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Kulturnachrichten

Sonntag, 11. August 2019

Prüfung des ZPS-Staatsanwalts dauert an

Warum ermittelte Staatsanwalt Zschächner in Gera gegen das Zentrum für Politische Schönheit wegen des Verdachts auf Bildung einer kriminellen Vereinigung? Die Frage ist auch vier Monate nachdem er von dem Fall entbunden wurde, nicht beantwortet. Eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Prüfung dauere an. Es sei nicht absehbar, wann sie beendet sein werde. Auch die Staatsanwaltschaft Gera ist demnach an der Prüfung beteiligt. Hintergrund des Verfahrens war der Nachbau des Berliner Holocaust-Denkmals durch ZPS-Aktivisten in Sichtweite zum privaten Wohnhaus des Thüringer AfD-Parteichefs Björn Höcke.

US-Film "The Hunt" wird nicht veröffentlicht

"Wir verstehen, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, um diesen Film zu veröffentlichen." Das teilten die Universal Pictures Studios in den USA mit. Der als satirische Thriller beschriebene Film "The Hunt" (Die Jagd) mit Hilary Swank kommt demnach Ende September nicht in die Kinos. Hintergrund sind die Massaker in El Paso und Dayton. In dem Spielfilm seien "gewaltverharmlosende Szenen" zu sehen. Es geht um einflußreiche Menschen, die andere Leute zum Spaß wie Tiere jagen. US-Präsident Donald hatte offensichtlich den bereits beworbenen "The Hunt" am Freitag auf Twitter kritisiert, als er davor warnte, ein Film würde Chaos schüren und Gewalt provozieren.

Malerin Christa Näher geehrt

Den mit 10.000 Euro dotierten Hans-Thoma-Preis des Landes Baden-Württemberg hat Christa Näher erhalten. Die 72-Jährige Malerin sei "eine Künstlerin, die ihren Stil konsequent und unabhängig von Modeströmungen beibehalten habe" hieß es bei der heutigen Preisverleihung. Ihre Bildwelten mit ihren schillernden Oberflächen seien ein Gegenpol zu den rasanten digitalen Bilderfluten. Der Hans-Thoma-Preis wird seit 1949 alle zwei Jahre an herausragende Künstler verliehen, die den Schwerpunkt ihres Schaffens in Baden-Württemberg haben. Zu den bisherigen Preisträgern zählen neben anderen Otto Dix, Anselm Kiefer und Tobias Rehberger.

Nancy Kienholz gestorben

Sie war Fotografin, Objektkünstlerin und Konzeptkünstlerin: Wie erst jetzt bekannt wurde, ist Nancy Kienholz am 7. August im Alter von 75 Jahren gestorben. Von 1972 bis zu dessen Tod 1994 arbeitete die US-Amerikanerin gemeinsam mit ihrem Mann Edward. Die beiden lebten abwechselnd in Berlin, Köln und den Vereinigten Staaten. Ihre neodadaistische Kunst präsentierten sie unter anderem auf der Documenta 5 in Kassel. Ihre Installationen inszenierten sie aus Gebrauchsgut und Objekten ortsbezogener Geschichte. Ungerechtigkeit und Tabus waren die großen Überschriften ihrer Arbeiten. Erst 1981 hatte Edward Kienholz bekanntgemacht, dass Nancy Kienholz mit ihm zusammenarbeitete.

Warnung vor neuer Qualität des Antisemitismus

Der Verwaltungschef der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf, Michael Szentei-Heise, hat vor einer neuen Qualität des Antisemitismus gewarnt. Was früher nur anonym geäußert worden sei, geschehe heute "unter voller Namensnennung" samt akademischem Titel, sagte er im Deutschlandfunk. Mitverantwortlich dafür sei die AfD, die als "geistiger Brandstifter" fungiere. Sie sorge mit ihrem Auftreten und bestimmten Aussagen dafür, dass die Gesellschaft insgesamt verrohe und die Grenzen des Sagbaren verschiebe, so Szentei-Heise weiter. Außerdem warnte er, dass Worten Taten folgen könnten.

Wiederaufbau von Notre-Dame wird fortgesetzt

Die Wiederaufbauarbeiten an der Pariser Kathedrale Notre-Dame sollen am 19. August weitergehen, teilte die Präfektur der Region Ile-de-France mit. Die Arbeiten waren am 25. Juli unterbrochen worden, weil die Bleibelastung zu hoch war. Die neue Arbeitsausrüstung werde nach Behördenangaben verhindern, dass "verschmutzende Elemente nach außen" freigesetzt würden, hieß es. Die Pariser Behörden haben letzten Monat eine gründliche Reinigung und Entfernung gefährlicher Substanzen in Schulen in der Nähe der Kathedrale angeordnet. Diese wurden beim Brand im April schwer beschädigt, da Tonnen giftiger Bleipartikeln vom Metalldach in die Luft freigesetzt wurden. Die Dekontaminierungsarbeiten enden voraussichtlich, bevor die Kinder im September zur Schule zurückkehren.

Warnung vor neuer Qualität des Antisemitismus

Der Verwaltungschef der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf, Michael Szentei-Heise, hat vor einer neuen Qualität des Antisemitismus gewarnt. Was früher nur anonym geäußert worden sei, geschehe heute "unter voller Namensnennung" samt akademischem Titel, sagte er im Deutschlandfunk. Mitverantwortlich dafür sei die AfD, die als "geistiger Brandstifter" fungiere. Sie sorge mit ihrem Auftreten und bestimmten Aussagen dafür, dass die Gesellschaft insgesamt verrohe und die Grenzen des Sagbaren verschiebe, so Szentei-Heise weiter. Außerdem warnte er, dass Worten Taten folgen könnten.

Auftritt der Band Mashrou Leila erneut verhindert

Eine der erfolgreichsten Bands der arabischen Welt, Mashrou Leila, darf heute nicht auf dem größten Musikevent des Libanon in Byblos auftreten. Der Leadsänger der Gruppe, Hamed Sinno, ist bekennender Homosexueller und setzt sich für die Rechte von Schwulen im Nahen Osten ein, wie der Westdeutsche Rundfunk berichtet. Dafür wird die Band regelmäßig von Christen kritisiert und bedroht. Maronitisch-katholische Geistliche werfen Mashrou Leila Gotteslästerung und eine Verletzung religiöser Gefühle vor. Zudem würden die vier Männer Zwietracht zwischen den Konfessionen sähen. Die Band selbst macht stets geltend, dass sie verschiedenen Glaubensrichtungen angehören. Aus Angst vor Ausschreitungen sagte der Veranstalter den Auftritt ab.

Ehrenpreis für Hilary Swank beim Filmfest Locarno

Hollywood-Star Hilary Swank ("Million Dollar Baby", "Eleanor & Colette") ist auf dem 72. Internationalen Filmfestival Locarno mit einem "Leopard Club Award" ausgezeichnet worden. Der Ehrenpreis würdigt ihre schauspielerischen Leistungen. In ihrer kurzen Dankesrede sagte Hilary Swank, sie sei stolz auf den Preis, weil er ihr zeige, dass richtig und wichtig ist, was sie tue. Lili Hinstin, die künstlerische Leiterin des Festivals, bezeichnete Swank als "Schauspielerin, die das Bild der Frauen im Kino mit ihrer stets mutigen Rollenwahl entscheidend modernisiert hat."

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