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Kulturnachrichten

Sonntag, 14. August 2016

"Raif Badawi Award" wird auch 2016 verliehen

Journalistenpreis werde zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse vergeben

Nach der Premiere 2015 wird auch in diesem Jahr wieder der "Raif Badawi Award" verliehen. Der Journalistenpreis, der an das Schicksal des saudischen Bloggers Raif Badawi erinnern soll, werde zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse am 19. Oktober 2016 vergeben, berichtet die Bild-Zeitung. Namensgeber Badawi ist seit mehr als vier Jahren in seiner Heimat Saudi-Arabien inhaftiert, verurteilt zu zehn Jahren Gefängnis und 1.000 Peitschenhieben. Von der Monarchie wird ihm vorgeworfen, den Islam auf seinem Internetportal "Die saudischen Liberalen", einer Plattform mit Berichten und Analysen über seine Heimat, beleidigt zu haben. Nominiert sind laut Bild in diesem Jahr die Publizistin und Frauenrechtlerin Pinar Selek aus der Türkei, vier Redakteurinnen eines irakischen Flüchtlingsradios, die Investigativ-Journalistin Khadija Ismayilova aus Aserbaidschan, die britisch-libanesische Moderatorin Liliane Daoud sowie der Journalist Yahya al Aous aus Syrien.

Schriftsteller Hermann Kant ist tot

Der gebürtige Hamburger starb zwei Monate nach seinem 90. Geburtstag

Schriftsteller Hermann Kant ("Die Aula") ist tot. Er starb im Alter von 90 Jahren in einem Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern, wie die Verlegerin Simone Barrientos vom Verlag Kulturmaschinen bestätigte. Kant gilt als einer der wichtigsten DDR-Schriftsteller und war ein einflussreicher Funktionär in der ostdeutschen Kulturszene. Viele Jahre war er Vorsitzender des DDR-Schriftstellerverbandes und Mitglied im Zentralkomitee der SED. Seine Romane "Die Aula", "Das Impressum" und "Der Aufenthalt" erzielten in der DDR Millionenauflagen. 1973 erhielt er den Nationalpreis der DDR. In die Kritik geriet Hermann Kant nach der Wende, als ihm der Ausschluss kritischer Schriftsteller zu seiner Zeit als Präsident des DDR-Schriftstellerverbandes und seine Tätigkeit als inoffizieller Mitarbeiter beim Staatssicherheitsdienst zum Vorwurf gemacht wurden.

Kamel Daoud: "Islamischer Staat ist Faschismus"

IS versuche zuerst die Kultur auszulöschen

Der algerische Autor Kamel Daoud sieht Bildung und Kultur als wichtigste Mittel im Kampf gegen den Terror des sogenannten "Islamischen Staates" (IS). Nicht ohne Grund versuche dieser, zuerst die Kultur auszulöschen, "das Menschliche, weil man damit eine Gesellschaft in ihrem Kern angreift", sagte Daoud in einem Interview der Welt am Sonntag: "Der Islamische Staat versucht zuerst, die Kultur zu vernichten, so wie der Faschismus das auch getan hat. Und der Islamische Staat ist Faschismus." Um den Kampf gegen den IS nicht zu verlieren, gelte es, weiterhin und vermehrt, Kultur zu leben. Schwere Vorwürfe macht der Autor außerdem in Richtung Saudi-Arabien. Dort setze man - ideologisch wie finanziell - alles daran, den Dschihadismus zu unterstützen und die Vorherrschaft in der Welt zu gewinnen. Für ihn gehörten Saudi-Arabien und der IS eng zusammen. Bei der Ruhrtriennale ist ab dem 2. September eine Bühnenversion von Daouds Roman "Der Fall Meursault - eine Gegendarstellung" unter dem Titel "Die Fremden" zu sehen. Seit diesem Gegenentwurf zu Albert Camus' Buch "Der Fremde" gilt Daoud als einer der wichtigsten französischsprachigen Autoren.

Fotograf Daniel Josefsohn gestorben

Er wurde 54 Jahre alt

Der Fotograf Daniel Josefsohn ist tot. Das bestätigte sein Agent Nils Schwemer der Deutschen Presse-Agentur. Der 1961 geborene und in Berlin lebende Josefsohn war in den siebziger Jahren einer der ersten Skater Deutschlands. In den 90er Jahren fotografierte er die bekannte Werbekampagne "Miststück" für den Musiksender MTV. Außerdem fotografierte er für die Magazine Tempo, jetzt und das SZ-Magazin. Von 2010 bis 2012 war er Kreativdirektor der Volksbühne Berlin. Dann erlitt er einen Schlaganfall. Zuletzt veröffentlichte er seine Bilder ein Jahr lang im "Zeit"-Magazin. Im Rahmen der Ruhrtriennale hatte Daniel Josefsohn gerade einen Meisterkurs für junge Fotografen gegeben. Mit ihm verliere die Ruhrtriennale einen kreativen Wegbegleiter und hoch geschätzten Freund, heißt es in einer Pressemitteilung, "Daniel Josefsohn verstand es wie kein Zweiter, die ästhetischen Ideale von Pop und Politik leichtfüßig-bissig zu vereinen".

Omar Sy beliebtester Franzose

Das ermittelte die Sonntagszeitung "Journal du Dimanche"

Der Schauspieler Omar Sy, bekannt aus dem Film "Ziemlich beste Freunde", ist der derzeit beliebteste Franzose. Die Sonntagszeitung "Journal du Dimanche" kürte ihn zum Nachfolger des Sängers und Liedermachers Jean-Jacques Goldman, der in der Umfrage im Auftrag des Meinungsforschungsinstituts Ifop im Vorjahr noch vorn gelegen hatte. Auf Rang drei kam wie im Vorjahr die frühere Ministerin und Frauenrechtlerin Simone Veil. Die Zeitung selbst sprach mit Blick auf das Trio von einem "Triumph der Tugend". Sy, Hauptdarsteller des Films "Monsieur Chocolat", wurde 1978 als Sohn afrikanischer Einwanderer in einer Trabantenstadt im Großraum Paris geboren. Er engagiert sich gegen Rassismus und für Integration. 2014 übersiedelte er mit seiner Familie nach Kalifornien. "Ich weiß nicht, wann oder wie Integration vollendet sein wird", sagte er kürzlich in einem Zeitungsinterview; "aber es geschieht bereits, obwohl das für manche Menschen schwer zu begreifen ist." Er selbst sei ein gutes Beispiel, schließlich sei er in Hollywood überall "der Franzose".

"Suicide Squad" bleibt an der Spitze der US-Kinocharts

Einnahmen der Comicverfilmung sind aber eingebrochen

Superhelden und Supermarkthelden belegen die vorderen Plätze der US-Kinocharts: Auf Rang eins hält sich weiter die Comicverfilmung "Suicide Squad", die aber nach einem sehr guten Start vor einer Woche um 67 Prozent einbrach und am Wochenende nur noch 43,8 Millionen US-Dollar (39,2 Millionen Euro) in Nordamerika einspielte. Auf Rang zwei landete "Sausage Party", ein Animationsfilm über das geheime Leben von Lebensmitteln, gespickt mit deftigem Erwachsenen-Humor. Er spielte nach vorläufigen Zahlen der Branchenseite "Variety" 33,6 Millionen Dollar ein. Der Film startet in Deutschland am 6. Oktober. Auf Rang drei nahm die Neuverfilmung des 70er-Jahre-Kinderstreifens "Elliot, der Drache" für Branchenexperten eher enttäuschende 21,6 Millionen Dollar ein. Es folgten der Matt-Damon-Actionfilm "Jason Bourne", die Komödien "Bad Moms" und "Pets" sowie das biografische Drama "Florence Foster Jenkins" mit Meryl Streep.

R2-D2-Darsteller Kenny Baker gestorben

Britischer Schauspieler spielte den exzentrischen Roboter in "Star Wars"

Der britische Schauspieler Kenny Baker ist tot. Der nur 1,11 Meter große Mann starb nach langer Krankheit im Alter von 81 Jahren, teilte seine Nichte Abigail Shield britischen Medien mit. Der kleinwüchsige Baker spielte den stets pfeifenden und summenden Droiden R2-D2 im ersten "Star-Wars"-Film von 1977 sowie in den fünf weiteren Folgen. Durch sein Mitwirken an der Weltraumsaga bekam Baker laut seiner Nichte "eine andere Sicht auf seine Behinderung". Außer in "Star Wars" spielte er in anderen Kultfilmen der 80er Jahre, darunter "Time Bandits" und "Flash Gordon".

Viggo Mortensen ist auf Wildnis vorbereitet

Für den "Herr der Ringe"-Schauspieler ist Jagen und Feuer machen kein Problem

Seine Rolle als Aragorn in der Verfilmung von "Der Herr der Ringe" hat Hollywood-Schauspieler Viggo Mortensen berühmt gemacht. Auch privat ist er naturverbunden und sieht sich auf ein Überleben in der Wildnis vorbereitet. "Ich käme dort zurecht - und wahrscheinlich besser als viele andere Leute", sagte der dänisch-amerikanische Schauspieler dem "Focus". "Ich bin gern in der Natur. "Je nachdem, wie lange man unterwegs sein will, nimmt man ein Zelt oder eine Schlafunterlage, etwas Wasser und Angelzeug." Er könne auch jagen und fischen, das habe er als Junge gelernt, berichtete der 57-Jährige. "Ebenso wie man Tiere häutet und ausnimmt. Feuer machen ohne moderne Hilfsmittel ist schwierig, aber kriege ich noch hin." Auch das Alleinsein macht Mortensen nichts aus: "Was mit der Wildnis gar nichts zu tun hat, ist, ob man allein sein kann. Speziell nachts. Essen aufzutreiben und Wasser ist das eine, aber man muss auf sich gestellt sein können."

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