Seit 15:00 Uhr Nachrichten

Samstag, 17.08.2019
 
Seit 15:00 Uhr Nachrichten

Kulturnachrichten

Dienstag, 14. August 2018

Walid Raad erhält Aachener Kunstpreis

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert

Der Künstler Walid Raad (51) erhält den mit 10.000 Euro dotierten Kunstpreis Aachen 2018. Seine Arbeiten lenkten den Blick auf "die verworrene Geschichte des Nahen Ostens" und überzeugten "durch ästhetische Präzision", teilte die Stadt Aachen zur Begründung mit. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre in Verbindung mit einer Ausstellung vergeben. Diese werde 2019 im Ludwig Forum von Raad realisiert, hieß es. Raad, der im Libanon geboren wurde, lebt derzeit in New York. Seine breit angelegten Arbeiten bestehen aus Fotografien, Videos, Installationen, Skulpturen und Performances. Raad nahm an der Documenta 11 und 13 sowie zahlreichen weiteren Ausstellungen teil, darunter in Zürich, Paris, London, Neapel und Berlin.

Mitbegründer der Duisburger Filmwoche gestorben

Klaus Wildenhahn prägte in den 60ern den deutschen Dokfilm

Der Mitbegründer der Duisburger Filmwoche, Klaus Wildenhahn, ist tot. Der Dokumentarfilmer sei am 9. August im Alter von 88 Jahren in Hamburg gestorben, teilte die Duisburger Filmwoche mit. Wildenhahn habe den deutschen Dokumentarfilm seit den 60er Jahren als Regisseur, Lehrer und Fernsehredakteur geprägt. Er hatte das jährlich in Duisburg stattfindende Festival des deutschsprachigen Dokumentarfilms mitbegründet und war lange Mitglied der Auswahlkommission. Die 42. Duisburger Filmwoche findet in diesem Jahr vom 5. bis 11. November statt. Im Rahmen des Festivals soll an den Mitbegründer erinnert werden.

München erhält Sammlung des Fotografen Roger Ballen

New Yorker Künstler schenkt Stadmuseum seine Arbeiten

Das Münchner Stadtmuseum erhält 175 Originalbilder des Fotografen Roger Ballen. Die Fotos stammen aus sämtlichen Schaffensperioden Ballens zwischen 1960 und 2014, wie das Museum am Dienstag mitteilte. Ballen gilt als einer der bekanntesten zeitgenössischen Fotografen. Er wurde 1950 in New York geboren und lebt heute in Südafrika. Ballens Werke zeugten von seiner "Faszination für das Groteske und Abgründige", würdigte das Museum die Arbeiten Ballens. Seine Aufnahmen basierten stets auf dem Prinzip des Dokumentarischen. Dank der Schenkung bekommt die Sammlung Fotografie des Stadtmuseums den international umfangreichsten Bestand an Arbeiten des Künstlers.

Berlin: Ehrengräber für Klaus Schütz und Christa Wolf

Insgesamt gibt es in Berlin nun 666 Ehrengräber

Die letzten Ruhestätten des früheren Regierenden Bürgermeisters Klaus Schütz (SPD/1926-2012) und der Schriftstellerin Christa Wolf (1929-2011) in Berlin sind nun Ehrengräber. Der Senat veröffentlichte eine Liste mit 23 neu anerkannten Ehrengrabstätten, deren Pflege und Instandhaltung der Staat bezahlt.
Darunter sind auch die Gräber des Museumsdirektors Wilhelm von Bode (1845-1929), des Drehbuchautors Curth Flatow (1920-2011) oder des Schauspielers und Nazi-Gegners Hans Otto (1900-1933). Insgesamt gibt es in Berlin nunmehr 666 Ehrengräber. Dabei handelt es sich um eine Ehrung Verstorbener, die zu Lebzeiten besondere Leistungen erbracht oder sich um die Stadt verdient gemacht haben. Die Anerkennung einer solchen Grabstätte erfolgt in der Regel frühestens fünf Jahre nach dem Tod für zunächst 20 Jahre. Der Zeitraum kann anschließend verlängert werden.

Kammeroper Schloss Rheinsberg unter neuer Leitung

Georg Quander folgt auf Frank Matthus

Der frühere Intendant der Deutschen Staatsoper Berlin, Georg Quander, wird neuer künstlerischer Direktor der Kammeroper und Musikakademie Rheinsberg. Mit Quander gibt es erstmals eine gemeinsame künstlerische Leitung. Der 57-jährige Musikwissenschaftler und Regisseur habe profunde und langjährige Erfahrungen im künstlerischen Management und verfüge über beste Kontakte auch in die internationale Musiktheaterszene, erklärte Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch in Potsdam. Quander übernimmt die Leitung des Kammeroper-Festivals von dem Schauspieler und Regisseur Frank Matthus, der das Amt von 2014 bis 2018 innehatte. Das internationale Festival junger Opernsänger findet seit 1991 jährlich im Juli und August statt. Das Land unterstützt die Musikkultur Rheinsberg in diesem Jahr mit 1,35 Millionen Euro, im Jahr 2020 sollen es 1,86 Millionen Euro sein.

ESC findet wie geplant in Israel statt

Streit zwischen Regierung und TV-Sender beigelegt

Der drohende Ausfall des Eurovision Song Contest (ESC) in Israel scheint abgewendet. Der zuständige TV-Sender werde einen Zwölf-Millionen-Euro-Kredit aufnehmen, um die Kosten tragen zu können, bericht die Zeitung "Haaretz". Weder die Regierung noch der öffentlich-rechtliche Sender waren vorher bereit, für die Finanzierung mit aufzukommen. Das Finanzministerium musste sich laut Bericht im Gegenzug verpflichten, den Kreditbetrag zu decken, falls der Wettbewerb nicht wie geplant stattfinden kann. Gründe dafür könnten etwa Erdbeben, kriegerische Auseinandersetzungen oder Boykott-Aktionen gegen Israel sein. Der Sender selbst bestätigte die Existenz eines solchen Vertrags nicht. Traditionell wird die Veranstaltung im Land des Vorjahressiegers ausgetragen. 2018 gewann in Lissabon die israelische Sängerin Netta Barzilai. Es wird noch diskutiert, ob der Musikwettbewerb in Jerusalem oder Tel Aviv stattfinden soll.

Türkische Musiker sagen Auftritt bei Ruhrtriennale ab

Ihnen wird vorgeworfen, den Völkermord an den Armeniern zu verharmlosen

Das türkische "Hezarfen Ensemble" hat seinen Auftritt bei der Ruhrtriennale abgesagt. Den Musikern wird vorgeworfen, den Völkermord an den Armeniern zu verharmlosen. Einer der Kritiker ist der Kölner Schriftsteller Dogan Akhanli. Auf ihrer Internetseite beklagen die Musiker, dass ihre Arbeit für politische Manipulationen missbraucht werde. Der Ruhrtriennale war zuvor bereits Antisemitismus vorgeworfen worden. Grund war der geplante Auftritt der schottischen Band "Young Fathers", die der umstrittenen israelkritischen Bewegung BDS nahesteht. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet besucht deshalb in diesem Jahr die Ruhrtriennale nicht. Als Reaktion auf die Debatte soll am Samstag eine Podiumsdiskussion über die Kunstfreiheit stattfinden.

Aktivist aus Hongkong trotzt Warnungen Chinas

Aktivisten kritisieren Beschneidung der Meinungsfreiheit in Hongkong

Trotz Warnungen der chinesischen Regierung ist in Hongkong ein bekannter Unabhängigkeitsbefürworter vor ausländischen Journalisten aufgetreten. "China ist von Natur aus ein Imperium, das eine Bedrohung für alle freien Völker der Welt ist", sagte Andy Chan vor Mitgliedern des Hongkonger Auslandskorrespondenten-Clubs. Er rief erneut dazu auf, die Unabhängigkeit der chinesischen Sonderverwaltungszone anzustreben. Die chinesische Regierung hatte den Presseclub im Vorfeld aufgefordert, die Einladung zurückzunehmen. Auch Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam bezeichnete den geplanten Auftritt als "unangemessen", was eine Debatte über die Beschneidung der Meinungsfreiheit in Hongkong befeuerte. Die sieben Millionen Hongkonger genießen weitgehende Presse-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Doch wird befürchtet, dass Peking die politischen Freiheiten zunehmend beschränken will. China will die Hongkonger Nationalpartei verbieten. Die Partei will die Unabhängigkeit der Millionenmetropole erreichen, verfügt aber nur über wenige Anhänger.

20 Titel für Deutschen Buchpreis nominiert

Der Gewinner wird zum Auftakt der Frankfurter Buchmesse bekannnt gegeben

Bekannte und weniger bekannte Autoren stehen auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2018. Einen neuen Anlauf auf die Auszeichnung für den besten deutschsprachigen Roman des Jahres nehmen Angelika Klüssendorf und Stephan Thome. Beide standen schon mit früheren Romanen auf der Liste, die 20 Titel umfasst. Ebenfalls auf die in Frankfurt veröffentlichte Longlist hat die Jury Arno Geiger gesetzt. Die Jury hat die Longlist aus 199 Titeln zusammengestellt, die die deutschsprachigen Verlage eingerichtet haben. Auf der Liste vertreten sind auch Helene Hegemann, Adolf Muschg, Maxim Biller, Nino Haratischwili, Gert Loschütz, Gianna Molinari und Maria Cecelia Barbetta. Am 11. September wird die Longlist auf die sechs Titel umfassende Shortlist reduziert. Jurysprecherin Christine Lötscher erklärte, die Lage der Welt scheine den deutschsprachigen Autoren auf den Nägeln zu brennen. Begeistert zeigte sich die Jury von der Vielfalt der literarischen Formen: "Es gibt große historische, aber auch verspielt fantastische Weltentwürfe, ebenso wie Texte, die eine radikale Reduktion der Perspektive suchen, bis auf den Nullpunkt des Erzählens.»

Brasilien: Indigene durch Rechtspopulisten in Gefahr

Gesellschaft für bedrohte Völker befürchtet Angriff auf Grundrechte der Indigenen

Mit Sorge beobachtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den wachsenden Erfolg des rechtspopulistischen Präsidentschaftskandidaten Jair Bolsonaro in Brasilien. Ein Wahlsieg des Politikers der "sozialliberalen" PSL am 7. Oktober würde den Druck auf die Indigenen im Land weiter erhöhen. Kritisch äußerte die GfbV sich auch zu Bolsonaros neuem Wahlhelfer, dem früheren Chefberater von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon. Die Indigenen müssten sich gegen die wachsende Industrialisierung ihrer Territorien und die Aufweichung ihrer Landrechte wehren. Viele Indigenen-Vertreter seien bereits mit dem Tod bedroht oder ermordet worden, so die GfbV. Die 305 indigenen Völker Brasiliens und die etwa 100 in freiwilliger Abgeschiedenheit lebenden Völker seien schon deshalb in Gefahr, weil sich in ihren Territorien große Rohstoffreserven befinden. Bolsonaro (63) werden bei den Präsidentschaftswahlen gute Chancen zugeschrieben; bei Umfragen kam er zuletzt auf 19 Prozent.

Prominente senden Aretha Franklin Genesungswünsche

Die Soulsängerin ist schwer krank

Zahlreiche Prominente in den USA lassen der erkrankten Soulsängerin Aretha Franklin Genesungswünsche zukommen. "Wie Menschen auf der ganzen Welt denken auch Hillary und ich heute Nacht an Aretha Franklin und hören ihre Musik, die in den vergangenen 50 Jahren solch ein wichtiger Teil unserer Leben gewesen ist", schrieb der frühere US-Präsident Bill Clinton auf Twitter. Sängerin Beyonce widmete Aretha Franklin das Konzert, das sie gestern Abend in Detroit spielte. Auch Stars wie Missy Elliott und Mariah Carey schickten per Twitter Genesungswünsche. Franklin, die mit Titeln wie "Respect" und "I Say a Little Prayer" berühmt wurde, ist Medienberichten zufolge schwer krank. Die 76-Jährige "bittet um eure Gebete", twitterte Evrod Cassimy, Reporter eines Lokalsenders in Detroit und ein Freund Franklins.

Kulturnachrichten hören

August 2018
MO DI MI DO FR SA SO
30 31 1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31 1 2

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur