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Kulturnachrichten

Dienstag, 21. August 2018

#MeToo-Aktivistin weist Anschuldigung zurück

Asia Argento soll Minderjährigen sexuell genötigt haben

Die italienische Schauspielerin und #MeToo-Aktivistin Asia Argento hat den Vorwurf zurückgewiesen, eine sexuelle Beziehung mit einem Minderjährigen gehabt zu haben. Wie die "New York Times" berichtete, hatte der heute 22-jährige Schauspieler und Rockmusiker Jimmy Bennett Argento vorgeworfen, sie 2013 in einem Hotelzimmer in Kalifornien sexuell missbraucht zu haben. In dem US-Bundesstaat ist Sex mit unter 18-Jährigen strafbar. Argento widerspricht: Zwischen ihr und Bennett habe lediglich eine Freundschaft bestanden. Der "New York Times" liegen Unterlagen vor, die offenbar belegen, dass die Schauspielerin Bennett 380.000 Dollar gezahlt hat. Als Schweigegeld, behauptet der junge Mann. Argento erklärte dagegen, das Geld sei von einem Freund gezahlt worden. Er habe Bennett damit in wirtschaftlicher Hinsicht helfen wollen - unter der Bedingung, dass er nie wieder Kontakt zu ihr aufnehme.

Deniz Yücel erhält Medienpreis

Der Journalist wird für seinen Mut und sein Unbestechlichkeit ausgezeichnet

Der bis zum vergangenen Februar in der Türkei inhaftierte Journalist Deniz Yücel erhält in diesem Jahr den Medienpreis M100 Media Award. Mit der Verleihung am 18. September in Potsdam solle die "mutige und unbestechliche Arbeit" des "Welt"-Korrespondenten gewürdigt werden. Zugleich soll an alle in der Türkei inhaftierten Journalisten erinnert werden, teilten die Preisverleiher vom Sanssouci Colloquium mit. Auch unter dem Druck seines einjährigen Gefängnisaufenthalts in der Türkei habe sich Yücel weder Denk- noch Sprechverbote erteilen lassen, befand die Jury. Zu den früheren Preisträgern gehören der italienische Mafiaexperte Roberto Saviano, das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" und der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher.

Facebook will seine Nutzer bewerten lassen

Ratings sollen gezielt Fake News bekämpfen helfen

Facebook will im Kampf gegen Falsch-Nachrichten nun auch die Vertrauenwürdigkeit seiner Nutzer überprüfen lassen. Das sagte die zuständige Managerin Tessa Lyons der "Washington Post". Auf welcher Basis solche Ratings berechnet werden, blieb aber unklar. Lyons betonte zugleich, dass diese Bewertung nur ein Faktor von vielen sei. Facebook habe das Problem, dass korrekte Inhalte mit Absicht als falsch gemeldet würden - einfach weil andere Nutzer mit der Meinung nicht einverstanden seien. Das Online-Netzwerk war unter massive Kritik geraten, nachdem vor allem im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 über die Plattform massenhaft gefälschte Nachrichten und Propaganda verbreitet wurden. Facebook verschärfte seitdem seine Kontrollen und lässt unter anderem auch Mitglieder die Vertrauenswürdigkeit von Medienquellen bewerten.

Danny Boyle legt Regie für neuen Bond-Film nieder

Kreative Differenzen zwischen Regisseur und Produktionsteam

Das nächste James-Bond-Film muss ohne den Oscar-Preisträger Danny Boyle auskommen. Der Brite ist als Regisseur des 25. "007"-Abenteuers abgesprungen. Die Filmproduzenten und Hauptdarsteller Daniel Craig teilten mit, es habe "kreative Differenzen" gegeben. Boyle wurde für Kultfilme wie "Trainspotting" und "Slumdog Millionaire" mit Golden Globes und Oscars ausgezeichnet. Erst im Mai dieses Jahres hatte die "James-Bond"-Produktionsfirma Eon Productions verkündet, sie habe Boyle für die Regie verpflichtet. Im Dezember sollten die Dreharbeiten beginnen, im Herbst 2019 sollte der Film in Großbritannien in die Kinos kommen. Wer nun statt Boyle auf dem Regiestuhl Platz nehmen wird, ist noch nicht bekannt.

Neuer Intendant am Theater Basel

Benedikt von Peter folgt auf Andreas Beck

Benedikt von Peter verlässt das Theater Luzern und wird neuer Intendant am Theater Basel. Der 41-Jährige aus Köln tritt in der Spielzeit 2020/21 die Nachfolge von Andreas Beck an, der ans Residenztheater München wechselt. Der 41-Jährige studierte in Bonn Musikwissenschaft, Germanistik, Jura und Gesang. Danach war er an verschiedenen Häusern Regieassistent und gründete ein freies Theaterkollektiv. Anschließend inszenierte er an Theatern und Opern in Deutschland und der Schweiz, unter anderem an der Oper Frankfurt und der Deutschen Oper Berlin. Seit der Spielzeit 2016/2017 ist er Intendant in Luzern.

HitchBot im Paderborner Computermuseum

HitchBot reiste als Tramp Roboter durch die Welt und wurde zum Medien-Hype

Der Tramp-Roboter "HitchBOT" ist in das Paderborner Computermuseum eingezogen. Der Tramp-Roboter wurde 2014 als soziales Experiment von den beiden Kommunikationswissenschaftlern Frauke Zeller und David Harris Smith auf die Reise geschickt. "HitchBOT" wurde ein Medien-Hype. Von seinen Erlebnissen berichtet er in den sozialen Medien. Auch von seinen Erfahrungen mit Vandalismus. "HitchBOT" ist nicht größer als ein Schulanfänger und trägt bunte Kindergummistiefel. Im Computermuseum Paderborn ist der trampende Roboter nun als Dauergast zu sehen - als Symbolobjekt für die Relevanz digitaler Medien einerseits und für die besondere Beziehung zwischen Mensch und Maschine andererseits.

WDR-Mitarbeiter wieder im Dienst

Ihm war sexueller Missbrauch vorgeworfen worden

Ein WDR-Mitarbeiter, gegen den Vorwürfe wegen sexueller Belästigung erhoben wurden, ist inzwischen wieder im Dienst. "Diese Entscheidung erfolgte auf Grundlage des Ergebnisses einer sehr sorgfältigen Prüfung", sagte eine WDR-Sprecherin. Die Vorwürfe gegen den Mann hätten sich auf Ereignisse aus den 90er Jahren bezogen. Der WDR hatte einem langjährigen Auslandskorrespondenten sowie auch dem ehemaligen Leiter des Programmbereichs Fernsehfilm, Kino und Serie, Gebhard Henke, wegen Missbrauchsvorwürfen. Beide Männer reichten Kündigungsschutzklagen vor dem Arbeitsgericht ein. Mit Henke, der über seinen Anwalt selbst an die Öffentlichkeit gegangen war und die Vorwürfe bestreitet, verglich sich der WDR im Juli außergerichtlich. Die frühere EU-Kommissarin und Gewerkschafterin Monika Wulf-Mathies (SPD) prüft derzeit im Auftrag des WDR, ob sich Vorgesetzte im Zusammenhang mit den Belästigungsvorwürfen Fehlverhalten vorzuwerfen haben.

20 Millionen Euro Spenden für Berliner Schloss fehlen

Die Baukosten sind mit rund 600 Millionen Euro veranschlagt

Gut ein Jahr vor der Eröffnung des Berliner Schlosses fehlen noch Spenden von 20 Millionen Euro für die Rekonstruktion der historischen Fassaden. Wilhelm von Boddien, der Vorsitzende des Fördervereins, zeigte sich aber zuversichtlich, bei den Tagen der offenen Baustelle am kommenden Wochenende einen Teil der Lücke schließen zu können. Bisher hat der Förderverein seinen Angaben zufolge 85 der insgesamt zugesagten 105 Millionen Euro gesammelt. In der rekonstruierten Hohenzollern-Residenz soll unter dem Namen Humboldt Forum vom kommenden Jahr an ein neues Museums- und Kulturzentrum öffnen. Insgesamt sind die Baukosten auf rund 600 Millionen Euro veranschlagt, den größten Teil zahlt der Bund.

Schiller-Brief wird für guten Zweck versteigert

In dem Brief schildert Schiller Eindrücke einer Reise nach Stuttgart

Einen handgeschriebenen Brief von Friedrich Schiller versteigert das Stuttgarter Auktionshaus Eppli für einen guten Zweck. Der Erlös für das Schreiben aus dem Jahr 1794 soll je zur Hälfte der evangelischen württembergischen Landeskirchenstiftung sowie der Stiftung von Auma Obama, Schwester des früheren US-Präsidenten Barack Obama, zugutekommen. Der Brief sei zweifelsfrei echt, sagte Helmuth Mojem vom Deutschen Literaturarchiv Marbach in Stuttgart. In dem Brief an den befreundeten Schriftsteller Christian Gottfried Körner beschreibt Schiller Eindrücke eines mehrwöchigen Aufenthalts in Stuttgart. "Die Künste blühen hier", verkündet der Literat und lobt das "vortreffliche Orchester und sehr gute Ballet". Schiller bedauert lediglich, dass es unter den Gelehrten "mehr Mittelköpfe, als vorzügliche Genies" gebe. Versteigert wird das Dokument am 23. oder 24. November in Stuttgart. Zu den weiteren Benefizstücken gehören ein Brief von Marie-Louise von Österreich, der zweiten Ehefrau Napoleons, eine Luxustasche der Bloggerin Caro Daur, der 1,6 Millionen Menschen im Netz folgen, sowie ein signiertes Sportshirt von Tennislegende Steffi Graf.

Tschechische Filmemachen treten in Hungerstreik

Sie wollen damit ihren inhaftierten Kollegen Oleg Sentsov unterstützen

Sieben tschechische Filmemacher haben angekündigt, in den Hungerstreik zu treten, um ihren ukrainischen Kollegen Oleg Sentsov zu unterstützen, der in Russland inhaftiert ist. Sie Oleg Sentsov befindet sich seit 100 Tagen im Hungerstreik. Sein Gesundheitszustand sei kritisch. Sentsov, Gegner der russischen Annexion der Krim, wurde 2015 wegen Teilnahme an einer Verschwörung zu terroristischen Anschlägen zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt. Senzow hat diese Vorwürfe zurückgewiesen und es abgelehnt, ein Gnadengesuch beim russischen Präsidenten Wladimir Putin einzureichen. Für den Beginn des Hungerstreiks wählten Sentsovs Unterstützer das 50. Jubiläum zum Ende des Prager Frühlings. Der Einmarsch von Truppen des Warschauer Pakts vor 50 Jahren beendete den "Prager Frühling" gewaltsam.

Polina Semionova ist Tänzerin des Jahres

33-jährige wird zum zweiten Mal geehrt

Die russische Primaballerina Polina Semionova ist zur Tänzerin des Jahres gewählt worden. Das ergab die jährliche Umfrage der Fachzeitschrift "Tanz". Semionova tritt unter anderem am Staatsballett Berlin auf und ist Professorin an der Staatlichen Ballettschule Berlin. Die 33-jährige erhielt die Auszeichnung bereits 2007. Tänzer des Jahres ist Trajal Harrell aus den USA, Choreografin des Jahres die Kanadierin Crystal Pite. Ihre Inszenierungen feierten "Wert und Würde des Menschen", heißt es zur Begründung. Auf eine Kompanie des Jahres konnten sich die Kritiker nicht einigen. Zu vielfältig waren die Antworten der mehr als 40 weltweit befragten Tanz-Experten.

Cabello Gewinnerin der MTV Video Music Awards

Sängerin gewinnt Preise für "Beste Künstlerin" und "Bestes Video"

Die kubanisch-amerikanische Sängerin Camila Cabello ist eine der großen Gewinnerinnen der MTV Video Music Awards. Sie wurde in New York als "Beste Künstlerin" und für das "Beste Video" ausgezeichnet. Der Preis für den "Besten Song" ging an Post Malone featuring 21 Savage für "Rockstar". Beste "Neue Künstlerin" wurde Rapperin Cardi B. In der Kategorie "Bester Pop" gewann Ariana Grande mit "No Tears Left to Cry", in der Kategorie "Bester Hip Hop" Nicki Minaj mit "Chun-Li". Jennifer Lopez wurde für ihr Lebenswerk geehrt. Ein politisches Zeichen gegen die Einwanderungspolitik von US-Präsident Trump setzten Rapper Logic und Sänger Ryan Tedder in der Radio City Music Hall: Gemeinsam mit mehr als 20 jungen Migranten und deren Eltern trugen sie auf der Bühne weiße T-Shirts mit der Botschaft "Wir sind alle Menschen". Damit protestierten sie gegen die von Behörden erzwungenen Trennungen von illegal eingereisten Migranten und deren Kindern an der Grenze zu Mexiko.

"The Eagles" mit meistverkauftem US-Album

Rockband verdrängt Michael Jacksons "Thriller" von Platz 1

Das Album „Their Greatest Hits (1971-1975) der US-Rockband "The Eagles" ist die meistverkaufte Musikaufnahme in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Das teilte der Verband der Musikindustrie RIAA mit. Danach hat sich das Album seit der Veröffentlichung 1976 mehr als 38 Millionen Mal verkauft – Online-Streams eingerechnet. Das entspreche 38 Platinauszeichnungen. Die Eagles verdrängten Michael Jackson vom ersten Platz, dessen Album „Thriller seit der Veröffentlichung 1982 rund 33 Millionen Mal verkauft oder online gestreamt wurde. Auf dem dritten Rang stehen wieder die Eagles mit dem Album "Hotel California" von 1976, das sich rund 26 Millionen Mal verkauft hat.

Kommission soll Streit um Franz Marc-Gemälde klären

Stadt Düsseldorf und jüdische Erben stimmen zu

Im Streit zwischen der Stadt Düsseldorf und jüdischen Erben um das Gemälde „Füchse" von Franz Marc soll die beratende Kommission für Raubkunstfälle vermitteln. Wie die Deutsche Presse Agentur berichtet, erklärten sich beide Seiten dazu bereit. Der Wert des Bildes von 1913, das im Düsseldorfer Museum Kunstpalast ausgestellt ist, wird auf rund 14 Millionen Euro geschätzt. Bisher hatten es die Erben des Kaufmanns Kurt Grawi abgelehnt, das Gremium einzuschalten. Dieser hatte das Bild 1928 erworben. Jetzt aufgetauchten Akten zufolge hatte er das Gemälde 1939 an einen Freund nach New York verschifft. Nach Ansicht der Stadt Düsseldorf muss das Bild nicht zurückgegeben werden. Es sei im Ausland zu einem für damalige Verhältnisse marktgerechten Preis veräußert worden. Zudem habe der Voreigentümer über den Erlös frei verfügen können.

Aston Martin baut James Bonds Auto nach

Erste Modelle sollen 2020 ausgeliefert werden

Der Hersteller Aston Martin kündigte an, insgesamt 28 Fahrzeuge des Typs DB5 wieder zu bauen - mit Bond-Sonderausstattung. Der Aston Martin DB5 kam erstmals in "Goldfinger" (1964), dem dritten Bondfilm mit Sean Connery, zum Einsatz. Er gilt als das bekannteste aller Bond-Autos. Die ersten Remake-Fahrzeuge sollen 2020 ausgeliefert werden, teilte der britische Autobauer mit. Von den 28 Aston Martins stehen 25 zum Verkauf. Der Stückpreis: 2,75 Millionen Pfund plus Steuern. Wie im Film bringt der neue DB5 ein paar Besonderheiten mit. Nach Angaben des Unternehmens soll der Wagen auch ein rotierendes Nummernschild bekommen. Diese und andere technischen Spielereien würden in Zusammenarbeit mit Experten für Spezialeffekte der James-Bond-Filme entwickelt.

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