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Samstag, 23.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 20. August 2021

Judith Zander erhält Fontane-Preis

Judith Zander ist mit dem Fontane-Literaturpreis ausgezeichnet worden. Die 40-jährige Autorin bekam den Preis für ihren Roman "Johnny Ohneland". Heldin des Buchs ist die junge Joana aus Mecklenburg-Vorpommern, die lieber ein Junge sein möchte und vor dem Hintergrund der untergehenden DDR ihre Identität sucht. Der Fontane-Preis wird traditionsgemäß in Neuruppin vergeben, der Geburtsstadt von Theodor Fontane. Mit 40.000 Euro ist er einer der höchstdotierten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum.

Belgischer Comic-Autor Raoul Cauvin gestorben

Der belgische Comic-Autor Raoul Cauvin ist tot. Wie sein Verlag mitteilte, starb er mit 82 Jahren an einer Krebserkrankung. Cauvin gehörte seit den 70er Jahren zu den produktivsten frankobelgischen Comic-Autoren. 1960 begann er für das Verlagshaus Dupuis zu arbeiten, den Herausgeber des Magazins "Spirou", für das er auch die meisten seiner Texte schrieb. In Deutschland war besonders seine Serie "Die blauen Boys" bekannt. Sie wurde erst von Louis Salvérius alias Salvé und ab 1973 dann von Willi Lambil gezeichnet.

Gericht kippt Corona-Tanzverbot in Berlin

In Berlin darf wieder getanzt werden. Das Verwaltungsgericht der Hauptstadt hat das generelle Verbot von Tanzveranstaltungen in einer Eilentscheidung gekippt. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Impfung gegen das Coronavirus oder eine überstandene Covid-19-Erkrankung. Für ungeimpfte und nur getestete Menschen gelte das Verbot weiterhin. Geklagt hatte eine Diskothek in der Nähe des Kurfürstendamms.

Reiche wird Kurator der Potsdamer Garnisonkirche

Der frühere Direktor des Zeitgeschichtlichen Forums in Leipzig, Jürgen Reiche, wird Kurator und wissenschaftlicher Leiter der Dauerausstellung im Turm der Garnisonkirche Potsdam. Wie die Garnisonkirchenstiftung in Potsdam mitteilte, wird der studierte Kunsthistoriker mit der Koordinierung und Projektsteuerung der Ausstellungsentwicklung betraut. Er wird den Posten am 1. September übernehmen.

Angelo Kelly muss Bußgeld für Sohn-Auftritt zahlen

Der Musiker Angelo Kelly muss 3000 Euro Bußgeld für einen Auftritt seines kleinen Sohnes zahlen. Das Bayerische Oberste Landesgericht in Bamberg hat heute eine Rechtsbeschwerde Kellys gegen das Bußgeld verworfen. Das ehemalige Mitglied der Kelly Familiy hatte gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen. Der Musiker hatte im Sommer 2019 seinen damals vierjährigen Sohn bei einem Konzert mindestens eine halbe Stunde lang bis nach 20 Uhr mit auf der Bühne. Dem Jugendarbeitsschutzgesetz zufolge dürfen Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren bei Musikaufführungen nur in der Zeit von 8.00 bis 17.00 Uhr mitwirken.

Der US-Maler Chuck Close ist gestorben

Der US-Maler Chuck Close ist gestorben. Das teilte seine Galerie in New York mit. Close wurde 81 Jahre alt. Der Maler galt als einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Künstler der USA. Bekannt war er insbesondere für seine überdimensional großen, bunten und psychedelisch anmutenden Porträts. Für sie übertrug er Fotos in einem gitterförmigen Raster auf die Leinwand. Aus der Entfernung sind die Gesichter klar zu erkennen, verschwimmen aus der Nähe aber zu einem Muster aus Pixeln. Die New York Times nannte Chuck Close den "Meister des modernen Porträts".

Metallica: Song für Flutopfer in Deutschland

Als leuchtende Schallplatte und in zwei CD-Formaten kommt am Freitag ein Song der US-Band Metallica zugunsten der Flutopfer in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen auf den Markt. Die Einnahmen der Neuveröffentlichung des Kult-Songs "Enter Sandman" in Deutschland sollen laut der Plattenfirma Universal Music über die Charity-Stiftung der Band zu hundert Prozent gespendet werden. Zum 30. Geburtstag des sogenannten Schwarzen Albums der Heavy Metal-Band werden auch diverse Coverversionen veröffentlicht, deren Erträge für wohltätige Zwecke verwendet werden sollen. Die "Enter Sandman"-Schallplatte ist aus Vinyl gepresst, das im Dunkeln leuchtet. Der Song dreht sich um eine düstere Sandmann-Geschichte.

Foo Fighters erhalten den ersten "Global Icon Award"

Die Band Foo Fighters wird für ihre lange Karriere geehrt und erhält den ersten "Global Icon Award". Vergeben wird die Auszeichnung im Rahmen der MTV Video Music Awards. Der US-Musiksender teilte mit, der Preis werde neu ins Programm aufgenommen, nachdem er bei den MTV Europe Music Awards schon lange Standard sei. Mit dem Global Icon Award wolle man Künstler und Bands feiern, deren beispiellose Karriere und anhaltender Einfluss einen einzigartigen globalen Erfolg in der Musik und darüber hinaus bildeten.

Fusion-Macher starten "Plan:et C"-Festival

In Mecklenburg-Vorpommern starten die Macher des Fusion-Festivals heute mit der ersten Ausgabe ihrer dreiteiligen Veranstaltungsserie "Plan:et C". An drei Wochenenden sollen je bis zu 10 000 Besucher kommen und an der Mecklenburgischen Seenplatte feiern. Das eigentliche Fusion-Festival, das sonst rund 70 000 Besucher anlockt, fiel im vergangenen und in diesem Jahr coronabedingt aus. Auch das "Pangea"-Festival an der Ostsee hat gestern unter strengen Corona-Auflagen begonnen. Daten, die im Laufe der vier Tage gesammelt werden, sollen der Veranstaltungsbranche möglichst genaue Erkenntnisse zum Thema Infektionsschutz und Sicherheit liefern.

Tanzkompanie des Jahres aus den Niederlanden

Die Zeitschrift "Tanz" hat das Nederlands Dans Theater zur "Kompanie des Jahres" ernannt. Das Ensemble aus Den Haag habe in Zeiten der Pandemie auch das beste Streamingangebot produziert, teilte das Magazin am Freitag mit. Es hatte für seine Umfrage 31 Kritikerinnen und Kritiker befragt. Hannovers Ballettchef Marco Goecke wurde zum "Choreograf des Jahres" gewählt. Er habe insbesondere mit einer fulminanten "Der Liebhaber"-Adaption nach Marguerite Duras und einem Gershwin-Abend für Gauthier Dance in Stuttgart beeindruckt. Gleich zwei Inszenierungen tragen den Titel "Produktion des Jahres" - zum einen John Neumeiers live getanztes "Ghost Light" beim Hamburg Ballett und zum anderen William Forsythes digitales "The Barre Project - Blake Works II".

Covid19: Action-Star Sonny Chiba gestorben

Der japanische Kampfsportler und Actionfilm-Darsteller Sonny Chiba ist tot. Er starb im Alter von 82 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion. Das teilte sein Agent der Nachrichtenagentur AFP mit. "Er war ein großartiger Freund und unglaublicher Klient. So ein bescheidener, warmherziger und freundlicher Mann." Chiba wurde 1939 in Fukuoka im Südwesten Japans als Sadaho Maeda geboren. Er praktizierte eine Reihe von Kampfsportarten, darunter seine Lieblingsdisziplin Karate. Seine Fähigkeiten brachten ihm zahlreiche Auftritte in Filmen und Serien in Japan ein. Im Zuge des weltweiten Erfolgs der Kampfsport-Legende Bruce Lee machte Chiba sich mit der "The Street Fighter"-Trilogie international einen Namen. Außerdem spielte er in dem Actionfilm "Kill Bill" von Quentin Tarantino mit.

Erneut ein Journalist in Mexiko erschossen

In Mexiko ist wieder ein Journalist getötet worden. Jacinto Romero, der für den Radiosender Ori Stereo im Osten des Landes arbeitete, wurde am Donnerstag in der Gemeinde Ixtaczoquitlán von Unbekannten erschossen, wie die Polizei des Bundesstaates Veracruz mitteilte. Die Umstände waren zunächst unklar. Der 61 Jahre alte Romero hatte Drohungen erhalten, wie sein Sohn Germán örtlichen Medien sagte. Er ist mindestens der dritte Journalist, der in diesem Jahr in Mexiko getötet worden ist. Nach Angaben der Organisation "Reporter ohne Grenzen" wurden vergangenes Jahr acht Journalisten in Mexiko wegen oder bei ihrer Arbeit getötet - mehr als in jedem anderen Staat. Nach jüngsten Statistiken gibt es in Mexiko derzeit fast 100 Morde am Tag. Die wenigsten werden jemals aufgeklärt.

Deutscher Film gewinnt beim Sarajevo-Filmfestival

Der deutsche Spielfilm "Große Freiheit" von Sebastian Meise hat beim diesjährigen Sarajevo-Filmfestival den Hauptpreis gewonnen, das Herz von Sarajevo für den besten Spielfilm. Franz Rogowski stellt in der Hauptrolle einen schwulen Mann dar, der im Nachkriegsdeutschland wegen seiner Homosexualität und dem Strafparagraphen 175 immer wieder ins Gefängnis muss. Der Österreicher Georg Friedrich, der einen zu lebenslanger Haft verurteilten Mörder und Rogowskis Freund im Knast verkörpert, erhielt den Preis für den besten männlichen Darsteller.
Der Hauptpreis Herz von Sarajevo (Srce Sarajeva) wird in mehreren Kategorien verliehen. Am vergangenen Freitag hatte der deutsche Filmregisseur Wim Wenders für sein Lebenswerk das Ehren-Herz erhalten. Dem 76-Jährigen war im Rahmen des Festivals eine Retrospektive gewidmet.

US-Behörde klagt erneut gegen Facebook

Die US-Kartellbehörde FTC geht mit einer nachgebesserten Klage gegen die Marktmacht von Facebook vor. Die Behörde habe am Donnerstag eine geänderte Fassung ihrer zuletzt abgewiesenen Klage gegen die Monopolstellung des weltgrößten sozialen Netzwerkes bei einem Bundesgericht eingereicht, teilte die FTC mit. Die Kartellwächter erhoffen sich von den Richtern ein Urteil, demzufolge Facebook gezwungen sein könnte, seinen weltweit beliebten Messenger-Dienst Whatsapp und die Foto-Plattform Instagram zu verkaufen. Außerdem solle Facebook verpflichtet werden, für künftige Übernahmen eine vorherige Genehmigung einzuholen. Facebook nannte die Klage unbegründet. Das Unternehmen sei kein Monopolist, hieß es in einer Erklärung.

Unesco: Kulturelles Erbe in Afghanistan schützen

Wenige Tage nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan hat die Welt-Kulturorganisation Unesco zum Schutz des kulturellen Erbes in dem asiatischen Land aufgerufen. Es müssten alle nötigen Vorkehrungen getroffen werden, um die Stätten vor Schäden und Plünderungen zu bewahren, sagte Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay. In den vergangenen Jahrzehnten kriegerischer Auseinandersetzungen waren bereits viele historische Stätten und Kulturgüter in Afghanistan geplündert und zerstört worden. Im Jahr 2001 schockierten die damals schon mal herrschenden militant-islamischen Taliban mit der Zerstörung zweier monumentaler Buddha-Statuen im Bamian-Tal, die fast 1500 Jahre überdauert hatten. Neben dem Bamian-Tal verfüge das Land über weitere wichtige Stätten des kulturellen Erbes, teilte die UN-Organisation mit: etwa die Altstadt von Herat und das historische Minarett von Dscham in der zentralen Provinz Ghor.

Grünes Gewölbe: Sechster Verdächtiger festgenommen

Rund 21 Monate nach dem Juwelendiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden haben Ermittler einen sechsten Verdächtigen gefasst. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei in der sächsischen Hauptstadt mitteilten, wurde der 23-Jährige in einer Wohnung in Berlin festgenommen. Auch er soll an dem nächtlichen Museumseinbruch im November 2019 beteiligt gewesen sein. Laut den Ermittlern sind damit alle unmittelbar an der Tat beteiligten Verdächtigen von den Behörden gestellt worden: Vier Verdächtige waren schon Ende 2020 gefasst worden, ein fünfter im Mai dieses Jahres. Außerdem wird noch gegen mehrere Beschuldigte wegen Beihilfe ermittelt. Die Täter waren durch ein Fenster in das Grüne Gewölbe im Residenzschloss von Dresden eingedrungen und hatten wertvollen historischen Juwelenschmuck aus dem 18. Jahrhundert gestohlen. Der Coup löste auch international erhebliche Aufmerksamkeit aus.

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