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Samstag, 23.10.2021
 
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Kulturnachrichten

Freitag, 13. August 2021

US-Sängerin Nanci Griffith ist tot

Die US-amerikanische Country- und Folksängerin und Songschreiberin Nanci Griffith ist im Alter von 68 Jahren gestorben. Das teilte ihr Management mit. Griffith war unter anderen bekannt für ihre Aufnahme des Songs "From a Distance", mit dem Bette Midler später einen Welthit hatte. 1994 bekam Griffith einem Grammy für das beste zeitgenössische Folkalbum "Other Voices/Other Rooms", das mit seinem Titel Bezug auf die gleichnamige Novelle von Truman Capote nimmt. Darauf singt sie traditionelle Folksongs mit Harris, John Prine, Arlo Guthrie and Guy Clark.

Mexiko gedenkt Eroberung durch Spanier vor 500 Jahren

Mit einer umstrittenen Gedenkfeier hat Präsident Andrés Manuel López Obrador an den Untergangs des Aztekenreichs im heutigen Mexiko vor 500 Jahren erinnert. Der linksnationalistische Staatschef bat am Freitag die Opfer der "Katastrophe" der spanischen Eroberung um Verzeihung. So etwas dürfe nie wieder vorkommen, sagte er bei der offiziellen Gedenkfeier in Mexiko-Stadt vor Vertretern indigener Völker aus Mexiko, den USA und Kanada sowie Militärs und Politikern.Zum Jahrestag des Falls der Aztekenhauptstadt Tenochtitlan am 13.August 1521 ließ die Regierung auf dem zentralen Platz Zócalo zudem eine kleinere Nachbildung des Haupttempels der Azteken errichten. Wichtige Archäologen des Landes lehnten das allerdings ab. Wenige Meter entfernt von den Überresten des echten Templo Mayor sei dies einfach nur Effekthascherei, sagte der renommierte Azteken-Experte Eduardo Matos Moctezuma. Mehrere Wissenschaftler wollten mit einer mehrtägigen Vortragsreihe einen Kontrapunkt zum offiziellen Regierungsprogramm setzen und ihrerseits an den Untergang des Aztekenreichs erinnern.

Strenge Maßstäbe bei Kulturgüter-Einfuhr

Wer Kulturgut nach Deutschland einführt, muss nach einem Urteil des Verwaltungsgerichts München nachweisen, wann es den Herkunftsstaat rechtmäßig verlassen hat. Andernfalls sei die Sicherstellung "eine geeignete und erforderliche behördliche Maßnahme", entschieden die Verwaltungsrichter.
Dem am Freitag veröffentlichten Urteil liegt eine Sicherstellung von antiken Münzen durch ein Hauptzollamt zugrunde, die der Kläger bei einer Auktion in den USA erworben hatte. Die Islamische Republik Iran hatte Ansprüche an den Münzen geltend gemacht. Dem Kläger zufolge stammen sie aus einer schon in den 1960er Jahren begonnenen bekannten amerikanischen Sammlung. Es sei nicht einmal klar, ob die Münzen - "Allerweltsgeld mit geringem wissenschaftlichen Interesse" - tatsächlich aus dem heutigen Iran stammten. Auch hätten sie bereits vor Jahrhunderten ihr Herkunftsgebiet verlassen. Ein Nachweis über den genauen Zeitpunkt der Ausfuhr und deren Rechtmäßigkeit sei bei solchen Kleinobjekten nicht mehr möglich.

Athen fordert die Rückgabe der Friesteile des Parthenon

Athen hat erneut die Rückgabe der Parthenon-Friesteile aus dem British Museum in London an das Akropolismuseum in Athen gefordert. Anlass ist diesmal ein Bericht des britischen Magazins "The Art Newspaper" vom 11. August. Demnach tropfte Regenwasser aus dem Dach des Museums in die Hallen, in denen auch die Parthenon-Friesteile ausgestellt werden. Athen fordert seit Jahrzehnten die Rückgabe der Skulpturen, die seit 1816 im Besitz des British Museum sind. Die Briten verweigern dies bislang. In der griechischen Hauptstadt wurde 2009 ein neues Museum unterhalb der Akropolis gebaut. Dort werden die echten Teile zusammen mit Gips-Nachbildungen der fehlenden Elemente ausgestellt. Der Parthenon ist eines der berühmtesten noch existierenden Baudenkmäler des antiken Griechenlands.

"Herr der Ringe" Produktion nach Großbritannien verlegt

Amazon Studios hat beschlossen, die Fernsehproduktion für die Serie "Herr der Ringe" von Neuseeland nach Großbritannien zu verlegen. Die Arbeiten an der Nachproduktion der ersten Staffel bis Juni 2022 werden in Neuseeland fortgesetzt. Ab der zweiten Staffel soll im Vereinigten Königreich gedreht werden. Neuseelands Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Nash, drückte seine Enttäuschung über diesen Schritt aus. Der US-Konzern gibt allein für die Dreharbeiten der ersten Staffel 465 Millionen Dollar aus. Neuseeland zieht nun als Konsequenz einen fünfprozentigen Finanzierungszuschuss aus dem Film Produktionsgrant zurück. Amazon Studios plant fünf Staffeln der Serie zu produzieren, was diese zu einer der teuersten Fernsehserien aller Zeiten machen würde.

Nordrhein-Westfalen lobt neuen Kunstpreis aus

Nordrhein-Westfalen führt wieder einen zentralen Preis für zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler ein.
Der mit 25 000 Euro dotierte "Kunstpreis Nordrhein-Westfalen" soll künftig einmal im Jahr in einer der fünf Sparten Baukunst, Musik, Literatur, Darstellende Kunst oder Visuelle Künste verliehen werden. Das vergangene Jahr habe die Unverzichtbarkeit von Kunst als gesellschaftliche Ressource so deutlich gemacht wie nie, sagte Ministerpräsident Laschet. Dieser Bedeutung der zeitgenössischen Kunst für die Gesellschaft solle Rechnung getragen werden. Auch der langjährige Förderpreis für junge Künstlerinnen und Künstler wird neu aufgesetzt. Er wird künftig in allen fünf Sparten verliehen und ist mit jeweils 15 000 Euro dotiert. Die Preise werden von einer Expertenjury unter Vorsitz des Ministerpräsidenten vergeben. Angesetzt ist die Verleihung für den 22. November.

Vater von Britney Spears will als Vormund zurücktreten

Nach einem jahrelangen Rechtsstreit will sich der Vater von US-Popstar Britney Spears Medienberichten zufolge als Vormund seiner Tochter zurückziehen. Das berichten mehrere US-Medien und berufen sich auf Gerichtsunterlagen aus Los Angeles. Jamie Spears wolle einen weiteren öffentlichen Kampf mit seiner Tochter vermeiden, hieß es zur Begründung. Die Sängerin war 2008 wegen psychischer Probleme vorübergehend in eine Klinik zwangseingewiesen worden. Ihr Vater übernahm die Vormundschaft über seine Tochter und damit auch die Kontrolle über ihre Finanzen. In den vergangenen Monaten hatte Britney Spears ihren Vater in emotionalen Ansprachen heftig angegriffen. Sie fühle sich von ihrer Familie und von Managern ausgenutzt, sagte die 39-jährige.

San Francisco: Impfpflicht für Bars, Clubs und Theater

Als erste Stadt in den USA wird San Francisco ab dem 20. August nur noch Menschen mit einer Impfung gegen das Coronavirus Zutritt zu bestimmten öffentlichen Orten gewähren. Die Möglichkeit, einen negativen Test vorzulegen, gebe es nicht, kündigte die Bürgermeisterin der kalifornischen Stadt, London Breed, an. Die Regelung gilt zunächst für Besucherinnen und Besucher von Bars, Restaurants, Nachtclubs, Theatern und anderen Veranstaltungsorten sowie Sportstudios. Ausgenommen von der Vorschrift sind Kinder unter zwölf Jahren, die in den USA bislang nicht geimpft werden können.

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