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Kulturnachrichten

Mittwoch, 28. August 2019

Fernsehfilm "Lotte im Bauhaus" in Seoul ausgezeichnet

Im Jubiläumsjahr hat die ARD-Produktion "Lotte im Bauhaus" beim größten Fernsehfilmfestival Asiens zwei Preise erhalten. In der Reihe "Bester Fernsehfilm" und der Kategorie "Beste Schauspielerin". Geehrt wurde damit Alicia von Rittberg, die die Titelfigur verkörperte. Für die "Seoul International Drama Awards" waren nach Mitteilung des Veranstalters 270 Produktionen aus 61 Ländern ins Rennen gegangen.

Tartu wird 2024 Europäische Kulturhauptstadt

Die zweitgrößte Stadt von Estland darf sich in fünf Jahren schmücken: Das Kulturministerium in Tallinn teilte mit, dass Tartu 2024 den Titel "Europäische Kulturhauptstadt" erhält. Der zuständige EU-Kommissar Tibor Navracsics gratulierte: "Eine großartige Gelegenheit, die Kraft der Kultur für Innovationen und neue Gemeinschaften zu nutzen." Die Universitätsstadt mit knapp 100.000 Einwohnern wird sich den Titel mit einer österreichischen Stadt teilen. 2011 war die estnische Hauptstadt Tallinn bereits Europäische Kulturhauptstadt.

Filmfestspiele Venedig eröffnet

In Venedig haben die Internationalen Filmfestspiele begonnen. Eröffnet wurde die 76. Ausgabe mit dem Drama "Die Wahrheit" von Kore-eda Hirokazu aus Japan. Die Hauptrollen spielen Catherine Deneuve und Juliette Binoche. Mit besonderer Spannung wird verfolgt, wie Hollywood sich gegen den Gewinner des Goldenen Löwen im vergangenen Jahr aufgestellt hat: 2018 war er erstmals an eine Produktion von Netflix gegangen.

Bau für Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung fertig

Der für rund 60 Millionen Euro entstandene Neu- und Umbau für die Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin ist fertiggestellt. Das Gebäude soll im Februar 2020 an die Stiftung übergeben werden, wie die Präsidentin des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Petra Wesseler, bei einer Begehung ankündigte. Die Stiftung will bis Frühjahr 2021 ihre neue Dauerausstellung realisieren. Bisher ist noch nicht entschieden, ob die umstrittene Bezeichnung "Deutschlandhaus" für das Gebäude beibehalten werden soll. Das Ausstellungs-Konzept sieht vor, die Vertreibung der Deutschen aus den Ländern östlich von Oder und Neiße nach dem Zweiten Weltkrieg in einen größeren historischen Zusammenhang zu stellen. Auch soll es einen ausdrücklichen Bezug zur Gegenwart geben. Wie stark das Schicksal der etwa 12 bis 14 Millionen deutschen Vertriebenen bei der Dauerausstellung im Mittelpunkt stehen sollte, war lange Zeit Thema von Debatten. Vor allem in Polen gab es Befürchtungen, die Deutschen könnten sich selbst zu Opfern machen und so von ihrer Schuld in der Nazi-Zeit ablenken.

Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung ist 70 geworden

Die "Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung" in Darmstadt ist 70 Jahre alt gworden. Am 28. August 1949 - dem 200. Geburtstag Goethes - wurde die Gründung der Akademie bei einem Festakt in der Frankfurter Paulskirche verkündet. Nach der Nazi-Diktatur sollte sie ein "Ort des freien Gesprächs" sein. Mit dem "Georg-Bücher-Preis" verleiht die "Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung" seit 1951 auch den renommierten deutschen Literaturpreis. In diesem Jahr geht er an den Dramatiker und Erzähler Lukas Bärfuss.

Literaturnobelpreisträger für 2018 und 2019 werden parallel verkündet

Bei der Doppelvergabe der Literaturnobelpreise für die Jahre 2018 und 2019 will die zuständige Schwedische Akademie die Ausgezeichneten unmittelbar nacheinander bekanntgeben. Beide Preisträger werden am 10. Oktober um 13.00 Uhr verkündet, wie eine Sprecherin der Akademie der Deutschen Presse-Agentur sagte. Alles Weitere zum Prozedere werde um den 1. Oktober herum veröffentlicht. Die Schwedische Akademie war im vergangenen Jahr in eine schwere Krise gestürzt. Der Skandal drehte sich um das mittlerweile ausgetretene Mitglied Katarina Frostenson und ihren wegen Vergewaltigung verurteilten Mann Jean-Claude Arnault. Als Folge der Querelen wurde der Literaturnobelpreis 2018 abgesagt, das Gremium stellte sich zu großen Teilen neu auf. In diesem Jahr sollen nun zwei Nobelpreise für Literatur vergeben werden - einer für 2018 und einer für das aktuelle Jahr.

Schriftsteller Akhanli mit Goethe-Medaille ausgezeichnet

In Weimar sind die Goethe-Medaillen vergeben worden. Preisträger sind in diesem Jahr der deutsch-türkische Schriftsteller Dogan Akhanli, die iranische Künstlerin und Filmemacherin Shirin Neshat und der mongolische Verleger, Buchhändler und Publizist Enkhbat Roozon. Die drei Kulturschaffenden hätten sich beispielhaft mit dem Verhältnis von Dichtung und Wahrheit auseinandergesetzt, hieß es in der Begründung des Goethe-Instituts. Die Goethe-Medaille geht an Menschen, die sich um den internationalen Kulturaustausch verdient gemacht haben. Sie wird immer am 28. August, dem Geburtstag von Johann Wolfgang von Goethe, in Weimar verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen der Dirigent Daniel Barenboim und der Autor John le Carré.

Nussbaum-Stiftung erhält 700.000 Euro

Die Felix-Nussbaum-Foundation in Osnabrück hat eine Spende von 700 000 Euro erhalten. Dadurch werde es der Stiftung in Zukunft "mehr als je zuvor möglich sein, das Werk des jüdischen Malers Felix Nussbaum (1904-1944) national und international bekannter zu machen", teilte das Museumsquartier in Osnabrück mit. Die Summe stamme aus dem Nachlass einer Verwandten. Die Foundation wurde 2001 vom Sammlerehepaar Hubert und Irmgard Schlenke gegründet worden. Ziel der Stiftung ist es, die Werke des in Auschwitz ermordeten Felix Nussbaums und anderer Künstler des Exils und Widerstandes in den Jahren 1933-1945 zu erhalten.

Zehnjähriger Rechtsstreit um US-Rapper beendet

Der Prozess wegen illegalen Drogen- und Waffenbesitzes gegen den US-Rapper Meek Mill ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge nach mehr als einem Jahrzehnt beendet. Der Musiker habe bei einer Anhörung in Philadelphia den Besitz einer Schusswaffe zugegeben, im Gegenzug habe die Staatsanwaltschaft alle weiteren Vorwürfe fallengelassen. Der Rapper war 2008 wegen des illegalen Besitzes von Drogen und Waffen verurteilt worden, saß acht Monate im Gefängnis und bekam dann zehn Jahre Bewährung. 2017 verurteilte ein Richter Mill erneut wegen des Verstoßes gegen seine Bewährungsauflagen. Der Musiker wurde nach fünf Monaten auf Kaution freigelassen. Seitdem hat sich Mill an der Seite von anderen Prominenten wie dem Rapper Jay-Z zu einem Aktivisten für eine Reform der US-Strafjustiz entwickelt.

Erben übernehmen Tonstudio von Prince

Die Erben des Popstars Prince werden die Verwaltung seines Studiokomplexes bei Minneapolis übernehmen. Das Tonstudio Paisley Park wurde seit Oktober 2016 von Graceland Holdings als Museum betrieben, einer Firma, die in Tennesse auch eine Elvis-Presley-Touristenattraktion führt. Die Familie sei nicht unglücklich über Graceland und habe die Entscheidung auch nicht aus wirtschaftlichen Gründen getroffen, sagte Nelson. Prince war im April 2016 im Alter von 57 Jahren in dem Gebäudekomplex an einer unbeabsichtigten Überdosis Fentanyl gestorben.

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