Samstag, 23.10.2021
 

Kulturnachrichten

Freitag, 27. August 2021

Großer Kulturpreis für Ulrich Greb

Der Intendant des Moerser Schlosstheaters, Ulrich Greb, hat den mit 30.000 Euro dotierten Großen Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland erhalten. Greb stehe für hohe künstlerische Innovation ebenso wie für die Auseinandersetzung mit aufkommenden gesellschaftlichen Themen, sagte der Stiftungsvorsitzende Thomas Hendele bei der Preisverleihung in Moers. Auf kreative Weise erschließe er sich ungewöhnliche Spielstätten jenseits des Theaterraums, um von dort seine Themen zu erzählen und in die Gesellschaft zu wirken. Ulrich Greb, 1959 in Essen geboren, wurde durch Theaterprojekte in stillgelegten Industrieanlagen und an öffentlichen Orten bekannt. Seit der Spielzeit 2003/2004 ist er regieführender Intendant im Schlosstheater Moers. Bundesweit habe Greb sich zudem einen Namen mit partizipativen Arbeiten zu Themen, wie Armut, Demenz, Klimawandel oder Migration gemacht, hieß es. Der Große Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland wird seit 1989 an herausragende Künstlerpersönlichkeiten oder Einrichtungen vergeben, die das kulturelle Leben im Rheinland außergewöhnlich bereichern. Bisherige Preisträger waren unter anderem der Fotokünstler Andreas Gursky, die Tänzerin Pina Bausch, die Fotografin Hilla Becher oder der Regisseur Wim Wenders.

Medienpreis für digitale Aufklärung erstmals verliehen

In Berlin wird heute erstmals der "Medienpreis für digitale Aufklärung" verliehen. Er wird von der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" vergeben - unter dem Motto „Souveränität in der digitalen Welt braucht exzellenten Journalismus“. Insgesamt wurden sieben Beiträge ausgezeichnet, unter anderem aus dem SZ-Magazin, aus ZEIT Wissen, aus dem Bayerischen Rundfunk und aus Radio Hochstift. Den Sonderpreis für ein Kinder- und Jugendformat erhielt der Podcast „Wie kommt das Wissen ins Internet?“ der Sendung Kakadu aus dem Programm von Deutschlandfunk Kultur.

Rachel Salamander erhält Düsseldorfer Heine-Preis

Die Literaturwissenschaftlerin Rachel Salamander erhält am Sonntag den Düsseldorfer Heine-Preis. Das teilte die Stadt Düsseldorf am Freitag mit. Die Laudatio hält Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die ursprünglich für den 13. Dezember 2020, Heinrich Heines Geburtstag, geplante Preisverleihung war wegen der Corona-Pandemie verschoben worden. Überreicht wird der mit 50.000 Euro dotierte Preis von Oberbürgermeister Stephan Keller (CDU) im Düsseldorfer Schauspielhaus. Mit Salamander werde "eine engagierte und herausragende Persönlichkeit geehrt, die durch die Kraft der Literatur Menschen verschiedener Kulturen zusammenführt und ins Gespräch bringt", erklärte Keller vorab. Die Publizistin habe mit ihrem Schaffen maßgeblich dazu beigetragen, "jüdische Literatur in Deutschland wieder sichtbar zu machen". Salamander nannte den Dichter Heine (1797-1856) am Freitag "einen der Götter im Literaturhimmel". Geboren wurde sie 1949 in einem Camp für Überlebende des Holocausts in Deggendorf. Salamander studierte in München Germanistik, Philosophie und Romanistik. 1982 eröffnete sie in München eine Fachbuchhandlung für Literatur zum Judentum, mittlerweile gibt es Filialen in acht deutschen Städten. Seit 2015 ist Salamander Aufsichtsratsmitglied im Suhrkamp Verlag.

Bayern verleiht Kunstförderpreise in der Sparte "Musik"

Die Preisträger für den bayerischen Kunstförderpreis 2021 in der Sparte "Musik" stehen fest. Die Auszeichnung geht in diesem Jahr an die Jazzsängerin Alma Naidu, das Münchner Ensemble für zeitgenössische Musik "der/gelbe/klang", den Pianisten Amadeus Wiesensee und die Popsängerin Elisabeth Brüchner alias "lilly among clouds". Das gab Kunstminister Bernd Sibler (CSU) am Freitag in München bekannt. Die Preisträgerinnen und Preisträger gehörten in ihren jeweiligen Genres zu den neuen Sternen am bayerischen Musikhimmel: "Sie glänzen mit ihrer stilistischen Vielfalt, ihrer Ausdrucksstärke, ihrer Experimentierfreude und ihrem überragenden Talent", sagte Sibler. Der Freistaat Bayern verleiht jährlich bis zu 16 Kunstförderpreise in den Sparten "Musik", "Bildende Kunst", "Darstellende Kunst" und "Literatur". Die Preise für Einzelkünstler sind mit je 6.000 Euro dotiert, für Ensembles mit 10.000 Euro.

Konrad-Wolf-Preis für Regisseur Sissako

Der Konrad-Wolf-Preis der Berliner Akademie der Künste geht in diesem Jahr an den Regisseur Abderrahmane Sissako. Die Akademie teilte am Freitag mit, es werde einer der wichtigsten Filmemacher aus Subsahara-Afrika geehrt. Die Filme Sissakos zeichneten sich dadurch aus, dass sie keine Grenzen akzeptierten. Sissako sei ein Pionier geblieben, der sich für jeden Film als Regisseur neu erfinde. Abderrahmane Sissako wurde 1961 in Mauretanien geboren und wuchs in Mali auf. Er studierte Regie in Moskau und lebt sei Anfang der 1990er Jahre in Paris. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis soll am 5. Oktober in Berlin verliehen werden. Er ist nach dem Regisseur und langjährigen Präsidenten der Akademie der Künste der DDR, Konrad Wolf, benannt.

Bayerische Sammlungen restituieren Gemälde

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben das Bild „Frühlingslandschaft“ von Johann Sperl an die Erben des Unternehmers und Kunstsammlers Sigmund Waldes zurückgegeben. Vorausgegangen war ein Restitutionsgesuch der Erbengemeinschaft. Die Sammlungen teilten mit, sie hätten – im Rahmen der Forschungen zu ihren Kunstbeständen aus NS-Besitz – intensiv zur Herkunft des Gemäldes recherchiert. Dabei sei bestätigt worden, dass dieses seinem jüdischen Eigentümer Sigmund Waldes im Kontext der nationalsozialistischen Verfolgung "entzogen" wurde. Der bayerische Kunstminister Bernd Sibler betonte: „Die Familie Waldes musste während der grausamen NS-Herrschaft großes Unrecht erleiden. Mit der Restitution des Gemäldes ‚Frühlingslandschaft‘ möchten wir ein Stück Erinnerung zurückgeben und – soweit überhaupt möglich – Wiedergutmachung leisten."

Theologe beklagt "religiöses Analphabetentum"

Der evangelische Theologe Hans-Peter Großhans beklagt "religiöses Analphabetentum" in Europa. "Die Leute wissen häufig nicht einmal, was eigentlich die Mitglieder der eigenen Religion glauben und was der Sinn von Ritualen ist", sagte der Professor von der Universität Münster der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Das führe "potentiell zu Konflikten", weil Menschen kein Verständnis für die eigene sowie für andere Positionen hätten, so Großhans. Der Theologe ist Präsident der "European Academy of Religion", die ab Montag erstmals ihre viertägige Jahreskonferenz in Deutschland abhalten wird. Die Universität Münster erwartet rund 900 internationale Teilnehmende aus unterschiedlichen Fächern, die sich online und in Präsenz zum Thema "Religion und Wandel" austauschen wollen. Unter anderem geht es um die Bewahrung der Schöpfung, den politischen Islam und das Verhältnis von Religion und Emotion.

Grütters will Staatsziel Kultur im Grundgesetz

Kulturstaatsministerin Monika Grütters fordert, ein Staatsziel Kultur im Grundgesetz zu verankern. Sie sagte der "Berliner Zeitung", es müsse über einen neuen Gesellschaftsvertrag für die Künste geredet werden: "Was sind uns die Künste wert - im materiellen wie im ideellen Sinn? Wie wollen die Künstlerinnen und Künstler von uns wahrgenommen werden?" Diese Fragen stellte Grütters in den Raum. Ein Staatsziel Kultur schärfe das Bewusstsein für die Bedeutung der Kultur für das Gemeinwesen, betonte die Ministerin. "Außerdem müssen wir uns über die Künstlersozialkasse hinaus Gedanken über die soziale Absicherung der Kreativen machen", fügte sie hinzu.

In Dessau beginnt die Bauhaus-Festwoche

In Dessau beginnt am Freitag das Bauhaus-Fest. Für die Veranstaltung wurde ein neues Format entwickelt: Statt an einem Wochenende im September findet das Fest nun früher und dafür länger statt - nämlich eine Woche. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Verbindungsspiele", auf dem Programm stehen Performances, Tanz, Musik und Filme. Das Publikum soll sich unter Einhaltung der Corona-Regeln an verschiedenen Orten in der Stadt begegnen können, wie die Stiftung Bauhaus Dessau mitteilte. Das Bauhaus-Fest 2021 thematisiere Kunst als eine kulturelle und soziale Infrastruktur. 2020 hatte wegen der Pandemie nur eine abgespeckte Version des Bauhausfestes stattgefunden.

Goethe-Theater in Bad Lauchstädt wird wiedereröffnet

Im sachsen-anhaltischen Bad Lauchstädt wird am Freitagabend das einst unter der Leitung von Johann Wolfgang von Goethe gebaute Theater wiedereröffnet. Auf dem Programm steht die Premiere von "Iphigenie auf Tauris" in der Inszenierung von Holk Freytag. Zugleich beginnt eine Veranstaltungsreihe zu Ehren des Theatergründers Goethe, wie der Geschäftsführer des Hauses, Schmidt, mitteilte. Das Goethe-Theater war 1802 nach den Vorstellungen des Dichters entstanden. Es gilt als einzigartiges Kleinod in der Theaterlandschaft und wird von wechselnden Ensembles bespielt. Seit 2015 wurde das Haus schrittweise restauriert.

Berliner Konzerthaus holt Feier zum 200. Jubiläum nach

Mit einem Jubiläumskonzert ist am Donnerstagabend der 200. Geburtstag des Berliner Konzerthauses am Gendarmenmarkt gefeiert worden. Dazu spielte das Konzerthaus-Orchester mit seinem Chefdirigenten Christoph Eschenbach. Das Festkonzert war wegen der Corona-Pandemie von Mai auf August verschoben worden. Der Bau von Karl Friedrich Schinkel war am 26. Mai 1821 im Beisein des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm III als Schauspielhaus eingeweiht worden. Kurz danach hatte Carl Maria von Weber dort seine Oper "Der Freischütz" uraufgeführt.

Veranstalter setzen auf auf 2G-Modell

Der Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Michow, sieht in dem Hamburger 2G-Modell einen gangbaren Weg für die Branche. In Hamburg können ab Samstag alle Einrichtungen mit Publikum nur noch Geimpfte und Genesene einlassen, dafür fallen dann die meisten Corona-Beschränkungen weg. Diese gelten aber weiterhin, wenn auch Getestete teilnehmen dürfen. Michow hofft, dass das Modell zur "Blaupause" für alle anderen Bundesländer wird. Solange es Kapazitätsbeschränkungen und Abstandsregeln gebe, machten Veranstaltungen wirtschaftlich keinen Sinn, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Konzerttourneen werden Michow zufolge allerdings erst dann wieder möglich, wenn sich die Länder auf ein einheitliches Öffnungsszenario einigen.

Axel Springer übernimmt „Politico“

Der Axel Springer-Konzern übernimmt das US-Medienunternehmen „Politico“. Wie Springer mitteilte, wurde mit Politico-Gründer Robert Allbritton eine Vereinbarung zum vollständigen Erwerb unterzeichnet. Der Kauf soll bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Den Angaben zufolge handelt es sich um die größte Unternehmensübernahme der Firmengeschichte. Springer-Chef Döpfner sprach im Handelsblatt von einer „Rekordsumme“, ohne weitere Details zu nennen. Flaggschiff der US-Mediengruppe ist die gleichnamige digitale journalistische Marke „Politico“. Hinzu kommt die auf den Technologiesektor spezialisierte Nachrichtenseite „Protocol“. Springer übernimmt zudem die weiteren 50 Prozent von Politico Europe. Hier hatten die Firmen bisher ein Joint Venture. Allbritton bleibt den Plänen zufolge Verleger von Politico und Protocol. Politico wurde 2007 gegründet und liefert Politiknachrichten aus aller Welt. In den USA erscheint Politico online und als Tageszeitung. Der europäische Ableger wird wöchentlich als gedruckte Ausgabe veröffentlicht. Dazu kommen der Internetauftritt und Newsletter. Das Unternehmen hat rund 700 Beschäftigte.

Belarussischer Dichter Ales Rasanau gestorben

Er galt als einer der bedeutensten belarussischen Dichter: Ales Rasanau ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Das meldet die "Neue Zürcher Zeitung". Er wuchs auf dem Land auf und zog erst für sein Philologiestudium nach Minsk, wo er zu einem der Wortführer der Bewegung wurde, die sich ab 1980 für die belarussische Sprache und Kultur einsetzte. Für die jüngere Dichtergeneration war er eine Art poetische Vaterfigur.  Dabei nannte ihn seine slowakisch-schweizerische Schriftstellerkollegin Ilma Rakusa einen Dichter „von der stillen Sorte". Schon sein Vater schrieb Gedichte – in den Konzentrationslagern Sachsenhausen und Mauthausen. Er selbst verfasste seine ersten Texte schon als Schüler. Rasanau arbeitete lange als Dorflehrer. Später war er Zeitschriftenredakteur und Verlagslektor. Er übersetzte außerdem Gedichte aus zahlreichen osteuropäischen Sprachen. Seine eigenwilligen und formexperimentellen Gedichte beziehen sich nicht selten auf Mythen und Legenden und beschreiben die belarussische Natur. Seit 2001 verbrachte Rasanau viele Jahre in Deutschland, schrieb auch Gedichte auf Deutsch und wurde so zum „Mittler zwischen Ost und West".

Nelly-Sachs-Preis für Katerina Poladjan

Der Nelly-Sachs-Preis der Stadt Dortmund geht in diesem Jahre an die Berliner Autorin Katerina Poladjan. In der Begründung der Jury heißt es, Poladjan sei eine Schriftstellerin, die Buch für Buch ihren eigenen Weg gehe. Sie schreibe sehr zurückhaltend, fast nüchtern und mit vielen Auslassungen, trotzdem entwickelten ihre Romane einen Zauber. Katerina Poladjan wurde 1971 in Moskau geboren und kam 1977 mit ihrer Familie nach Deutschland. Sie schreibt Romane, Theatertexte und Essays, außerdem arbeitet sie als Schauspielerin und Hörspielsprecherin. Der mit 15.000 Euro dotierte Literaturpreis soll am 12. Dezember in einem Festakt im Orchesterzentrum Dortmund verliehen werden.

Kunstpreis "junger westen" für Jeewi Lee

Der 38. Kunstpreis "junger westen" geht an die in Berlin lebende südkoreanisch-deutsche Künstlerin Jeewi Lee. Sie soll die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung am 4. Dezember in der Kunsthalle Recklinghausen entgegennehmen, wie Museumsdirektor Nico Anklam mitteilte. Zugleich werde die Ausstellung zum Kunstpreis eröffnet, die bis zum 30. Januar neben Arbeiten der Preisträgerin auch Werke von 15 weiteren von der Jury ausgewählten Künstlerinnen und Künstlern präsentiert. Jeewi Lee wurde 1987 in Seoul geboren. Sie studierte Malerei an der Universität der Künste Berlin und an dem Hunter College der City University in New York. In ihren Installationen, Videos und Malerei-Serien beschäftigte sie sich mit Spuren als Überbleibseln der Vergangenheit, hieß es. Der Kunstpreis "junger westen" war der erste Förderpreis für Bildende Kunst, den eine deutsche Kommune nach 1945 auslobte. Vergeben wird er alle zwei Jahre von der Stadt Recklinghausen.

Opus Klassik für Lang Lang und Sonya Yoncheva

Der chinesische Pianist Lang Lang wird für seine Einspielung der Goldberg-Variationen mit einem Opus Klassik geehrt. Er gewann den Titel in der Kategorie Bestseller des Jahres, wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten. Unter den 48 Preisträgern sind die bulgarische Sopranistin Sonya Yoncheva (Sängerin des Jahres) und der polnische Tenor Piotr Beczala (Sänger des Jahres). Die ägyptische Sopranistin Fatma Said gewann den Preis als Nachwuchskünstlerin des Jahres. Auch der Dirigent Marc Albrecht und die Komponistin Olga Neuwirth werden geehrt. Die Gala mit vielen Stars der Klassikwelt am 10. Oktober im Berliner Konzerthaus wird im ZDF ausgestrahlt. Der zum vierten Mal verliehene Preis war im Zuge der Abschaffung der Echo-Preise von Plattenfirmen, Konzertveranstaltern und Musikverlagen aus der Klassikbranche ins Leben gerufen worden. Neu als Medienpartner ist die Videoplattform Tiktok, die ein Kammermusikkonzert am 9. Oktober überträgt.

"Theater heute" kürt Theatermacher des Jahres

Der Corona-Krise zum Trotz wählten im Jahrbuch des Fachmagazins "Theater heute" 38 Kritiker und Kritikerinnen ihre Theater-Höhepunkte des Jahres. Auf die Wahl zum Theater des Jahres habe man in diesem Jahr bewusst verzichtet, sagte Franz Wille, der zuständige Redakteur von "Theater heute", bei Deutschlandfunk Kultur. Auf die Umfrage an sich habe man nicht verzichten wollen. Die Frage sei gewesen, ob man aus Respekt vor den vielen trotzdem bemerkenswerten Leistungen auf die gesamte Umfrage verzichten solle, so Wille. Die KritikerInnen hätten sich für die Umfrage entschieden. Im Schauspielhaus Zürich wurde aus Sicht der Befragten mit dem Theaterstück "Juste la fin du monde" die Inszenzierung des Jahres aufgeführt. Das Stück des Jahres ist "Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden" von der deutsch-schweizerischen Autorin Sibylle Berg. Schauspielerin des Jahres wurde die unter anderem aus der Fernsehserie "Stromberg" bekannte Maja Beckmann. Benjamin Lilie wurde zum Schauspieler des Jahres gekürt.

Kinderbuchautorin Gunilla Bergström ist gestorben

Die Erfinderin von Willi Willberg, die schwedische Kinderbuchautorin Gunilla Bergström, ist im Alter von 79 Jahren gestorben. Das teilte ihr Verlag mit. Bergström ist vor allem für ihre Serie um den Jungen Willi Wiberg, der allein mit seinem Vater lebt, bekannt. Die 26 Bände wurden in mehr als 35 Sprachen übersetzt und waren auch als Zeichentrickserie im Fernsehen ein großer Erfolg. "Sie wollte nie eine Märchentante sein", heißt es auf der Webseite des Verlages. "Sie hat sich mehr dafür interessiert, was im Inneren passiert, wenn man jemanden schlägt, der kleiner ist, wenn man seinen besten Freund im Stich lässt oder einsam ist." Willi Wiberg heißt im schwedischen Original Alfons Åberg.

Bund stockt Hilfen für Bibliotheken auf dem Land auf

Bibliotheken auf dem Land können auf weitere Unterstützung des Bundes hoffen. Der Umfang eines Soforthilfeprogramms wird für dieses Jahr von 1,5 auf 2,85 Millionen Euro fast verdoppelt, wie der Deutsche Bibliotheksverband am Donnerstag in Berlin mitteilte. Büchereien in Kommunen mit bis zu 20.000 Einwohnern können aus den Mitteln bis zu 25.000 Euro für ihre Modernisierung bekommen. Bis Ende Juli sind in diesem Jahr bereits 174 Bibliotheken über das Programm "Vor Ort für Alle" unterstützt worden.

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