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Samstag, 23.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Mittwoch, 25. August 2021

Kabarettist Ludger Stratmann ist gestorben

Der Bottroper Arzt und Kabarettist Ludger Stratmann ist tot. Das berichten die Zeitung WAZ und der WDR unter Berufung auf Familienangehörige. Demnach starb Stratmann plötzlich und unerwartet im Alter von 73 Jahren an einem Herzinfarkt. Als Mediziner hatte Dr. Stratmann bis 1998 in Bottrop praktiziert. „Dr. Stratmann“ war über ein Vierteljahrhundert aber auch sein Markenname auf der Bühne, auf der er mit „heiterem medizinischen Kabarett“ glänzte und bundesweit Erfolge feierte. Viele Pointen basierten nach seinen Angaben auf seinen Erfahrungen als Allgemeinmediziner. Seine Hauptfigur „Hausmeister Jupp“ bezeichnete er als „Erste-Klasse-Hypochonder“. In Essen betrieb er zuletzt „Stratmanns Theater“ zusammen mit einer Kneipe.

Vatikan-Buchhandlung "Benedikt XVI." in Rom schließt

Die Vatikanische Verlagsbuchhandlung schließt am Samstag ihre Verkaufsfiliale "Benedetto XVI." vor dem Petersplatz. Wie die Katholische Nachrichten-Agentur aus Vatikankreisen erfuhr, war die Schließung einer der LEV-Filialen schon vor einiger Zeit beschlossen worden. Wie viele vatikanische Verkaufsstellen hat auch die Buchhandlung unter dem pandemiebedingten Lockdown gelitten. Im ersten Stock des Geschäfts hatte der deutsche Verlag Herder bis zuletzt eine Verkaufsfläche mit deutschsprachiger theologischer Literatur.

Schauspielsparte in Magdeburg künftig mit Leitungs-Trio

Der designierte Generalintendant des Theaters Magdeburg, Julien Chavaz, setzt in der Schauspielsparte auf ein junges Leitungs-Trio. Die Regisseurin Clara Weyde, der Kostümbildner Clemens Leander und der Dramaturg Bastian Lomsché sollen die Aufgabe gemeinsam übernehmen. Die drei hätten ihn beeindruckt mit einer modernen und sehr persönlichen Theaterauffassung, einem spartenübergreifenden Kunstverständnis und einer sehr verantwortungsvollen Leitungsstruktur, sagte Chavaz bei der Vorstellung. Der 1982 geborene Schweizer, der zur Spielzeit 2022/23 als Generalintendant auf Karen Stone folgt, stellte zudem Jörg Mannes als neuen Ballettdirektor vor.

"Grüner Mist": HMKV stellt Zusammenarbeit ein

Wegen der Schmähkampagne "Grüner Mist" beendet der Hartware MedienKunstVerein (HMKV) seine langjährige Zusammenarbeit mit dem Außenwerbeanbieter Ströer. Anlass ist eine Negativ-Kampagne gegen die grüne Partei, die derzeit auf Werbeflächen des Unternehmens zu sehen ist. Die anonyme Kampagne diffamiere demokratische Prozesse und leiste antidemokratischen Bewegungen Vorschub, hieß es in einem offenen Brief des HMKV. Die "Grüner Mist"-Kampagne ist schon länger in Kritik. Ein Vertreter der Firma Ströer äußerte sich gegenüber "tagesschau.de", man sei für Inhalte von Werbung nicht verantwortlich. Motive, die nicht als rechtskonform eingestuft wurden, seien aber abgelehnt worden.

Catherine Deneuve versteigert ihre Schuhe

Frankreichs Leinwandstar Catherine Deneuve (77) versteigert ihre Schuhe für einen guten Zweck. Der Erlös komme den "Restaurants des Herzens" (Restos du Coeur) zugute, die Nahrung und Kleidung an Bedürftige verteilen, teilte das Auktionshaus Artcurial in Paris mit. Versteigert werden fast 125 Pumps, Sandalen und Stiefel der bekanntesten Marken, die Deneuve auf dem roten Teppich und bei anderen Events trug. Während fünf Tagen Anfang September kann die Schuhsammlung vor der Online-Auktion besichtigt werden. Deneuve hatte 2018 bereits ihre riesige Kleidersammlung von Modeschöpfer Yves Saint Laurent versteigern lassen.

Jury entzieht Cuomo Emmy-Auszeichnung

Der nach Vorwürfen der sexuellen Belästigung zurückgetretene New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo muss seine Emmy-Auszeichnung zurückgeben. Die Jury des renommierten TV-Preises teilte mit, sie entziehe Cuomo den Emmy, den dieser im vergangenen Jahr für seine täglichen Corona-Briefings erhalten hatte. Cuomos Name sowie "jeglicher Hinweis darauf, dass er diesen Preis erhalten hat" würden ab sofort von allen Materialien der Emmy-Jury entfernt. Die Entscheidung, sei vor dem Hintergrund eines Berichts der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft zu den Belästigungsvorwürfen erfolgt.

Künstler unterstützten Peng!-Kollektiv

Das Kunst- und Politikkollektiv Peng!, das zurzeit mit Ermittlungen des Berliner Landeskriminalamtes (LKA) konfrontiert ist, erhält Unterstützung von prominenten Kulturschaffenden. In einem offenen Brief mit dem Titel "Kunstfreiheit darf nicht auf die Terrorliste", adressierten unter anderen die Intendanten des Berliner Ensembles und der Schaubühne, Oliver Reese und Thomas Ostermeier, der SatirikerJan Böhmermann und die Dramatikerin Sybille Berg die drei Berliner Senatoren für Inneres, Kultur und Justiz. Reese, sagte im Deutschlandfunkkultur, der Brief müsse politische Folgen haben. Er gehe davon aus, dass die Beamten eigenmächtig ohne Kenntnis der Politik gehandelt hätten. Das LKA ermittelte, weil Peng! eine Karte antikolonialer Denkmäler mitveröffentlicht hatte. Mitte Juli wurden Räume des Kolletivs und Privatwohnungen von Mitgliedern durchsucht.

Archäologen finden Teil der Synagoge von Vilnius

Ein internationales Team von Archäologen hat in Litauen den wichtigsten Teil der einstigen Großen Synagoge von Vilnius gefunden. Bei Ausgrabungen ist nach Angaben der Jüdischen Gemeinde Litauen der zentrale Abschnitt des Gotteshauses aus dem 17. Jahrhundert entdeckt worden. Vor dem Zweiten Weltkrieg und der deutschen Besatzung waren 40 Prozent der Einwohner der litauischen Hauptstadt Juden. Im Krieg zerstört, musste die Ruine ihrer Synagoge in der Sowjetzeit dem Bau einer Grundschule weichen. Darunter finden seit mehreren Jahren Forschungsarbeiten und Ausgrabungen statt. Dabei wurden zuvor bereits die Grundsäulen und andere Überreste der Synagoge gefunden.

Bayern: Einzigartige Holzknüppelkirche ausgebrannt

Ein Feuer hat eine in Bayern einzigartige Holzknüppelkirche in Utting am Ammersee weitgehend zerstört. Der Dachstuhl des fast 100 Jahre alten evangelische Christuskirche stürzte laut Polizei ein, das Gemeindezentrum daneben wurde stark beschädigt. Verletzte habe es nicht gegeben. Der Sachschaden beläuft sich auf eine halbe bis eine dreiviertel Millionen Euro. Die Brandursache sei unklar. Das evangelische Gotteshaus wurde 1927 zunächst als "Evangelischer Betsaal" erbaut und bekam vier Jahre später einen Glockenturm. Vorbild war die sakraler Architektur aus den Karpaten und Skandinavien.

Musiker starten Impfkampagne

Zahlreiche Musiker, Bands und Festivals haben mit einer gemeinsamen Kampagne ihre Fans zu Impfungen gegen das Coronavirus aufgefordert. Damit sollen die stockenden Impfquoten vorangetrieben werden. Zu den Beteiligten gehören etwa Roland Kaiser, Sarah Connor, Howard Carpendale, Max Herre und Peter Maffay. Außerdem dabei sind Bands wie BAP, Die Toten Hosen, Silbermond und Deichkind. Die Veranstalter sprachen von einem Millionen-Verteiler. Die Ärzte schrieben, man könne erst wieder live auftreten wie vor der Pandemie, wenn alle geimpft seien.

Cover-Baby klagt gegen Nirvana

Das inzwischen erwachsen gewordene Baby auf dem ikonischen "Nevermind"-Albumcover hat die US-Band Nirvana verklagt. Das berichten US-Medien unter Berufung auf Gerichtsunterlagen. Der heute 30jährige Spencer Elden fordert vom Nachlass des verstorbenen Nirvana-Frontmanns Kurt Cobain, den noch lebenden Bandmitgliedern und weiteren Beteiligen je mindestens 150.000 US-Dollar wegen sexueller Ausbeutung. Einer millionenfachen Verbreitung des Bildes hätten Eldens Eltern, die selber nur 200 Dollar dafür bekommen hätten, nie zugestimmt. Ebensowenig, dass die Genitalien des Babys auf dem Cover zu sehen sind. "Nevermind" zählt zu den meistverkauften Musikalben weltweit.

Hunderte Gräber auf der Königspfalz Helfta entdeckt

Archäologen haben auf dem Gelände der wiederentdeckten Königspfalz Helfta bei Eisleben seit Mai über 300 Gräber aus dem 10 Jahrhundert freigelegt. Als Grabbeilagen fand man Gewandnadeln, Ohrringe und Beschläge von Gürteln. Insgesamt haben die Forscher zwölf Grüfte freigelegt, in vielen waren hochgestellte Persönlichkeiten beerdigt. Projektleiter Felix Biermann sagte, die Funde erweiterten die Kenntnisse über die Zeit Kaiser Ottos des Großen (912-973). Das Areal der Königspfalz auf dem Hügel "Kleine Klaus" wurde im Jahr 2009 wiederentdeckt.

Kanye West will nur noch "Ye" heißen

Der US-Rapper Kanye West möchte künftig nur noch "Ye"! heißen. Einen entsprechenden Antrag reichte der 44-Jährige am Obersten Gericht in Los Angeles ein. Demnach will er seinen vollen Namen - Kanye Omari West - aufgeben und nur noch seinen langjährigen Spitznamen Ye tragen, ohne mittleren oder Familiennamen. Für den Änderungswunsch wurden "persönliche Gründe" genannt.

Musikwelt trauert um Stones-Schlagzeuger Watts

Weltweit haben zahlreiche Musiker bestürzt auf den Tod des Rolling-Stones-Schlagzeugers Charlie Watts reagiert. Es sei ein "sehr trauriger Tag", schrieb der britische Popstar Elton John auf Facebook. Er würdigte Watts als ultimativen Schlagzeuger und stilvollsten aller Männer. Der kanadische Rockmusiker Bryan Adams bezeichnete ihn auf Twitter als einen der "größten Rock-Schlagzeuger aller Zeiten". Der Gitarrist der Rockband Rage Against the Machine, Tom Morello, schrieb auf Twitter: Rock'n'Roll wäre nicht dasselbe "ohne den Rhythmus, den Stil und die Ausstrahlung dieses unglaublichen Musikers". Charlie Watts war am Dienstag im Alter von 80 Jahren in London gestorben.

Hamburg startet 2-G-Modell

In Hamburg sind volle Kinos, Theater oder Kneipen ab Samstag wieder möglich, wenn die Veranstalter nur Geimpfte und Genesene reinlassen. Der rot-grüne Senat hat das sogenannte 2-G-Optionsmodell beschlossen. Demnach können Veranstalter entscheiden, ob sie weiter das 3-G-Modell nutzen wollen. Dieses bezieht Getestete und damit Ungeimpfte ein, unterliegt aber bisherigen Corona-Einschränkungen. Beim 2-G-Modell dagegen sind sie weitgehend davon befreit. In Innenräumen gilt aber wie bisher in der Regel eine Maskenpflicht. Hamburgs Bürgermeister Tschentscher sagte, Geimpfte und Genesene hätten im Vergleich zu den Ungeimpften keinen wesentlichen Anteil am Infektions-Geschehen. Veranstalter müssen das 2-G-Modell online anmelden und die Gäste genau kontrollieren.

Der Philosoph Jean-Luc Nancy ist tot

Der französische Philosoph Jean-Luc Nancy ist tot. Das bestätigte sein Verleger gegenüber der regionalen Tageszeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace". Demnach starb Nancy bereits am Montag Abend im Alter von 81 Jahren in Straßburg. Dort hatte er jahrzehntelang an der Marc-Bloch-Universität Philosophie gelehrt. Er galt als einer der einflussreichsten Denker in Frankreich. In einem seiner letzten Bücher, „Un trop humain virus“ (Ein zu menschliches Virus), hat er selbst noch der Corona-Pandemie etwas Positives abgewinnen können. Als eine „virale Lupe“ habe sie zwar unsere Widersprüche und Grenzen aufgezeigt, sich als reines Produkt der „techno-kapitalistischen Globalisierung“ erwiesen, so Nancy, aber gleichzeitig habe das Virus trotz Abstandsregeln eine Gemeinschaft zwischen den Menschen erzeugt.

Düsseldorfer Kunsthändler verurteilt

In Düsseldorf ist ein Kunsthändler zu zwei Jahren und vier Monaten Gefängnis verurteilt worden. Das Amtsgericht sprach den Mann unter anderem wegen Betrugs und Urkundenfälschung schuldig. Der Kunsthändler habe fünf gefälschte Gemälde des 2017 verstorbenen Künstlers A.R. Penck zu Preisen zwischen 25.000 und 68.000 Euro verkaufen wollen. Außerdem habe er angebliche Werke des Düsseldorfer Zero-Künstlers Günther Uecker mit dem Titel "Nagel" als Originale im Internet angeboten. Der 91-jährige Uecker und sein Sohn Jakob hatten die vorgelegten Karten als Zeugen im Prozess als Fälschungen bezeichnet.

Zentrum für bedrohte Sprachen zieht nach Berlin

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften wird zum Sitz eines digitalen Archivs für bedrohte Sprachen. Dafür stelle die Arcadia-Stiftung 21 Millionen Euro zur Verfügung, teilte die Akademie mit. Das "Endangered Languages Documentation Programme" (ELDP) ziehe zusammen mit dem digitalen "Endangered Languages Archive "(ELAR) von London nach Berlin. Mit dem Zentrum werde das vor 200 Jahren begonnene Werk des Sprachforschers Wilhelm von Humboldt in Berlin fortgesetzt, hieß es weiter. Eröffnung und Grundsteinlegung für das digitale Humboldt-Sprachenarchiv sollen mit einem Festakt am 9. September gefeiert werden.

Longlist für den Deutschen Buchpreis 2021 steht fest

Die 20 Nominierten für den Deutschen Buchpreis 2021 stehen fest. Unter anderen haben es Christian Kracht, Heinz Strunk, Shida Bazyar und Franzobel auf die Auswahlliste geschafft. Das teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt mit. Auch Mithu Sanyal und Bachmann-Preisträger Ferdinand Schmalz können sich mit ihren Debütromanen "Identitti" und "Mein Lieblingstier heißt Winter" Hoffnungen auf dern Preis machen. Die Longlist wird am 21. September auf sechs Titel, die sogenannte Shortlist, verkürzt. Der Gewinner wird zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse verkündet, die Preisverleihung findet am 18. Oktober statt. Der Deutsche Buchpreis gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Branche.

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