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Kulturnachrichten

Donnerstag, 2. August 2018

Concertgebouw-Orchester entlässt Chefdirigent Gatti

Wegen Beschuldigungen von sexuellem Fehlverhalten

Wegen Beschuldigungen von sexuellem Fehlverhalten hat das Amsterdamer Concertgebouw-Orchester seinen Chefdirigenten Daniele Gatti entlassen. Das Orchester habe die Zusammenarbeit mit dem 56-jährigen Italiener "mit sofortiger Wirkung" beendet, teilte es am Donnerstag mit. Mehrere Musikerinnen hätten über "unangemessenes" Verhalten des Chefdirigenten geklagt. "Die Vertrauensbeziehung zwischen dem Orchester und dem Chefdirigenten ist irreparabel beschädigt", erklärte das Orchester. Gatti war seit 2016 Chefdirigent in Amsterdam.

Das Erste zeigt einen "Tatort" in Echtzeit

Der Schweizer Regisseur Dany Levy führte Regie

Das Erste zeigt am kommenden Sonntag einen "Tatort", der komplett ohne Schnitt auskommt. "Die Musik stirbt zuletzt" ist die erste Folge der Krimi-Reihe, die in einem Take, mit einer einzigen Einstellung, gedreht wurde, wie der Sender mitteilte. Die Schauspieler mussten nach intensiven Proben 90 Minuten lang durchspielen. Regie bei dem "Tatort" aus Luzern führte der Schweizer Regisseur Dani Levy, der mit Kinofilmen wie "Alles auf Zucker" bekannt wurde. Die Kommissare Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer) ermitteln bei einem Benefizkonzert, das ein Unternehmer und Mäzen ausrichtet. Erpressung, dunkle Geheimnisse und ein Giftanschlag stören den Abend.

Schallplatte gegen Internet-Zensur

Zu hören sind zuvor zensierte journalistische Texte als Pop-Songs

Die Journalistenorganisation "Reporter ohne Grenzen" will eine Musik-LP gegen Internet-Zensur veröffentlichen. Ende August soll die Doppel-LP auf Vinyl in limitierter Auflage erscheinen. Auf der Platte werden zuvor zensierte journalistische Texte als Pop-Songs zu hören sein. Die zu Pop-Songs umgewandelten Artikel handeln unter anderem von Polizeigewalt, Behördenkorruption oder der Verfolgung Oppositioneller in China, Ägypten, Thailand, Usbekistan und Vietnam.

"Alf": Neuauflage der beliebten Serie aus den 80ern

Der zottelige Alien wird wahrscheinlich zu einer neuen Erden-Familie ziehen

Der vorlaute Außerirdische "Alf" kehrt zur Erde zurück: Die in den 1980er-Jahren beliebte TV-Serie werde beim Studio Warner Bros. neu aufgelegt. Auch "Alf"-Autor Tom Patchett und Paul Fusco, der die Alf-Puppe bewegte und spielte, seien an dem Projekt beteiligt. Das berichtete das Branchenblatt "Hollywood Reporter". Der zottelige Alien werde zudem wahrscheinlich zu einer neuen Erden-Familie ziehen. Welcher Sender die Serie zeigen wird, ist noch unklar. Die in den USA von 1986 bis 1990 ausgestrahlte Serie des TV-Senders NBC hatte auch in Deutschland viele Fans.

Social-Media-Trend aus den USA: Die "Kiki-Challenge"

Die Polizei warnt davor, den Trend nachzumachen

Ein leichtsinniger Social-Media-Trend aus den USA droht nach Deutschland herüber zu schwappen. Bei der "Kiki-Challenge" steigen Beifahrer aus einem Auto aus und tanzen bei langsamer Fahrt neben der offenen Fahrzeugtüre zur Musik des Sängers Drake. Filmchen von solchen Auftritten fluten seit einigen Tagen die sozialen Medien. Inzwischen warnen in Deutschland Polizisten davor, das nachzumachen. Die Polizei in Osnabrück warnt: "Für uns ist der neue Trend alles andere als harmlos!" Beim Autofahren solle man angeschnallt sitzen bleiben und die Türen nicht öffnen - vom Handyverbot am Steuer ganz zu schweigen.

Museum gedenkt thailändischer Jugendmannschaft

Im Zentrum soll die internationale Kooperation bei der Rettung stehen

Zum Gedenken an die spektakuläre Rettung der thailändischen Jugendfußballmannschaft aus einer Höhle wird seit heute ein Museum gebaut. Finanziert wird der Bau am Unglücksort von Chalermchai Kositpipat, einem thailändischen Künstler aus der Region. Die Bauarbeiten sollen fünf Monate dauern und rund 300.000 US-Dollar kosten. Dem beim Rettungsversuch verunglückten Taucher Samarn Kunan soll zudem mit einer vier Meter hohen Statue vor dem Museum gedacht werden. Die zwölf Jungen sowie der Trainer wurden Ende Juni nach einem Ausflug in einen Höhlenkomplex vermisst. Dort saßen sie zwei Wochen fest, bis ein internationales Rettungsteam sie retten konnte.

Israelische Botschaft kritisiert Ruhrtriennale

"Wir werden jedoch nicht das Existenzrecht Israels diskutieren."

Die Einladung, Ausladung und Wiedereinladung der schottischen Band "Young Fathers" zur diesjährigen Ruhrtriennale sorgt weiter für Kritik. Die israelische Botschaft in Deutschland hat die in diesem Zusammenhang geplante Podiumsdiskussion zur Freiheit der Künste kritisiert und eine Teilnahme daran abgelehnt. Die Botschaftssprecherin erklärte in einem Bericht der Rheinischen Post: "Wir werden jedoch nicht das Existenzrecht Israels diskutieren." Mit der Podiumsdiskussion will die Intendantin der Ruhrtriennale, Stefanie Carp, auf eine Antisemitismus-Kontroverse im Vorfeld der Kulturveranstaltung reagieren. Die schottische Band "Young Fathers" hatte Kritik auf sich gezogen, weil sie sich nicht von der umstrittenen israelkritischen Bewegung BDS (Boycott, Divestment, Sanctions) distanziert und die Wiedereinladung zum Ruhr-Festival abgelehnt hat.

Gay-Pride in Jerusalem: Zehntausende erwartet

Diskussion über Leihmutterschaftsgesetz

Bei dem Marsch protestieren die Teilnehmer gegen die Diskriminierung von Homo-, Trans- und Bisexuellen und für eine Änderung des Leihmutterschaftsgesetzes. Die israelische Regierung hatte im Juli entschieden, dass künftig nicht nur heterosexuelle Paare, sondern auch ledige Frauen mit Hilfe einer Leihmutter Kinder bekommen dürfen - aber nicht ledige Männer. Im vergangenen Jahr waren 25.000 Menschen gekommen, dieses Jahr könnten es noch Einschätzung der Veranstalter sogar doppelt so viele Teilnehmer werden.

"Wacken Open Air" startet heute Nachmittag

Es gilt als das größte Heavy-Metal-Festival der Welt

Heute Nachmittag startet das 29. "Wacken Open Air". Es gilt mit rund 75.000 erwarteten Besuchern als das größte Heavy-Metal-Festival der Welt. Bis zum 4. August treten knapp 200 Bands auf, darunter "Judas Priest", "Nightwish" und "Running Wild". Das "Wacken Open Air" findet im schleswig-holsteinischen Wacken statt, einem Dorf mit knapp 2.000 Einwohnern.

US-Schauspielerin Mary Carlisle gestorben

Der Hollywood-Star aus den 30er Jahren wurde 104 Jahre alt

Die US-Schauspielerin und Sängerin Mary Carlisle ist tot. Sie starb im Alter von 104 Jahren in einem Seniorenheim in Woodland im Kalifornien. Carlisle wurde vor allem bekannt durch den Film "Menschen im Hotel" von 1932 an der Seite von Greta Garbo und Joan Crawford. Mit dem Sänger Bing Crosby drehte Carlisle drei Musikfilme, darunter "Doppelt oder Nichts" von 1937.

71. Filmfestival Locarno eröffnet

Um den Goldenen Leoparden konkurrieren 15 Filme

In der Schweiz ist am Abend das 71. Locarno Filmfestival eröffnet worden. Zum Auftakt wurden zwei Filme gezeigt: Zum einen der Stummfilm "Freiheit" mit Stan Laurel und Oliver Hardy, zum anderen wurde die französische Produktion "Teamgeist" von Regisseur Vianney Lebasque uraufgeführt, eine Komödie um behinderte Sportler. 15 Filme konkurrieren im Wettbewerb um den Hauptpreis, den Goldenen Leoparden, darunter auch das deutsche Drama "Wintermärchen". Zur Eröffnung unterm Nachthimmel kamen etwa 6000 Zuschauer. Für die nächsten Tage haben auch einige Schauspielstars ihr Kommen angekündigt, darunter die US-Amerikaner Meg Ryan und Ethan Hawke und der Franzose Jean Dujardin. Es ist die letzte Ausgabe unter Festival-Leiter Carlo Chatrian, der danach zur Berlinale wechselt.

Biesenbach wechselt nach Los Angeles

Chef-Kurator des MoMA geht ans MoCA

Der deutsche Chef-Kurator des Museum of Modern Art, MoMA, Klaus Biesenbach, wechselt an das Museum of Contemporary Art, kurz MoCA, in Kalifornien. Dort soll er zum Frühjahr kommenden Jahres als Direktor anfangen, teilte das MoCA mit. Der 1966 in Bergisch-Gladbach geborene Biesenbach gründete Anfang der 90er in Berlin-Mitte gemeinsam mit anderen Enthusiasten den Ausstellungsort Kunst-Werke. Seit 1996 arbeitete er als Kurator für das PS1 in New York, 1998 leitete er die erste Berlin Biennale. Seit 2010 leitet er das inzwischen dem MoMA angegliederte PS1. Vor zwei Jahren wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Haus der Kunst sagt Joan Jonas-Ausstellung ab

Geldmangel in München macht Pläne zunichte

Das Haus der Kunst in München hat eine für den Herbst geplante Ausstellung der Video- und Performancekünstlerin Joan Jonas wegen Geldmangels abgesagt. Aufgrund der schwierigen finanziellen Situation, die aus Managementfehlern der Vergangenheit resultiere, sehe man sich zu diesem Schritt gezwungen, teilte das Haus mit. Alle Bemühungen, die Finanzierung in letzter Minute sicherzustellen, hätten nicht zum erwünschten Erfolg geführt. Die Schau "Joan Jonas - A Pioneer of Video and Performance" ist noch bis zum 5. August in der Tate Modern in London zu sehen und sollte dann in München Station machen. Das Werk der 1936 geborenen US-Künstlerin umfasst Videos, Zeichnungen, Projektionen oder Masken. Das Haus der Kunst unter dem neuen kaufmännischen Geschäftsführer Bernhard Spies fährt momentan einen strikten Sparkurs, um sich zu sanieren.

Fund in verborgenem Schrank

Rund tausend Briefe an spätere Kaiserin Auguste Victoria entdeckt

Die preußische Schlösserstiftung hat im Neuen Palais im Potsdamer Park Sanssouci rund tausend bislang unbekannte private Briefe an die spätere letzte deutsche Kaiserin gefunden. Die mehr als 100 Jahre alten Schriftstücke seien zwischen 1883 und 1886 aus dem familiären Umfeld an die damalige Kronprinzessin Auguste Victoria (1858-1921) geschickt worden, die ab 1888 Königin von Preußen und deutsche Kaiserin war, teilte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten mit. Die Briefe hätten die Zeiten in einem verborgenen Schrank überdauert, hieß es. Sie seien bei Aufbauarbeiten zur aktuellen Ausstellung "Kaiserdämmerung. Das Neue Palais 1918 zwischen Monarchie und Republik" entdeckt worden und werden kommende Woche präsentiert.

Klage gegen Tanztheater Wuppertal

Gekündigte Intendantin zieht vor Gericht

Die fristlos gekündigte Intendantin des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch, Adolphe Binder, kämpft vor Gericht um ihren Job. Es sei ein Kündigungsschutzverfahren anhängig, bestätigte ein Sprecher des Arbeitsgerichts. Der Beirat des berühmten Tanztheaters hatte Mitte Juli nach anhaltenden Querelen die Vertragsauflösung beschlossen. Binder war erst seit gut einem Jahr künstlerische Leiterin der Kompanie der 2009 gestorbenen weltberühmten Choreographin Pina Bausch.

Bonner Mathe-Professor geehrt

Fields Medaille in Brasilien verliehen

Als zweiter Deutscher überhaupt ist der Bonner Mathematiker Peter Scholze mit einem der renommiertesten Preise seines Fachs, der Fields-Medaille, ausgezeichnet worden. Das sei eine herausragende Ehre, sagte der 30-jährige gebürtige Dresdner anlässlich der Verleihung beim Internationalen Mathematiker-Kongress in Rio de Janeiro. Das Prestige der Fields-Medaille ist mit dem der Nobelpreise vergleichbar. Die Internationale Mathematische Union verleiht die Medaille seit 1936 alle vier Jahre an bis zu vier herausragende Mathematiker unter 40 Jahren. Neben Scholze bekamen dieses Mal Akshay Venkatesh (Princeton University und Stanford University, USA), Alessio Figalli (ETH Zürich, Schweiz) und Caucher Birkar (Cambridge University, Großbritannien) die goldene Medaille, die mit einem Preisgeld von knapp 10.000 Euro verbunden ist.

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