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Kulturnachrichten

Mittwoch, 26. August 2015

Hat der Spielfilm "Victoria" Chancen auf einen Auslands-Oscar?

Donnerstag will German Films bekanntgeben, wer nominiert werden soll

Der deutsche Erfolgsfilms "Victoria", der mit einem Silbernen Bären und dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet wurde, könnte bei der Nominierung für einen Auslands-Oscar an der Sprache scheitern. Das meldet die "Welt". Denn die Academy hat errechnet, dass in dem Film zu 49 Prozent Englisch gesprochen wird. In der Kategorie "Bester nicht-englischsprachiger Film" sind aber nur 41 Prozent erlaubt, sagte eine Sprecherin von German Films. Die Auslandsvertretung des deutschen Films habe deshalb einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung gestellt, über den allerdings noch nicht entschieden wurde.

Grütters gratuliert deutschem Filmnachwuchs

Drei junge deutsche Regisseure erhalten Studenten-Oscar

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) gratulierte den jungen Filmemachern: "Dies ist eine schöne Bestätigung der hohen Qualität und internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Filmkünstler sowie ein starkes Zeichen für die Zukunft des deutschen Films." Die drei jungen deutschen Regisseure Ilker Çatak, Dustin Loose und Patrick Vollrath gewannen in der Sparte "Ausländischer Film" die begehrten Studenten-Auszeichnungen der Oscar-Akademie in Beverly Hills. Ilker Çatak ("Sadakat/Fidelity") studiert an der Hamburg Media School, Dustin Loose ("The Last Will") an der Filmakademie Baden-Württemberg und Patrick Vollrath ("Everything will be Okay") an der Filmakademie Wien. Nachwuchsregisseur Ilker Çatak kann sein Glück kaum fassen: "Das ist ein wahnsinniges Hochgefühl, zu wissen, dass der Film sein Publikum findet und die Leute universell berührt." Çatak ist bereits 2015 mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet worden. Sein Abschlussfilm spielt 2014 in Istanbul, als dort Demonstranten auf die Straße gehen. "Es geht um Mut und es geht um Haltung und darum, dass man zu gewissen Dingen steht im Leben", sagte der 31-Jährige. Weltweit waren für dieses Jahr Beiträge von 93 Filmschulen eingereicht worden. Erst bei der Verleihung wird bekanntgegeben, wer den Oscar in Gold, Silber oder Bronze erhält.

Vierter "Millennium"-Band vor der Zeit im schwedischen Handel

Geheimniskrämerei des Verlags hat nichts genutzt

Einige Exemplare von "Verschwörung" sind einen Tag vor dem offiziellen Erscheinungsdatum in Stockhom über die Ladentheken gegangen. Um Lecks zu vermeiden, hatte war das Buch an einem Computer ohne Internetverbindung verfasst worden. Ein Kurier hatte die Manuskripte vom Norstedts-Verlag zu den anderen internationalen Verlagen gebracht, bei denen "Verschwörung" morgen erscheint. Ein Kiosk am Hauptbahnhof habe die Fortsetzung der Thriller-Trilogie von Stieg Larsson aus Versehen verkauft, sagte eine Sprecherin des Verlags Norstedts. Unter den Käufern war auch die Kulturchefin der Zeitung "Uppsala Nya Tidning", die den Verlag über die Panne informiert hatte. Einem Rezensenten der Zeitung gewährte sie offensichtlich doch einen Blick, denn er lobt David Lagercrantz, der den vierten Band verfasst hat.

Pumuckl bleibt in bewährter Form

Der legendäre Kobold bekommt nach Kritik seinen Kugelbauch zurück

Pumuckl wird künftig wieder in gewohntem Umfang auftreten. Das kündigte Uschi Bagnall, die Tochter der Pumuckl-Erfinderin Ellis Kaut, im "Münchner Merkur" an. In der vergangenen Woche hatte der Kosmos-Verlag Zeichnungen der rothaarigen Kobold-Figur in einem neuen, modernen Stil veröffentlicht. Die deutlich verschlankte Silhouette hatte für Protest vieler Fans gesorgt. Anlass für die 'ausgedünnte' Buch-Ausgabe im September sind zwei Geburtstage: Der 95. der Pumuckl-Erfinderin und der 50. der Ersterscheinung eines Pumuckl-Buchs.

Mumie von Tutanchamun bleibt im Tal der Könige

Das gab Ägyptens Antikenminister Eldamaty laut "Ahram Online" bekannt

Die Mumie von Tutanchamun wird nicht ins Ägyptische Museum in Kairo verlegt, sondern bleibt im Tal der Könige in Luxor. Die Entscheidung sei "nach langen technischen Diskussionen gefallen", so Antikenminister Mamdouh Eldamaty. Allerdings werde der Pharao von der Eingangshalle in eine Seitenkammer der Grabanlage umgebettet und in einem Glasschrein gezeigt. "Die Mumie in den Originalsarkophag zu legen, ist vom Tisch", erläuterte Eldamaty, der selbst Archäologe ist. Die klimatischen Bedingungen im Sarkophag seien nicht mehr geeignet; zudem würde so eine regelmäßige Untersuchung erschwert. Das Grab von Tutanchamun sorgte wieder für Aufsehen, als der britische Archäologe Nicholas Reeves jüngst verkündete, auf hochauflösenden Fotografien Anzeichen für zugemauerte Durchgänge entdeckt zu haben, hinter denen sich das bislang unentdeckte Grab von Nofretete befinden könnte. Minister Eldamaty hat Reeves für September nach Ägypten eingeladen, um seine Vermutung mit internationalen Wissenschaftlern zu erörtern. Anschließend ist eine Expertenbegehung des Grabs von Tutanchamun geplant.

Neuer Prozess gegen Kunstberater Helge Achenbach

Nach Urteil zu sechs Jahren Haft kein Ende der Prozessserie in Sicht

Rund fünf Monate nach der Verurteilung von Helge Achenbach beginnt morgen ein weiterer Prozess gegen den einst angesehenen Kunstberater. In dem Zivilverfahren am Landgericht Düsseldorf fordert ein Unternehmer und ehemaliger Geschäftspartner 1,75 Millionen Euro aus einem Darlehensvertrag von Achenbach zurück. Beide waren Mitgesellschafter der renommierten Kunstsammlung "Rheingold". Als Sicherheit für das Darlehen hatte Achenbach dem Unternehmer seine Anteile an der Rheingold GmbH sowie drei Oldtimer übereignet. Die Oldtimer, die Eigentum einer der Firmen Achenbachs waren, fordert aber nun der Insolvenzverwalter ein. Der Unternehmer will deshalb sein Geld aus dem Darlehensvertrag zurück. Außerdem verlangt der Kläger nach Gerichtsangaben einen Schadensersatz in Millionenhöhe wegen überhöhter Preise beim Verkauf von Kunstwerken von Georg Baselitz. Achenbach war im März wegen Millionenbetrugs an dem 2012 gestorbenen Aldi-Erben Berthold Albrecht zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Außerdem soll er 19,4 Millionen Euro Schadensersatz an die Albrecht-Familie zahlen. Beide Urteile hat er angefochten.

Gender-Diskurs in der Kirche

Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes fordert eine sachliche Debatte

Die Präsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes und CDU-Abgeordnete Maria Flachsbarth hat zum Gender-Diskurs "auch in der katholischen Kirche" aufgerufen. Das Kirchenvolk sei keine geschlechterhomogene Masse. Die Kategorie Gender eröffne die Chance, die soziale Wirklichkeit differenziert wahrzunehmen - "eine unabdingbare Voraussetzung für jedes gesellschaftspolitische und kirchliche Handeln", schreibt die Bundestagsabgeordnete in einem heute veröffentlichten Beitrag für die "Herder Korrespondenz". Gender ist für Flachsbarth ein Unterscheidungsmerkmal, das ebenso wie Alter, Religion oder Hautfarbe Gesellschaften strukturiere und hierarchisiere. In der Kirche wirkten Geschlechterstereotypen oft als Grenzen: selbst ehrenamtliches Engagement sei in "männliche" und "weibliche" Bereiche aufgeteilt. "Gender" sei indes ist kein europäisches, akademisches "Luxusthema". Notwendig sei eine eine weltweite sachliche Debatte.

Hotpants-Verbot als Thema im Bonner Haus der Geschichte

Jüngste Debatte wird online ausgestellt

Das Hotpants-Verbot an einer Schule in Horb am Neckar ist Teil eines Online-Katalogs im Bonner Haus der Geschichte. Zu sehen sind ein weißes T-Shirt, das unpassende Kleidung verhüllen sollte, und ein Brief an die Eltern, der die Schule in Baden-Württemberg vor einigen Wochen in die Schlagzeilen brachte. Zu einer Ausstellung kommt es jedoch vorerst nicht. "Das könnte aber kommen", sagte die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Museums, Angela Stirken. "Deshalb haben wir die Kleidung erworben." Die Direktorin der Schule, Bianca Brissaud, äußerte sich dazu positiv: "Ich dachte zunächst, es handle sich um einen Scherz. Aber zuletzt fand ich es spannend, unsere Schule in einem Museum ausgestellt zu wissen. Diese Chance haben nicht viele Schulen - glaube ich zumindest." Die Werkrealschule mit 70 Schülern hatte angekündigt, eine neue Kleiderordnung festlegen zu wollen und in dem Brief geschrieben: "In letzter Zeit müssen wir feststellen, dass Mädchen der Werkrealschule sehr aufreizend gekleidet sind." Die Schule wurde daraufhin im Internet mit Hohn und Spott und auch scharfer Kritik von Frauenrechtlern überzogen.

Internationale Kritik an Urteil gegen Oleg Senzow

USA und die EU fordern Freilassung des ukrainischen Regisseurs

Die USA und die Europäische Union haben die Verurteilung von Oleg Senzow in Russland zu 20 Jahren Lagerhaft scharf kritisiert. Im Außenministerium in Washington hieß es, die Terror-Anschuldigungen gegen den ukrainischen Maidan-Aktivisten entbehrten jeder Grundlage. Als Verstoß gegen internationales Recht wertete die EU-Außenbeauftragte Mogherini die Verurteilung des Ukrainiers in Russland. Sie forderte die sofortige Freilassung Senzows. Auch der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Strässer, zeigte sich erschüttert über das hohe Strafmaß. Er erwarte, dass Russland als Mitglied des Europarats internationale Menschenrechtsstandards einhalte, erklärte Strässer.

Pierce Brosnan für schwulen James Bond

"Klar. Warum nicht?", findet der frühere James-Bond-Darsteller

Dass der Geheimagent 007 irgendwann einmal ein Coming-Out als Homosexueller erlebt, hält der irische Schauspieler Pierce Brosnan durchaus für möglich. Allerdings nicht, solange Produzentin Barbara Broccoli die Strippen zieht. "Ich denke nicht, dass Barbara einen schwulen Bond erlauben würde, solange sie lebt. Aber es wäre natürlich spannend anzusehen", sagte er dem US-amerikanischen "Details"-Magazin. Allerdings wüßte er nicht, wie die Geschichte des Frauenheldes dann funktionieren würde. Sein Vorschlag: "Lassen Sie uns zunächst mit einem großartigen schwarzen Schauspieler als 'James Bond' beginnen". Brosnan, der sich für die Gleichstellung aller Partnerschaften in Irland eingesetzt hat, unterstrich in dem Interview: "Genug des Schämens. Es ist ein großartiges Zeichen des zukunftsorientierten Denkens für eine Nation, die so von der Religion geschunden wurde."

Neuer Leiter des Ludwig Forums für Internationale Kunst Aachen

Der Stadtrat muss dem Vorschlag der Findungskommission noch zustimmen

Neuer Leiter des Ludwig Forums für Internationale Kunst Aachen soll Andreas Beitin werden. Das teilte die Stadt Aachen mit. Der 47jährige Beitin ist seit 2010 Leiter des ZKM - Museum für Neue Kunst in Karlsruhe. "Mit seinen Ideen für ein zeitgemäßes, inhaltlich attraktives Ausstellungs- und Forschungsprogramm hat er die Auswahlkommission überzeugt", sagte die Aachener Kulturdezernentin Susanne Schwier.

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