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Kulturnachrichten

Montag, 15. August 2016

Springer ./. Kachelmann geht vor den Bundesgerichtshof

Das teilte ein Sprecher des Medienunternehmens mit

Die juristische Auseinandersetzung zwischen dem Axel Springer Konzern und dem Meteorologen Jörg Kachelmann geht weiter. Im Streit um die Verletzung von Persönlichkeitsrechten will Springer das vom Oberlandesgericht Köln ausgesprochene Urteil, das mit einer Zahlung von 395.000 Euro an Kachelmann verbunden ist, nicht hinnehmen und vor den Bundesgerichtshof ziehen. Man werde "Nichtzulassungsbeschwerde" einlegen, weil eine Revision gegen das OLG-Urteil nicht zugelassen wurde. Wahrheitsgemäße Berichterstattung über Gerichtsverfahren gegen bekannte Persönlichkeiten dürfe nicht durch Strafzahlungen in dieser Größenordnung sanktioniert werden, argumentierte der Sprecher. Andernfalls sei eine einschüchternde Wirkung auf die Presse zu befürchten. Kachelmann war 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden.

Frei.Wild hört Ende des Jahres auf

Das teilten die vier Musiker aus Südtirol auf ihrer Homepage mit

Die erfolgreiche, aber auch umstrittene Deutschrock-Band Frei.Wild hat nach 15 Jahren das Ende ihrer Auftritte angekündigt. "Wir hören auf", ließen sie wissen ohne konkrete Gründe zu nennen. Die Band sei "ähnlich einem Bauwerk", das "immer wieder gepflegt, restauriert, in unserem Falle erweitert und vor allem statisch verbessert werden" soll. "Wir sagen dann erst mal lebe-wohl Fangemeinde und ziehen uns erst mal zurück, um uns an genau diese Dinge zu wagen. Was diese beiden Dinge sein werden, möchten wir euch zu diesem Zeitpunkt nicht mitteilen." Frei.Wild hatte sich 2001 gegründet. Die letzten Konzerte sind laut Homepage vom 27. bis 29. Dezember in Mannheim, Hannover und Chemnitz geplant. Im April war die Band mit einem "Echo" ausgezeichnet worden. Drei Jahre zuvor waren sie von der Nominierungsliste gestrichen worden, weil sie mit der rechten Szene in Zusammenhang gebracht wurde. Die Bandmitglieder hatten das bestritten.

Unternehmen müssen weniger an KSK zahlen

Die neue Höhe der Abgabe für die Künstlersozialkasse gilt ab 1. Januar

Jetzt ist es amtlich: Unternehmen müssen im kommenden Jahr weniger Abgaben für die Verwertung künstlerischer und publizistischer Werke zahlen. Bislang waren 5,2 Prozent an die Künstlersozialversicherung zu entrichten. Mit Beginn des kommenden Jahres sind nur noch 4,8 Prozent zu zahlen. Der Deutsche Kulturrat teilte mit, dass die Ankündigung von Bundessozialministerin Nahles im Juni mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt offiziell werde. Mit der Künstlersozialabgabe werden 30 Prozent der Beiträge zur Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung von freiberuflichen Künstlern gedeckt. Für 20 Prozent des Beitrags kommt der Bund auf. Die Künstler selbst zahlen - ähnlich wie angestellte Arbeitnehmer - 50 Prozent. Gestiegenene Einnahmen der KSK machten die Abgabensenkung möglich.

E-Book-Verkauf in Deutschland steigt bei sinkenden Einnahmen

Das teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mit

Der Absatz von E-Books ist im ersten Halbjahr 2016 gestiegen. Zugleich ging wegen des gesunkenen Verkaufspreises der Umsatz zurück. So seien in den ersten sechs Monaten - ohne Schul- und Fachbücher - 2,7 Prozent mehr E-Books in Deutschland verkauft worden. Der Umsatz fiel aber um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, im Quartalsvergleich seien es sogar 3,4 Prozent. Die Zahl der Käufer blieb den Angaben zufolge konstant bei 2,9 Millionen. Wer schon Käufer war, legte sich im Schnitt 4,9 E-Books aus dem Publikumsbereich zu. Das seien pro Käufer 2,5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2015. .

Emma Schweiger will Zeit für ihre eigene Kindheit haben

Das sagte die Kinder-Schauspielerin der "Bild"-Zeitung

Nach "Conni & Co", "Keinohrhase" und "Honig im Kopf" will die dreizehnjährige Tochter von Til Schweiger eine Drehpause einlegen."Ich will auch mal wieder was von meiner Kindheit haben", sagte Emma Schweiger. Die Arbeit vor der Kamera mache ihr Spaß, doch die Aufmerksamkeit um ihre Person sei ihr zu viel. "Dieses ständige Erkanntwerden ist nichts für mich", räumte sie ein. Deshalb werde sie zunächst für ein paar Wochen mit ihrer Mutter in die USA gehen.

Roland Krischke neuer Direktor des Lindenau-Museums

Dienstantritt ist der 1. November

Roland Krischke hat bei seiner Vorstellung als neuer Direktor des Lindenau-Museums im thüringischen Altenburg eine Neukonzeption der Sammlung angekündigt. Das Haus ist für seine Exponate frühitalienischer Malerei bekannt. Außerdem werde man stärker mit anderen Kunstmuseum wie Leipzig und Chemnitz zusammenarbeiten, sagte der 49jährige. Dem Wunsch des Landkreises Altenburger Land entsprechend, der Träger des Hauses ist, soll das Museum n den nächsten Jahren in eine Stiftung überführt werden. Krischke war von 2008 bis 2014 Direktor für Kommunikation und Bildung der Stiftung Schloss Friedenstein Gotha. Seit 2014 ist er Verleger in Heidelberg. Seine Vorgängerin Julia M. Nauhaus hatte das Haus Ende März im Streit verlassen.

Can Dündar gibt Chefredakteurs-Posten der Cumhuriyet ab

Das kündigte der Journalist in seiner Zeitungskolumne an

Can Dündar, der Chefredakteur der regierungskritischen Zeitung "Cumhuriyet", ist von seinem Posten zurückgetreten. Dündar, der sich in Europa aufhält, schreibt, er werde nicht in die Türkei zurückkehren, solange der Ausnahmezustand anhalte. Seinen Posten als Chefredakteur solle sein bisherigen Vertreter Oguz Güven übernehmen. Dündar und der Hauptstadtbüroleiter der "Cumhuriyet§, Erdem Gül, waren im Mai zu mehr als fünf Jahren Haft verurteilt worden, weil ihnen wegen der Recherche über türkische Waffenlieferungen nach Syrien unter anderem Geheimnisverrat vorgeworfen worden war. Ein Verfahren wegen Unterstützung einer Terrororganisation steht noch aus. Dündar kündigte aber an, weiter Kolumnen für seine Zeitung zu schreiben.

Pietro De Marchi erhält den Gottfried-Keller-Preis 2016

Die Ehrung wird zum 38. Mal vergeben

Pietro De Marchi erhält für seinen Gedichtband "La carta delle arance" (Das Orangenpapier) den Gottfried-Keller-Preis. Das teilte die Mrtin-Bodmer-Stiftung mit. Dem Literaturwissenschaftler wird die mit 25.000 Franken dotierte Auszeichnung Ende Oktober in Zürich verliehen. Der Gottfried-Keller-Preis wurde 1921 vom Schweizer Mäzen und Sammler Martin Bodmer gestiftet und seitdem in unregelmäßigen Abständen vergeben.

Katholischer US-TV-Sender erhält deutsche Sendelizenz

Bislang wurde das deutsche Programm mit einer britischen Lizenz ausgestrahlt

Der Brexit lässt grüßen: Der katholische Fernsehsender "Eternal World Television Network" aus den USA hat von der Landesmedienanstalt in Nordrhein-Westfalen eine deutsche Sendelizenz erhalten, die ab sofort gilt. Im deutschsprachigen Europa erreicht EWTN nach eigenen Angaben mehr als 21 Millionen Haushalte. Liveübertragungen wie vom Besuch des Papstes beim Weltjugendtag oder die Tägliche Heilige Messe aus dem Kölner Dom und andere Gottesdienste machen mehr als 20 Prozent des Programms aus. Das Programm, zu dem auch mehrere Radio-Plattformen, Digitalangebote und ein Nachrichtendienst gehören, kann in mehr als 140 Ländern empfangen werden.

Adele bekam gar kein Angebot für den Superbowl 2017

Womöglich wurde die Pop-Kaiserin aber auch gar nicht darum gebeten

"Ich weiß, ich bin nicht Beyoncé, ich kann nicht tanzen". Diese Begründung der britischen Pop-Ikone sorgte für Schlagzeilen. "Die waren wirklich nett, aber ich habe Nein gesagt", hatte der 28jährige Star bei einem Konzert in Los Angeles erklärt - und damit einen Auftritt in der prestigeträchtigen Halbzeit des US-Superbowl im kommenden Jahr gemeint. Die National Football League ihrerseits stellte nun nach einem Bericht des "Billboard" klar: Weder die NFL noch deren Sponsor Pepsi haben Adele gefragt. In einer Mitteilung heißt es: "Wir haben mit vielen Künstlern über die Super-Bowl-Halbzeitshow gesprochen. Dennoch haben wir zu keiner Zeit ein offizielles Angebot an Adele oder jemand anderen gerichtet." Man konzentriere sich darauf, eine gute Show für Houston zusammenzustellen und das Programm "zu einem guten Zeitpunkt" bekannt zu geben. Nach einem Bericht des "Wall Street Journal" könnte es schwierig werden, Musiker aus der ersten Liga zu finden. Denn Rihanna, Katy Perroy oder Coldplay sollen gebeten worden sein, einen Teil der Einnahmen aus den jeweiligen Tourneen nach dem Event an die NFL abzugeben.

"Sommerhaus am See" in Potsdam wird saniert

Kulturstaatssekretär und Oberbürgermeister unterzeichnen in Potsdam Absichtserklärung

Der Autor Thomas Harding hatte sie in seinem Buch "Sommerhaus am See" beschrieben: Die fast einhundert Jahre alte Geschichte seiner Familie in der 1927 von seinem Urgroßvater Alfred Alexander erbauten Villa. Nun soll das "Haus Alexander" in Potsdam mit Unterstützung des Landes saniert und für Bildungsarbeit genutzt werden. Das Gebäude sei durch die Nutzung während der Ferien in der Weimarer Republik, die Vertreibung seiner jüdischen Besitzer in den 1930er Jahren, den Mauerbau und die Wiedervereinigung "Zeuge und Zeugnis gesamtdeutscher Geschichte", hieß es zur Begründung. Das Haus solle künftig "als Ort der Versöhnung und Völkerverständigung sowie für Forschung und Bildung" genutzt werden. Die Erben von Alfred Alexander hatten zahlreiche Spender für die Restaurierung des verfallenen Hauses mobilisiert. Das Land Brandenburg stellt 32.000 Euro aus der Denkmalhilfe zur Verfügung.

Keine Pokémon-Jagd in Sicherheitsbereichen deutscher Flughäfen

Bundespolizei und Flughafenbetreiber appellieren an App-Nutzer

Zur Zurückhaltung bei Pokémon Go-Spielen an Flughäfen haben die Polizei und die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen aufgerufen. "Sogenannte Pokémon-Stopps hinter der Sicherheitskontrolle sollten durch den Betreiber gelöscht werden, um Unfälle zu vermeiden", baten sie. Das Passieren der Kontrollen ohne Berechtigung, ein Umgehen von Kontrollstellen oder das eigenmächtige Öffnen von Fluchttüren könne "weitreichende polizeiliche Maßnahmen" und "gegebenenfalls zivile Schadensersatzforderungen" zur Folge haben. Auch auf den Wegen zu Flugzeugen auf dem Rollfeld sei es aus Sicherheitsgründen verboten, die vorgegebenen Wege zu verlassen.

Neue Leitung für Mannheimer Theaterhaus G7

Inka Neubert und Bernd Mand übernehmen die Intendanz

Mit Beginn der neuen Spielzeit wird das Mannheimer Theaterhaus G7 zu einem professionellen Spiel- und Produktionsort für freie TheatermacherInnen umgebaut. Das kündigte die neue Leitung an. Inka Neubert war bereits von 2010 bis 2015 künstlerische Leiterin der Bühne. Bernd Mand arbeitete bisher freiberuflich und war zwischen 2012 und 2015 Kurator von "Augenblick Mal!", dem Festival für junges Publikum vom Kinder- und Jugendtheaterzentrum. Jetzt bestehe die Möglichkeit, professionelles Theater zu machen und dem Haus ein eigenes Profil zu geben, teilten die beiden mit. "Mit der ministeriellen Förderung für professionelle Kleintheater verbindet sich der Auftrag und das Selbstverständnis der professionellen Theaterarbeit. Wir stehen dabei für textbasierte, literarische Theaterarbeit und möchten Schauspiel für erwachsene Zuschauer und Theater für junges Publikum von freien Theatermachern gleichberechtigt zeigen, produzieren und fördern. Außerdem wird das Haus zur Produktions- und Spielstätte für lokale und regionale Akteure der freien Theaterszene geöffnet." Die erste Spielzeit am neuen G7 wird im Oktober 2016 unter anderem mit Thomas Deprycks "Der Reservist" eröffnet, das im Mai mit dem Internationalen Autorenpreis des Heidelberger Stückemarkt ausgezeichnet wurde. Das G7 existiert seit 27 Jahren als Amateurtheater und entstand aus dem Engagement zweier studentischer Theatergruppen.

Kamel Daoud: "Islamischer Staat ist Faschismus"

IS versuche zuerst die Kultur auszulöschen

Der algerische Autor Kamel Daoud sieht Bildung und Kultur als wichtigste Mittel im Kampf gegen den Terror des sogenannten "Islamischen Staates" (IS). Nicht ohne Grund versuche dieser, zuerst die Kultur auszulöschen, "das Menschliche, weil man damit eine Gesellschaft in ihrem Kern angreift", sagte Daoud in einem Interview der Welt am Sonntag: "Der Islamische Staat versucht zuerst, die Kultur zu vernichten, so wie der Faschismus das auch getan hat. Und der Islamische Staat ist Faschismus." Um den Kampf gegen den IS nicht zu verlieren, gelte es, weiterhin und vermehrt, Kultur zu leben. Schwere Vorwürfe macht der Autor außerdem in Richtung Saudi-Arabien. Dort setze man - ideologisch wie finanziell - alles daran, den Dschihadismus zu unterstützen und die Vorherrschaft in der Welt zu gewinnen. Für ihn gehörten Saudi-Arabien und der IS eng zusammen. Bei der Ruhrtriennale ist ab dem 2. September eine Bühnenversion von Daouds Roman "Der Fall Meursault - eine Gegendarstellung" unter dem Titel "Die Fremden" zu sehen. Seit diesem Gegenentwurf zu Albert Camus' Buch "Der Fremde" gilt Daoud als einer der wichtigsten französischsprachigen Autoren.

Omar Sy beliebtester Franzose

Das ermittelte die Sonntagszeitung "Journal du Dimanche"

Der Schauspieler Omar Sy, bekannt aus dem Film "Ziemlich beste Freunde", ist der derzeit beliebteste Franzose. Die Sonntagszeitung "Journal du Dimanche" kürte ihn zum Nachfolger des Sängers und Liedermachers Jean-Jacques Goldman, der in der Umfrage im Auftrag des Meinungsforschungsinstituts Ifop im Vorjahr noch vorn gelegen hatte. Auf Rang drei kam wie im Vorjahr die frühere Ministerin und Frauenrechtlerin Simone Veil. Die Zeitung selbst sprach mit Blick auf das Trio von einem "Triumph der Tugend". Sy, Hauptdarsteller des Films "Monsieur Chocolat", wurde 1978 als Sohn afrikanischer Einwanderer in einer Trabantenstadt im Großraum Paris geboren. Er engagiert sich gegen Rassismus und für Integration. 2014 übersiedelte er mit seiner Familie nach Kalifornien. "Ich weiß nicht, wann oder wie Integration vollendet sein wird", sagte er kürzlich in einem Zeitungsinterview; "aber es geschieht bereits, obwohl das für manche Menschen schwer zu begreifen ist." Er selbst sei ein gutes Beispiel, schließlich sei er in Hollywood überall "der Franzose".

"Raif Badawi Award" wird auch 2016 verliehen

Journalistenpreis werde zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse vergeben

Nach der Premiere 2015 wird auch in diesem Jahr wieder der "Raif Badawi Award" verliehen. Der Journalistenpreis, der an das Schicksal des saudischen Bloggers Raif Badawi erinnern soll, werde zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse am 19. Oktober 2016 vergeben, berichtet die Bild-Zeitung. Namensgeber Badawi ist seit mehr als vier Jahren in seiner Heimat Saudi-Arabien inhaftiert, verurteilt zu zehn Jahren Gefängnis und 1.000 Peitschenhieben. Von der Monarchie wird ihm vorgeworfen, den Islam auf seinem Internetportal "Die saudischen Liberalen", einer Plattform mit Berichten und Analysen über seine Heimat, beleidigt zu haben. Nominiert sind laut Bild in diesem Jahr die Publizistin und Frauenrechtlerin Pinar Selek aus der Türkei, vier Redakteurinnen eines irakischen Flüchtlingsradios, die Investigativ-Journalistin Khadija Ismayilova aus Aserbaidschan, die britisch-libanesische Moderatorin Liliane Daoud sowie der Journalist Yahya al Aous aus Syrien.

Schriftsteller Hermann Kant ist tot

Der gebürtige Hamburger starb zwei Monate nach seinem 90. Geburtstag

Schriftsteller Hermann Kant ("Die Aula") ist tot. Er starb im Alter von 90 Jahren in einem Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern, wie die Verlegerin Simone Barrientos vom Verlag Kulturmaschinen bestätigte. Kant gilt als einer der wichtigsten DDR-Schriftsteller und war ein einflussreicher Funktionär in der ostdeutschen Kulturszene. Viele Jahre war er Vorsitzender des DDR-Schriftstellerverbandes und Mitglied im Zentralkomitee der SED. Seine Romane "Die Aula", "Das Impressum" und "Der Aufenthalt" erzielten in der DDR Millionenauflagen. 1973 erhielt er den Nationalpreis der DDR. In die Kritik geriet Hermann Kant nach der Wende, als ihm der Ausschluss kritischer Schriftsteller zu seiner Zeit als Präsident des DDR-Schriftstellerverbandes und seine Tätigkeit als inoffizieller Mitarbeiter beim Staatssicherheitsdienst zum Vorwurf gemacht wurden.

Fotograf Daniel Josefsohn gestorben

Er wurde 54 Jahre alt

Der Fotograf Daniel Josefsohn ist tot. Das bestätigte sein Agent Nils Schwemer der Deutschen Presse-Agentur. Der 1961 geborene und in Berlin lebende Josefsohn war in den siebziger Jahren einer der ersten Skater Deutschlands. In den 90er Jahren fotografierte er die bekannte Werbekampagne "Miststück" für den Musiksender MTV. Außerdem fotografierte er für die Magazine Tempo, jetzt und das SZ-Magazin. Von 2010 bis 2012 war er Kreativdirektor der Volksbühne Berlin. Dann erlitt er einen Schlaganfall. Zuletzt veröffentlichte er seine Bilder ein Jahr lang im "Zeit"-Magazin. Im Rahmen der Ruhrtriennale hatte Daniel Josefsohn gerade einen Meisterkurs für junge Fotografen gegeben. Mit ihm verliere die Ruhrtriennale einen kreativen Wegbegleiter und hoch geschätzten Freund, heißt es in einer Pressemitteilung, "Daniel Josefsohn verstand es wie kein Zweiter, die ästhetischen Ideale von Pop und Politik leichtfüßig-bissig zu vereinen".

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