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Kulturnachrichten

Donnerstag, 3. August 2017

Robert Hardy ist tot

Er wurde 91 Jahre alt

Der britische Schauspieler Robert Hardy, bekannt aus der Serie "Der Doktor und das liebe Vieh", ist tot. Das berichtete die britische Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf die Familie des Schauspielers. Hardy verkörperte den Veterinär Siegfried Farnon in der beliebten BBC-Serie, die auch im deutschen Fernsehen zu sehen war. Einem jüngeren Publikum war Hardy als Zauberei-Minister Cornelius Fudge aus der erfolgreichen Harry-Potter-Filmreihe bekannt. Gastauftritte hatte er unter anderem in den Krimiserien "Inspector Barnaby" und "Inspector Lewis".

Direktorin verlässt Museum für Kunst und Gewerbe

Die 62-jährige will das Museum an die nächste Generation übergeben

Sabine Schulze, seit 2008 Direktorin des Hamburger Museums für Kunst und Gewerbe, wird ihr Amt Mai 2018 aufgeben. Sie habe ein Verlängerungsangebot des Senats ausgeschlagen, berichtete das "Hamburger Abendblatt". Sie wolle das Museum "an die nächste Generation übergeben", heißt es demnach in einem Schreiben von Schulze an die Mitarbeiterschaft. In Schulzes Amtszeit fällt die Neugestaltung der Sammlungen Antike, Islam und Mittelalter. Ausstellungen der vergangenen Jahre zeigten Turnschuhe, Tattoos, Sportmode, Werbeplakate und Apple-Design.

Chelsea Manning eröffnet Ausstellung zu Identität

Manning war sieben Jahre in Militärhaft

Die Whistleblowerin Chelsea Manning, die im Mai auf freien Fuß kam, hat eine Kunstausstellung zu ihrer Identität in New York eröffnet. Aus ihrer Gefangenschaft hatte sie der Künstlerin Heather Dewey-Hagborg DNA-Proben in Form von Haaren und Wangenabstrichen geschickt, die daraus 3D-Porträts druckte. Diese 30 maskenartigen Gesichter sind bis Anfang September in der Ausstellung "A Becoming Resemblance" in der Fridman Gallery im Bezirk Soho in Manhattan zu sehen. Manning, vor ihrer Geschlechtsumwandlung mit dem Vornamen Bradley bekannt, hatte als Computerexperte für die US-Streitkräfte gearbeitet und große Datenmengen geheimen Materials an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergeleitet.

Prix Voltaire für Turhan Günay

Der Preis zeichnet den Einsatz für Meinungs- und Publikationsfreiheit aus

Der türkische Verleger Turhan Günay und der türkische Verlag Evrensel erhalten den Prix Voltaire 2017 der International Publishers Association (IPA). Turhan Günay saß mit einigen Kollegen wegen des Vorwurfs terroristische Organisationen zu unterstützen neun Monate in Untersuchungshaft. Der Verlag Evrensel publiziert Bücher auf Türkisch, Kurdisch, Armenisch, Syrisch und Arabisch. Das IPA Freedom to Publish Committee vergibt den Prix Voltaire 2017 erstmals an zwei Preisträger. Kristenn Einarsson, Vorsitzender des Committee, sagt: "Die Publikationsfreiheit ist heute in der Türkei stark eingeschränkt, und wir haben uns entschieden, den immensen Mut der türkischen Verleger zu würdigen, die es wagen, trotz großer Risiken weiter zu arbeiten." Der Prix Voltaire wird am 29. September auf der Buchmesse in Göteborg verliehen. Dotiert ist die Auszeichnung mit 10.000 Schweizer Franken.

Luthers Original -Testament in Wittenberg

Bislang war nur eine Kopie zu sehen

Das Testament des Kirchenreformators Martin Luther (1483-1546) ist seit heute in Wittenberg zu sehen. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff nahm die Leihgabe aus dem Evangelischen Landesmuseum Budapest für die Stiftung Luthergedenkstätten in Empfang. Das Testament ist seit heute in der Nationalen Sonderausstellung "Luther! 95 Schätze - 95 Menschen" zu sehen und kehrt damit erstmals an den Ort zurück, an dem es am 6. Januar 1542 geschrieben wurde.

Brandenburg kritisiert Umgang Polens mit Festival

Man wolle die Festivalleitung von "Haltestelle Woodstock" schwächen

Unmittelbar vor dem Start des Rockfestivals "Haltestelle Woodstock" im polnischen Grenzgebiet hat Brandenburg den Umgang Warschaus mit dem Kultfestival erneut kritisiert. Der Beauftragte für Internationale Beziehungen, Staatssekretär Martin Gorholt, bezeichnete es im RBB-Inforadio als "sehr irritierend" und "irrational", dass von polnischer Seite auf die Mithilfe von brandenburgischen Feuerwehrleuten dieses Mal verzichtet wird. Begründet wird dies durch eine Gefahrenlage. Nach Ansicht von Gorholt ist das der Versuch, den Festival-Organisatoren "Sand ins Getriebe zu streuen, damit die nicht mehr so stark und groß sind wie sie bisher waren." Gorholt wollte zum Start des kostenlosen Festivals am Donnerstag in Küstrin (Kostryn) ein Grußwort von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) übermitteln.

Grütters mit Kulturgutschutzgesetz zufrieden

Befürchtete Antragsflut bleibt aus

Gut ein Jahr nach Inkrafttreten des Kulturgutschutzgesetzes zieht Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) positive Bilanz. "Der Verwaltungsaufwand liegt deutlich unter allen Befürchtungen des Kunsthandels: So wurden in den ersten elf Monaten nach Inkrafttreten des Gesetzes nur knapp 1.000 Ausfuhrgenehmigungen für den EU-Binnenmarkt bundesweit beantragt und von den Ländern erteilt", sagte Grütters in Berlin. Der Kunsthandel habe bis zu 30.000 prognostiziert. Das seit 6. August 2016 geltende Gesetz soll beim grenzüberschreitenden Handel mit Kunst- und Kulturgütern für mehr Sorgfalt sorgen.

Glanzvoller Auftakt zum 70. Filmfestival in Locarno

Rund 8.000 Zuschauer strömen zur Gala am Lago Maggiore

Im schweizerischen Locarno ist das 70. Internationale Filmfestival eröffnet worden. Zum Auftakt der Jubiläumsausgabe wurde die Mutter-Tochter-Saga "Morgen und alle anderen Tage" der Französin Noémie Lvovsky gezeigt. Etwa 8.000 Zuschauer kamen zur Gala unter freiem Himmel auf der Piazza Grande - unter ihnen Stars wie Nastassja Kinski und die Österreicherin Birigt Minichmair, die auch der Jury angehört. Im Wettbewerb um den „Goldenen Leoparden" werden bis zum 12. August 18 Filme zu sehen sein, darunter der deutsche Beitrag "Freiheit" in der Regie von Jan Speckenbach. Er und seine Hauptdarstellerin Johanna Wokalek werden den Film persönlich am Lago Maggiore vorstellen. Zwei weitere deutsche Spielfilme haben Chancen, den begehrten Publikumspreis zu gewinnen: "Iceman" mit Jürgen Vogel in der Regie von Felix Randau und "Drei Zinnen" von Jan Zabeil mit Alexander Fehling. Die beiden deutschen Produktionen müssen sich unter anderem gegen den US-Action-Film "Atomic Blonde" mit Charlize Theron und die französische Psycho-Studie "Lola Pater" mit Fanny Ardant behaupten.

Heavy Metal satt - "Wacken Open Air" beginnt

Gleich am ersten Tag des Festivals haben sich große Namen angekündigt

Im schleswig-holsteinischen Wacken (Landkreis Steinburg) beginnt heute das Heavy-Metal-Festivial "Wacken Open Air 2017". Eröffnet wird das dreitägige Spektakel von der Band "Skyline". Weitere Tages-Highlights sind Auftritte von "Status Quo", "Europe" und "Accept". Inoffiziell begonnen hatte das "W.O.A." bereits gestern - mit dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wacken und dem Nachwuchs-Wettbewerb "Metal Battle". Bis zum Samstag erwarten die mehr als 75.000 Besucher Konzerte von rund 150 Bands und ein Rahmenprogramm mit Comedy und Kunst. Bei den Konzerten auf den Hauptbühnen werden erfahrungsgemäß Lautstärken von bis zu 120 Dezibel erreicht. Angesichts eines Bierverbrauchs von rund 400.000 Litern setzen die Veranstalter in diesem Jahr erstmals auf eine Bier-Pipeline. "Dadurch müssen auf dem Gelände keine Fässer mehr mit schweren Lastwagen verteilt werden", sagte Festival-Veranstalter Holger Hübner. Das Event in Wacken gibt es bereits seit 1990. Es gilt laut Polizei als besonders friedlich.

Uni Hannover untersucht eigene NS-Vergangenheit

Untersucht werden sollen Funktionsträger wie Rektoren, Kanzler und Dekane

Die Leibniz Universität Hannover untersucht mögliche NS-Belastungen von Mitgliedern und Angehörigen für die Zeit nach 1945. Dazu nimmt sie den Zeitraum vom Kriegsende bis 1971 in den Fokus, wie die Hochschule am Mittwoch in Hannover mitteilte. Mit der Studie wurde nach den Angaben der Historiker Michael Jung beauftragt. Ergebnisse würden voraussichtlich bis Ende 2019 vorliegen. Von 2012 an hatte die Leibniz Universität bereits die NS-Geschichte ihrer Vorgängerinstitution untersucht. Unrechtsmaßnahmen zwischen 1933 und 1945 an der damaligen Technischen Hochschule Hannover wurden aufgearbeitet und dokumentiert. Die Ergebnisse liegen seit vergangenem Jahr auch in Buchform vor.

Archäologen entdecken zwei historische Siedlungen

Die Grabungen im Burgenlandkreis laufen noch bis Ende Oktober

Archäologen haben bei Theißen im Burgenlandkreis gleich zwei historische Siedlungen entdeckt: Eine etwa 2500 Jahre alte bronzezeitliche und eine rund 1000 Jahre alte slawische Siedlung. Die Lage der beiden Siedlungen gibt unter anderem Aufschluss über die Klimaveränderung, erklärt Projektleiterin und Archäologin Susanne Friederich. "Vor 2500 Jahren war es kühler und feuchter als heute. Die bronzezeitlichen Menschen siedelten deshalb deutlich höher und weiter weg vom dortigen Bachufer als dann später die Slawen."

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