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Samstag, 17.08.2019
 
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Kulturnachrichten

Samstag, 17. August 2019

Schauspieler Peter Fonda mit 79 Jahren gestorben

Der amerikanische Schauspieler Peter Fonda, der durch den Kult-Film "Easy Rider" berühmt wurde, ist tot. Er sei am Freitag in seinem Haus in Los Angeles an den Folgen von Lungenkrebs gestorben, teilte die Familie des Schauspielers mit. Der Sohn von Hollywood-Star Henry Fonda und der jüngere Bruder von Jane Fonda wurde 79 Jahre alt.

Klage im Knabenchor-Streit abgewiesen

Das Berliner Verwaltungsgericht hat die Klage eines neunjährigen Mädchens zur Aufnahme in einen Berliner Knabenchor zurückgewiesen. "Die Ausrichtung des Klangbildes eines Chores gehört zur Kunstfreiheit", sagte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsbegründung. Auch sah es das Gericht als erwiesen an, dass es einen "Knabenchorklang" gebe. Die Ablehnung sei insofern nicht an ein biologisches Geschlecht geknüpft. Bei der Klage, bei der das Recht auf Gleichbehandlung der Geschlechter gegen das Recht der Kunstfreiheit abzuwägen gewesen sei, handele es sich um einen "Pilotfall", hieß es. Dieser werde möglicherweise in höheren Instanzen weiter behandelt. Die Klägerin habe das Recht, Berufung einzulegen.

Erbauer der Dresdner Frauenkirchen-Orgel gestorben

Der Erbauer der Dresdner Frauenkirchen-Orgel, Daniel Kern, ist tot. Wie die Stiftung Frauenkirche mitteilte, starb Kern im Alter von 69 Jahren. Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt würdigte dessen Arbeit in Dresden als etwas Besonderes. "Inspiriert durch das versöhnende und friedensstiftende Grundmotiv des Wiederaufbaus der Frauenkirche wollte Daniel Kern mit seinem Instrument eine musikalische, kulturelle und friedliche Brücke bauen." Das sei ihm bravourös gelungen, so Feydt. 2003 beauftragte die Dresdner Stiftung den Orgelbauer aus der Partnerstadt Straßburg mit dem Bau der neuen Frauenkirchenorgel. Das Instrument sollte die Tradition der sächsischen Silbermannorgeln fortschreiben, aber auch den Ansprüchen der modernen Orgelliteratur genügen. Kern schuf ein Instrument mit 4.876 Pfeifen und 68 klingenden Registern, die auf vier Manuale und Pedal verteilt sind. Neben Dresden baute Kern auch Orgeln in Frankfurt, Salzburg, St. Petersburg, Tokio und Paris.

Gutachten entlastet Regisseur Serebrennikow

Im umstrittenen Prozess gegen den Moskauer Starregisseur Kirill Serebrennikow gibt es möglicherweise eine Wende. Eine von der Richterin in Auftrag gegebene zweite Expertise entlastet den Künstler und sein Team vom Vorwurf, staatliche Zuschüsse in Millionenhöhe veruntreut zu haben. Das teilte Serebrennikows Anwalt mit. Das neue Sachverständigen-Gutachten ergab demnach auch, dass Serebrennikows Theaterprojekt deutlich mehr gekostet habe als die bereitgestellten Fördergelder. Die Richterin stellte zudem fest, dass die Umsetzung des Projekts ein bedeutendes kulturelles Ereignis gewesen sei. Die Verteidigung fordert, das aus ihrer Sicht konstruierte Strafverfahren gegen Serebrennikow einzustellen. Die Anklage gegen den zuletzt auch an den Opern in Stuttgart und Hamburg gefeierten Künstler gilt als politisch motiviert.

Schiller-Gedächtnis-Preis für Autorin Nino Haratischwili

Die aus Georgien stammende Autorin Nino Haratischwili erhält den Schiller-Gedächtnis-Preis 2019. Ihre Werke zeigten "beeindruckend, was Literatur zu leisten vermag, wenn sie sich mit aktuellen gesellschaftlichen Konflikten beschäftigt", kommentiert Baden-Württembergs Kunstministerin Theresia Bauer die Entscheidung der Jury. Die argumentiert, Haratischwilis Werk sei "facettenreich und von einer hohen ästhetischen und sprachlichen Qualität". Die Autorin stelle Fragen, ohne moralisierend zu sein. In ihrem 2014 veröffentlichten Familienepos "Das achte Leben (Für Brilka)" zeige sich Haratischwili als große sprachliche Stilistin. Baden-Württemberg vergibt den Schiller-Gedächtnis-Preis alle drei Jahre. Vorherige Preisträger waren unter anderen Max Frisch, Christa Wolf und Botho Strauß. Die Auszeichnung ist mit 25.000 Euro dotiert.

Skizzen von Saint-Exupérys "Der kleine Prinz" gefunden

Beim Sortieren eines Nachlasses im Schweizerischen Winterthur, haben Fachleute Skizzen vom Autor des "Kleinen Prinzen" Antoine de Saint-Exupéry gefunden. Sie zeigen den kleinen Prinzen mit Fuchs, den Säufer und die Schlange, die einen Elefanten verschluckt hat. Außerdem fanden sie einen Liebesbrief des Autors an seine Frau. Die Skizzen sollen in einem guten Zustand sein, Saint-Exupéry hat sie auf dünnes Luftpostpapier mit Tusche und Aquarellfarben gezeichnet. Vermutlich hat der Autor sie angefertigt, bevor "Der kleine Prinz" 1943 veröffentlicht wurde.

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