalgalerie mit. Auf einer 200 Quadratmeter großen «Lichtung» in der Mitte soll es verschiedene Veranstaltungen geben. Die Installation soll vom 2.10. bis 31.12. zu sehen sein. Chipperfield, der auch für die mehrfach preisgekrönte Renovierung des Neuen Museums in Berlin verantwortlich ist, soll von 2015 an den Mies-Bau denkmalgerecht sanieren. Mit seiner Ausstellung «Sticks and Stones» wolle er im Vorfeld den Blick auf die Grundfragen des Bauens zwischen Natur und Architektur richten. Das Haus der Neuen Nationalgalerie gilt als Ikone der klassischen Moderne. Der in Berlin lebende dänische Künstler Olafur Eliasson plant für das letzte Oktoberwochenende zudem ein Kunstfestival im und um das Haus.

Aufsichtsrat der FAZ tagt: Wer folgt auf Frank Schirrmacher?

"Im Männerbetrieb FAZ bahnt sich etwas Revolutionäres an", schreibt die "Berliner Zeitung".

Das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung könnte dem Blatt zufolge als Herausgeber bald eine Frau verantworten: Literaturchefin Felicitas von Lovenberg.

Nach Informationen der Zeitung einigen sich die verbliebenen vier Herausgeber womöglich heute bei der Aufsichtsratssitzung auf einen Kandidaten. Weil auch bei der FAZ gespart werden muss, wird es keine direkte Nachfolge für den verstorbenen Frank Schirrmacher geben.

Magda Olivero mit 104 Jahren gestorben

Die Mailänder Scala gedachte der Sopranistin mit einer Schweigeminute.

Magda Olivero debütierte nach ihrem Studium 1933 in Turin. Es folgten Engagements in Mailand und Neapel. Nach ihrer Heirat 1941 zog sie sich für zehn Jahre aus der Opernwelt
zurück. Die letzte Arbeit des Komponisten Francesco Cilea brachte sich zurück auf die Bühne. Der Erfolg von "Adriana Lecouvreur" bescherte ihr den internationalen Durchbruch. Markenzeichen blieb ab die "Tosca".
Ihren letzten öffentlichen Auftritt absolvierte Magda Olivero mit 99 Jahren.

Deutschlandradio Kultur Produktionen für Prix Europa nominiert

Zwei Produktionen von Deutschlandradio Kultur haben eine Chance auf den Medienpreis.

In der Kategorie Radio Dokumentary wurden die Beiträge "Nyey" von Nicolas Perret und Silvia Ploner und "Kreuzberg von Oben – Ein Versuch über Geld und Moral" von Lorenz Rollhäuser nominiert.Außerdem ist Deutschlandradio Kultur als Co-Produzent zusammen mit dem Rbb und dem NDR für das Feature „Geschichte vom Rummelplatz von Jenny Marenbach auf der Nominierungsliste. Ende Oktober werden in Berlin die besten TV-, Radio- und Online-Produktionen Europas gekürt, insgesamt haben es von mehr als 650 Einreichungen aus 35 Ländern 210 in den Wettbewerb geschafft, davon 37 deutsche Produktionen. Verliehen werden die Preise in 13 Kategorien am 24. Oktober im Haus des Rundfunks im Rahmen einer Gala.

Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis: 2014 an Cécile Wajsbrot

Die französische Schriftstellerin und Übersetzerin Cécile Wajsbrot wurde in Saarbrücken für ihre "eindringlichen, subtilen und genauen Nachschöpfungen" literarischer Werke ausgezeichnet. die zu Unrecht im Schatten ihrer eigenen Romane und Erzählungen stehe, urteilte die Jury.

Die 60 Jahre alte Cécile Wajsbrot, Übersetzerin von Marcel Beyer, Wolfgang Büscher oder Stefan Heym lebt in Paris und Berlin. Der Eugen-Helmlé-Übersetzerpreis wurde erstmals 2005 in Erinnerung an den bekannten Sulzbacher Übersetzer (1927-1990) verliehen. Mit ihm werden außergewöhnliche Übertragungsleistungen aus dem Deutschen ins Französische und umgekehrt gewürdigt.

Kollege der ganz Großen: Der Jazzer Gerald Wilson ist tot

Der Musiker starb vier Tage nach seinem 96 Geburtstag in seinem Haus in Los Angeles, teilte die Familie mit.

Geboren in Mississippi, zog es den Trompeter Anfang der 30er Jahre nach Detroit, dann nach Kalifornien. Mit seiner Big Band war er von 1944 bis Ende der 1990er Jahre aktiv. Wilson komponierte darüber hinaus für Duke Ellington, Count Basie und Dizzy Gillespie, mit denen er auch zahlreiche Platten aufnahm.
Mit 88 Jahren trat er noch live mit Wynton Marsalis auf. Ein Jahr später wurde er vom Kennedy Center als „Lebende Legende des Jazz“geehrt.

Denkmalwettbewerb für Retter polnischer Juden ausgelobt

Holocaust-Überlebende wollen mit einem internationalen Wettbewerb ihren Rettern ein Denkmal in Warschau setzen.

Initiator des Denkmalprojekts ist der Holocaust-Überlebende Zygmunt Rolat. Er wanderte nach dem Krieg in die USA aus und engagiert sich seit Jahren für Kultureinrichtungen in Polen, darunter auch das Museum der Geschichte der polnischen Juden. Das Denkmal soll in unmittelbarer Nähe des Museums auf dem Gelände des ehemaligen Warschauer Ghettos gebaut werden. Vor dem Zweiten Weltkrieg lebte in Polen die größte jüdische Diaspora Europas, etwa zehn Prozent der Gesamtbevölkerung.
Architekten können bis zum 5. Dezember ihre Vorschläge einreichen, teilten die Organisatoren mit. Der endgültige Sieger soll Mitte April feststehen.

1700 Jahre altes Grabmal in Augsburg entdeckt

Bei Ausgrabungen ist das vollständig erhaltene antike Grabmal zweier römischer Kinder gefunden worden.

Archäologen stießen jetzt auf den zweieinhalb Meter hohen Grabstein auf dem antiken Friedhof, der vor zwei Jahren beim Bau eines Gesundheitszentrums am Krankenhaus Vincentinum entdeckt worden war. «Das ist ein sensationeller Fund», sagte ein Sprecher der Augsburger Kunstsammlung. Der Friedhof am Ostrand der Stadt war vermutlich durch ein Hochwasser im Mittelalter mit einer drei Meter dicken Kieselschicht bedeckt worden.

Kulturnachrichten hören

September 2014
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28
29 30 1 2 3 4 5

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur