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Kulturnachrichten

Montag, 27. August 2018

Behinderung von Journalisten: Aufklärung versprochen

Innenministerium werde die notwendigen Konsequenzen ziehen

Nach der mutmaßlichen Behinderung von Journalisten bei einem Polizeieinsatz in Stuttgart hat der baden-württembergische CDU-Innenminister Thomas Strobl eine lückenlose Aufklärung zugesagt. "Selbstverständlich befasst sich das Innenministerium mit dem Vorgang und wird, wenn nötig, die notwendigen Konsequenzen ziehen", sagte ein Ministeriumssprecher. Die Grundrechte, insbesondere die Pressefreiheit, würden stets und überall gelten. Hintergrund ist ein Polizeieinsatz am dritten Augustwochenende in Stuttgart an einem Infostand der rechtsextremen "Identitären Bewegung". Journalisten, die darüber berichten wollten, seien von einem Polizeibeamten mit Worten wie "die Pressefreiheit ist jetzt ausgesetzt" am Betreten einer U-Bahn-Station gehindert worden, hieß es in einem Brief der Deutschen Journalistinnen- und Journalistenunion an Strobl. Die Strafanzeige eines Journalisten gegen ein IB-Mitglied, das ihm Gewalt angedroht habe, sei von der Polizei zudem erst nach wiederholtem Drängen aufgenommen worden.

Königliches Elternhaus im Freilichtmuseum

Norwegens Königin Sonja eröffnet ihr restauriertes Elternhaus

Die norwegische Königin Sonja hat ihr restauriertes Elternhaus als Publikumsattraktion eröffnet. Das Wohnhaus aus den 1930er Jahren wurde 2016 von Oslo in das Freiluftmuseum Maihaugen in Lillehammer versetzt. Der würfelartige Holzbau gilt als gutes Beispiel für die Architektur dieser Zeit. Die Fachleute des Museums haben das Haus wieder so eingerichtet, wie es von 1935 bis 1968 ausgesehen hat, als die Familie der Königin dort lebte. "Es ist wie nach Hause zu kommen, es ist genau dasselbe Gefühl wie damals", sagte die 81-jährige Sonja dem norwegischen Fernsehen NRK. Ihre Eltern hatten einen Konfektionshandel in Oslo und das Haus war für die Familie gebaut worden.

Gremium will Übergriffe bei Tiroler Festspielen klären

Intendant Gustav Kuhn werden unter anderem "unerwünschte Küsse" vorgeworfen

In Österreich geht ab sofort eine Kommission den Vorwürfen über sexuelle Übergriffe bei den Tiroler Festspielen Erl nach. Der Antrag der Festspiele bei der im Kanzleramt angesiedelten Gleichbehandlungskommission sei nun gestellt, sagte die Ombudsfrau der Festspiele, Christine Baur. Vor diesem Gremium herrsche eine Umkehr der Beweislast: Nicht die Betroffenen müssten die Übergriffe beweisen, sondern der Intendant der Festspiele Gustav Kuhn müsse glaubwürdig machen, dass an den Vorwürfen gegen ihn nichts dran sei. Fünf Musikerinnen hatten von "unerwünschten Küssen", dem "Griff zwischen die Beine", "ungehemmter Aggression" sowie "Mobbing, öffentlicher Bloßstellung, Demütigung und Schikane" berichtet. Der 72-jährige Kuhn bestreitet das, lässt aber bis zur Klärung des Falls seine Funktion als künstlerischer Leiter ruhen. Auch die Staatsanwaltschaft Innsbruck ermittelt wegen des Verdachts der sexuellen Belästigung. Mit der interimistischen Leitung der Festspiele wurde Kuhns bisheriger Stellvertreter Andreas Leisner betraut.

Romy-Schneider-Drama will Auslands-Oscar holen

Entscheidung für deutschen Oscar-Kandidaten fällt Donnerstag

Elf Filme bewerben sich darum, für Deutschland ins Oscar-Rennen zu gehen. Mit dabei auch das Romy-Schneider-Drama "3 Tage in Quiberon". Das Werk von Regisseurin Emily Atef, in dem es um das Leben der legendären Schauspielerin geht, gehört zu insgesamt elf Bewerbern, die den begehrten Preis für den besten nicht-englischsprachigen Film bei der Oscar-Verleihung im kommenden Jahr nach Deutschland holen wollen. Eingereicht wurde auch der Film "Werk ohne Autor" von Florian Henckel von Donnersmarck. 2007 hatte der Regisseur mit seinem Film "Das Leben der Anderen" den Auslands-Oscar gewonnen. Zu den Bewerbern gehören unter anderem noch "Ballon" von Michael Bully Herbig und "Der Hauptmann" von Robert Schwentke. Eine unabhängige Fachjury soll einen der Filme auswählen, die Entscheidung will German Films an diesem Donnerstag bekanntgeben. Die Oscar-Verleihung findet am 24. Februar statt.

Intendant der Semperoper will politisches Musiktheater

Intendant Peter Theiler: "Es gibt keine apolitische Kunst"

Die Semperoper Dresden darf nach Ansicht ihres neuen Intendanten kein "politikfreies" Musiktheater sein. "Es gibt keine apolitische Kunst. Eine Haltung zu den Themen unserer Zeit ist wichtig", sagte Peter Theiler in Dresden. Er verstehe das aber nicht doktrinär, sondern im analytischen Sinne. "Es gilt Themen aufzugreifen, die heutige Menschen bewegen." Die Semperoper Dresden geht an diesem Mittwoch mit dem neuen Intendanten in die neue Spielzeit. Der 62 Jahre alte Schweizer war zuvor Generalintendant der Staatstheater Nürnberg. Erste Premiere ist Arnold Schönbergs "Moses und Aron" am 29. September. Für die erste Spielzeit Theilers wurden zwölf Premieren angekündigt.

Ringelnatz-Geburtshaus wird restauriert

Originalzustand der Fassaden wird wiederhergestellt

Das Geburtshaus des Dichters Joachim Ringelnatz (1883-1934) im sächsischen Wurzen wird restauriert. Wenige Wochen nach Ringelnatz' 135. Geburtstag am 7. August sei dafür eine Förderzusage von verschiedenen Sponsoren an den Joachim-Ringelnatz-Verein überreicht worden, teilte der Verein in Wurzen mit. Die barocken Bauelemente am denkmalgeschützten Geburtshaus des Dichters könnten nun "eine Verjüngungskur" bekommen. Mit der Förderzusage werde auch das jahrelange Bemühen des Vereins um den Erhalt des Hauses als Gedenkort an Künstler und Werk gewürdigt, betonte Oberbürgermeister Jörg Röglin. Mit den Fördermitteln könne nun der Originalzustand der Fassaden wiederhergestellt werden.

Zisterzienserorden gründet Priorat in Neuzelle

Mönche planen Klosterneubau in Brandenburg

Bei der traditionellen Wallfahrt des Bistums Görlitz wird am kommenden Sonntag im brandenburgischen Barockkloster Neuzelle ein neues Priorat des Zisterzienserordens gegründet. Die neuen Mönche aus dem österreichischen Stift Heiligenkreuz planen für das neue Kloster Neuzelle rund zwölf Kilometer entfernt vom historischen Standort ein Neubau zu errichten. Die Mönche begründen ihre Entscheidung, nicht wie zunächst geplant in die Anlage des historischen Zisterzienserklosters zu ziehen, mit den Bedürfnissen des klösterlichen Alltags nach Stille, mit besserer Energieeffizienz, weniger Problemen mit dem Denkmalschutz und den Erwartungen von Geldgebern. Die Gründung des neuen Priorats als Tochterkloster von Stift Heiligenkreuz sei ein ganz außergewöhnliches Ereignis, sagte die brandenburgische Kulturministerin Martina Münch (SPD).

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