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Kulturnachrichten

Mittwoch, 24. August 2016

Kirche hält historischen Bücherschatz zurück

Forscher wollten die Bücher digitalisieren

Ein großer Bestand an historischen kirchlichen Handschriften, auf den Forscher in einem Kloster im oberbayerischen Altomünster gestoßen waren, befindet sich vorerst unter Verschluss. Wie Projektleiter Volker Schier sagte, hatten er und ein internationales Team geplant, die Bücher, die bis ins 15. Jahrhundert zurückreichen, zu digitalisieren. Seitdem das Kloster aufgelöst wird, hält der Vatikan die Bestände jedoch zurück. Der Heilige Stuhl hatte im Dezember 2015 die Auflösung des Klosters verfügt, nachdem nur noch eine Nonne im Konvent verblieben war. Die verbliebene Priorin habe zum Zeitpunkt des Fundes im Oktober 2015 den Forschern ihre Zustimmung erteilt, sagte Schier. Die päpstliche Kommissarin für die Auflösung verweigere aber nun den Zugriff und jegliche Kommunikation.

Ethan Hawke bekommt Ehrenpreis von San Sebastián

Filmfestival ehrt ihn für sein Talent als Darsteller, Autor und Regisseur

Hollywood-Star Ethan Hawke wird mit dem Ehrenpreis des Filmfestivals von San Sebastián ausgezeichnet. Der vierfach Oscar-nominierte Schauspieler ("Before Sunset") werde damit für sein vielschichtiges Talent sowohl als Darsteller als auch als Drehbuchautor und Regisseur geehrt, das er bereits seit 30 Jahren unter Beweis stelle, teilten die Organisatoren mit. Hawke soll den Preis am 17. September erhalten.

Urteil in bizarrem Kunst-Prozess um Peter Doig

Das Gericht gab dem Künstler Recht

Der Maler Peter Doig hat in einem skurrilen Kunst-Prozess um ein angeblich von ihm stammendes Bild Recht bekommen. Das rund 40 Jahre alte Landschaftsgemälde stamme nicht von Doig, urteilte ein Gericht in Chicago. Geklagt hatte ein früherer Gefängnisaufseher aus Kanada, der das Bild in den 70er Jahren gekauft hatte - angeblich von Doig in einem Gefängnis. Der Maler gab jedoch an, nie dort gewesen zu sein. Daraufhin verklagte der frühere Aufseher Doig auf sieben Millionen Dollar Schadenersatz, weil er das Bild nun nicht mehr teuer verkaufen konnte. Die Gemälde des in Großbritannien geborenen Doig haben in der Vergangenheit teils zweistellige Millionenbeträge eingebracht. Doig lehrt an der Kunstakademie Düsseldorf und lebt hauptsächlich in Trinidad und New York.

Burundis Polizei nimmt acht Social-Media-Aktivisten fest

Erneuter Schlag gegen unabhängige Berichterstattung

Die Polizei im ostafrikanischen Burundi hat acht Aktivisten festgenommen, die die Regierung und staatliche Institutionen in sozialen Medien verunglimpft haben sollen. Die acht Personen seien am Sonntag in der Hauptstadt Bujumbura auf frischer Tat ertappt worden, sagte ein Polizeisprecher dem britischen Rundfunksender BBC. Die Festnahmen werden als neuer Schlag gegen unabhängige Berichterstattung in Burundi gewertet. Die Regierung des umstrittenen Präsidenten Pierre Nkurunziza geht seit mehr als einem Jahr mit harter Hand gegen Journalisten vor und hat zahlreiche private Medienunternehmen geschlossen. Unabhängige Informationen über die Lage in dem krisengeschüttelten Land sind seitdem fast ausschließlich über soziale Medien wie Twitter oder Facebook verfügbar.

Neue Funde vom Fürstengrab "Bornhöck"

Untersuchungen zur weltweit ältesten Himmelsdarstellung auf Bronzescheibe

Der bronzezeitliche Fürst vom Grab Bornhöck bei Dieskau (Saalekreis) ist mit hoher Wahrscheinlichkeit der Auftraggeber und damit "Vater der Himmelsscheibe" von Nebra. "Das ergaben neueste Forschungen", sagte Landesarchäologe Harald Meller an der Grabungsstelle. "Weitere Untersuchungen laufen noch." Die Himmelsscheibe von Nebra gilt als die weltweit älteste konkrete Himmelsdarstellung und war 1999 bei Nebra im Burgenlandkreis entdeckt worden. Es handelt sich um eine Bronzescheibe mit Goldauflagen. Bei den seit 2014 dauernden Nachgrabungen auf dem als "Bornhöck" bezeichneten Areal wurden nach Angaben Mellers auch weitere Gräber entdeckt. "Möglicherweise lag bei Dieskau ein zentraler Bestattungsort einer Dynastie von Fürsten", sagte der Archäologe.

Sender Einsfestival heißt künftig "ONE - Eins für Euch"

Der Sender will in einem neuen Design erscheinen

Der TV-Sender Einsfestival heißt künftig "ONE" mit dem Untertitel "Eins für Euch". Das vom Westdeutschen Rundfunk verantwortete Programm spreche mit seinem Schwerpunkt Fiktion und Entertainment ein jüngeres Publikum an, teilte der WDR in Köln mit. Bei der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin stellen die Macher am 3. September Programmhöhepunkte und den neuen Look vor, wie es hieß. Dazu zählten internationale Serien, Musik-Events, Roter-Teppich-Events und Sport-Highlights. Einsfestival, das Zusatzangebot der ARD im digitalen Satelliten-, im Kabelfernsehen sowie im IPTV (ARD Digital), war 1997 gestartet.

Das Eisenacher Lutherhaus erhält den Iconic Award 2016

Der Designpreis würdigt die neue Dauerausstellung "Luther und die Bibel"

Die neue Dauerausstellung des Eisenacher Lutherhauses "Luther und die Bibel" ist in der Kategorie "Architecture - Best of Best" mit dem Iconic Award 2016 ausgezeichnet worden. Der renommierte Designpreis werde für die spektakuläre Ausstellungsgestaltung verliehen, die das Berliner Gestaltungsbüro "neo.studio neumann schneider architekten" in Zusammenarbeit mit dem Lutherhaus entwickelt hatte, teilte das Museum mit. Das Lutherhaus Eisenach in Trägerschaft einer Stiftung der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland war nach fast zweijähriger Sanierungs- und Erweiterungsphase am 26. September 2015 feierlich wiedereröffnet worden. Neben der Wartburg und dem Evangelische Augustinerkloster Erfurt zählt das Lutherhaus Eisenach zu den bedeutendsten Lutherstätten in Thüringen.

Rheinischer Kulturpreis für Regisseur Wim Wenders

Die Verleihung findet im Herbst statt

Der Regisseur Wim Wenders wird mit dem Großen Kulturpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland ausgezeichnet. Wenders' zahlreiche Ehrungen wie die Goldene Palme von Cannes und der British Academy Film Award unterstrichen seine großartigen Leistungen, erklärte der Präsident des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbandes und Kuratoriumsvorsitzender der Kulturstiftung, Michael Breuer. "Sie haben der Kulturszene im Rheinland stets Rückenwind verschafft." Der mit 30 000 Euro dotierte Preis zählt zu den höchstdotierten deutschen Kulturpreisen und wird seit 1989 an herausragende Künstlerpersönlichkeiten oder Einrichtungen vergeben, die das kulturelle Leben im Rheinland bereichern. Bisherige Preisträger waren unter anderen die kürzlich verstorbene Fotografin Hilla Becher, das Moers Festival, der Bildhauer Tony Cragg und zuletzt Wolfgang Niedecken.

CNN: Mutmaßlich russischer Hackerangriff auf US-Medien

Zusammenhang mit Aktionen gegen Demokratische Partei vermutet

Computerhacker mit mutmaßlichen Verbindungen zum russischen Geheimdienst haben einem CNN-Bericht zufolge die "New York Times" und andere US-Medien angegriffen. Amerikanische Ermittler gingen davon aus, dass die Attacken mit den Aktionen gegen die Demokratische Partei in Zusammenhang stünden, berichtete der Nachrichtensender. Demnach ereigneten sich die Angriffe in den vergangenen Monaten. Die "New York Times" habe Privatdetektive beauftragt, um gemeinsam Behördenvertretern die Datenpanne zu analysieren.

Bayreuth: Nicht alle Karten verkauft

Geschäftsführer aber zufrieden mit der Saison

Die Bayreuther Festspiele sind in diesem Jahr nicht alle Opernkarten losgeworden. "Weniger als 40 Karten gingen nicht raus", sagte Festspiel-Geschäftsführer Holger von Berg. "Aber das sind für uns Marginalien", und im Grunde gelte das als ausverkauft. Dass nicht alle Karten für die Richard-Wagner-Festspiele verkauft würden, sei auch in vergangenen Jahren schon vorgekommen. Er betonte: "Wir sind mit der Saison selbstverständlich zufrieden. Wir haben alle Finanzziele erreicht." Für die Festspiele allgemein gelte: "Wir erleben eine große Begeisterung."

"Buxtehuder Bulle" für Victoria Aveyard

Für ihren Roman "Die rote Königin"

Die US-amerikanische Autorin Victoria Aveyard (26) erhält in diesem Jahr den renommierten deutschen Jugendbuchpreis "Buxtehuder Bulle". Eine mit elf Jugendlichen und elf Erwachsenen besetzte Jury entschied sich in Buxtehude bei Hamburg für ihren Roman "Die rote Königin". Die mit 5.000 Euro und einer Stahlplastik in Form eines Bullen dotierte Auszeichnung soll ihr im Herbst übergeben werden. Der Preis wird jährlich seit 1971 für das nach Meinung der Jury beste in deutscher Sprache veröffentlichte Jugendbuch des jeweiligen Vorjahres verliehen.

WDR setzt Millowitsch-Stücke ab

Publikum sei stärker an Sitcoms und Komödien interessiert

Nach 63 Jahren zeigt der WDR keine Stücke mehr aus dem Kölner Millowitsch-Theater. Die Schwänke würden in Zukunft nicht mehr wie bisher Jahr für Jahr im WDR-Fernsehen gezeigt, teilte der größte ARD-Sender mit. "Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass das Publikum viel stärker an eigens für das Fernsehen hergestellten Sitcoms und Komödien interessiert ist als an Boulevard-Theaterstücken", sagte der Programmbereichsleiter Siegmund Grewenig zur Begründung. "Das Gemeinschaftserlebnis des Theaters ist nicht mehr ins Fernsehen zu übertragen."

Köthener Bachfesttage in frischem Gewand

Der neue Intendant Folkert Uhde will das Musikfest weiterentwickelt haben

Die Köthener Bachfesttage wollen sich in diesem Jahr in modernisierter Form präsentieren. Das am Sonntag beginnende Musikfest solle "frisch, unmittelbar und direkt" sein, sagte der neue Intendant Folkert Uhde. Er habe es mit Halb- oder Viertelkonzerten weiterentwickelt. Außerdem solle es Impulse für die regionale Entwicklung der Stadt Köthen und ihre Umgebung setzen. Die Bachfesttage bieten bis 4. September Konzerte und ein Schlossfest zu Ehren Johann Sebastian Bachs, der hier von 1717 bis 1723 Hofkapellmeister war. Sie werden seit 1967 alle zwei Jahre veranstaltet.

Helgoland feiert 175 Jahre Deutschlandlied

Mit Sonder-Briefmarke und Gedenkmünze

Die Nordsee-Insel Helgoland feiert an diesem Freitag das Jubiläum des Deutschlandlieds. Vor 175 Jahren, am 26. August 1841, hatte der Germanist-Professor August Heinrich Hoffmann von Fallersleben auf Helgoland das "Lied der Deutschen" geschrieben. Die dritte Strophe seines Gedichts ist heute deutsche Nationalhymne. Die Melodie entstammt dem Kaiserlied von Joseph Haydn und wurde 1796/97 komponiert. Die Festrede wird Schleswig-Holsteins ehemaliger Ministerpräsident Björn Engholm halten. Im Anschluss werden eine Sonder-Briefmarke und eine Gedenkmünze vorgestellt. Ein Haydn-Streichquartett spielt während der Feier das "Lied der Deutschen".

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