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Dienstag, 12.11.2019
 
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Kulturnachrichten

Dienstag, 12. November 2019

Klang der Staatskapelle Dresden wird erforscht

Die für ihren warmen Klang gerühmte Staatskapelle Dresden rückt ins Blickfeld der Musikforschung. Wissenschaftler aus drei Ländern wollen dabei Kontinuitäten in der 471 Jahre langen Geschichte des Orchesters nachgehen, teilte die Musikhochschule "Carl Maria von Weber" mit. Dazu wurden der Lehranstalt vom sächsischen Wissenschaftsministerium rund eine Million Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds genehmigt. In dem Vorhaben geht es darum, die Mythen um den Klang der Staatskapelle mit Zeitzeugnissen zu belegen.

Neuer Chefdirigent des MDR-Sinfonieorchesters

Das MDR-Sinfonieorchester bekommt einen neuen Chefdirigenten - den 75-jährigen US-Amerikaner Dennis Russell Davies. Er dirigierte renommierte Orchester in Nordamerika und Europa, darunter das Chicago Symphony Orchestra, das Concertgebouworkest Amsterdam und das Gewandhaus Leipzig. Seit den 1980er Jahren ist Davies vor allem im deutschsprachigen Raum tätig, seinen Posten beim MDR-Sinfonieorchester in Leipzig tritt er im Herbst 2020 an.

Weltrekordversuch im Dauertalken in der ARD

In der ARD starten zwei Moderatoren einen Weltrekordversuch mit einer über drei Tage geplanten Dauertalkshow. Im "Das schafft du nie!"-Kanal bei YouTube wird der Versuch von Ariane Alter und Sebastian Meinberg live gestreamt. Die beiden wollen im Rahmen der ARD-Themenwoche "Zukunft Bildung" 72 Stunden mit Ausnahme kurzer Pausen durchgehend talken. Damit wollen sie den bisher vom syrischen Staatsfernsehen gehaltenen Weltrekord von 70 Stunden und fünf Minuten brechen.

Veranstalter entschuldigt sich bei Israel

Moritz van Dülmen, Chef der Agentur Kulturprojekte Berlin, die für die Bühnenshow zum 30. Geburtstag des Mauerfalls verantwortlich zeichnet, hat sich für den israelischen Schriftzug entschuldigt, der auf Deutsch "Schluss mit der Besatzung" bedeutet. Er habe mit dem israelischen Botschafter telefoniert, so van Dülmen. Ihm sei die Bedeutung des Schriftzugs nicht bewusst gewesen. "Das entschuldigt es aber nicht." Kulturprojekte Berlin hatte sich bereits am Sonntag auf Facebook entschuldigt. Der hebräische Satz sei Teil einer künstlerischen Videosequenz von rund 20 friedlichen Protestaktionen weltweit gewesen.

Dirigent Werner Andreas Albert gestorben

84 Jahre wurde er alt - der Karajan-Schüler Werner Andreas Albert. Das meldet der Bayerische Rundfunk. Nach seinem Studium und dem Debüt mit Yehudi Menuhin in Mannheim ging es beruflich schnell bergauf: Vom Ersten Kapellmeister der Nordwestdeutschen Philharmonie zu deren Chefdirigent. Nach Abstechern ins Ausland leitete er die Nürnberger Symphoniker und das Bayerische Jugendorchester. Bis 1998 dirigierte Werner Andreas Albert das Queensland Symphony Orchestra in Brisbane, Australien.

ProSiebenSat.1 plant Audio-Streamingdienst

Im nächsten Frühling soll es losgehen: Mit einem kostenlosen und einem Bezahl-Streamingdienst bei ProSiebenSat.1. Die Plattform mit dem Titel "FYEO - For Your Ears Only" solle unter anderem eigene Inhalte im Podcast-Format sowie Talksendungen und Dokumentationen produzieren. Laut einer Studie des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hören rund 14 Prozent der Deutschen solche Formate mindestens einmal pro Woche. In der jungen Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen sind es 25 Prozent.

Großbritannien gibt Kulturgüter nach Afghanistan

Neun Bodhisattva-Köpfe und eine Figur aus Gips, hergestellt zwischen dem 4. und 6. Jahrhundert in Afghanistan, das zu damaliger Zeit noch mehrheitlich buddhistisch geprägt war: Diese Kulturgüter, die 2002 auf dem Londoner Flughafen beschlagnahmt worden waren, werden nun - knapp zwei Jahrzehnte nachdem die Taliban die monumentalen Buddha-Statuen im Bamian-Tal zerstörten - zurück nach Afghanistan geschickt. Das teilte Scotland Yard mit. Die späte Rückführung sei der instabilen Situation im Land geschuldet. Das British Museum teilte mit, dass seit 2009 rund 2350 meist illegal gehandelte Objekte aus Afghanistan, dem Irak und Usbekistan mithilfe der Museumsexperten wieder an ihren Herkunftsort gebracht werden konnten.

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