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Kulturnachrichten

Donnerstag, 4. September 2014

Schriftsteller Hannes Hüttner gestorben

Kinderbuchautor wurde 82 Jahre alt

Der Kinderbuchautor Hannes Hüttner ist tot. Wie die Verlagsgruppe Beltz am Donnerstag mitteilte, starb Hüttner bereits am 15. August mit 82 Jahren in Berlin. Der 1932 in Zwickau geborene Schriftsteller feierte seine größten Erfolge in der DDR - etwa mit seinem Buch «Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt». Hüttner studierte zunächst Journalistik und Medizin und begann danach zu schreiben. Für sein Schaffen wurde er 1982 mit dem Alex-Wedding-Preis ausgezeichnet.

Berliner Gemäldegalerie zeigt Rekonstruktion des Genter Altars

Bedeutendes Zeugnis der christlichen Ikonographie des Mittelalters

Die Berliner Gemäldegalerie zeigt seit Donnerstag die Ausstellung "Der Genter Altar der Brüder van Eyck in Berlin. 1820-1920". Mit seinen 20 Bildfeldern auf 12 Tafeln gilt er als Hauptwerk der altniederländischen Malerei. In Berlin ist nun eine Kopie zu sehen, zusammengestellt aus Nachbildungen aus dem 16. und 19. Jahrhundert sowie frühen Fotografien. Zudem dokumentiert die Schau ein Forschungsprojekt zur wechselvollen Geschichte der Altarflügel zwischen 1820 und 1920. Die Ausstellung ist bis zum 29. März 2015 zu sehen.

Neue Pinakothek erwirbt spektakuläre Italien-Foto-Sammlung

Sammlung dokumentiert Entwicklung der Fotografie ab 1840

Die Neue Pinakothek in München ist um einen besonderen Kunstschatz reicher. Mit Hilfe von Mäzenen sei es gelungen, die bedeutende Sammlung italienischer Fotografien des Münchners Dietmar Sieger zu erwerben und sie dem Haus als Dauerleihgabe zu übergeben, wie die Pressestelle der Pinakotheken am Donnerstag mitteilte. Die rund 9.500 Fotografien umfassende Sammlung sei eine der «umfangreichsten und bedeutendsten dieser Art. Sie dokumentiere in einzigartiger Weise die Entwicklung der Fotografie in Italien von den Anfängen in den 1840er Jahren bis in die Zeit um 1900. Die Sammlung verstärke eine der großen Schwerpunkte der Neuen Pinakothek, nämlich die romantische Italiensehnsucht. Die Fotografie trete zudem als gleichberechtigtes bildkünstlerisches Medium neben Malerei und Skulptur. Sie ermögliche damit einen umfassenden Blick auf die Epoche des 19. Jahrhunderts.

Ars Electronica beginnt in Linz

Bedeutendstes Festival zur Medienkunst

Was ist nötig, um Veränderungen auszulösen? Dieser Frage geht das Computer- und Medienfestival Ars Electronica in Linz seit Donnerstag intensiv nach. Bis zum 8. September treffen sich 400 bis 500 Künstler und Wissenschaftler unter dem Motto «C - what it takes to change». Zu den Ausstellungen und Symposien werden Zehntausende Besucher erwartet. Die Ars Electronica gilt als eines der bedeutendsten Events zur Medienkunst. Dabei werden die bereits im Juni gekürten Gewinner des Prix Ars Electronica präsentiert. Aus 77 Ländern waren mehr als 2700 Beiträge eingereicht worden.

Centre Pompidou eröffnet 2015 Dependance in Málaga

Pariser Museum setzt seine Strategie der Auslagerungen fort

Das Pariser Centre Pompidou wird in Málaga seine erste provisorische Dependance im Ausland eröffnen. Für die Dauer von fünf Jahren will das Museum für moderne Kunst vom Frühjahr 2015 an einen Teil seiner umfassenden Sammlungen in der südspanischen Stadt zeigen, wie die Leitung des Mutterhauses am Donnerstag bestätigte. Das "Centre Pompidou provisoire" wird in das am Hafen gelegene Kulturzentrum "El Cubo" einziehen, das zu diesem Zweck umgebaut werden soll.
Das Centre Pompidou besitzt mit mehr als 100 000 Werken eine der bedeutendsten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst. Mit der Außenstelle in Malaga setzt das Pariser Museum seine Strategie der Auslagerungen fort. Im Jahr 2010 wurde eine rund 70 Millionen teure Filiale im lothringischen Metz eröffnet.

Hamburger Kunsthalle zeigt Werke von Max Beckmann

Über 70 Gemälde aus privaten und öffentlichen Saammlungen

Die Stillleben von Max Beckmann rückt eine Ausstellung der Hamburger Kunsthalle in den Fokus. Rund 70 Gemälde und einige Aquarelle aus den Jahren 1905 bis 1950 sind ab Freitagzu sehen. "Bedeutende, auch selten gezeigte Werke aus privaten und öffentlichen Sammlungen Europas, der Schweiz und der USA veranschaulichen die eindrucksvolle Vielfalt des Themas", teilte die Kunsthalle mit. Präsentiert wird "Max Beckmann. Die Stillleben" bis zum 18. Januar nächsten Jahres.

Stiftung zur Rettung des Plattdeutschen gegründet

Nur 10 Prozent der Schleswig-Holsteiner können Plattdeutsch

In Schleswig-Holstein ist eine beim Heimatbund angesiedelte "Plattdüütsch Stiftung Sleswig-Holsteen" gegründet worden. Ziel sei es, die niederdeutsche Sprache an die nächste Generation weiterzugeben und sie damit zu retten, sagte der Vorsitzende des Stiftungsrates, Wilhelm Nehlsen, am Donnerstag in Kiel. Nach Angaben des Heimatbundes können bis zu 90 Prozent der Schleswig-Holsteiner die plattdeutsche Sprache verstehen, aber nur noch 10 bis 20 Prozent sie auch sprechen. Derzeit unterstützt die Stiftung 27 Modellschulen im Land, die ab diesem Schuljahr Plattdeutsch-Unterricht geben. Sie bekommen unter anderem eine Kiste mit Kinderliteratur mit plattdeutschem Text. Im nördlichsten Bundesland spielt die Regionalsprache Niederdeutsch eine wichtige Rolle. Sie steht unter dem Schutz der Europäischen Sprachencharta.

Storify-Gründer Burt Herman erhält ersten Scoop Award

Online Dienst verbindet Journalismus und Geschäft

Der Journalist Burt Herman ist bei der Medienkonferenz Scoopcamp in Hamburg mit dem erstmals vergebenen Scoop Award ausgezeichnet worden. "Herman verkörpert die neue und spannende Verbindung von Journalismus und Geschäft", sagte der Chefredakteur der Deutschen Presse-Agentur, Sven Gösmann, am Donnerstag in der Laudatio auf den Amerikaner. Der 41-jährige Herman ist Mitgründer des Online-Diensts Storify, mit dem Beiträge aus sozialen Netzwerken kuratiert werden können. Außerdem gründete der ehemalige Auslandskorrespondent der Agentur AP die Organisation "Hacks/Hackers", die Journalisten und Programmierer zusammenbringt.

Geisendörfer-Preis geht an sechs Hörfunk- und TV-Sendungen

Geehrt werden Sendungen die soziales Verantwortungsbewusstsein stärken

Sechs Hörfunk- und Fernsehproduktionen erhalten in diesem Jahr den evangelischen Robert Geisendörfer Preis. Wie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) am Donnerstag mitteilte, findet die Verleihung am 26. September in München statt. Die Preise sind insgesamt mit 30.000 Euro dotiert. Fünf der ausgezeichneten Produktionen kommen aus öffentlich-rechtlichen Sendern, eine stammt vom Privatsender Sat.1. Eine Hörfunk-Auszeichnung geht an das MDR-Feature «Fremde Mutter, fremdes Kind» über Zwangsadoptionen in der DDR. Im Bereich Fernsehen wird dieEinsPlus/SWR-Sendung "In Deutschland um die Welt. Israel in Berlin" geehrt. Eine weitere Auszeichnung geht an den Sat.1-Fernsehfilm "Nichts mehr wie vorher". Er basiert auf dem "Fall Lena", einem Kindsmord in Emden.
Der Preis ist nach dem evangelischen Publizisten Robert Geisendörfer (1910 bis 1976) benannt. Mit ihm ehrt die evangelische Kirche seit 1983 Sendungen aus allen Programmsparten, die das persönliche und soziale Verantwortungsbewusstsein stärken.

Land Brandenburg vergibt Stipendien für ausländische Nachwuchswissenschaftler

Stipendiaten werden 2 Jahre lang unterstützt

Zehn ausländische Nachwuchswissenschaftler arbeiten von November an für zwei Jahre in Brandenburg. Knapp 70 Interessenten hatten sich über das sogenannte Programm Brain (Brandenburg Research Academy and International Network) beworben, teilte das Wissenschaftsministerium am Donnerstag mit. Sie erhalten unter anderem pro Jahr ein Stipendium in Höhe von 60 000 Euro. Das Land stellt 60 Prozent der Mittel bereit, der Rest kommt von der EU.
Die zehn Stipendiaten gehen an die Potsdamer Universität, BTU Cottbus-Senftenberg, Europa-Universität Viadrina und an die Technische Hochschule Wildau und befassen sich mit Naturwissenschaften oder Kunst- und Architekturgeschichte.

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